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Neue Chance einen Monat danach / YB – FCZ mit möglichen taktischen Formationen
Aussergewöhnliche Situation in der Super League: genau ein Monat nach dem 3:0 von Young Boys gegen den FC Zürich treffen die beiden Teams erneut im Wankdorf aufeinander. Gemeinsam haben YB und der FCZ, dass sie schon sehr lange nicht mehr gegen einen Gegner der oberen Tabellenhälfte haben gewinnen können. Beim FCZ war dies der Auswärtssieg gegen St. Gallen am 6. Dezember – für YB liegt ein solches Erfolgserlebnis sogar noch weiter zurück – am 9. November, ebenfalls bei den Ostschweizern. Im Direktduell mit dem FC Zürich vermochten die Berner zuletzt vier Mal in Folge zu gewinnen. Die letzte Niederlage resultiert vom März 2024. In der Tabelle liegen die Gelbschwarzen fünf Punkte vor dem heutigen Gegner „über dem Strich“.
Ein Spiel im Zeichen von Valon Berisha
Zuletzt hat Trainer Dennis Hediger die taktische Formation wieder vermehrt dem Gegner angepasst, nachdem er sich zuvor auf ein 3-4-1-2 / 3-4-3 festgelegt hatte. Schaut man sich die letzten Begegnungen an, scheint dies eine sinnvolle Massnahme zu sein. In Bern verlor man ohne wesentliche Anpassung an den Gegner klar mit 0:3. In Basel passte man sich an, machte ein gutes Spiel und war bis zur 90. Minute 1:0 in Führung. Dies behielt man gegen den FC Winterthur bei und gewann das Kantonsderby 3:0. Gegen Luzern versuchte man es dann mit der in Basel und gegen Winterthur gut funktionierenden Viererabwehr und lief gegen das Vertikalspiel der Innerschweizer „in den Hammer“. Daraus zog man seine Lehren und stellte gegen das ähnlich wie Luzern agierende GC wieder auf Dreierabwehr um.

Daher kann gegen YB vermutet werden, dass wieder zurück auf eine Viererabwehr umgestellt wird, da dies gegen diesen Gegner vermutlich besser funktioniert – was vor einem Monat auch die 2. Halbzeit gezeigt hat, in der man deutlich besser im Spiel war. Es stellen sich vor dieser Partie aber noch weit tiefer gehende Fragen: Wird Valon Berisha nach dem von ihm miterlebten tödlichen Unfall seines Cousins vor einer Woche in Bern dabei sein? Wird der FCZ mit Trauerflor antreten? Beim gestrigen 2:1-Sieg im Tessin gegen den FC Paradiso waren Alessio Lebrino, Sebastian Walker, Aaron Tchamda, Jill Stiel und Sekou Diawara nicht dabei. Daher könnte der eine oder andere aus dieser Gruppe im Wankdorf mit von der Partie sein.
YB setzt auf teure Neuzugänge
YB will mit den für Super League-Verhältnisse teuren Neuverpflichtungen Essende, Bukinac und Valery eine bessere Phase einleiten. Die Zuschauerzahlen sind im Wankdorf zuletzt stark gesunken. Im Vergleich zu vor einem Monat wird Christian Fassnacht diesmal wohl von Beginn weg auflaufen. Joël Monteiro könnte Alan Virginius ersetzen. Und Sandro Lauper könnte Trainer Gerardo Seoane wieder mal auf seiner angestammten Position im Zentralen Mittelfeld für den sehr volatilen Armin Gigovic starten lassen.

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Die Aussenbahnen bereiten Sorgen – FCZ-Kadersituation nach der 0:3-Niederlage bei YB
Es gibt kaum einen besseren Moment um auf YB und den FCB zu treffen als jetzt. Sowohl der eine wie auch der andere Krösus der Liga sind in einem Findungsprozess und mitten in Englischen Wochen. Trotzdem hat der FC Zürich die ersten zwei der drei Duelle verloren. Man scheint dabei als Grundthema immer wieder an den zu hohen Ansprüchen zu scheitern, die man gemessen an den Möglichkeiten an sich selber stellt: mit ablösefreien Verpflichtungen und ständig wechselnden Trainern, Sportchefs, Vereinsstrukturen und Taktiken einen Europacupplatz erreichen. Das Perfekte ist der Feind des Guten. Und dies während man gleichzeitig weiter in die Nachwuchs- und Frauenabteilung investiert – und mit Verkäufen von guten Spielern bei den Männern eine ausgeglichene Rechnung anstrebt. Eine Herkulesaufgabe für jeden Trainer. Man hatte im Sommer eine gute Mannschaft mit einem pragmatischen Trainer. Auch damit kann es in einer ausgeglichenen Liga gegen einen Gegner, der einen Super-Tag erwischt, mal eine 0:3-Derbyklatsche absetzen. Das muss man aushalten können.
