Geiger rotiert, Magnin setzt auf Kontinuität: Aufstellungen FCZ – Servette in der Analyse

Servette hat seit dem Restart vier Mal Unentschieden gespielt. Und ist mit knapp einem Gegentreffer pro Partie das defensiv stärkste Team der Liga. Die Grenats tragen Sorge zum Ball und spielen sehr solidarisch. Hat der FCZ gegen Thun in den letzten Jahren vor allem immer wieder Probleme mit Matteo Tosetti bekundet, gilt dies für sein Servette-Pendant am Rechten Flügel, Miroslav Stevanovic, in dieser Saison umso mehr. Bei der 0:5-Heimniederlage im Dezember war der Bosnier der Mann des Spiels und bereitete alle Tore über die brüchige linke Zürcher Seite entscheidend vor. Michael Kempter hat zuletzt diese Seite etwas stabilisiert, Marco Schönbächler muss sich aber im Vergleich zum Thun-Spiel steigern. Im Berner Oberland wurden auch Antonio Marchesano und der vor einem halben Jahr an der 0:5-Heimniederlage gegen seinen Stammklub mitschuldige Becir Omeragic vermisst. Der ins Team zurückkehrende Tessiner Marchesano hat im September beim für das erfolgreiche zweite Saisonviertel wegweisenden 1:0-Auswärtssieg im Stade de Genève das einzige Tor der Partie per Kopf erzielt. Da Servette fast ausschliesslich über die Seiten spielt, wäre eine 3-4-3 Formation eine Option, weil in dieser mit beispielsweise dem linken Innenverteidiger, dem linken Zentralen Mittelfeldspieler, sowie dem linken Flügel gleich drei Spieler den Aussenläufer auf der Seite unterstützen können. Es wird aber wieder das übliche 4-2-3-1 werden (4-4-2 ohne Ball). Benjamin Kololli rückt durch die Hereinnahme von Blaz Kramer wohl wieder auf den Flügel, im Zentrum hat sich Toni Domgjoni nach seinem „Durchhänger“ unter anderem mit einer starken Zweiten Halbzeit in Thun seinen Platz neben Hekuran Kryeziu zurückgekämpft.

Servette hat zuletzt wieder mit zwei gelernten Stürmern und einem flachen Vierermittelfeld gespielt. In diesem agiert der Franzose Timothé Cognat auf der linken Seite. Der 22-jährige gehört zu den aktuell formstärksten Spielern der ganzen Liga und ist sowohl in der Balleroberung wie auch der Torvorbereitung brandgefährlich. Im Tor wird der gesperrte Jérémy Frick durch den Kongolesischen (RD Congo) Nationalkeeper Joël Kiassumbu ersetzt, dessen Familie in Zürich zuhause ist. Frick hat in dieser Saison eine Quote von nur 1,06 Gegentoren pro Partie bei einem durchschnittlichen gegnerischen Expected Goals-Wert von 1,37, was ihn zu einem der besten Torhüter der Liga macht. Er hat sich seit dem Aufstieg sichtlich gesteigert und gewinnt Punkte für seine Mannschaft. Zum Vergleich: Yanick Brecher kassiert im Gegensatz dazu mit 1,97 Gegentoren pro Spiel etwas mehr, als er sollte (gegnerische Expected Goals von 1,9). Der gegen YB (1:1) gesperrt gewesene Steve Rouiller kehrt in die Mannschaft zurück. Der 19-jährige Innenverteidiger Nicolas Vouilloz wird wohl auf der linken Seite beginnen. Auf dieser Position hat zuletzt der flinke Varol Tasar gespielt. Heute ist der Ex-Aarau-Crack aber wohl wieder in den vorderen Reihen anzutreffen. Miroslav Stevanovic beginnt zu Beginn auf der Bank und wird durch Juniorennationalspieler Kastriot Imeri ersetzt, der bei Trainer Alain Geiger bisher gemessen an seinem Talent und Qualitäten sehr wenig Einsatzzeiten erhalten hat. Der spielerisch gute Routinier Andrea Maccoppi (bisher wenig Einsatzzeiten in dieser Saison) beginnt für Boris Cespedes.

Zusammenfassend setzt Servette-Trainer Alain Geiger heute auf die Frische vom einen oder anderen Rotationsspieler, während FCZ-Trainer Ludo Magnin auf Kontinuität setzt.

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