Mit Glück und Können kann der FCZ in der Zweiten Halbzeit gegen Promotion League-Klub Breitenrain auf dem kleinen Spitalacker im Cup-Sechzehntelfinal nach einer 3:0-Pausenführung eine Verlängerung abwenden. Speziell der ehemalige Luzern-, Lugano- und Dinamo Bukarest-Profi Gëzim Shalaj war vom FCZ nicht in den Griff zu bekommen – und dies zunehmend in der Zweiten Halbzeit, als er vom linken auf den rechten Flügel wechselte und auf seiner Seite Pa Modou (zusammen mit Kololli beziehungsweise später Rodriguez) regelrecht demontierte.

Dies begann gleich nach dem Pausenpfiff – glücklicherweise für den FCZ gelang Breitenrain nach Lattentreffer, geblockten Schüssen und Vanins-Rettungstaten der erste Treffer durch den 41-jährigen (!) in der Rolle des Sturmtanks sieben Minuten zuvor eingewechselten ehemaligen YB-, Basel- und Luzern-Verteidigers Raphael Kehrli aber erst in der 82. Minute.  Ein kleines Highlight gab es im insgesamt sehr zu wünschen übrig lassenden Auftritt Pa Modous aber doch: sein Eckball von der rechten Seite fand den Kopf von Alain Nef am nahen Pfosten zum zwischenzeitlichen 3:0 – es war letztendlich das Game Winning Goal. Damit weist Pa Modou bei Standards eine deutlich höhere Effizienz auf als der aktuelle etatmässige Standardschütze Kololli, dem neben defensiven Defiziten in der Ersten Halbzeit aber auch ein schöner Weitschusshammer nach einem Lauf über das halbe Feld zum 2:0 gelang, nachdem Andris Vanins im eigenen Strafraum Breitenrain-Offensivmann Colic ausgetanzt und Maxsö den Ball weitergeleitet hatte.

Abschlusseffizienz war schlussendlich der Schlüssel zum Einzug in den Achtelfinal. Antonio Marchesano versuchte sich fünf Mal erfolglos, aber aus den restlichen sechs Abschlüssen des FCZ resultierten vier Tore – Benjamin Kololli, Alain Nef und Roberto Rodriguez versenkten ihren jeweils einzigen Abschlussversuch auch gleich im Netz. Der FC Breitenrain hatte übrigens in der Folge an diesem Cup-Highlight zu beissen und verlor gleich vier der folgenden fünf Promotion League-Partien, davon die erste mit 0:6 in Cham, bevor man sich wieder fing und auf den fünften Platz zurück nach vorne arbeitete.

Breitenrain – FCZ 2:4 (0:3)

Tore: 4. Odey (Marchesano) 0:1, 23. Kololli (Maxsö) 0:2, 40. Nef (Pa Modou) 0:3; 82. R. Kehrli (Schwab) 1:3, 90. Konopek (Shalaj) 2:3, 90.+3 Rodriguez (Marchesano) 2:4.

Breitenrain: Hornung; Lüthi, Schmied, Galli, Schirinzi; Schwab, Stoller (67. Briner); Kastrati (79. Ciftci), Colic (75. R. Kehrli), Shalaj; Konopek.

FCZ: Vanins; Rüegg, Nef, Maxsö, Pa Modou; Aliu, Palsson, Marchesano; Khelifi (65. Winter), Odey (75. Domgjoni), Kololli (65. Rodriguez).

2014 begann die Europa League-Gruppenphase für den FCZ mit einer 2:3-Niederlage im GSP Stadion von Nikosia gegen Apollon Limassol. Fast auf den Tag genau vier Jahre später gelingt nach einer deutlich reiferen Leistung mit einer im Schnitt anderthalb Jahre jüngeren Mannschaft mit sieben Europacup-Débutanten in der Startformation gleichenorts gegen das gleich stark einzustufende AEK Larnaca ein 1:0-Auftakterfolg. Man spürte jederzeit, dass der FCZ dieses Spiel unbedingt gewinnen wollte. Innenverteidiger Andreas Maxsö agierte bei seinem Wettbewerbsspieldébut für den FCZ äusserst aufmerksam und trug zusammen mit Mittelfeldspieler Hekuran Kryeziu viel zur Stabilität und Kompaktheit des Teams bei. Auch bei eigenen Eckbällen ging das Magnin-Team gegen den konterstarken Gegner keine unnötigen Risiken ein.

Vor dem Spiel gegen den FCZ hatte AEK Larnaca in sieben Europacupheimspielen in Folge kein Gegentor kassiert bei einem Gesamtscore von 20:0. Sturm Graz, welches in der Champions League-Qualifikation gegen Ajax Amsterdam ganz ordentlich aufgetreten war, und gerade im Hinspiel einiges an Pech mit Schiedsrichterentscheiden erlitten hatte, wurde durch AEK in der Europa League-Qualifikation mit insgesamt 0:7 Toren richtiggehend vorgeführt. Der ehemalige FCB-Trainer Heiko Vogel meinte danach: «AEK Larnaca hat es sehr sehr gut gemacht. Schnell gespielt. Gutes Positionsspiel, klare Technik, ausgezeichnete Automatismen. Grosses Kompliment. Sie haben es verdammt gut gemacht.»

Trotzdem war beim FCZ nicht alles gold. Der September war beispielsweise ganz generell nicht Pa Modou Jagne’s Monat. Vor und nach der Länderspielpause stand der Captain der Gambischen Nationalmannschaft etwas neben den Schuhen, so auch in Nikosia, als ihm während der ganzen Partie wenig gelang und er am Ende auch noch mit einer Gelb-Roten Karte vom Platz gestellt wurde. Das entscheidende Tor fiel trotzdem im Anschluss an einen Einwurf des Linksverteidigers. Antonio Marchesano provozierte AEK-Abwehrmann Daniel Mojsov mit seinem Lauf im Strafraum an die Grundlinie zu einem unkontrollierten Tackling, welches zum von Benjamin Kololli sicher verwandelten Handspenalty führte. Wie schon einmal in seiner Geschichte profitierte der FCZ in dieser Szene von einem zu weit vorne ausgeführten Einwurf. Und zwar hatte diesmal Schiedsrichter Jonathan Lardot dem FCZ einen Einwurf zugesprochen, nachdem Larnaca-Aussenverteidiger Igor Silva den Ball deutlich zu weit vorne eingeworfen hatte. Ein weitere positive Notiz des Zypern-Trips war das Wettbewerbsdébut von Assan Ceesay in der Schlussphase der Partie, während auf der Seite der Negativerlebnisse die im Training erlittene Kreuzbandverletzung Izer Alius stand.

AEK Larnaca – FCZ 0:1 (0:0)

Tore: 61. Kololli (Handspenalty) 0:1.