Nun hat man nachdem erst der Trainer und dann der Sportchef gehen mussten in der Winterpause so viele gewichtige Abgänge zu verzeichnen wie seit der Abstiegssaison 15/16 nicht mehr. Das Flügelduo Markelo / Phaëton um welches den FCZ die halbe Liga beneidet hat, ist auseinandergerissen, Antreiber Steven Zuber weg. Qualitativ solide Spieler wie Mariano Gomez und Nemanja Tosic ebenfalls. Man spielt mit einer anderen Taktik als noch vor ein paar Monaten. Raumaufteilung, Spielweise und individuelle Qualitäten der Spieler sind phasenweise nicht aufeinander abgestimmt. Freude machten in Bern die Leistungen von Silas Huber, Daniel Ihendu und Cheveyo Tsawa. Auf den Aussenbahnen bahnt sich hingegen ein grosses Problem an.
Gesamteindruck nach dem 0:3 in Bern
Die Grundstruktur der Mannschaft wirkte erstaunlich stabil. Die beiden entscheidenden Gegentore zum 0:1 und 0:2 fielen auf individuelle Unkonzentriertheiten des in Bern zu nonchalant auftretenden Livano Comenencia. Man begann gut, hatte die erste Torchance durch Reverson. Dann versprang Comenencia im Mittelfeld ein Ball vom Fuss ohne dass er wirklich in Bedrängnis war. YB konterte schnell und traf mit Monteiro. Vom frühen Gegentreffer erholte man sich schnell. Nach zugegeben wenigen Torchancen in der 1. Halbzeit konnte man nach der Pause klar und deutlich einen Zacken zulegen. Bis zur 80. Minute war noch jeder Ausgang möglich. Dann spielte der erneut unkonzentrierte Comenencia einen Einwurf in den Rücken von Reichmuth – YB konterte zum zweiten Mal erfolgreich und traf mit dem eingewechselten Fassnacht. Junge Spieler wie Cheveyo Tsawa, Daniel Ihendu und Silas Huber übernehmen Verantwortung und gehen voran. Tsawa war bis zu seiner Auswechslung der beste Mann auf dem Platz, Ihendu und Huber brachten Stabilität.
Den Eindruck einer Mannschaft vor der sich die Gegner in Acht nehmen müssen, machte der FCZ in Bern allerdings nicht. in der Formtabelle der letzten fünf Partien liegt man zu Recht auf dem letzten Platz und verlor in Bern 0:3 gegen die Mannschaft, die in der Formtabelle auf dem zweitletzten Platz liegt. Selbst das aktuelle Prunkstück, der Sturm, performt nur in jedem zweiten Spiel gut. Man hat mehrere mässig besetzte Schwachstellen, ist nicht so eingespielt wie andere Teams – und immer noch auf der Suche nach der richtigen Taktik. Die meisten Partien kann man ausgeglichen gestalten und hätte fast immer ein Unentschieden verdient, kassiert dann aber regelmässig in den Schlussminuten noch einen entscheidenden Gegentreffer. Und es gibt selten Partien, die man hätte gewinnen müssen. Die letzte solche Partie war gegen Winterthur. Gerade auch aufgrund der Drei Punkte-Regel braucht man aber zumindest ab und zu einen Sieg.
Tabellensituation
Die Erwartungshaltung, dass diese Mannschaft um die Top 6-Plätze spielen müsste ist unrealistisch. Mit Thun, St. Gallen, Lugano und Basel sind vier Plätze der Top 6 schon vergeben. St. Gallen beispielsweise hat ein deutlich höheres Budget als der FC Zürich und ist in der Lage Spieler, teilweise sogar Stammspieler, direkt aus der Bundesliga zu holen – nicht MLS-Spieler, die früher mal Bundesliga gespielt haben. Nach zwei Sommertransferperioden unter Sportchef Milos Malenovic hatte man trotzdem ein stimmiges Team zusammen, welches das Ziel Top 6 zu Recht anpeilen konnte, und trotz Leistungsschwankungen insgesamt auf Kurs war. Mit der Freistellung des Sportchefs und dem damit verbundenen Umbruch mitten in der Saison geht es bis zum Ende der Spielzeit in dieser äusserst ausgeglichenen Liga um den Klassenerhalt. Je früher dies den Spielern und dem Staff klar wird, und man unterstützt von den Fans mit viel Motivation diese wichtige Aufgabe angeht, desto grösser die Chance auf Erfolg in dieser Mission. Ansonsten wird auch Winterthur noch zu einer Gefahr.
Taktik allgemein
Die Holländischen Trainer sind weg, Jahnoah Markelo ist verkauft – und damit auch das Flügelspiel. Unter Dennis Hediger spielt man wieder vorwiegend vertikal durch die Mitte, in der Eröffnung häufig mit hohen Bällen auf Philippe Keny. Was bleibt, ist das hohe Pressing. Dabei funktioniert die Formation mit einem Zehner hinter einem Sturmduo in den letzten Wochen jeweils deutlich besser als der Dreimannsturm. Es handelt sich bei Hedigers Dreimannsturm nicht um ein 4-3-3 mit breit an der Seitenlinie agierenden klassischen Flügeln, sondern um ein 3-4-3 in welchem die äusseren Stürmer auf den Halbpositionen agieren
Auf diesen Halbpositionen fühlt sich aber kaum einer der Stürmer wohl. Sowohl Keny wie auch Reverson, Umeh oder Nvendo hängen in dieser Rolle in der Luft. Nur der äusserst vielseitige Phaëton kann vorne alles spielen. Die grundsätzlich sich in Torlaune befindlichen Keny und Reverson sind als klassisches Sturmduo am stärksten – mit einem klassischen Zehner dahinter, der sowohl als „Staubsauger“ für die zweiten Bälle sowie auch als Quelle von Schnittstellenpässen fungiert – wie demjenigen von Krasniqi auf Phaëton beim frühen 1:0-Führungstreffer gegen den FCB.
