In St. Gallen haben Mirlind Kryeziu, Winter und Khelifi eine Chance in der Startaufstellung erhalten. Zum Vorrundenabschluss gegen Spitzenreiter YB kommen die beiden in dieser Saison von den Spielminuten her zu den Stammkräften gehörenden Teenager Silvan Wallner und Becir Omeragic wieder in die Startformation zurück – Siegtorschütze Khelifi ist erneut dabei.

YB ist bisher in Auswärtsspielen diese Saison noch ungeschlagen. Zum Saisonauftakt hatte der FCZ in Bern aufgrund eines nicht anerkannten regulären Tores von Kramer in der Nachspielzeit ein Unentschieden knapp verpasst, wartet aber in der Meisterschaft seit Sommer 2014 (!) auf einen Sieg gegen die Gelb-Schwarzen. Jean-Pierre Nsamé, der in den letzten Jahren häufig mit (ungeahndeten) Schlägen ins Gesicht der Gegenspieler aufgefallen ist, sitzt nach seiner in Vaduz dank VAR geahndeten Tätlichkeit gegen Yannick Schmid seine zweite Spielsperre ab. Das Sturmduo bilden in Zürich Siebatcheu und Elia. Verteidiger Camara ist wieder zurück von seiner Sperre. Dadurch wird in der Defensivzentrale Cédric Zesiger auf die Bank verdrängt.

Wie gegen Vaduz gibt es auch in St. Gallen einige Wechsel im Team von Trainer Massimo Rizzo. Blerim Dzemaili kehrt nach nur einem Spiel Pause zurück in die Startformation und verdrängt Toni Domgjoni auf die Ersatzbank. Becir Omeragic, Lasse Sobiech und Marco Schönbächler hingegen fehlen weiterhin. Der Beinahe-Ausgleichsschütze Adrian Winter beginnt für den gegen Vaduz einen nicht überzeugenden Auftritt hinlegenden Silvan Wallner. Salim Khelifi erhält eine Chance für Wilfried Gnonto, und Mirlind Kryeziu für den defensiv ebenfalls „wackligen“ Tobias Schättin, wodurch Fidan Aliti wieder nach links rücken kann. Ceesay spielt für den gesperrten Kramer.

Beim FC St. Gallen kommt der von GC verpflichtete Euclides Cabral auf der seit dem Ausfall von Miro Muheim zum Problemraum gewordenen Linksverteidigerposition zu seinem Début in Grün-Weiss. Der gegen Lugano (0:1) gesperrt gewesene Basil Stillhart kehrt auf die Zehnerposition zurück, Jérémy Guillemenot rückt nach vorne in den Sturm und verdrängt den zweifachen Torschützen gegen FCZ Elie Youan vorläufig auf die Bank.

Spiel und Gegner

Selbst in den letzten Jahren, als der FCB seinen Status als Liga-Krösus verloren hat, trat er selten so blutleer an, wie zum Auftakt 2021. Und dies mit sieben Schweizer und einem Österreichischen A-Nationalspielern in der Startaufstellung. Selbst von Fabian Frei, der sich in den letzten Duellen mit dem FCZ immer als der spielentscheidende Leader auf dem Platz hervorgetan hatte, kam diesmal wenig bis nichts. Valentin Stocker hätte vielleicht in der Zweiten Halbzeit noch etwas bewegen können, aber der Captain wurde zur Pause ausgewechselt. Für ihn kam Edon Zhegrova rein, der Inbegriff des unkonstanten und unsolidarischen Spektakelspielers schlechthin. Der Mann für einzelne Momente, aber für die Belgische Liga nicht zu gebrauchen. Mit Heinz Lindner hat der FCB einen in den Medien vielgelobten Torhüter mit chronisch schlechten Statistiken. Der verletzungsbedingte Ausfall von Linksverteidiger Jorge fällt stark ins Gewicht – Ersatzmann Raoul Petretta ist ein Schwachpunkt im Basler Spiel. Und Jorges Landsmann Cabral, eigentlich der vom Potential her beste Stürmer der Liga, kommt weiter nicht auf Touren.