AEK Larnaca – Toño; Igor Silva (80. Gbayera), Mojsov, Gonzalez, Ioannou; Larena (83. Garcia); Acoran, Hevel, Trickovski, Tete (64. Taulemesse); Giannou.

FCZ – Brecher; Rüegg, Bangura, Maxsö, Pa Modou; Khelifi (90.+2 Winter), Palsson, H. Kryeziu, Kololli; Marchesano (86. Nef); Odey (75. Ceesay).

 

Da ist es wieder, das Cupgesicht des FC Zürich. Der Europacup-Auftakt ist mit dem 1:0-Auswärtssieg gegen AEK Larnaca rundum geglückt. Zum ersten Mal kann der FCZ in einer Europa League-Gruppenphase ein Auswärtsspiel gewinnen! Und AEK Larnaca mit seiner Wahnsinns-Europacupheimserie (sieben Spiele, 20:0 Tore!) kommt dank der solidarischen Leistung der Limmatstädter praktisch nie dazu, seine gefürchteten Bälle hinter die gegnerische Abwehr spielen zu können. Die Gesamtleistung des Magnin-Teams erinnerte an die starken Auftritte in den entscheidenden Spielen des nationalen Cupwettbewerbes. Das sah auch der Zürcher Trainer nach der Partie so: „Wir schaffen es, uns in grossen Momenten zu steigern. Der nächste Schritt ist nun, dass wir lernen müssen, im „Alltag“ solche Leistungen auf den Platz zu kriegen, Routine zu gewinnen.“

Hekuran Kryeziu zeigte sein bisher bestes Spiel im FCZ-Dress und Captain Victor Palsson präsentierte sich annähernd in Cupfinal-Form. Bei Stephen Odey sind von Spiel zu Spiel Fortschritte zu erkennen und Assan Ceesay feierte ein gelungenes Début, auch wenn Trainer Ludo Magnin im Interview mit Züri Live noch „viel Arbeit“ für diesen vor sich sieht. Arbeit, die im Falle von Odey langsam aber sicher Früchte trägt.

Ceesays Landsmann Pa Modou ist hingegen seit dem Lugano-Spiel kurz vor der Nati-Pause von einem Moment auf den anderen in ein Leistungsloch gefallen – die Gelb-Rote Karte nach Zeitspiel und Foul passt da ins Bild. Dem immer wieder angeschlagenen Umaru Bangura unterliefen zudem in der Starthalbstunde fast im Fünfminutentakt grobe Fehlzuspiele. Das wirkliche Sorgenkind ist aber Izer Aliu. Vom Fuss bis weit über das Rechte Knie dick einbandagiert, bewegt der 18-jährige sich nach dem Spiel als einziger Zürcher mit einer nachdenklich-bitteren Miene an Krücken Richtung Mannschaftsbus. Bei seinen Comebacks in Lugano und bei Breitenrain hatte er bereits wieder gute Ansätze gezeigt. Die Art der im Abschlusstraining in Nikosia zugezogenen Verletzung wird nach der Rückkehr in Schweiz (die Mannschaft fliegt um die Mittagszeit) genau analysiert werden, aber es könnte sich um eine Knieverletzung mit längerer Ausfalldauer handeln. Neben der Leistung des FCZ, der Larnaca als erstes europäisches Team diese Saison zähmen und zurückbinden konnte, war Benjamin Kolollis Jubel vor der Südkurve nach seinem von Antonio Marchesano herausgeholten Handspenalty das Thema des Abends. Der Waadtländer hatte Routinier Toño im Larnaca-Tor in die falsche Ecke geschickt, dann die erste Bande übersprungen, dann die zweite …und…oh Schock!….dahinter war ein tiefes Loch. Glücklicherweise konnte der Flügelspieler, der in der Schlussphase für Pa Modou weiter nach hinten rückte, von den Teamkollegen unverletzt wieder hochgezogen werden.

Gegen einen im Vergleich zu den letztjährigen Direktbegegnungen eher mässig gut auftretenden FC Thun schaffte der FCZ zum Auftakt zu Hause den ersten „Dreier“ und geht damit im Tennisjargon als „Frontrunner“ mit gehaltenem Aufschlag ins Derby gegen GC.

In der Ersten Halbzeit zeigte das Letzigrund-Team vor 9’300 Zuschauern eine gute Leistung und kontrollierte das Spiel. In Halbzeit Zwei war dann hingegen der Wurm drin. Der FCZ kam nicht gut aus der Kabine und nur das entgegen dem Spielverlauf fallende Game Winning-Goal zum zwischenzeitlichen 2:0 konnte die drei Punkte retten. Bei diesem hatte Toni Domgjoni mit grossem Einsatz und Zielstrebigkeit die Vorarbeit geleistet. Torschütze war der zur Pause für den angeschlagenen Izer Aliu eingewechselte Adi Winter.  Dieser baut damit seine eindrückliche Saisonstart-Bilanz weiter aus. Vor Jahresfrist hatte Winter im ersten Saisonspiel gegen GC bereits ein Assist beigesteuert – im Jahr davor gegen Winterthur gar zwei Torvorlagen! Das ist aber noch nicht alles: auch bei Orlando City traf Winter zum Saisonstart und in Luzern holte er ebenfalls in all seinen drei Saisons im ersten Spiel Skorerpunkte – angefangen mit  dem 1:1-Ausgleich in der 94. Minute gegen den FCZ auf Vorlage von… Florian Stahel am 15. Juli 2012 auf der Luzerner Allmend. Der in jungen Jahren auch im Schwimmbecken reüssierende Zürcher schafft es dabei Jahr für Jahr zum ersten offiziellen Anpfiff explosiv vom Startblock zu kommen.

Züri Live-MVP ist aber diesmal trotzdem der in der 64. Minute eingewechselte Alain Nef, welcher in der Schlussphase in der zur Fünferabwehr mutierten Zürcher Hintermannschaft der ruhende Pol war, und kurz vor dem Schlusspfiff für den bereits geschlagenen Yanick Brecher auf der Linie rettete. Brecher hatte die Partie zuvor mit einem Schnitzer gegen den eingewechselten Dennis Salanovic noch einmal spannend gemacht, wobei sich dieser mit einem ähnlichen Fehler des Zürcher Torhüters davor im Duell mit Dejan Sorgic bereits angedeutet hatte. Ähnlich war es auf Seiten des FC Thun, wo dem das 0:1 durch Marco Schönbächler verursachenden Roy Gelmi bereits zuvor ein vergleichbarer, aber im ersten Anlauf noch folgenloser Fehler unterlaufen war.

Hekuran Kryeziu spielte ein paar gute Bälle im Spielaufbau, agierte in mehreren Situationen aber noch etwas zu nonchalant. Izer Aliu gelang, wenn auch unter gütiger Mithilfe von Roy Gelmi, das Assist zum 1:0, konnte bis zu seiner Auswechslung aber bei Standards nicht wie gewohnt für Gefahr sorgen.