Taktische Wechsel in Bern
YB, das sich in den letzten Jahren und speziell in dieser Saison immer mehr auf ein durch die Mitte angelegtes Konterspiel fokussiert hat, überraschte den FCZ zu Beginn der Partie mit unüblich breit an den Seitenlinien stehenden Flügeln Virginius und Monteiro in einem Dreimannsturm. Da der FC Zürich sich nicht auf eine Fünferabwehr zurückziehen wollte, sorgte dies in der Dreierabwehr taktisch für Probleme, weil so Vujevic und Kamberi auf die Seite gezogen wurden und Ihendu ganz alleine im Zentrum einen grossen Raum abdecken musste, in den Sanches oder Gigovic vorstossen konnten. Aus einer solchen Situation entstand auch das frühe 1:0 für die Berner und die Torchance für Gigovic im Strafraum.

Zur Pause stellte Hediger mit dem Wechsel Reichmuth für Vujevic auf eine Viererabwehr und einen Mittelfeld-Rhombus um und dies erwies sich als richtige Massnahme. Die Verteidigung wurde stabiler und gleichzeitig das Mittelfeld dominanter. Es war die beste Phase des Zürcher Spiels. Die Wechsel Umeh Emmanuel für Bledian Krasniqi in der 61. Minute und vor allem Nevio Di Giusto für Cheveyo Tsawa in der 72. Minute taten dem Zürcher Spiel dann aber nicht gut. Einerseits personell: es kamen zwei Spieler, die null (Umeh) oder fast keinen (Nevio) Einfluss aufs Spiel ausübten, für einen ordentlichen Krasniqi und einen dominanten Tsawa. Hediger scheint mehr oder weniger die gleichen Wechsel zum jeweils gleichen Zeitpunkt vorzunehmen – unabhängig davon ob diese Wechsel im konkreten Spiel Sinn machen oder nicht. Ausserdem agierte man ab der 61. Minute in einer äusserst seltsamen Variante eines 4-3-3 in welchem die Aussenstürmer auf den Halbpositionen agieren. Die Raumaufteilung stimmte nicht.
Die Situation im Sturm und auf der 10er-Position
Im Sturm ist die Situation weiterhin so vorteilhaft wie nie zuvor in den letzten Jahren. Dies ist auch einer der grössten Pluspunkte für den FCZ im Abstiegskampf: man hat mehrere torgefährliche Stürmer. Philippe Keny ist offensiv wie defensiv sehr wertvoll, Mathias Phaëton in Topform, und Damienus Reverson schiesst diese Saison in der Super League alle 109 Minuten ein Tor – und war auch in Bern beim Stand von 0:1 mit einem ansatzlosen von Marvin Keller stark parierten Weitschuss wieder nahe an einem Treffer. In manchen der letzten Saisons hätte der FCZ liebend gerne auch nur einen solchen Stürmer in seinen Reihen gehabt, von denen man nun drei zählt. Umeh Emmanuel ist ausser Form und aktuell eigentlich höchstens als Konterstürmer für die Schlussphase eine Option – wie in Genf, als er kurz vor Schluss allein vor Joël Mall in Unterzahl beinahe das Siegtor erzielte. Von Vincent Nvendo kommt nichts. Mit Top-Torschütze Din Ramic und Sekou Diawara gibt es in der U21 aber noch weitere interessante Kandidaten für die zwei Mittelstürmerpositionen – dazu nicht zu vergessen Damien Osborne nach der Rückkehr von seiner Sperre. Und Juan José Perea.
Auch auf der 10er-Postion hat der FC Zürich mehrere gute Optionen. Die beste fällt allerdings leider erst mal drei, vier Wochen angeschlagen aus. Nach seinen Top-Leistungen in der U21, an der U17-EM und bei seinem Teileinsatz gegen den FCB kann Jill Stiel mit seiner Übersicht, Klarheit und Zielstrebigkeit hier im Lauf des Frühlings eine wichtige Rolle einnehmen. Ricardo Rodriguez kam nach der jeweils im November stattfindenden U17-WM im März 2010 zu seinem ersten Super League-Einsatz – Jill Stiel 16 Jahre später nun schon etwas früher. Die zweite Option und aktueller Starter auf dieser Position ist Bledian Krasniqi – mit sieben Torvorlagen der beste Assistgeber des Teams. Er lieferte das Klasse-Zuspiel für Mathias Phaëton zum 1:0 in der Startminute gegen Basel, die Vorlage zum 1:1 Reversons in Genf, und bereitete auch die erste Torchance der Partie in Bern durch Reverson mit einem Aussenristpass vor. Krasniqi ist die dritte Saison in Folge bei den Skorerpunkten in den Top 3 des Teams – vorletzte Saison hinter Marchesano und Okita, dann hinter Chouiar und aktuell hinter Keny und Phaëton jeweils an dritter oder zweiter Stelle (auf gleicher Höhe mit Steven Zuber). Auch Miguel Reichmuth kann gut auf dieser Position spielen, und als vierte Option kommt auch noch Nevio Di Giusto in Frage, der aber noch einfacher und zielstrebiger agieren muss.