Der FCZ hatte in der 1. Halbzeit ebenfalls mit Problemen zu kämpfen. Immerhin stand man kompakt und einzelne solide Akteure wie Nathan, Doumbia oder Aliti reichten, um mit ein wenig Glück die „Null“ zu halten. Zu Beginn der 2. Halbzeit erhöhte das Gastteam dann die Pace und vermochte trotz verletzungsbedingtem Ausfall von Becir Omeragic in der 67. Minute in Führung zu gehen. Dass man sich auch durch den zwischenzeitlichen Anschlusstreffer Cabrals nicht aus der Ruhe bringen liess, lag neben dem in den letzten Monaten erarbeiteten Selbstvertrauen vor allem am an diesem Abend vergleichsweise wenig PS auf den Platz bringenden Gegner. Antonio Marchesano und Lasse Sobiech waren an je drei Toren zum 1:4-Auswärtssieg beteiligt. Letztmals mit drei Toren Unterschied gewann der FCZ in Basel im Jahr 1995 in der Nationalliga A-Qualifikationsrunde im alten St. Jakob Park vor 13’500 Zuschauern (Torschützen zum 0:3: Güntensperger, Gambino, Castillo).


Taktik

Erstmals seit siebeneinhalb Jahren gelingen dem FCZ zwei Siege in Folge gegen den FCB. Über viele Jahre hinweg waren beide Teams bestrebt, das Spiel zu machen, was schlussendlich fast immer Basel zugute kam – dank der besseren Qualität der Einzelspieler und meist grösserer Eingespieltheit / Teamgeist. Die Rotblauen hatten gerade auch deswegen in ihren besten Zeiten gegen kaum einen Super League-Gegner so eine gute Bilanz, wie gegen den FCZ. Mit Teams, die aus einer sicheren Defensive agierten, bekundeten sie mehr Mühe.

Ein erster Bruch in dieser Entwicklung war der Trainerwechsel zu Raphael Wicky. Seither ist das Spiel des FCB deutlich stärker auf schnelle Gegenstösse ausgerichtet. YB übernahm den spielbestimmenden Stil des früheren FCB. Mit der neuen Ausrichtung konnte Basel einerseits grossen Favoriten im Europacup ein Bein stellen, aber es wurde schwieriger, über eine 36 Spiele andauernde Meisterschaft hinweg genügend Punkte für den Meistertitel zu sammeln. Gegen den defensiv unkompakten FCZ zu gewinnen – dazu reichte es trotzdem allemal.

Zuletzt in einzelnen Partien unter Ludo Magnin und vor allem jetzt mit Massimo Rizzo, begann aber auch der FCZ defensiv kompakter zu stehen und sich stärker aufs Konterspiel zu fokussieren, welches besser den Stärken der aktuellen Mannschaft entspricht. Man sieht heute ein völlig anderes Spiel zwischen den beiden Teams als man es sich aus dem Jahrzehnt davor gewohnt war, mit vielen langen hohen Bällen auf beiden Seiten. Die Resultate sind nun ausgeglichener – 3:2 Siege zugunsten des FCZ in den letzten fünf Duellen.

Basel versuchte wie üblich über die Rechte Seite Druck zu machen, wo mit Silvan Widmer nicht nur der beste Aussenverteidiger, sondern auch einer der offensiv stärksten Spieler der Liga insgesamt für die Differenz sorgen will. Ein erneut solider, aber keineswegs überragender Fidan Aliti genügte aber zusammen mit der allgemein kompakten Formation bereits, um gegen einen weit von seiner Bestform entfernten Widmer vergleichsweise wenig zuzulassen.

Man sieht es dem Spiel des FCZ an, dass der neue Trainer weniger und einfachere taktische Anweisungen gibt. Er greift auf altbewährte Rezepte zurück, die schon zu Urs Fischers Zeiten praktiziert worden sind. Alte Rezpte haben den Vorteil, dass sie schon unzählige Male den Realitätstest bestanden haben und dies auch heute noch tun.

Was die Verteidigung von Eckbällen anbelangt, hat der FCZ diese Saison auf eine Mischung aus Raum- und Manndeckung umgestellt. Dies nachdem man lange Jahre eher erfolglos Manndeckung praktiziert und dann auf Raumdeckung umgestellt hatte, was eine gewisse Zeit lang sehr gut funktionierte. Gegen Basel hatte man zu Beginn allerdings auch das Glück, dass der sich zur Zeit ausser Form befindliche Luca Zuffi zum Corner antrat. Mit dem zur Pause ausgewechselten Valentin Stocker wurden die Eckbälle des FCB zwischenzeitlich gefährlicher.