Ein schöner Kreis wieder geöffnet wurde von Marco Schönbächler, der nach beinahe einjähriger Verletzungsabsenz beim letzten Meisterschaftsspiel in Lugano bereits sein Tor erzielt hatte. Nun traf er auch beim Saisonauftakt gegen Thun – gegen denselben Gegner, gegen welchen er sich in der Saisonvorbereitung 2017 (ohne wesentliche Einwirkung des Gegners) einen Kreuzbandriss zugezogen hatte.

FC Zürich – FC Thun 2:1 (1:0)

Zürich, Letzigrund, 9’300 Zuschauer.

Tore: 16. Schönbächler (Aliu) 1:0; 62. Winter (Domgjoni) 2:0, 87. Sorgic (Salanovic) 2:1.

FC Zürich: Brecher; Rüegg, Palsson, M. Kryeziu, Pa Modou; H. Kryeziu; Domgjoni, Aliu (46. Winter); Khelifi (64. Nef), Schönbächler (86. Dwamena); Frey.

Thun: Faivre; Glarner, Sutter, Gelmi (67. Fatkic), Facchinetti (86. Kablan); Hediger; Karlen, Stillhart; Tosetti (82. Salanovic), Spielmann; Sorgic.

 

 

 

 

 

Bereits in der Saison 2017/18 gehörten die beiden Aussenspieler Kevin Rüegg (19) und Pa Modou (28) zusammen mit Victor Palsson und Michael Frey zu den vier Spielern mit den meisten Einsätzen in Wettbewerbspartien. An diesem Status hat sich nichts geändert. Nach der Sommervorbereitung sieht alles danach aus, als könne der FCZ auf den Aussenpositionen von Kontinuität profitieren. Speziell Rüegg hat die goldene Chance, in der kommenden Saison beim FCZ einen entscheidenden nächsten Schritt in seiner Entwicklung zu machen. Schon in den Testspielen hat der 19-jährige angedeutet, dass er in Zukunft seine Schnelligkeit noch konsequenter und effizienter einzusetzen gedenkt. Gleichzeitig besteht noch viel Verbesserungspotential, beispielsweise in der Rückwärtsbewegung.

Nicht ohne Grund ist Trainer Magnin noch häufig mit seinem Schützling unzufrieden. Fabian Rohner ist auf der rechten Seite die Alternative, die aber wohl aktuell in erster Linie bei Rückstand (allenfalls auch als Sturmspitze) zum Zuge kommt. Der neu verpflichtete Hakim Guenouche (18) ist nicht nur einer der jüngsten, sondern wohl auch der leichtgewichtigste Spieler der Liga. Trotz seiner guten Technik scheint er einem Pa Modou noch nicht das Wasser reichen zu können. Dem Gambier unterlaufen zwar auch Fehler, aber er kann diese häufig gleich selbst wieder ausbügeln, was Guenouche bisher noch nicht gelingt.

Körperlich das Gegenstück zu Guenouche ist Mirlind Kryeziu. Mehrmals in der Testphase mussten sich Gegenspieler von einem Aufprall an der Zürcher «Wand» erholen. Es wäre keine Überraschung, wenn der 1,97m-Mann zum Saisonauftakt zusammen mit Neuverpflichtung Andreas Maxsø die Innenverteidigung bilden würde. Dies obwohl der Däne auf dem Platz noch nicht hundertprozentig ins Zürcher Spiel integriert scheint. In Abwesenheit der angeschlagenen Umaru Bangura und Becir Omeragic ist die Alternative dazu natürlich Alain Nef. Zu Beginn der Vorbereitung machte der Routinier einen sehr guten Eindruck, musste dann aber mit der Zeit der Intensität der Sommervorbereitung scheinbar doch etwas Tribut zollen. Im Idealfall wird die konditionelle Basisarbeit für den x-ten Frühling des Zürchers sorgen. Wird er wie schon in den letzten Saisons alle, die ihn bereits abgeschrieben haben, erneut düpieren? Je nach Grad der zurückkehrenden Spritzigkeit im Verlauf der kommenden Trainingswoche wäre auch Nef an Stelle von Maxsø in der Startaufstellung gegen Thun denkbar.

Dies natürlich vorausgesetzt, Ludo Magnin entscheidet sich nicht für eine Dreierabwehr zum Saisonstart. Kein Thema wird wohl zur Zeit in der Verteidigung Ilan Sauter (17) sein, der in den Testpartien nahtlos an seinen unglücklichen Auftritt im U18-Meisterschaftsfinal in Basel anknüpfte. Die Anzahl Innenverteidiger hat auch einen Einfluss auf die Besetzung des Zentralen Mittelfeldes mit zwei oder drei Mann. Neuverpflichtung Hekuran Kryeziu hat sich bisher bewährt, und wird ziemlich sicher als Stammspieler in die Saison starten. Toni Domgjoni bleibt ein sicherer Wert, der sich obendrein immer noch laufend weiterentwickelt. Und Izer Aliu scheint stark aufgeholt zu haben. Wenn er sein Potential abrufen kann, ist der 18-jährige mit seinen spielerischen Qualitäten und ausgezeichneten Standards potentiell eine Schlüsselfigur fürs Zürcher Offensivspiel – zumal er zusätzlich auch selbst einen guten Abschluss hat. Aliu, der in der abgelaufenen Rückrunde in fast jeder Partie zum Einsatz gekommen ist, wird immer mehr zu einem echten Stammplatzkandidaten – auch weil er den aktuell angeschlagenen Antonio Marchesano in Bezug auf die Leistung in der Defensiven Phase langsam zu überholen scheint.

Im Zentralen Mittelfeld ist mit Abstand am meisten Talent aus dem eigenen Nachwuchs vorhanden. Da schlummert viel Qualität, welche die 1. Mannschaft insgesamt stärker machen kann. Die erfahreneren Spieler braucht es tendenziell eher auf anderen Positionen. Dies auch weil mit dem «Sechser» Simon Sohm und dem spielerisch starken Bledian Krasniqi zwei Spieler aus der U18 nachstossen, die fussballerisch bereits heute Super League-Reife haben – gerade im mentalen Bereich allerdings noch etwas mehr Widerstandskraft benötigen. Der Reichtum an vielversprechenden Talenten im Zentrum setzt sogar Captain Victor Palsson sportlich unter Druck. Der Isländer kann weiterhin in der Innenverteidigung nicht überzeugen, auch wenn er immer wieder mal dort (aushilfsweise) eingesetzt wird. Auf seiner angestammten Position im Mittelfeld agiert er solider. Die vorderen Aussenspieler nehmen eher eine spielerische Rolle ein, da die schnellsten Zürcher Akteure wie Rohner, Rüegg oder Schönbächler in der Regel auf anderen Positionen eingesetzt werden. In die Tiefe geschickt werden soll in erster Linie der Aussenverteidiger.