Die Situation im Zentrum
Cheveyo Tsawa (19) ist gesetzt. Einer der konstantesten Spieler beim FC Zürich mit grossen Offensiv- und Defensivqualitäten, schlägt die meisten Standards, und wenn er Verantwortung übernehmen kann, spielt er am besten. Diesen Frühling kann er beim FCZ mit guten Leistungen im Kampf gegen den Abstieg einen echten Impact erzielen. Als bestes Talent seit Ricardo Rodriguez wird der ziemlich sicher künftige Nationalspieler im Sommer wohl einen Wechsel zu einem Mittelfeld-Klub in einer Topliga vornehmen, möglicherweise gar oberes Mittelfeld. Miguel Reichmuth hatte seinen „Jour sans“ gegen Basel, kam in Bern zur Pause aber wieder verbessert zurück. Nelson Palacio ist nach seiner Innenbandverletzung, zugezogen bei einer heroischen Rettungsaktion im November in Sion, noch nicht in der Form des Herbstes. Weitere Optionen sind der zuletzt reifer gewordene Mohamed Bangoura und Aaron Tchamda. Eher nicht der Aufgabe gewachsen sind wohl zur Zeit Isaiah Okafor oder Cosimo Fiorini. Grundsätzlich können auch Krasniqi oder Stiel auf der Doppel-Sechs eingesetzt werden.
Die Situation auf der Aussenbahn
Ûberraschenderweise ist die Situation auf dieser Position am prekärsten. Überraschenderweise darum, weil man im Sommer auf diesen zwei Positionen eher überbesetzt war. Innerhalb von einem halben Jahr gab es nun aber die Abgänge von Mendy, Conceição, Tosic, Denoon, Guzzo, Rodic und Ligue. Einige Abgänge sind nachvollziehbar. Nemanja Tosic beispielsweise, der bei seinen wenigen Einsätzen im FCZ-Dress vorwiegend gute Leistungen gebracht hatte, hätte man hingegen durchaus halten können. Der 32-jährige Chris Kablan sollte Stabilität und Mentalität in das Team bringen, enttäuschte bisher aber. Und Livano Comenencia erwies dem Team in Bern sowohl vor dem 0:1 als auch dem 0:2 mit seinen Aussetzern einen Bärendienst. In Genf hatte Mathias Phaëton an Stelle Comenencias die linke Aussenbahn bespielt und dabei defensiv erstaunlich viel nach hinten gearbeitet. Trotzdem konnte Servettes Schlüsselspieler Stevanovic auf dieser Seite zeitweise ein Herrenleben führen.
Die Alternativen für die Aussenbahnen sind aktuell dünn gesät und nicht sehr vielversprechend. Für die Linke Seite scheint beim stark auf Körpergrösse und Körperbau achtenden Dennis Hediger Neil Volken weniger Kredit zu haben als unter Vorgänger Van der Gaag. Zuletzt sass dafür zwei Mal der ältere, grössere und weniger talentierte Sebastian Walker (20) auf der Bank. Die dynamischen Gabriel Roskovic (17) oder Valentin Beck (19) müssten sich vermutlich erst mal ein paar Spiele in der U21 beweisen, bevor sie im besten Fall im Verlauf des Frühlings eine Option werden könnten. Für die rechte Seite sass gegen Servette sogar der seit fünfeinhalb Jahren für die U21 spielende Lamberti-Klient Selmin Hodza (22) wieder mal auf der Ersatzbank – gegen den FCB und in Bern allerdings nicht mehr. Die Alternative zu Kablan für die Rechte Aussenbahn scheint aktuell Mittelfeldspieler Mohamed Bangoura zu sein, der nach Einwechslungen diese Position zuletzt häufiger gespielt hat. Im Prinzip wäre er aktuell wohl sogar besser als der bisher medioker auftretende Kablan. Grundsätzlich könnte auch noch Lindrit Kamberi auf der Rechten Aussenbahn spielen.
Die Situation in der Hinterreihe
Die Dreierabwehr Kamberi – Ihendu – Vujevic vom YB-Auswärtsspiel zeigt solide Leistungen. Auf der zentralen Position wurde erst David Vujevic, dann Jorge Segura und schliesslich Daniel Ihendu eingesetzt. Vujevic ist für diese Position mit seiner Schnelligkeit und Technik eigentlich am besten geeignet. Die Niederlage und Gegentore in Bern sind den drei nicht anzukreiden – sie entstanden aus Unzulänglichkeiten vor allem der Aussenläufer und teilweise auch des ohne Cheveyo Tsawa entblössten Zentralen Mittelfeldes. Da offenbar Jorge Segura auch noch auf dem Absprung ist, blieb nur der aktuell zum wiederholten Male in dieser Saison verletzte Ilan Sauter als grundsätzlich valabler Ersatz.