Personalien

Nathan (7) – Sprüht nur so vor Energie und Einsatzwillen, enorm aufmerksam, Ist wieder der Fels in der Abwehr.

Lasse Sobiech (5) – Insgesamt ein eher unterdurchschnittliches Spiel, es fehlt in vielen Situationen das richtige Timing – ausser bei zwei ganz entscheidenden: seinem Kopftor zum 2:0 und einer enorm wichtigen Rettungsaktion im Fünfmeterraum vor der Pause im Anschluss an einen Dzemaili-Stellungsfehler.

Ousmane Doumbia (8) – Hatte in der Vorrunde schon bessere Auftritte und in einzelnen Szenen klappte die Abstimmung mit Dzemaili noch nicht gut. Es reichte aber trotzdem dazu, in einer Equipe in der keiner über 90 Minuten konstant gut spielte, der Best Player zu sein. Verhindert mit seiner für Super League-Verhältnisse überdurchschnittlichen Antizipation und Laufbereitschaft mehrmals, dass potentiell gefährliche Zweite Bälle beim Gegner landen. Das macht gegen ein in den letzten Jahren immer sehr konterstarkes Basel einen wesentlichen Unterschied.

Blerim Dzemaili (3) – Im Comeback-Spiel gleich ein Auswärtssieg beim FCB: klar wurde da nach der Partie Dzemailis „Präsenz“ zum geflügelten Wort und das Resultat in erster Linie mit ihm in Zusammenhang gebracht – je weniger jemand das Spiel gesehen hatte, desto mehr. Wie schon in der Vorbereitung ersichtlich, hat Dzemaili aber bezüglich Spritzigkeit und Kondition noch sehr viel Rückstand. Ausserdem hat er Probleme mit dem Knie. Dies vermag der Zürcher im St. Jakob Park teilweise mit seiner Erfahrung wettzumachen – aber bei weitem nicht in jeder Spielsituation. In der ersten halben Stunde hat Blerim zudem Mühe, ins Spiel zu kommen. In der 29. Minute gelingt ihm dann bei einem Freistoss im Mittelfeld sein erster guter Ball und in der 35. Minute blockt er einen Abschluss von Kasami an der Strafraumgrenze. Nur eine Minute später aber steht Dzemaili völlig „im Schilf“ und nimmt seine Sechserrolle nicht war, als er Cabral unbehelligt vor dem Strafraum zu einem gefährlichen Aufsetzer ansetzen lässt, der den FCB ins Spiel bringt.

Neben dem ein oder anderen (physisch bedingten) Stellungsfehler unterlaufen Dzemaili vor allem aber die meisten gefährlichen Abspielfehler im Team – wie zum Beispiel in der 60. Minute mit einem Fehlpass auf kurze Distanz in der eigenen Platzhälfte. Auch seine Auslösung der Konterangriffe ist zu langsam. In Laufduellen hat Dzemaili zur Zeit meist keine Chance und im eigenen Strafraum ist er für die Teamkollegen keine Hilfe. Von den Mitspielern werden Dzemaili immer wieder Bälle für Weitschüsse aufgelegt, die ihm aber allesamt deutlich misslingen. In der 63. Minute wirft er sich dann bei einem Cömert-Freistoss zum zweiten Mal generös in einen gegnerischen Distanzabschluss. Ausserdem ist der Zentrale Mittelfeldspieler an diesem Abend der einzige Zürcher, welchem gute Offensivstandards gelingen, einen davon zum 2:0-Kopfball Lasse Sobiechs. Dzemaili war auf jeden Fall bereits bei seinem ersten Einsatz im Zentrum des Zürcher Spiels – mit vielen Hochs und Tiefs, wobei die Tiefs (nicht überraschenderweise nach einem Jahr Absenz von Wettbewerbspartien) vorläufig überwogen.

Aiyegun Tosin (4) – Läuft weiterhin seiner Form hinterher. Speziell auf der Flügelposition hat der Nigerianer schon lange keine überzeugende Leistung mehr gebracht. Zwar bei einem Konter eine gute Flanke auf den alleine vor dem Gehäuse auftauchenden Marchesano, aber in anderen Gegenstoss-Situationen zu ungenau und zudem mit potentiell gefährlichen Ballverlusten.