Adrian Winter (32) hatte schon letzte Saison zunehmend Mühe. Die für sein Spiel so wichtige Schnelligkeit nimmt altersbedingt ab – und die Prozentzahl der Duelle, in denen er einen Schritt zu spät kommt, zu. Salim Khelifi kann für den FCZ zu einem Gewinn werden, wenn er die Fortschritte im läuferischen Bereich, die er in der 2. Bundesliga gemacht hat, auch in der Super League zum Tragen bringen kann. Speed ist aber genauso wenig seine Paradedisziplin, wie die von Stephen Odey, welcher in der Saisonvorbereitung ebenfalls hauptsächlich auf dem offensiven Flügel eingesetzt wurde, um seine Stärken im Aufbauspiel zum Tragen zu bringen. Anders der schnelle Maren Haile-Selassie, der gegen Vaduz über den linken Flügel das einzige FCZ-Tor der letzten drei Testspiele vorbereitete, zuvor aber vorwiegend im Zentralen Mittelfeld eingesetzt worden war.

Roberto Rodriguez’ Rolle war zuletzt hauptsächlich diejenige eines Offensiv-Jokers, der in der Schlussphase mit seinen spielerischen Mitteln bei Rückstand effektiv mithelfen kann, eine gegnerische Abwehrreihe zu knacken, oder bei Vorsprung den Ball in den eigenen Reihen weit weg vom eigenen Tor zu halten. In den Testspielen war erkennbar, dass dies eine vielversprechende Option für das Zürcher Trainerteam darstellen kann. In der Rangliste «Minuten pro Skorerpunkt» der Sommervorbereitung liegt Lavdim Zumberi (18) mit 45 Minuten pro Skorerpunkt an Erster Stelle. Bei seinem Teileinsatz gegen Rapperswil-Jona bewies der Offensive Mittelfeldspieler wie schon so häufig in der Vergangenheit mit einem präzisen Weitschuss seine Torgefährlichkeit. Da die Saison und der Trainingsbetrieb bei den Nachwuchsspielern im Frühling länger als bei den Profis dauert, konnte der erste Teil der Saisonvorbereitung mit der 1. Mannschaft für die Academy-Talente, welche zum erweiterten Kader des Fanionteams zählen, an ihre Saison 17/18  „angehängt“ werden. Schulische Verpflichtungen und Junioren-Nati kamen hinzu. Die (in der Regel kurzen) Ferien stehen darum jetzt an.

Michi Frey absolvierte eine solide Vorbereitung. In der Partie gegen den Ligakonkurrenten St. Gallen in Rüti, in welcher für die Mannschaft ganz offensichtlich das Resultat wichtiger war, als in anderen Tests, war der Sturmtank einer derjenigen Spieler, die ihr Team mitrissen. Überdurchschnittlich gut waren die Auftritte von Raphael Dwamena. Der Nationalstürmer, welcher mit Ghana nach Saisonende eine halbe Weltreise unternommen hatte, wirkt gereift. Testspieler Lassana N’Diayé, bei dem es noch offen ist, wo er nächste Saison spielen wird, wäre trotz seiner jugendlichen 17 Jahre eine Verstärkung, welche nur wenig Eingewöhnungszeit benötigen würde. Marco Schönbächler wurde analog Adi Winter (Cupfinal) in der Vorbereitung meist als laufstarker Stürmer im Duett mit Frey oder Dwamena eingesetzt. Erfreulich zu sehen waren sein Antritt und die Spielfreude. Bis aber Schönbi sein Selbstvertrauen im Abschluss wiederfindet, benötigt er wohl noch ein paar Spiele. Noch unklar ist, ob Yanick Brecher nach seinem Zusammenstoss mit dem Bochumer Pantovic auf den Saisonstart hin wieder bereit ist. Ersatz Andris Vanins hat beim Test in Vaduz zwei Tore kassiert und gegen Atromitos dann hinten «die Null» gehalten.

 

Nicht zum ersten Mal durfte der FCZ ein Testspiel an der Churer Ringstrasse austragen und der Spielort gehört mittlerweile sicherlich zu den beliebtesten Destinationen der Zürcher Fans und Vereinsangehörigen. Angesichts dessen, dass für den FCZ die Saison in einer Woche beginnt – und für Atromitos erst in einem Monat, konnte das Letzigrund-Team auf dem Platz dann aber die durchaus zeitweise etwas ruppig geführte Freundschaftspartie zu wenig lange bestimmen. Es war das Duell von zwei Meisterschaftsvierten der letzten Saison. Atromitos kann man als den «FC Thun von Griechenland» bezeichnen, wobei die Athener in den letzten Jahren als ähnlich kleiner Verein sogar noch etwas erfolgreicher waren, als die Berner Oberländer. Zuletzt klassierte sich das Team des Österreichischen Trainers Canadi nur knapp hinter Krösus Olympiakos in der Abschlusstabelle 2017/18. Auch von dieser Perspektive her, war es ein optimaler Vorbereitungsmatch vor dem Thun-Spiel.

Taktisch begann der FCZ im 4-1-4-1 und wechselte nach der Einwechslung von Guenouche auf 3-4-3 mit Nef, Maxsö und Pa Modou in der Dreierabwehr. Wie schon in den letzten Partien gab es auch gegen Atromitos keine grosse Anzahl an Torchancen. Insgesamt hat der FCZ in den letzten drei von sechs Testspielen gegen Vaduz, Bochum und Atromitos nur ein einziges Tor erzielt – durch Testspieler Lassana N’Diayé. Die Gesamtbilanz sind zwei Siege (Wil, St. Gallen), ein Unentschieden (Atromitos) und drei Niederlagen (Rapperswil-Jona, Vaduz, Bochum). Gegen die Griechen konnte sich Izer Aliu am meisten hervortun. Da er sich kämpferisch laufend verbessert, kann der 18-jährige seine hervorragenden spielerischen Qualitäten noch besser einbringen. Er scheint näher an einem Platz in der Startformation zu sein, als wohl viele denken. Dies zusätzlich zu Toni Domgjoni, dessen seit Monaten soliden bis sehr guten Leistungen es dem Zürcher Trainerteam sicherlich schwermachen, ihn nicht aufzustellen. Insgesamt gibt es allerdings im Hinblick auf den Start gegen den FC Thun in einer Woche in allen Linien noch Steigerungspotential.

FC Zürich – Atromitos 0:0 (0:0)

FCZ Vanins; Rüegg, Maxsö, M. Kryeziu (59. Nef), Pa Modou; Palsson (46. Domgjoni); Winter (46. Schönbächler), H. Kryeziu, Aliu (75. Guenouche), Khelifi (75. Odey); Frey (59. Dwamena).

