Im Letzigrund treffen heute eine Mannschaft, welche sich in den letzten Wochen und Monaten einspielen konnte auf eine mit zuletzt relativ vielen Wechseln in den Startaufstellungen und an der Seitenlinie: siehe Match-Vorschau.

Beim FCZ darf heute der in den letzten Teileinsätzen überzeugende Tosin für Kramervon Beginn weg auflaufen.

Der FC Luzern stellt seine Mannschaft so wie es auf dem Matchblatt ausschaut erneut um. Wir lassen uns bezüglich taktischer Formation überrraschen – am wahrscheinlichsten ist eine Spiegelung des Zürcher 3-4-1-2.

Der FCZ hat mit einem eingespielten Stamm, Teamspirit und Effizienz zuletzt einige enge Partien auf seine Seite ziehen können. Der Unterschied zum nächsten Gegner Luzern besteht in dieser Saison bisher vor allem in den erzielten Toren, und diesbezüglich unter anderem der Beteiligung des treffsicheren, physisch und auch spielerisch stark verbesserten Assan Ceesay und den beiden Aussenläufern Adrian Guerrero und Nikola Boranijasevic auf Zürcher Seite. Diese Elemente fehlen Luzern. Der FCZ hat zudem eine aussergewöhnliche Quote an direkt verwandelten Freistössen mit drei verschiedenen Torschützen (Marchesano, Kryeziu, Coric). Zuletzt sind dank der Rückkehr von Blaz Kramer und Aiyegun Tosin aus dem Lazarett in der Vordermannschaft Alternativen für effektive Einwechslungen entstanden.

Dem FC Luzern fehlt es hingegen zur Zeit an Selbstvertrauen im Abschluss. Mit Sandro Chieffo ist neu ein Zürcher Cheftrainer bei den Innerschweizern. Seine taktischen (4-2-3-1) und personellen Umstellungen im ersten Spiel gegen Basel (1:3) standen unter dem Motto „Back to the roots“. Das Mittelfeld wird häufig mit langen, hohen Bällen überspielt und in der Angriffszone setzt man auf Wucht und schnelles Direktspiel – so wie man Luzern von früher her kennt. Seit dem FCZ-Wiederaufstieg waren die Duelle mit dem FCL insgesamt ungefähr ausgeglichen, mit leichten Vorteilen für die Innerschweizer, die in drei von vier Saisons ein Punkteplus gegen den FCZ aufzuweisen hatten.

Chieffo brachte gegen den FCB den kosovarischen Nationalspieler David Domgjoni für die bisher grösste Luzerner Schwachstelle Badstuber erstmals von Beginn weg. Dazu standen Patrick Farkas und Varol Tasar auf der rechten Seite in der Startformation. Dem von Olympiakos ausgeliehenen Nikola Cumic gelang mit einem Lupfer in der Nachspielzeit sein erstes Super League-Tor. Defensiv ist das Team wie der Basel-Match gezeigt hat aber weiterhin anfällig auf Umschaltsituationen – so wie das der FCZ lange Zeit gewesen war. Ein unter dem Strich positives Element im Innerschweizer Team war bisher der 36-jährige Christian Gentner. Voraussichtlich kommt es im Letzigrund im Zentrum zum Direktvergleich mit dem 35-jährigen Blerim Dzemaili. Dabei treffen 430 Bundesligaspiele auf 280 Serie A-Partien.

Züri Live (mit Experte Urs Meier) überträgt die Partie live aus dem Letzigrund ab 17:55: www.zuerilive.ch