Der während seiner FCZ-Zeit sehr konstant agierende Mariano Gomez hätte dem FC Zürich in der Rückrunde durchaus noch helfen können. Beim Ungarischen Serienmeister Ferencvaros (zuletzt sieben Mal in Folge) kann Gomez im Frühling um den Meistertitel und Ende Februar den Europa League-1/16 Final gegen Ludogorets spielen. Zu den aktuellen Alternativen gehören neben Sauter die beiden gelernten Mittelfeldspieler Nelson Palacio und Isaiah Okafor, die beide auch in einer Dreierabwehr eingesetzt werden können. Der zu Beginn der Saison in der Innenverteidigung eingesetzte Gian Stork ist eher ein Mann fürs Defensive Mittelfeld. Aus der U21 kommen Leandro Schödler oder Ivan Kovacevic in Frage.
Mit Alexander Hack kommt nun ein grossgewachsener Linksfuss hinzu. Idealerweise sollte dieser für den verletzungsanfälligen Ilan Sauter auf der halblinken Position eingesetzt werden, weil er von da im Spielaufbau bessere Passwinkel hat, als aus einer zentralen Position. Ausserdem ist David Vujevic schneller, zweikampfstärker und daher der bessere „Ausputzer“. Auch Daniel Ihendu könnte als mittlerweile gute Alternative zu Vujevic in der zentralen Rolle agieren, mit Captain Kamberi auf halbrechts. Die Gefahr besteht allerdings, dass Hack aufgrund seiner altersmässigen Seniorität in der Mitte und Vujevic oder Ihendu halblinks eingesetzt werden, was für all Beteiligten suboptimal wäre. Auf jeden Fall ist die Dreierabwehr das bevorzugte System für Hack und mit ein Grund warum er zum FC Zürich kommt. Neben dem Fakt, dass er in der erweiterten Region (nahe Memmingen) aufgewachsen ist und Alemannisch parliert.
Die Situation im Tor
Silas Huber ist der formstärkere Torhüter mit deutlich mehr Potential als Yanick Brecher. Daher macht es Sinn, dass Huber weiterhin im Tor bleibt.
Transferprioritäten
Sorgen machen muss man sich beim FC Zürich um die Aussenbahnen. Sowohl offensiv wie auch defensiv kommt vom Duo Kablan / Comemencia deutlich zu wenig. Dies kann den FCZ teuer zu stehen kommen. Eine naheliegende Option wäre die vorzeitige Rückkehr von Leihspieler Mattia Rizzo (19). Dieser liegt als Stammspieler auf der Rechten Aussenbahn aktuell mit Lecco auf Platz 3 in der Serie C, Gruppe A. Er wäre auf jeden Fall besser als Chris Kablan. Und wie wärs mit einer Rückkehraktion von Adrian Guerrero (28) für die linke Seite? Jetzt wo der FC Zürich wieder mit Aussenläufern spielt, würde der Spanier wieder ins System passen. Er ist zudem ein Spieler, welcher dem Teamgefüge gut tut. In Ungarn fühlt er sich allerdings wohl – spielt aktuell beim Tabellenvierten Debrecen unter einem ihm bekannten Spanischen Trainer regelmässig, wenn auch nicht immer. Zweite Priorität neben den Aussenbahnen hatte die Verpflichtung eines Innenverteidigers, da die Auswahl auf dieser Position etwas dünn ist. Sinn machen würde hier ein erfahrener, grossgewachsener Mann mit ansprechender Technik. Und während der Fertigstellung dieses Artikels wurde genau dieser Wunsch mit Alexander Hack erfüllt.
YB – FCZ 3:0
Letzter Auftritt im Kybunpark? / St. Gallen – FCZ mit möglichen taktischen Formationen
Der FC Zürich tritt in der 16. Runde der Saison 25/26 heute vielleicht zum letzten Mal im Kybunpark an – unter diesem Namen. Ab Sommer heisst die Arena neu Berit Sitterstadion und bis dahin ist aufgrund des “Schottenmodus“ nicht sicher, ob man nochmal im St. Gallen Winkeln antreten wird. St. Gallen gehört mit YB und GC zu den Mannschaften gegen die der FC Zürich in der Historie am meisten gewonnen hat – auch weil man meist in der gleichen Liga spielte. Im September konnte man damals noch unter Coach Mitchell Van der Gaag mit Assistent Dennis Hediger die Heimpartie nach einem Penalty-Gegentor in der 2. Halbzeit zu einem 3:1 drehen. Lindrit Kamberi kam dabei früh für Jorge Segura rein, der ausgerechnet heute aufgrund der Ausfälle wieder einmal zum Zug kommen könnte. Für Stürmer Philippe Keny seinerseits war das Heimspiel gegen St, Gallen der erste Startelfeinsatz in der Meisterschaft. Der Senegalese erzielte dabei gleich zwei Skorerpunkte.
Mohamed Bangoura wieder über Rechts?