Atromitos: Mirkovic (46. Theodorakis); Sakic (46. Natsos), Chatziisaias, Risvanis (46. Karasalidis), Giannoulis (46. Strouggis); Madson (46. Umbides); Bruno (46. Manousos), Vasilakakis (46. Garoufalias), Busuladzic (46. Lazaridis), N’Sikulu (46. Kotsopoulos); Koulouris (46. Mujakic).

Als U21-Nationalspieler Hakim Guenouche (18) in der 60. Minute auf der Schützenwiese von Rüti eingewechselt wurde, drehte Frankreich im 3’000 km entfernten Kazan auf – Landsmann Kylian Mbappé erzielte im parallel laufenden WM-Achtelfinal innert weniger Minuten das 3:2 und 4:2 gegen Argentinien. Für den aus dem Nancy-Nachwuchs stammenden Linksverteidiger war es das Début im Dress des FCZ. Auffallend in seinem 30 Minuten-Auftritt seine Schnelligkeit und Technik – sowie ein klassischer «Bandencheck» gegen den etwas perplexen jungen St. Galler Tim Staubli, wie es eben auf Regionalfussballplätzen mit hohen fixierten Werbebanden nahe des Spielfeldrandes möglich ist. Begonnen hatte die Testpartie gegen den FC St.Gallen mit einem Anstoss der beiden Präsidenten Hüppi und Canepa, der eigentlich symbolisch gemeint war, den aber Stürmer Canepa auf seinem ehemaligen Heimplatz gleich zu einem Dribbling Richtung St. Galler Tor nutzte, wo er Goalie Stojanovic zur inoffiziellen Zürcher Führung bezwang. Zu einer Einwechslung wie vor Jahresfrist im Test gegen den lokalen FC Rüti an gleicher Stätte kam es dann aber gegen den Super League-Gegner natürlich nicht.

Die Mannschaft von Trainer Ludo Magnin nahm die Partie gegen den Ligakonkurrenten sichtlich ernst. Von lockerem Aufgalopp wie noch in den ersten beiden Freundschaftsspielen gegen Rapperswil-Jona oder Wil war nicht mehr viel zu spüren. Statt auf 20% spielte man bereits auf rund 50% der Meisterschaftsintensität. Beispielsweise wurden die gegnerischen Torhüter Stojanovic und Lopar unter Druck gesetzt und bei eigenem Ballbesitz für ein Testspiel relativ schnell umgeschaltet. St. Gallen seinerseits hatte noch den Testmatch vom Vortag gegen Bad Ragaz in den Beinen. In Ansätzen erinnerte die Partie an ein Vorbereitungsspiel gegen den gleichen Gegner vor anderthalb Jahren in Schaffhausen, als der FCZ gegen die Gallusstädter ebenfalls mit hoher Intensität testete. Das war damals der erste Einsatz von Raphael Dwamena (22) im FCZ-Dress gewesen. Der Ghanaer lief erneut gegen St. Gallen nach seinen durch Länderspiele verschobenen Ferien für die letzte halbe Stunde der Partie erstmals wieder auf – und profitierte von der Unerfahrenheit der jungen St. Galler Innenverteidigung mit Fazliji und Gönitzer, um sich das ein oder andere Mal gut in Szene zu setzen. Ebenfalls zu seinem ersten Einsatz der Saison kam in Rüti Offensivmann Marco Schönbächler, dessen mögliche Vertragsverlängerung beim FCZ bisher noch nicht kommuniziert wurde.

Ilan Sauter (17) wirkte im Duell mit den grösstenteils jungen St. Galler Offensivkräften in einigen Szenen weiterhin unbedarft und verursachte so im Zweikampf mit dem zu jenem Zeitpunkt einzigen erfahrenen Ostschweizer Offensivmann Nassim Ben Khalifa im dritten Teileinsatz bereits den zweiten Penalty (den ersten gegen Rapperswil-Jonas Testspieler Hadzi) – und auch an den beiden frühen Gegentreffern gegen den FC Wil war Sauter wesentlich mitbeteiligt gewesen. Ebenfalls nicht optimal verlief das Spiel für Adrian Winter (31). Zwar hatte der Dauerläufer in der 24. Minute mit einer Willensleistung im dritten Anlauf das 2:0 erzielen können, kurz vor der Pause aber musste er angeschlagen vom Feld. Nach einem guten Steilpass des spielfreudigen Izer Aliu hatte Winter freie Bahn Richtung St. Galler Tor, schaute nach links, ob ein Kollege mitläuft, stoppte den Lauf und griff sich ans Kreuz. Der für Winter eingewechselte Fabian Rohner ersetzte diesen erst eins-zu-eins am Offensiven Flügel, wechselte in der 60. Minute dann aber auf die Rechtsverteidigerposition, mit Stephen Odey als Rechtem Flügelmann vor sich.

FCZ – St. Gallen 4:1 (2:0).

Tore: 13. Frey (Aliu) 1:0, 24. Winter (M. Kryeziu) 2:0; 70. Ben Khalifa (Penalty, Ben Khalifa) 2:1, 84. Dwamena (Penalty, Dwamena) 3:1, 87. Rodriguez (Dwamena) 4:1.

FCZ 1. Halbzeit: Brecher; Rüegg, Nef, M. Kryeziu, Pa Modou; H. Kryeziu; Domgjoni, Aliu; Winter (41. Rohner), Khelifi; Frey.

FCZ 2. Halbzeit: Brecher; Rüegg (60. Odey), Palsson, M. Kryeziu (60. Sauter), Pa Modou (60. Guenouche); H. Kryeziu (60. Sohm); Domgjoni (60. Rodriguez), Aliu (60. Haile-Selassie); Rohner, Schönbächler; Dwamena.

St. Gallen 1. Halbzeit: Stojanovic; Lüchinger, Mosevich, Tschernegg, Wittwer; Ashimeru, Kukuruzovic; Kutesa, Tafer, Aratore; Buess.

St. Gallen 2. Halbzeit: Lopar; Gasser, Fazliji, Gönitzer, Nias Hefti; Quintilla, Ashimeru (55. Vanin); Tafer (64. Blasucci), Kutesa (55. Staubli), Kräuchi (74. Pugliese); Ben Khalifa.

