6 Gründe, warum der FCZ in Thun punkten kann

Der FC Thun war in den letzten zwei Saisons immer ein sehr unangenehmer Gegner für den FCZ und ist zudem aktuell wohl in der besten Form seit 10 Jahren, als die Berner Oberländer den zweiten Platz und danach die Champions League erreichten. Zu Hause erzielte Thun zuletzt vier Siege in Folge und verlor das letzte Mal im November auf heimischem Kunstrasen. Kann man die Punkte also schon im voraus mit A-Post nach Thun schicken? Hier sind sechs Gründe, warum der FCZ in der Stockhorn Arena trotzdem die Chance hat, zu punkten:

1. Motivation: Mit einem Unentschieden macht der FCZ einen wichtigen, mit einem Sieg gar einen Riesenschritt in Richtung Europa League-Qualifikation!

2. Flügelzange: Gegen den FCB hat das Duo Meier/Rizzo auf der Suche nach der richtigen Balance im Team auf das System aus der erfolgreichen Rückrunde vor zwei Jahren zurückgegriffen. Chikhaoui spielte als die eine Hälfte der Flügelzange mit Christian Schneuwly seine wohl beste Partie der Rückrunde. Der schnelle Tunesier kann dem Team abgesichert durch Philippe Koch in einer Viererabwehr in dieser Rolle am meisten helfen, denn im Zentrum bringt er eher den Spielrhythmus und die Struktur der eigenen Mannschaft durcheinander. Das 0:1 durch Callà wurde in der TV-Zusammenfassung Chikhaoui angekreidet, was aber eine zu einseitige Beurteilung darstellt. Entscheidend in dieser Szene war der verlorene Zweikampf Djimsitis gegen Embolo und Callà erzielt dann das Tor eher auf Kochs Position.

3. Burim Kukeli: Der Solothurner zeigte bei seinem Teileinsatz gegen den FCB eindrücklich, was ein Kukeli in Form dem FCZ bringen kann. Als Mann für die einfachen und schnellen Lösungen brachte der Mittelfeldspieler den Ball zum Laufen und hielt einem Rodriguez oder einem Chikhaoui den Rücken frei, so dass diese in der Schlussphase der Partie aufblühten. Ist Kukeli in Thun schon bereit für einen Einsatz in der Startformation?

4. Alain Nef, Francisco Rodriguez, Oliver Buff, Mario Gavranovic: Sowohl Nef wie auch Rodriguez zeigen auf das Saisonende hin klar aufsteigende Tendenz. Nef war insgesamt der beste Zürcher gegen den FCB und Rodriguez sorgte nach seiner Einwechslung für viel Torgefahr – er wirkt schon seit ein paar Wochen wieder selbstbewusst und spielfreudig. Oliver Buff belebte die Offensive ebenfalls von Beginn weg mit seinen präzisen langen Bällen und guten Einfällen in Strafraumnähe. Gavranovic hat zwar immer noch nicht getroffen, zeigte sich zuletzt bei seinen Teileinsätzen aber ebenfalls verbessert.

5. Vorbereitung: Trainer Urs Meier liess die letzten zwei Tage als Vorbereitung auf Thun nicht nur im Juchhof auf Kunstrasen trainieren, sondern setzte diese Trainings zudem auch noch genau auf die Anspielzeit am Sonntag, 13:45, an, damit die Spieler vor dem Spiel in den richtigen Tagesrhythmus kommen.

6. Statistik: Der FCZ ist mit 26 Punkten aus 16 Spielen nach dem FC Basel das zweitbeste Auswärtsteam der Liga.

fcz in Thun 1505

Die wichtigste Frage beim FCZ ist, ob das Trainerduo Meier/Rizzo und Burim Kukeli sich entscheiden, ob dieser bereits von Beginn weg spielen kann, oder nochmal von der Bank aus ins Spiel eingreifen wird. Von der Aufstellung und Spielweise her bietet sich ansonsten das Konzept vom Heimspiel gegen den FCB an, da es gut funktionierte. Das Spiel gegen die Rotblauen wurde wegen Einzelsituationen und verlorenen Zweikämpfen verloren, nicht wegen der allgemeinen Spielweise.

thun 1505

Mit Ausnahme von Gianluca Frontino fehlt Trainer Urs Fischer kein Stammspieler. Der junge Nicola Sutter ist eine Option für entweder Rojas , Gonzalez oder gar Siegfried in der Startformation. Ansonsten gibt es kaum offene Fragen in einem Team, welches mit viel Konstanz auftritt.

 

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