Der FC Zürich tritt nach dem Derbysieg ohne die gesperrten Markelo, Comenencia und Gomez sowie den verletzten Palacio an, In den letzten Partien hat Coach Dennis Hediger die taktische Formation fast auf jedes Spiel hin wieder gewechselt und auch während der Partie viel umgestellt. Ein Muster bleibt dabei aber die häufige Ausrichtung auf den Gegner. Hediger mag ein intensives Spiel mit vielen Zweikämpfen und passt daher die Formation häufig dem Gegner an. Gegen St. Gallen, das mit einem 3-3-2-2 antritt würde daher das 3-4-1-2 von der Partie gegen GC wieder gut passen und den Gegner “spiegeln“ (ein Zehner gegen einen Sechser, zwei Sechser gegen zwei Zehner).

In der Hintermannschaft könnte Hediger auf das Trio Kamberi – Vujevic – Segura setzen. Ohne Comenencia und Markelo sowie Kamberi in der Dreierkette könnte somit Bangoura auf der Rechten Aussenbahn auflaufen. Der Guineer agierte bereits in der Schlussphase des Derbys in dieser Rolle. Die Linke Aussenbahn war zuletzt etwas eine Sorgenkind-Position – obwohl die Auswahl gross ist – auch im Nachwuchs. Steven Zuber hatte im Derby auf der Zehnerposition Licht und Schatten,.
Man spricht Deutsch unter Maassen / Stilz
Bei St. Gallen hat sich die taktische Formation und eine Stammmannschaft mehr oder weniger eingespielt. Mit der Rückkehr von Lukas Daschner gibt es auf der Doppel-Zehn mit ihm, Lukas Görtler und Carlo Boukhalfa ein Überangebot. Unter Enrico Massen und Sportchef Roger Stilz sind die Ostschweizer zu einer fast rein Deutschen Mannschaft geworden mit jeweils mehrheltlich Deutschen Spielern in der Startformation. Dies im starken Kontrast zum auch etwas frankophonen Einfluss unter Vorgängern Zeidler

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Desaströses taktisches Experiment kostet Erfolgserlebnis und drei Punkte / FCZ – YB Spielbericht mit taktischen Formationen
In seinem ersten Spiel als Interimscoach der 1. Mannschaft startete Dennis Hediger in beide Halbzeiten mit einer in wenigen Trainingseinheiten mehr schlecht als recht eingeübten neuen taktischen Formation – und wechselte dann jeweils in der 18. und 55. Minute zurück auf das seit rund einem Jahr übliche Schema. Das Resultat mit dem Experiment: minus drei Tore. Das Resultat mit der üblichen Formation: plus zwei Tore und ein verschossener Penalty. Man hatte den Effekt und die Energie eines Trainerwechsels auf seiner Seite und spielte gegen einen verunsicherten und defensiv labilen Gegner mit müden Beinen aus dem Europa League-Spiel am Donnerstag. Mit dem taktischen Experiment warf man diese Vorteile weg. Nun kann man sagen: im Nachhinein weiss man es immer besser. Das ist wahr und man kann zudem die Korrektur der Fehleinschätzung in der 18. Minute positiv vermerken. Dass man es dann aber im gleichen Spiel nach der Halbzeitpause mit der Experimentier-Taktik nochmal versuchte, wo doch in den ersten 18 Minuten praktisch gar nichts zusammengepasst hatte, ist eigentlich unverzeihlich. Das Resultat: YB konnte das Spiel noch einmal drehen.

In den letzten Jahrzehnten defensiv kaum einmal so desolat
Was war denn die Idee Hedigers? Nach zwei Niederlagen mit 0:4 Toren wollte der frühere Defensivstratege trotz null erzielter Tore wohl erst mal die Defensive mit einer Fünferkette stärken. Er stellte zudem mit Jahnoah Markelo einen Spezialbewacher für YB-Offensivverteidger Jaouen Hadjam ab. Trotz dünner Besetzung auf den Aussenbahnen sollte flach über die Flanken aufgebaut werden. Dies konnte YB in dieser Phase mit ihrem Hohen Pressing auf einfache Weise unterbinden. Folgerichtig brachte auch der Überraschungseffekt der veränderten taktischen Formation dem FCZ nichts. Zwar hatte man beim Spielaufbau aus Abstoss inklusive Yanick Brecher häufig in einer ersten Phase eine sechs gegen vier-Überzahl. Dieser Faktor wurde aber vor allem aufgrund der ungenügenden Positionierung und Technik von Junior Ligue zunichte gemacht.

Nicht nur der Spielaufbau funktionierte in der neuen Formation überhaupt nicht. Im Spiel gegen den Ball war die Situation noch deutlich schlimmer. Aufgrund der Spezialbewachung von Hadjam durch Markelo verteidigte der Rest der Mannschaft faktisch in einem 5-2-2. Auf den Spielaufbau der Berner hatte man keinen Druck. Die Gelbschwarzen konnten weit in die Zürcher Platzhälfte vorstossen und dort ziemlich unbedrängt präzise Bälle hinter die Abwehr spielen – oder den Doppelpass / die direkte Weiterleitung vor der Zürcher Abwehrreihe suchen. In den insgesamt nicht einmal 30 Minuten in denen der FCZ in der neuen taktischen Formation spielte, hätte YB nicht nur drei, sondern gut und gerne fünf oder sechs Tore erzielen können. In den letzten zwei Jahrzehnten ist der FC Zürich defensiv wohl kaum mal so desolat aufgetreten wie in diesen 30 Minuten.
