Medienkonferenz des FCZ vom Samstag, 28. Mai 2016 zum Cupfinal 2016

von Toni Gassmanntg in bs

Die Spieler des FC Zürich seien gemäss Trainer Uli Forte am Donnerstag nach dem feststehenden Abstieg am Boden zerstört gewesen. Unter anderem mit Hilfe von Einzelgesprächen habe Forte versucht, die Sichtweise auf den Cupfinal gegen Lugano zu richten. Trotzdem sei die Saison auch bei einem allfälligen Cupsieg nicht zu retten. Dieser Meinung ist auch Alain Nef, der müde aussah. Der Mittwoch sei sein schlimmster Tag gewesen in der sportlichen Laufbahn, gestand der Verteidiger ein. Er sei im Verein gross geworden und schon lange dabei, habe vieles mitgemacht und lebe auch in der Stadt. Da gehe ihm ein solches Erlebnis besonders nahe. Auch wenn nach Sonntag ein Cupsieg auf der Visitenkarte stehen könnte, so würde von nun an auch „Abstieg“ drauf stehen.

Während die gegen Vaduz eingesetzten Spieler am Freitag frei hatten, trainierten die restlichen Spieler, wie Nef. Er sei spätestens dann bereit, wenn er am Sonntag das Feld betreten werde. Und er würde alles tun, um seine Mannschaftskollegen mitzureissen. Gilles Yapi half die Familie, etwas Abstand zum grossen Misserfolg unter der Woche zu bekommen. Für den Captain des FCZ stand das Finalspiel schon etwas näher. Es gehe darum, die im Cup in dieser Saison gezeigten Leistungen fortzusetzen und alles dafür zu geben, den Final zu gewinnen.

Angesprochen auf die Leistungsdifferenz zwischen Cup und Meisterschaft hatten die beiden Spieler keine richtige Erklärung. Das Bewusstsein nach einer Niederlage im Cup auszuscheiden sei ein Unterschied gegenüber der Meisterschaft, in welcher nach einer Niederlage oder einem Unentschieden noch viele Spiele folgen würden. Aber wenn Alain Nef den Grund für den Unterschied genauer kennen würde, so hätten er und die Mannschaft auch etwas dagegen machen können.

Uli Forte sprach der Mannschaft gegenüber davon, dass aufgrund der überzeugenden Auswärtssiege in Bern, Thun und Sion der Cupsieg verdient wäre und was man verdiene, müsse man auch unbedingt anstreben. Für Alain Nef wäre es aber kein Trost im Falle einer Niederlage zuvor gute Leistungen im Cup gezeigt zu haben. Im Final zähle nur der Sieg.

Forte hat grossen Respekt vor dem Gegner FC Lugano, besonders vor dessen Offensive mit Bottani, Donis oder Alioski. Gilles Yapi findet den FC Lugano eine „geile Mannschaft“. Sie spiele furchtlos und immer gleich, egal gegen wen auch immer. Der Captain des FCZ meinte aber trotzdem: „Wir werden gewinnen.“ Er kenne das Gefühl eines Cupsieges mit dem FC Basel und wolle alles geben, um dieses Erlebnis zu wiederholen. Zwei Videoanalysen über den FC Lugano sollen der Mannschaft helfen, dieses Ziel zu erreichen. Dazu verbringt man die Nacht gemeinsam im Hotel und schaut zusammen den Champions League Final zwischen Atletico Madrid und Real Madrid.

Forte präzisierte noch eine eigene Aussage unter der Woche. Alle im Club seinen für Nulltoleranz, wenn Fans versuchen würden, vom Feld aus in die Innenräume des Stadions zu gelangen. Es sei aber verständlich, wenn die Anhänger ihre Frustration ausdrücken würden, indem sie mal einen Becher oder eine Fahnenstange auf die Tartanbahn werfen würden. Alain Nef erwähnte auch noch speziell die Unterstützung der eigenen Fans in den letzten Auswärtsspielen und schätzt, dass diese Hilfe auch im Cupfinal wieder da sein wird. Sie würden viel für den Club tun und hätten immer alles gegeben.

Fraglich für einen Einsatz sind gemäss Medienchef Patrick Lienhart folgende Spieler: Leonardo Sanchez, Franck Etoundi und Cédric Brunner.

Verletzt sind: Yanick Brecher, Armin Alesevic, Mike Kleiber und Marco Schönbächler.

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