Das zweite Testspiel der Vorbereitung auf die Saison 18/19 kann der FCZ gegen den Challenge League-isten FC Wil im Heerenschürli vor rund 200 Zuschauern mit 4:2 gewinnen. Wie schon beim ersten Test gegen Rapperswil-Jona wurde in der Halbzeit (diesmal allerdings mit Ausnahme des Torhüters Novem Baumann, plus Izer Aliu, der schon in der 35. Minute für den neu mit der nr. 10 auftretenden Antonio Marchesano gekommen war) komplett gewechselt. Die Dreierabwehr Sohm – Palsson – Sauter liess sich bereits nach 10 Minuten zwei Mal erwischen. Bei einem Konter in der Dritten Minute griffen die Verteidiger gegen den allerdings wohl aus leichter Offsideposition gestarteten Cortelezzi und den nachrückenden Ex FCZ-Stürmer Silvio zu wenig aufmerksam ein. In der Zehnten Minute konnte derselbe Silvio bei einem Rückpass von Sauter auf Baumann «dazwischenspritzen». Der relativ gut aufgelegte Stephen Odey verkürzte mit einer Einzelleistung an der gegnerischen Strafraumgrenze bereits in der 16. Minute.

Wie schon gegen Rapperswil wirkte die Mannschaft der 1. Halbzeit nicht sehr spritzig, während das Team des zweiten Durchganges aufzudrehen vermochte – nur mit dem Unterschied, dass die Equipe der zweiten 45 Minuten diesmal eher aus den etablierten Stammkräften der letzten Saison bestand. Das System wurde von Dreier- auf Viererabwehr gewechselt. Erfreulich speziell der sehr solide Auftritt von Alain Nef, der den Cupfinal ja verletzungsbedingt verpasst hatte. In der Ersten Halbzeit hinterliess zudem wie schon im ersten Test Neuverpflichtung Hekuran Kryeziu einen positiven Eindruck. Und Toni Domgjoni ist schon seit Monaten kaum mehr wegzudenken – sowohl nach vorne wie auch nach hinten immer an den wichtigen Situationen beteiligt. So auch beim raschen 2:2-Ausgleich nach der Pause, als er im Strafraum für Izer Aliu auflegte. Frey und Neuverpflichtung Khelifi in seiner ersten Partie im FCZ-Dress drehten die Partie währen der Zweiten Halbzeit noch auf 4:2.

Am 17-jährigen Testspieler Lassana Ndiayé aus Mali (mit seinem Team Halbfinalist der U17-WM 2017), der diese Woche mit dem FCZ trainiert hat, lief das Spiel weitgehend vorbei – was aber nicht viel bedeuten muss. Der FC Wil seinerseits setzte noch weit mehr Testspieler ein. Bei den Äbtestädtern kamen Nikki Havenaar (SV Horn, Vorarlberg), Bryan Mallo (GC U21), Omer Dzonlagic, Colin Trachsel (beide Thun), Gabriel Molter (zurück von der Leihe beim SC Cham), Fatjon Jusufi (Renova, Mazedonien), Thasin Cakmak (Hertha BSC II) und Rrezart Hoxha (Luzern U21) zu einem Testeinsatz. Mit der Einwechslung von Mallo in der 54. Minute stellten die Wiler von einer Vierer- auf eine Dreierabwehr um. Für die letzte Viertelstunde durfte auch noch der aus der Ostschweiz stammende FCZ-ler Albin Sadrijaj für das Team von Coach Konrad Fünfstück ran – allerdings im gewohnten weissen FCZ-Dress der U21, welches den ebenfalls mit dunklen Shirts angereisten Ostschweizern ausgeliehen wurde.

FCZ – Wil 4:2 (1:2).

Tore: 3. Silvio (Cortelezzi) 0:1, 10. Silvio 0:2, 16. Odey (Winter) 1:2, 48. Aliu (Domgjoni) 2:2, 60. Frey (Rüegg) 3:2, 90. Khelifi (Pa Modou) 4:2.

FCZ 1. Halbzeit: Baumann; Sohm, Palsson, Sauter; Winter, H. Kryeziu, Rohner; Marchesano (35. Aliu), Rexhepi; Ndiayé, Odey.

FCZ 2. Halbzeit: Baumann; Rüegg, Nef, M. Kryeziu, Pa Modou; Domgjoni, Aliu; Khelifi, Haile-Selassie, Rodriguez; Frey.

Wil: Kostadinovic (74. Djordjevic); M. Gonçalves (46. Dzonlagic), Rahimi (54. Mallo), Havenaar (74. Sadrijaj), Nick Von Niederhäusern (46. Trachsel); Lombardi (46. Molter), Zé Eduardo (46. Latifi), Breitenmoser (46. Scholz), Schällibaum (74. Jusufi); Cortelezzi (46. Cakmak), Silvio (46. Hoxha).

 

Morgen Freitag Abend nach dem Nachmittagstraining reist der FCZ ins Wallis, um sich im «CC-Land» auf das Auswärtsspiel beim FC Sion vorzubereiten. In den bisherigen vier Spielen unter Magnin (zwei Siege, zwei Niederlagen – alle im Letzigrund) hat der neue Zürcher Coach in jedem Match Fortschritte bei seinem Team gesehen: «Wenn wir weiter solche fussballerischen Fortschritte machen, dann werden irgendwann die Punkte kommen. Die Frage ist, wie lange es dauert bis dahin. Ich hoffe, es geht schnell». Die zweiwöchige «Nati-Pause» war für das neue Trainerteam daher ideal, auch wenn ein Teil der Spieler nicht im Training mit dabei war.

Sion unter Jacobacci: eine andere Mannschaft

Als Waadtländer sind für Magnin Spiele gegen den FC Sion immer speziell. Die Rivalität zu den Wallisern verkörpert er mit Fleisch und Blut – und in seiner direkten Art mit nicht wirklich netten Bezeichnungen über die Kantonsnachbarn im privaten Gespräch. Mit Christian Constantin kommt der FCZ-Trainer aber gut aus, «auch weil ich nie geschäftlich mit ihm zu tun hatte», wie er augenzwinkernd hinzufügt. «Natürlich hat auch Constantin Fehler gemacht. Jeder macht Fehler». Magnin hält Constantin aber zu Gute, dass er sich wie Magnin selbst nicht alles gefallen lässt. Zudem hat der Zürcher Coach generell grossen Respekt vor allen Klubbesitzern im Schweizer Fussball: «In der Schweiz kann man kein Geld damit verdienen. Sie machen das alles aus Liebe zum Fussball».

Die Sperre gegen Constantin habe den FC Sion sicherlich den ein oder anderen Punkt gekostet. Den FC Sion sieht Magnin als ein unter dem neuen Trainer Jacobacci völlig verändertes Team, welches ganz anders auftritt, als zuvor, und trotz zwischenzeitlichem bereits relativ grossen Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz nun drauf und dran sei, den Klassenerhalt zu schaffen. Die Punktedifferenz zwischen dem nun auf Platz fünf liegenden FCZ und dem Schlusslicht aus dem Wallis beträgt nur noch 11 Punkte – deutlich weniger, als der Abstand zwischen YB und dem FCB an der Tabellenspitze beträgt.