Marco Schönbächler (5) – Er trägt dazu bei, dass der FCZ auf seiner Seite im Hohen Pressing mehrere Bälle gewinnt, in den Einzelaktionen aber eine schlechte 1. Halbzeit: verliert enorm viele Bälle und Zweikämpfe, nichts scheint zu gelingen. Aus der Kabine kommt Schönbi nach der Pause dann wie verwandelt, dreht sowohl offensiv wie defensiv auf. Gut möglich, dass seine Auswechslung in der 70. Minute geplant war und er sich auch deshalb in den 25 Minuten bis voll verausgaben konnte.

Blaz Kramer (5) – Beginnt in wenig erbaulicher Art und Weise das Spiel, kommt dann aber mit zwei für seine Verhältnisse erstaunlich gelungenen Kopfballweiterleitungen im Mittelfeld nach 15-20 Minuten besser ins Spiel. Auf und Abs wechseln sich ab, köpft freistehend am Tor vorbei und erwirkt mit seinem Lauf an den nahen Pfosten nach starker Marchesano-Flanke das wichtige Führungstor. Deutet gleich nach dem Torjubel dann aber bereits an, dass er ausgewechselt werden muss. Entweder wegen seines Zusammenstosses mit Timm Klose einige Minuten zuvor – oder möglicherweise verlorenen Kontaktlinsen.

Blaz Kramer und seine Kontaktlinsen

FC Basel – FC Zürich 1:4 (0:0)
Tore: 67. Kramer (Marchesano) 0:1, 73. Sobiech (Dzemaili) 0:2, 75. Cabral 1:2, 80. Nathan (Marchesano) 1:3, 90.+4 Marchesano (Penalty, Gnonto) 1:4.
Basel – Lindner; Widmer (70. Padula), Cömert, Klose, Petretta; Frei, Zuffi; Stocker (46. Zhegrova), Kasami (77. Van Wolfswinkel), Pululu (70. Von Moos); Cabral.
FCZ – Brecher; Omeragic (55. Wallner), Sobiech, Nathan, Aliti; Doumbia, Dzemaili (80. Domgjoni); Tosin, Marchesano, Schönbächler (70. Gnonto); Kramer (70. Ceesay).

Beim Punktgewinn gegen Leader YB hatte Vaduz am Wochenende Feldvorteile und die besseren Torchancen. Im Letzigrund nimmt der ehemalige FCZ-Stürmer Mario Frick nur eine Änderung vor: Gabriel Lüchinger spielt an Stelle des nicht aufgebotenen Cédric Gasser von Anfang an im Mittelfeld. Der aus dem FCZ-Nachwuchs stammende Matteo Di Giusto ist wie schon gegen Young Boys einer von zwei Offensivkräften in der Startformation.

Trainer Massimo Rizzo muss im Vergleich zum 4:1-Auswärtssieg zum Jahresauftakt in Basel auf die rekonvaleszenten Dzemaili, Omeragic, Schönbächler und Sobiech verzichten. Auf den Aussenverteidigerpositionen rücken Silvan Wallner und Tobias Schättin ins Team, Fidan Aliti voraussichtlich in die Innenverteidigung. Im Zentralen Mittelfeld kommt Toni Domgjoni und auf dem Flügel Wilfried Gnonto rein. Im Vergleich zum Wochenende sind zudem neu Adrian Winter, Fabian Rohner, Mirlind Kryeziu und Hekuran Kryeziu zusätzlich auf dem Matchblatt.

Das Geheimnis ist gelüftet: obwohl er gleich nach dem Trainingsauftakt noch sichtlich mit dem seit vielen Monaten fehlenden Mannschaftstraining und ein Jahr fehlenden Spielpraxis zu kämpfen hatte, beginnt heute Rückkehrer Blerim Dzemaili in der Startformation in Basel: gegen den gleichen Gegner gegen welchen der Zürcher sein erstes Spiel in der obersten Liga gespielt hatte. Ebenfalls neu: Salim Khelifi ist im Aufgabot mit dabei, genauso wie unter anderem Tobias Schättin.

Ciriaco Sforza ist mit seinen Rot-Blauen mit einem Auswärtssieg in Luzern in die Winterpause gegangen und schickt eine erfahrene Equipe auf den Platz. Mit dem Österreichischen Nationaltorhüter und gleich sieben Akteuren mit Erfahrung in der Schweizer A-Nationalmannschaft in der Startelf.

