Vorschau 20.Runde: FCZ – FC Thun

2:1 und 1:2 lauten die Resultate in dieser Saison gegen den FC Thun – und die Resultate täuschen nicht: beide Partien waren hart umkämpft. Bei allen drei Thuner Treffern war Christian Schneuwly wesentlich beteiligt. Am 23.Juli im Letzigrund flankte er den Freistoss von rechts genau auf den Fuss von Kaludjerovic, welcher so zu einem Tor im Stile von „den hätte auch meine Oma…“ kam. Im letzten Vorrundenspiel in der Stockhorn Arena war Schneuwly bei zwei Kontern der entscheidende Mann. Erst nutzte er die kurzzeitige Unordnung in der Zürcher Abwehr beim 1:0 von Nelson Ferreira mit seinem starken Pass im richtigen Moment gegen die Laufrichtung von Elvedi geschickt aus, und das 2:1 erzielte er mit einem Hammerabschluss gleich selbst. Jenes Spiel hat sich die Mannschaft von Urs Meier im Vorfeld der heutigen Partie nochmal angeschaut, und danach zeigte sich der FCZ-Coach durchaus etwas erleichtert darüber, dass der jüngste Schneuwly (neben dem mittleren, Marco, gibt es auch noch den ältesten, Lukas – ein ehemaliger 1.Liga-Topskorer) nun auf der eigenen Seite steht.

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Wegen der schneebedeckten Allmend Brunau musste der FCZ auch das Abschlusstraining auf Kunstrasen im Heerenschürli durchführen. Speziell das Direktspiel-Mätschli auf engem Raum zum Abschluss der Einheit stachelte nochmal so richtig den Ehrgeiz der Jungs an, und so macht das Ganze natürlich auch Spass! Schönbi war schon vor der Partie in St.Gallen angeschlagen (Fuss), davon war aber weder in der AFG Arena, noch gestern im Abschlusstraining von aussen viel zu bemerken. Auch beim Abschluss zog er mit beiden Füssen voll durch. Entweder ist Schönbi ein harter Hund, oder alles nur Bluff. Wir werden es sehen… Gehen wir davon auss, dass der Freistosskünstler  gegen den FC Thun geschont wird. In diesem Fall könnte der vielseitige Schneuwly seine Positon auf links übernehmen. Dieser hatte in St.Gallen im offensiven Mittelfeld zusammen mit Kajevic viel zur guten Leistung und Ausgewogenheit des Teams beigetragen, und gleich in den Startminuten mit seinem den Gegner verwirrenden Durchlassen des Passes von Nef Richtung Etoundi für ein erstes Zeichen gesorgt.

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Gut möglich, dass gegen Thun auch Etoundi und Geburtstagskind Kajevic zu Beginn erst mal auf der Bank Platz nehmen. Denn es kann davon ausgegangen werden, dass der in St.Gallen noch gesperrte Chiumiento wieder in die Startformation zurückkehrt. Ausserdem könnte Trainer Urs Meier diesmal auf das Tunesische Sturmduo Chikhaoui/Chermiti setzen, welches beim 2:1-Heimsieg gegen Thun im Juli für das ausgezeichnet herausgespielte 1:0 und den Sololauf (Chikhaoui) zum 2:0 verantwortlich waren. Ausserdem ist es nicht unwahrscheinlich, dass Avi Rikan für einen Einsatz in der Startelf schon wieder bereit ist, als Alternative für den in St.Gallen sein bisher bestes Spiel im Dress des FCZ zeigenden Kajevic. Diese Entscheidung wird wohl eine enge Kiste für Urs Meier.

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Der FC Thun zeigte beim 2:1-Sieg gegen den FCZ vor Weihnachten vor allem defensiv eine absolute Topleistung. Die damalige schier undurchdringbare Abwehrreihe mit dem topmotivierten Ex-FCZ-ler Stefan Glarner, Thomas Reinmann, Fulvio Sulmoni und Enrico Schirinzi ist aber durch die Verletzungen von Reinmann und Schirinzi etwas auseinandergerissen worden. Weil mit Schenkel und Schindelholz die beiden Innenverteidiger drei und vier ebenfalls nicht verfügbar sind, wird wohl als letztmögliche Lösung Michael Siegfried in die Innenverteidigung rücken. Er hat diese Position unter anderem in Vorbereitungsspielen dieser Winterpause und in früheren Pflichtspieleinsätzen schon gespielt, kann so aber natürlich nicht so häufig wie gewünscht seine Dynamik im Spiel nach vorne ausspielen. An seiner Stelle könnte im Mittelfeld der ehemalige FCZ U21-Spieler Marco Mangold zu einem Einsatz von Beginn weg kommen.

Der im Berner Oberland aufgewachsene Torschütze zum 1:0 im Dezember, Nelson Ferreira, wird heute wohl sein 30.Pflichtspiel gegen den FCZ bestreiten! Damit war der Offensivspieler bei der Mehrheit der Partien aktiv dabei, die es jemals zwischen Thun und dem FCZ gegeben hat! Die Offensive des FC Thun ist in der Winterpause trotz des Abgangs von Schneuwly eher noch stärker geworden. Gaëtan Karlen und Ridge Munsy bringen sowohl technisch, wie auch physisch und in den Luftduellen viel Qualität mit. Trainer Urs „Captain“ Fischer hat da nun zusammen mit Berat Sadik gute Alternativen zur Verfügung. Dazu kommt der Torschütze zum Rückrundenauftakt gegen Aarau (1:1), Marco Rojas aus Neuseeland, welcher das Pendant von Ferreira auf der linken Seite bildet.

 

 

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