Monsieur Duperret, terminez le contrat!

Einmal mehr (Grether, Grippo, Wieser, Itten,…) geht mit François Marque ein ehemaliger FCB-Spieler in gesundheitsgefährdender Weise auf FCZ-Spieler los. Die Frage muss erlaubt sein, ob die offensichtliche klubinterne Anti-Zürich Indoktrination beim FCB nicht schon längst jedes Mass überschritten hat. Wie viele Fälle muss es noch geben, bis hier mal von Seiten der Liga oder warum nicht auch von Seiten der Klubführung des FCB selbst eingeschritten wird und klare Zeichen gesetzt werden? 6? 7? 10? 15? 100?

Die Attacken von François Marque gegen FCZ-Spieler vom Samstag kamen alles andere als überraschend. Schon während der Partie hatte Marque Adrian Winter und Alain Nef in Zweikämpfen im Gesicht getroffen. Kurz vor dem Schlusspfiff provozierte dann Hélios Sessolo eine Rudelbildung, in dem er sich vor Kecojevic aufbaute und diesen beschimpfte, weil der Montenegriner nach einer «Verletzungsunterbrechung» den Ball Le Mont nicht genau so zurückgab, wie sich dies Sessolo persönlich gewünscht hatte (ins Seitenaus, anstatt beispielsweise zum Torhüter). In dieser Rudelbildung war Marque sofort an vorderster Front dabei, baute sich vor Marco Schönbächler auf und verpasste diesem eine angedeutete Kopfnuss. Dafür muss es im Normalfall direkt Rot geben – die Unparteiischen hatten diese Aktion aber offensichtlich live nicht gesehen.

Als kurz danach Schiedsrichter Tschudi die Partie abpfiff, bewegte sich Marque erneut schnurstracks auf direktem Weg in Richtung Zürcher Spielerbank und attackierte Schönbächler zum zweiten Mal, diesmal nicht nur angedeutet. Dieser wurde von Konditionstrainer Philippe Hasler festgehalten und an einer Reaktion gehindert. während alle anderen sich in der Nähe befindlichen FCZ-ler aufgebracht in Richtung Marque bewegten.

Als Vize-Captain Alain Nef dies sah, stürmte er sofort herbei, schob seine Teamkollegen weg, legte die Arme auf die Schultern von Marque und versuchte diesen zu beruhigen, was im ersten Moment auch funktionierte. Dann trat allerdings aus dem Pulk heraus Rodriguez als «Schönbi-Rächer» auf und verpasste Marque eine Ohrfeige, worauf dieser völlig durchdrehte, in Kampfsport-Angriffsstellung ging und Nef mit einem gezielten Tritt in den Bauch attackierte. Dieser reagierte glücklicherweise richtig und konnte mit einer Schutzbewegung die Wucht von Marques Angriff etwas mindern.

Schiedsrichter Tschudi gab nach Diskussion mit seinen Assistenten sowohl Marque wie auch Nef die Rote Karte. Bei Marque, der vor drei Jahren in Saarbrücken eine Dopingsperre absitzen musste (nachgewiesen Glukortikoide: euphorisierend und Verminderung Schmerzempfindlichkeit, in Kortison enthalten), wäre alles andere als eine lange Sperre ein Skandal. Nef wurde hingegen unschuldig Rot gezeigt, genauso wie Kecojevic davor bei der Provokation von Sessolo fälschlicherweise Gelb sah. Wenn neben Marque noch weitere Spieler bestraft werden sollten, dann müssten dies Sessolo und Rodriguez sein. Ausgelöst wurde das Ganze von Sessolo und Marque, die am Ende der Partie offenbar anderes im Sinn hatten, als mit ihrem Trainer John Dragani über den Punkt zu jubeln.