Gegen Servette wirkte der FCZ müde, sei es wegen der geringen Anzahl Rotationen in den Spielen davor, oder wegen dem sehr intensiven Duell in Luzern. Wird Trainer Massimo Rizzo im letzten Spiel vor der voraussichtlich einmonatigen Winterpause frische Kräfte bringen? Ja, auf einer Position – Nils Reichmuth, das Pendant zu Antonio Marchesano auf der Zehnerposition ist schon seit einer Weile nahe an der 1. Mannschaft dran und hat mit seinen spielerischen Qualitäten und Torgefährlichkeit eine Chance von Beginnn weg verdient. Kramer und Sobiech fehlen dem Vernehmen nach mit muskulären Problemen. Domgjoni, Marchesano und Gnonto beginnen auf der Bank.

Der FC Sion hat in den beiden Partien gegen Servette und Vaduz (insgesamt vier Punkte) sein Team auch etwas gefunden. Vorne stürmen nun mit beinahe 2 Meter-Mann Roberts Uldrikis und dem wirbligen Yamato Wakatsuki (18) zwei komplementäre Forwards. In Zürich wird Uldrikis allerdings durch Gaëtan Karlen ersetzt. Christian Zock darf nach seinem wichtigen Treffer gegen Vaduz für Geoffroy Serey Dié von Anfang an ran. Gaëtan Karlen übernimmt die Captain-Binde.

Soll Massimo Rizzo im letzten Spiel "vor Dzemaili" rotieren?

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Nach vier Punkten aus zwei Auswärtsspielen bei den beiden „FCL’s“, wo es jeweils defensiv disziplinierte und kampfstarke Auftritte benötigte, um die Punkte zu holen,darf der FCZ nur 18 Tage nach der Last Minute-Niederlage in Genf (Valls in der 94. Minute) im Letzigrund zur Revanche im Städteduell mit der Westschweizer Metropole antreten. Valls erzielte damals den Siegtreffer für die Grenats, nachdem kurz zuvor Wilfried Gnonto den Pfosten getroffen hatte.

Nach dem Ablenker in Vaduz und dem Pfostentreffer in Genf: wird Wilfried Gnonto sein erstes Tor noch im Jahr 2020 erzielen?

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Gnonto ist gegen Servette zu Beginn auf der Tribüne der Ersatzspieler. Zudem fällt beim FCZ Nathan gesperrt aus und kann damit für das letzte Heimspiel gegen Sion nochmal Kräfte tanken. Becir Omeragic wird vor dem Spiel zwar erneut als fraglich gemeldet, ist aber trotzdem in der Startformation. Trotz längeren Ausfällen von Kololli und Janjicic steht der FCZ bezüglich Kadersituation zur Zeit nicht schlecht da.

Servette-Trainer Alain Geiger (Vertragsverlängerung bis 2023) hat mehr Ausfälle zu beklagen. Es stehen zur Zeit nur noch 13-14 „gestandene Spieler“ zur Verfügung. Unter anderem hat Servette daher den 15-jährigen (!) Diogo Monteiro mit nach Zürich genommen. Neben verletzt ausfallenden Spielern wie Imeri, Koné, Sasso, Schalk und Stevanovic ist Steve Rouiller zudem nicht im Aufgebot. Dadurch muss Servette seine Abwehrreihe etwas umstellen und auch die Flügelpositionen werden mit frischen Kräften besetzt.

Die FCZ Frauen haben in den letzten sieben Jahren drei Mal den Sechzehntelfinal und gar vier Mal den Achtelfinal der Champions League erreicht. Dank dieser Erfolge der Zürcherinnen hat die Schweiz in der UEFA-Wertung der Frauen Österreich und zwischendurch sogar Norwegen überholt und einen zweiten Champions League-Platz zugesprochen bekommen. Der FC Basel (Qualifikations-Aus), Lugano und Servette haben diesen zweiten Platz zuletzt leider nicht nutzen können, wobei die Genferinnen mit Atlético und Lugano mit Manchester City einfach auch sehr starke Gegnerinnen zugelost erhielten.

