Katzenwetter und der innere Schweinehund

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Der FCZ-Strassenkreuzer im Sportpark „Rote Teufel“

Nimmt man die Testspiele als Massstab für den Rückrundenstart des FCZ, könnte einem Angst und Bange werden. Mit Ausnahme der Partie gegen Dnipro ist das Team von Trainer Sami Hyypiä in den Vorbereitungsbegegnungen durchwegs müde, apathisch und uninspiriert aufgetreten. So auch zum Abschluss im Nachwuchszentrum des 1.FC Kaiserslautern bei der klaren 0:4-Niederlage.

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Der nicht für einen Einsatz vorgesehene Vasilije Janjicic motiviert seine Teamkollegen vor dem Anpfiff

Die erste Chance der Partie hatte Aleksandr Kerzhakov, der in der 6.Minute aus 15 Metern deutlich links am Tor vorbei verzog. In der Folge übernahm das Heimteam dann aber immer mehr das Szepter. Beim FCZ schienen sich einige Akteure in der ersten Halbzeit der eher schlampigen Körpersprache von Mittelfeldspieler Cabral anzupassen. Nicht jeder vermochte nach einem intensiven Trainingslager den inneren Schweinehund zu überwinden. Erst im Anschluss an das durch einen Fehler von Torhüter Brecher entstandene 0:4 ging in der zweiten Halbzeit doch noch ein Ruck durch die Mannschaft. Innert kürzester Zeit kam der Stadtklub zu mehreren guten Torchancen, zeigte dabei aber wie während der ganzen Vorbereitung zu wenig Zielstrebigkeit vor dem gegnerischen Tor.

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Da war die Welt noch in Ordnung: kein Regen und keine Gegentore

Die Schlussoffensive von Kaiserslautern war aber immerhin ein positiver Unterschied zu den Partien in der Türkei, wo die Mannschaft jeweils in der Schlussphase entkräftet nur noch den Schlusspfiff herbeizusehnen schien. Schon vor der Partie war Trainer Sami Hyypiä bewusst, dass nun in der Woche bis zum Meisterschaftsstart am Sonntag gegen Sion die Belastung deutlich reduziert werden muss, damit die Frische und Spritzigkeit wieder zurückkommt.

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Mike Kleiber wird gejagt

Das Wetter in der Pfalz konnte man nicht anders, als „garstig“ bezeichnen. Mitten in einem Fichtenwäldchen im Osten Kaiserslauterns gelegen, wehte den lokalen Journalisten und Klubverantwortlichen ein unberechenbarer kalt-feuchter Wind ins Gesicht. Kurz nach dem Anpfiff kam dann auch noch Dauerregen dazu. Dies vermischt mit den gelegentlich apokalyptischen Geräuschen durch den wolkenverhangenen Himmel von der wenige Kilometer entfernten Ramstein Air Base wohl verursacht durch die Landung von Grossmaschinen wie dem C5 Galaxy Transporter ergab ein schaurig-prickelndes Gemisch an Sinneseindrücken.

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Kerzhakov und Turkes bei ihrer hauptsächlichen Tätigkeit: Anstoss nach einem Gegentor

„In der Türkei war es aber noch kälter, und es hat immer geregnet“, meinte der sich mit einem Espresso stärkende Hyypiä vor der Partie, und freute sich über die zufällige Begegnung mit der Lauterer Legende Stefan Kuntz, der vor zwei Wochen auf den Sommer hin nach acht Jahren seinen Rücktritt als Vorstandsvorsitzender des Klubs gegeben hatte. Derweil wunderte sich ein Pfälzer Journalist gegenüber „Züri Live“: „Was macht denn der Hyypiä bei euch?“.

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Ein weiteres Mal lassen sich Vinicius und Bua von Görtler an der Nase herumführen

Das Spiel war ursprünglich auf dem Nebenplatz des Fritz Walter-Stadions im Zentrum Kaiserslauterns angesetzt und eine tiefe vierstellige Zuschauerzahl erwartet worden. Die Verantwortlichen entschieden aber, dass sich der organisatorische und finanzielle Aufwand dafür nicht lohne, und haben die Partie unter Ausschluss der Öffentlichkeit ins eingezäunte und bewachte „Nachwuchs-Leistungszentrum“ verschoben. Lauterer Fans waren dann tatsächlich keine anwesend, Zürcher Fans schon – rund ein Dutzend hatten es aufs Gelände geschafft und wollten sich das letzte Vorbereitungsspiel ihrer Mannschaft unter keinen Umständen entgehen lassen. Trotz Katzenwetter und inneren Schweinehunden.

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Alain Nef köpft einen Eckball knapp vorbei – in der Schlussphase kam der FCZ noch zu einer Reihe von Torchancen

1.FC Kaiserslautern:Müller (46. Alomerovic); Zimmer (33. Schulze), Vucur, Heubach (46. Mockenhaupt), Gaus (46. Fomitschow); Halfar (46. Görtler), Klich (46. Pich), Ring (66. Pokar), Jenssen (66. Reichert); Bödvarsson (46. Deville), Przybylko (27. Colak).

FC Zürich: Favre (46. Brecher); Nef, Kecojevic, Brunner (38. Vinicius); Grgic, Cabral (46. Sarr); Kleiber (46. Schönbächler), Buff (70. Dominguez), Koch; Kerzhakov, Turkes (46. Bua)
Tore: 1:0 Jenssen (14.), 2:0 Jenssen (31.), 3:0 Halfar (35.), 4:0 Schulze (77.)

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