Intensives Training in der Länderspielpause

Das Team der beiden aus der FCZ Academy stammenden Martin Angha und Anto Grgic sowie des langjährigen FCZ-Profis Burim Kukeli ist gemäss Magnin zur Zeit offensiv etwas von 1-2 Spielern abhängig: «Uns wäre es lieber, Carlitos würde immer noch in der U21 spielen, als gegen uns. Allerdings haben wir gegen YB bewiesen, dass wir die Seiten gut zumachen können». Gefallen hat Magnin gegen den Tabellenleader, dass seine Mannschaft trotz aggressivem Pressing des Gegners flach hintenraus spielen konnte. Rasmus Thelander hat dies dann aber bei der zweiten Penaltyszene übertrieben: «die Spieler müssen merken, wann sie ausnahmsweise auch mal einen Ball auf die Tribüne schiessen sollen».

In der Länderspielpause hat sich beim FCZ wieder einiges getan. Das Trainerteam der Ersten Mannschaft arbeitet physisch wie auch taktisch intensiv mit der Mannschaft. Eine Morgensession kann gut und gerne zweieinhalb Stunden dauern. Ungeachtet dessen, dass am Nachmittag noch eine weitere Übungseinheit ansteht. Frage an einen der jungen Spieler nach dem Training: «Jetzt bist du wohl bereit für einen Mittagsschlaf?», Antwort: «Mittagsschlaf? Jetzt könnte ich den ganzen restlichen Tag durchschlafen».

Die Zeit der Rückkehrer

René van Eck ist trotz «Schweinfurt-Meldung» im «Blick» immer noch da und stellt sich in der taktischen Übung beispielsweise direkt hinter einen Verteidiger und dirigiert ihn persönlich, wenn dieser sich nach Ansicht von Trainer Magnin fünf Meter zu wenig nach links verschoben hat. Im Gespräch mit Züri Live zeigt sich Ludo Magnin zuversichtlich, dass der Holländer auch bleiben wird.

Konditionstrainer Tobias Powalla ist nach dem Abgang von Philippe Hasler aus Aarau zurückgekehrt. In der Länderspielpause hatte der 32-Jährige auf jeden Fall schon mal alle Hände voll zu tun. Überhaupt ist es die Zeit der Rückkehrer. Stürmer Kilian Pagliuca ist aus Wohlen zurück. Magnin will den Genfer unbedingt in den nächsten Wochen bei sich haben und intensiv beobachten, um dann entscheiden zu können, wie es im Sommer weitergeht: «Unser Kader kann nicht ausschliesslich aus jungen Spielern bestehen. Ein Teil bleibt im Team, ein Teil wird ausgeliehen und ein Teil setzt die Karriere in einem anderen Klub fort. So ist Fussball», meint Magnin gegenüber Züri Live. In der aktuellen Saison konnte sich «Kili» weder bei Wohlen, noch zuletzt in der U21 oder im Test mit der 1. Mannschaft gegen Aarau empfehlen. Der 21-Jährige kann sich auf allen drei Stufen gegen seine Gegenspieler nicht richtig durchsetzen – und schiesst so gut wie keine herausgespielten Tore.

Das Vertrauensverhältnis Magnin – Brecher

Seit neuestem wieder zurück im Training der 1. Mannschaft des FCZ ist auch Novem Baumann (Bild rechts)! An den Wochenenden wird er allerdings weiterhin zumindest noch bis Ende Saison bei Challenge League-ist Rapperswil-Jona auf der Ersatzbank sitzen und sich im Falle einer Sperre oder Verletzung von Nr.1-Keeper Diego Yanz für einen Einsatz bereithalten. Wie genau Baumann im engeren Sinne im Training in der Rolle der anderen Goalies zum Zuge kommt, wird sich noch weisen. Vorderhand spielt er im Trainingsspiel auch mal als Rechter Aussenverteidiger (und schlägt sich dabei ganz ordentlich) und absolviert mit Goalietrainer Davide Taini Spezialeinheiten zur Messung seiner Fitness.

Yanick Brecher ist die Nr. 1, und wird es voraussichtlich auch über den Sommer hinaus bleiben. Mit ihm hat Trainer Magnin im Herbst in der U21 ein spezielles Vertrauensverhältnis aufgebaut: «Brecher bringt alles mit, was ein Super League-Goalie braucht. Und er ist Zürcher», meint Magnin dazu zu Züri Live. Die einzige offene Frage sei für ihn gewesen, ob Brecher dem Druck in der Super League standhalten könne, und dies werde nun eben bis Saisonende getestet. Zu Yann-Alexandre Fillion äussert sich der Waadtländer hingegen eher zurückhaltend. Er ist nach seiner Operation wieder im Mannschaftstraining. Wie es weitergeht, ist noch ungewiss.

Gelungenes Début von Michael Kempter

Magnin will sehen, dass sich die Spieler über die Zweite Mannschaft empfehlen. «Wer in der Promotion League nicht gut spielt, hat in der 1. Mannschaft keine Chance», meint der 38-jährige weiter gegenüber Züri Live unmissverständlich. Gut gespielt hat bei seinem Comeback nach Kreuzbandriss nach seiner Einwechslung in der Halbzeitpause der Promotion League-Partie gegen den FC Basel II gestern Mittwoch trotz 1:2-Niederlage (0:2 zur Pause) Michael Kempter. Der 23-jährige vom Mutschellen spielte, wie wenn er nie weggewesen wäre, war der beste Mann der Zweiten Halbzeit und konnte seine Schnelligkeit sowohl im Dienste der Offensive wie auch der Defensive ausspielen. Der beim Spiel anwesende Magnin wird registriert haben, dass auf den mit dem U20-Nationalteam 3:2 in Italien siegenden Neu-Zürcher Tobias Schättin (64 Minuten-Einsatz als offensiver linker Flügel) harte interne Konkurrenz wartet. Mit der 1. Mannschaft hat der ehemalige Winterthurer bisher kaum trainiert. Trotzdem ist er für Magnin ein Kandidat für das Kader in Sion: «Er ist jetzt gesund. Und wir haben mit dem SFV einen Deal gemacht, damit er zu Spielpraxis kommt. Das war eine Win-Win Situation».

Gegen sehr diszipliniert agierende Basler, die im ersten Durchgang durch zwei Tore von Davide Callà 2:0 in Front gegangen waren (das erste ein direkt verwandelter Freistoss von der Seite, bei welchem der Routinier aus Winterthur den Erfahrungsschatz des 17-jährigen Calvin Heim im Zürcher Tor vergrösserte), war Kempter einer der Faktoren, der die Aufholjagd noch realistisch werden liess. Das Trainerduo Chappuis / Russheim, welches die U21 in dieser Zusammensetzung bis Ende Saison betreuen wird, hatte zur Pause umgestellt. Neben Kempter wurde der ebenfalls erst vor kurzem von einer längeren Verletzung zurückgekehrte Kenith Catari eingewechselt. Der traditionell meist als Rechtsverteidiger auflaufende 18-jährige agierte in einem neu als Raute formierten Vierermittelfeld auf der 10-er Position und machte unter anderem von da aus in der Balleroberung Druck auf die Rotblauen.