Diese Saison hat der FCZ in der nationalen Meisterschaft Servette Chênois nach einem Heimsieg und einer Auswärtsniederlage im Direktduell bereits etwas davonziehen lassen müssen und liegt aktuell etwa gleichauf mit den weiteren Konkurrenten YB und FCB. Fabienne Humm (bisher 13 Saisontore) trifft zwar so häufig wie selten zuvor, aber vor allem die defensive Stabilität geht dem Team von Trainer Ivan Dal Santo zur Zeit ab, während in der Offensive immer wieder attraktive Spielzüge zu sehen sind. Die Gegnerinnen nutzen vermehrt die Schnelligkeitsvorteile ihrer Stürmerinnen im Vergleich mit der FCZ-Verteidigung bei schnellen Kontergegenstössen.

Im Sechzehntelfinalduell mit dem Österreichischen Serienmeister St. Pölten geht es nicht nur um den Achtelfinaleinzug, sondern es ist auch ein wegweisendes Duell für die Zukunft. Unter anderem geht es um eine gute Ausgangslage für künftige Champions League-Austragungen, die ab kommenden Saison neu eine Gruppenphase vorsehen. St. Pölten war in diesem Alpen-Duell von Anfang an zumindest leicht favorisiert. Sind sie doch in einer etwa gleich guten Meisterschaft auch diese Saison wieder hoch überlegen und sie haben mehr aktuelle Nationalspielerinnen und Erfahrung in ihren Reihen. Speziell das Dreieck Eder (Captain, Zentrales Mittelfeld) mit den beiden Aussenangreiferinnen Enzinger und Zver bringt eine gewisse gehobene Qualität mit. Bei den Gästen gibt es im Vergleich zum Hinspiel nur eine Änderung: Jennifer Klein beginnt für Maria Mikajlova.

Beim FCZ wird es mitentscheidend sein, dass die erfahrenen Cracks Fabienne Humm und Martina Moser nach dem 0:2-Rückstand (klares Chancenplus St. Pölten) eine Top-Leistung abrufen können und vielleicht auch die lange angeschlagen / verletzt gewesenen Rahel Kiwic und Meriame Terchoun entscheidend eingreifen können. Für die langjährige Teamstützin Barla Deplazes ist es das letzte Spiel. Die künftige Full-time Medizinstudentin darf von Anfang an ran und bildet mit Humm, Dubs und Andrade ein Offensivquartett. Der FCZ wird somit heute mit einer offensiveren Ausrichtung, als im Hinspiel antreten. Auch die beiden Zentralen Mittelfeldspielerinnen Martina Moser und Annina Enz werden viel nach vorne machen. Rahel Moser rückt wohl an Stelle von Riana Fischer in die Innenverteidigung.

Schaffen die FCZ Frauen trotz 0:2-Rückstand noch die Überraschung und ziehen in den Achtelfinal ein?

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Mit Luzern und dem FCZ treffen die beiden bisher offensiv produktivsten Mannschaften der Liga aufeinander. Luzern hat dabei in den letzten vier Partien drei Siege gegen Teams (Sion, Servette) eingefahren, gegen welche der FCZ nicht gewinnen konnte. Nur gegen YB reichte es trotz Aufholjagd nach einer unglücklich verlaufenen Halbzeit nicht zu Punkten. Speziell die Sommer-Neuverpflichtungen Yvan Alounga, Louis Schaub, Dejan Sorgic und Martin Frydek überzeugen bei den Innerschweizern. Schaub wird wohl auch heute das Spiel von einer der beiden Sechserpositionen aus lenken wie zuletzt in Sion, nachdem er zuvor jeweils weiter vorne von der Zehnerposition aus agiert hatte.

Der FCZ hat in einem chancenarmen Spiel in Lugano dank einem Treffer des für den angeschlagenen Benjamin Kololli eingewechselten Blaz Kramer einen knappen Sieg erkämpft. Becir Omeragic wurde im Vorfeld der Partie gegen den „anderen FCL“ nun erneut als fraglich gemeldet und ist tatsächlich nicht dabei. Silvan Wallner beginnt auf der rechten Seite. Da der die linke Seite präferierende Kololli fehlt, ergäbe sich die Gelegenheit, die beiden Teenager Wallner und Gnonto vorwiegend auf unterschiedlichen Seiten spielen zu lassen.

Frage zum Spiel: Massimo Rizzo spricht in den Interviews viel von "am Änd vom Tag". Was ist am Ende dieses Tages Tatsache?

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