Viele Fragezeichen bezüglich Ausrichtung und Rollenverteilung
Das Vorgehen Hedigers erinnert an gewisse Phasen unter Ricardo Moniz. Dieser wollte beim FCZ im Alter von 60 Jahren nochmal etwas Neues probieren und stellte erstmals in seiner Cheftrainer-Karriere auf ein System mit Dreierabwehrkette um. Durch die Art und Weise wie er sein Team ein- und aufstellte wurde offensichtlich, dass er mit dem System nicht vertraut war und insbesondere nicht verstand welche Spieler man auf Super League-Niveau in welchen Rollen einsetzen kann. Auch die von Hediger gegen YB gewählte Taktik entspricht keineswegs seinem bisherigen Standard-Vorgehen als Trainer. Von seiner üblichen Ausrichtung mit aggressivem Hohem Pressing beispielsweise war gegen YB nichts zu sehen. Wie die Kopfgeburt seines neuen Systems nachher in einem Super League-Spiel aussehen wird, wusste er nicht. Zuber als Linker Aussenläufer? Okay, kann man machen. Und Hadjam hatte tatsächlich nur ein oder zwei gefährliche Aktionen nach vorne, als sein Bewacher Markelo zwischendurch mal unaufmerksam wurde. Aber Ligue halblinks in der Abwehrreihe bei flachem Aufbau hinten heraus gegen einen hoch pressenden Gegner? Das Duo Phaëton / Keny soll zu zweit den Viereraufbau YB’s effektiv stören? Krasniqi soll allein als Ausputzer vor der Abwehr einen sehr grossen Raum abdecken während Tsawa den YB-Sechser verfolgt? Da tun sich viele Fragezeichen bezüglich Ausrichtung und Rollenverteilung auf.
Immer wieder Fassnacht
Der FC Zürich war so von der 3. bis zur 18. Minute unter Dauerdruck. Dass YB im Spielaufbau nach belieben schalten und walten konnte, führte unter anderem zum zweiten Gegentor, als Christian Fassnacht vor der Abwehr angespielt werden konnte und dieser den Ball ideal für den Venezuelanischen Stürmer Sergio Cordova hinter die Abwehr lenkte. Seit der ehemalige FCZ-Junior Fassnacht 2017 zu YB stiess hat er in den Direktduellen den Bernern schon unzählige Punkte gewonnen und dem FCZ gekostet. In der Endabrechnung gehen wohl über die Jahre auch gewisse FCZ-Trainerentlassungen unter anderem auf Fassnacht zurück. Zuletzt vor dem Penalty Juan José Pereas war es wiederum Fassnacht, der den Schützen vor der Ausführung an der Konzentration störte. Auch beim Siegtor zum 3:2 war Fassnacht der entscheidende Mann. Bei einem ungefährlichen Freistoss Krasniqis von der rechten Seite steht der FCZ sehr hoch. Juni Ligue ist als hinterster Mann ebenfalls in Strafraumnähe. Als der Ball von den Bernern geklärt wird, reagiet Krasniqi erst aufmerksam und schnell, und kommt vor dem herausstürmenden Fassnacht an den Ball, wird von diesem aber intensiv unter Druck gesetzt, was Krasniqi, der normalerweise die Ruhe in Person ist, zu einem überhasteten Rückpass ins Niemandsland provoziert.

Juni Ligue findet nicht in die Spur
Die grössere Fehlleistung geht beim dritten Gegentor aber von Juni Ligue aus. Seine gleich drei groben Schnitzer hintereinander sind alle nicht vom Gegner provoziert, sondern nur auf fehlendes Mitdenken zurückzuführen. Als hinterster Mann wäre es ultimativ seine Aufgabe, dem von Fassnacht stark unter Druck gesetzten Krasniqi zu helfen und ihm eine Anspielstation zu bieten. Stattdessen trabt Ligue gedankenverloren langsam zurück. Krasniqi erwartet zu Recht, dass auf der Position, wo er den Ball hinspielt der hinterste Mann seines Teams stehen müsste. Spielen dürfte er den Ball natürlich trotzdem nicht. Der zweite grobe Schnitzer von Ligue ist, dass er anschliessend Gigovic unnötigerweise rot-würdig foult. Mit seiner Schnelligkeit hätte Ligue noch genügend Zeit den Gegenspieler abzulaufen oder mindestens so stark von hinten oder der Seite unter Druck zu setzen, dass dieser nicht zu einem sauberen Abschluss kommt oder gar seitlich abgedrängt wird. Als Gigovic dann umfällt und der Ball zu Fassnacht prallt, kümmert sich Ligue um die Frage, wie die Aktion für den Schiedsrichter ausgesehen hat anstatt sich sofort um Fassnacht zu kümmern, der dann mit Tempo allein vor Brecher das Siegtor erzielt. Beim FCZ macht man wirklich alles mögliche um dem Seebacher den Roten Teppich auszurollen und ihn wieder an die 1. Mannschaft heranzuführen. Aber er zahlt dieses Vertrauen in den letzten Monaten nicht zurück. So auch in Nyon als er in einem entscheidenden Spiel kurz nach seiner Einwechslung den Ausgleich verschuldet, welcher den Gegner zurück ins Spiel bringt.