In einem gleichentags erschienenen Tages-Anzeiger Interview nannte GC-CEO Manuel Huber als Illustration für konsequenteres Handeln, welches bei GC in Zukunft Einzug halten soll, folgendes Beispiel als Episode:

«Im Frühling fand auf dem Campus ein Nachwuchsspiel statt. Einer unserer Spieler tickte aus, als spät das entscheidende Gegentor fiel. Anhänger des Gegners stürmten auf den Platz, und unser Spieler wurde handgreiflich. Er sah folgerichtig Rot, ging vom Platz und zertrümmerte aus Wut die Cornerfahne, direkt vor mir. (…) Wir haben dem Spieler, der durchaus ­talentiert ist, erklärt, dass er sich einen neuen Club suchen muss. Bei GC können wir ein Verhalten, wie er es gezeigt hat, nicht dulden.»

nitaj-marque-2

Mitte Juni, wo dieses Spiel stattfand, ist zwar technisch gesehen nicht mehr ganz „Frühling“, trotzdem meint Huber ganz offensichtlich den U18-Meisterschaftsfinal auf dem Campus in Niederhasli gegen den FCZ, als nach dem von FCZ-Captain Toni Domgjoni erfolgreich abgeschlossenen Konter zum 4:2 in der 120.Minute FCZ-Fans jubelnd auf den Platz stürmten und GC-Verteidiger und Schweizer Nachwuchsnationalspieler Leotrim Nitaj, der zu Beginn der Verlängerung die 2:1-Führung für GC erzielt hatte, austickte und vom Platz gestellt wurde. Nitaj ist tatsächlich auf der GC-Homepage nicht mehr im U18- oder U21-Kader zu finden.

marque-verlassen-stadion

François Marque freut sich beim Verlassen des Stadions diebisch über das doppelte Opfer Nef, der einen Fusstritt in den Bauch und obendrein auch noch ungerechtfertigt Rot erhalten hat. 

Monsieur Duperret, seien Sie konsequent, tun Sie sich als Präsident des FC Le Mont und dem Schweizer Fussball einen gefallen, und lösen Sie den Vertrag mit François Marque per sofort auf! Da Sie gute Beziehungen zu Christian Constantin haben, werden Sie wissen, wie Sie dies bei vereinsschädigendem Verhalten eines Spielers selbst bei einem befristeten Vertrag ohne Kostenfolge tun können. Einen Wiederholungstäter, der weiterhin agiert, als sei er auf Drogen, können Sie sich finanziell, image-mässig und ethisch nicht leisten! Verpflichten Sie mit dem eingesparten Geld aus den vielen vertragslosen Spielern oder starken Jungtalenten auf dieser Position einen Ersatz, der nicht lange Sperren absitzen muss. Mit Lucas aus der Konkursmasse des FC Biel haben Sie ja bereits ein entsprechendes „Schnäppchen“ getätigt. Dessen Bieler Partner in der Innenverteidigung, Mirlind Kryeziu, zeigt zur Zeit in der 2.Mannschaft des FCZ in der Promotion League gute Leistungen und könnte durchaus für eine Leihe zu haben sein.

Marque im Letzigrund vor und nach dem Schlusspfiff:

Marque – Ausschnitt 1

Marque – Ausschnitt 2

Manuel Huber im Tages-Anzeiger:

Huber im Tagi vom Samstag

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2 Comments on “Monsieur Duperret, terminez le contrat!

  1. Beide roten Karten voll gerechtfertigt. Näf fängt mit dem Schlag ins Gesicht an…(klar wird von den Zürcher Fans tunlichst verschwiegen). Und Marque mit dem Knien…geht gar nicht !!!
    Aber noch was…ist ja peinlich dies mit dem Basler Komplex hier…was bitte soll der FCB mit Marque noch zu tun haben…war vor über 6 Jahren im Kader…auch dass mit den anderen ex. Spielern…na klar der FCB hat diese dahingehend ausgebildet, wenn’s gegen den FCZ geht dessen Spieler spitalreif zu treten…einfach lächerliche Verschwörungstheorie vom feinsten !

  2. Auch wenn das Verhalten von Marque absolut nicht tolerierbar ist, so hat sich der FCZ gegen das kleine Le Mont nun wirklich sehr sehr schwer getan. Ein einziges Törchen gegen den FC Le Mont ist schon etwas gar gar wenig!!

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