Top-Leistung von Philippe Keny
Äusserst erfreulich war hingegen die Leistung von Philippe Keny. Nicht nur wegen seinen zwei Toren. Der Senegalese war sehr engagiert und ist der beste Zielspieler für die hohen Bälle Yanick Brechers seit sehr langer Zeit und nimmt in dieser Hinsicht eine wichtige Rolle ein. Nicht zuletzt gelangen ihm mehrere Ballgewinne in der gegnerischen Platzhälfte, die zu gefährlichen Umschaltsituationen für den FCZ führten. Keny schlich sich dabei Berner Mittelfeldspielern jeweils von hinten an und trennte sie mit fairen Mitteln vom Ball. An der Vorbereitung beider Tore entscheidend beteiligt war Bledian Krasniqi (Kopfballablage und Einleitung des Angriffs). Tsawa schlug die Massflanke auf Krasniqi vor dem 1:1, Markelos Schuss vor dem 2:1 war so tückisch, dass ihn YB-Goalie Keller nur nach vorne abwehren konnte.
Kaum personelle Anpassungen
Beide Teams kamen vor der Partie aus zwei Liga-Niederlagen in Folge, wobei YB unter der Woche mit dem 3:2-Heimsieg gegen den Bulgarischen Serienmeister Ludogorets Razgrad Selbstvertrauen hatte tanken können. Beim FCZ gab es personell nicht viele Änderungen. Mariano Gomez kehrte in die Startformation zurück und verdrängte Jorge Segura auf die Bank. Am überraschendsten war, dass neben Segura und Juan Perea mit Nelson Palacio auch noch der dritte Kolumbianer auf der Bank begann. Dies wie sich herausstellte, aufgrund der taktischen Umstellung. Milan Rodic, dem in Lugano kein guter Auftritt gelungen ist, wurde krank gemeldet.
Trotz seiner mässigen Leistungen in der Promotion League sass der Defensivallrounder Isaiah Okafor zum dritten Mal in der Super League auf der Bank. Neil Volken, der schon viele Spiele unter Dennis Hediger bestritten hat, ebenfalls. Nicht dabei war hingegen beispielsweise Sajawal Mahar. Der Flügel / Achter hat unter Dennis Hediger in 36 Spielen schon 14 Tore erzielt. Der 18-jährige wurde zusammen mit Jill Stiel in der U19 auswärts beim FC Sion (3:3) eingesetzt.
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FCZ ohne Reichmuth im Kybunpark – Martins, Tchamda und Rizzo erstmals im Matchkader / St. Gallen – FCZ mit möglichen taktischen Formationen
Der FC Zürich hat bisher alle drei Duelle mit dem FC St. Gallen in dieser Saison verloren – mit einem Gesamt-Skore von 2:8. Schon letzte Saison hatte man gegen die Ostschweizer eine negative Bilanz. Der Zeidler’sche Vollgas-Fussball von Minute Eins an schien dem FC Zürich jeweils besser zu liegen als der etwas kontrolliertere Ansatz unter Maassen. Bei einem Auswärtssieg im Kybunpark würde man hingegen erstmals seit dem Saisonstart gegen Yverdon, Shelbourne und Winterthur drei Siege in Folge feiern. Dafür müsste man es schaffen, sein Spiel auch gegen einen besser besetzten Gegner als die letzten drei der Liga durchzusetzen.
St. Gallen neu mit Dreierabwehr
Zwei Stunden vor der 1. Mannschaft spielt die U21 in Bavois gegen den Abstieg aus der Promotion League. Dies mit Miguel Reichmuth, Cosimo Fiorini, Nevio Di Giusto, Neil Volken und Vincent Nvendo in der Startformation. Cheveyo Tsawa und David Vujevic sind hingegen nicht in die Waadt mitgereist, werden auf Seiten der 1. Mannschaft aber auch als fraglich gemeldet. Die Einsatzchancen speziell für Daniel Denoon sind so gestiegen. JP Gbamin wird tendenziell wieder auf der Sechserposition auflaufen und sogar ein Einsatz von Ifeanyi Mathew wäre denkbar gewesen – allerdings ist er gemäss Beobachtungen wohl nicht im Matchkader dabei.

Der gesperrt gewesene Innenverteidiger Jozo Stanic kehrt für den neu gesperrten Kollegen Ambrosius ins Team zurück. Coach Enrico Massen hat in dieser Saison häufig die taktische Formation geändert. Zuletzt agierten die Grünweissen mit Dreierabwehr. Wenn dies auch gegen den FC Zürich beibehalten wird, dann hat Nachwuchsmann Cyrill May gute Chancen, erneut von Beginn weg aufzulaufen. Das lange verletzt gewesene Eigengewächs Corsin Konietzke ist zudem wieder zurück – dafür fallen Witzig, Görtler, Okoroji und Diaby aus.

+++Update folgt+++