Kastrijot Ndau überzeugt im U19-Nationalteam

Aus der Abwehr auf die Sechserposition vorgerückt war für die zweiten 45 Minuten der spielerisch starke Albin Sadrijaj (ja, auch er zurück nach einem halben Jahr Verletzungspause wegen Kreuzbandriss!) und bereitete von da aus den Anschlusstreffer von Yannik Kouamé mustergültig vor. «Nur» etwas mehr als zwei Monate weggewesen war nach einem zum Trainingsbeginn nach der Winterpause zugezogenen Aussenbandanriss im Knie Yassin Maouche (im Bild rechts gegen Davide Callà), der in der Ersten Halbzeit im Mittelfeld zum Einsatz kam. Der Mittelfeldspieler versuchte sich mehrmals mit (missglückten) Weitschüssen, liess, wie es seine Art ist, jeweils sehr schnell den Kopf hängen, und fiel in der Folge dann noch mit zwei mit viel Tempo ausgeführten Tacklings mit der Sohle voran auf, wobei er beim zweiten richtigerweise Gelb sah. Zur Pause wurde der 20-jährige zusammen mit dem wenig wirkungsvollen und defensiv etwas zu wenig mitarbeitenden Eric Tia ausgewechselt.

Als Zuschauer im Heerenschürli dabei war Verteidiger Mirlind Kryeziu. «Ich würde ihn gerne sehr bald in der Mannschaft sehen. Er hat eine unglaublich gute Spieleröffnung diagonal mit dem linken Fuss», sagt Magnin. Aber es gibt nach dem im November vollständig auskurierten Kreuzbandriss ein paar Punkte, an denen der 21-jährige noch arbeiten muss. Maren Haile-Selassie seinerseits fehle es noch etwas an Muskeln. «Bei Maren ging alles sehr schnell und er ist früh in der Ersten Mannschaft zum Einsatz gekommen. Er braucht weiter Zeit und Einsätze, um sich zu entwickeln», meint Magnin zu dieser Personalie. Haile-Selassie war mit dem U19-Nationalteam in Wil bei zwei Testpartien gegen Finnland engagiert. Beim 4:0-Sieg am Freitag wurde er in der Schlussphase eingewechselt, war bemüht, aber konnte nicht mehr viel bewegen. Beim 2:2 Unentschieden am Montag stand er in der Startformation. Genauso wie Izer Aliu, der erst auf das zweite Spiel hin zum Team stiess, als Captain aufs Feld lief, und in der 69. Minute gemeinsam mit Gegenspieler Saku Ylätupa die Rote Karte sah. Diesem fehlt auch beim FCZ trotz grossem Talent häufig immer noch etwas „der letzte Zwick“ an der Geisel, währenddessen beispielsweise Toni Domgjoni in den letzten Wochen Pluspunkte gesammelt hat, und immer besser ins Team findet. Ebenfalls in der Startformation standen in Wil am Montag Lindrit Kamberi und Fabio Dixon. Beim 4:0-Sieg am Freitag spielten hingegen Kastrijot Ndau und Kenith Catari von Beginn weg. Ndau gehörte zu den besten Spielern auf dem Platz und trug als Relaisstation im Mittelfeld viel zum flüssigen Spiel des SFV-Teams bei. Catari (im Bild links am Ball, im Hintergrund Ndau) konnte über die rechte Seite Druck entfachen – es fehlte ihm aber in der ein oder anderen Szene noch etwas an Zielstrebigkeit.

Drei Identifikationsfiguren – drei auslaufende Verträge

Alain Nef (36), Cédric Brunner (24) und Marco Schönbächler (28): das sind die drei Spieler der 1. Mannschaft, welche wie keine anderen den FCZ verkörpern. Gemeinsam haben die drei Identifikationsfiguren, dass bei allen (neben den ausgeliehenen Yapi und Simonyan) der Vertrag im Sommer ausläuft. Mit ihnen laufen Gespräche. Trainer Magnin sagt zu Züri Live: «Wir schätzen diese Spieler. Ich habe intern erklärt, wie ich sie in Zukunft einsetzen und mit ihnen planen würde. Jetzt ist die Frage, ob sich die Spieler und die sportliche Führung finden. Ob es eine Win-Win Situation gibt, und beide Seiten das Gleiche wollen». Was lässt sich nun daraus schliessen? Es wäre überraschend, wenn es mit Cédric Brunner zu keiner Einigung kommen würde. Dieser war in der laufenden Saison bisher der solideste Zürcher Verteidiger mit der besten Züri Live-Durchschnittsnote (6,5), er brennt für den Verein – gleichzeitig passt er auch vom sportlichen Niveau her gut in den FCZ. Er kann im Team ein wichtiger Spieler sein – gleichzeitig ist das Interesse von sportlich deutlich über dem FCZ stehenden Vereinen an ihm sicherlich eher beschränkt.

Im Training hat Magnin Alain Nef kürzlich im Jux zugerufen: «Du wirst mit 50 noch hier sein». In der Realität wird sich die Aussage «ich habe erklärt, wie ich sie in Zukunft einsetzen würde» wohl vor allem auf Nef beziehen. Man kann spekulieren, dass Magnin Nef gerne noch eine Saison in der Mannschaft hätte, wenn sich dieser mit der Ersatzrolle zufrieden gibt. Bei Marco Schönbächler gibt es zwei heikle Punkte: erstens kommt er erst gerade wieder von einer Verletzung zurück. Kann Schönbi bereits vor Saisonende wieder auf 100% kommen und somit eine gewisse Sicherheit bezüglich seiner künftigen Leistungsfähigkeit bieten? Dazu kommt das Finanzielle: der frühere Nationalspieler hat mit Sicherheit einen der besten Verträge im Kader. Da die längeren Verletzungen in den letzten Jahren einen wesentlichen Unsicherheitsfaktor für die Zukunft mit sich bringen, wird «Schönbi» vermutlich wesentliche finanzielle Abstriche machen müssen, sollte er beim FCZ bleiben. Der Kreativität sind aber grundsätzlich keine Grenzen gesetzt. Es gibt sicherlich die Möglichkeit, eine flexible Lösung zu finden, die unter den gegebenen Voraussetzungen alle Parteien zufriedenstellt.

Fünf FCZ-ler tragen zur EM-Qualifikation bei 

Nach der 2:4-Niederlage nach 2:0-Pausenführung in Neuenburg gegen Portugal, hat das U21-Nationalteam praktisch keine Chance mehr auf eine EM-Qualifikation. Ex Academy-Talent Djibril Sow bestätigte seine gute Form und war nicht nur wegen seines frühen Führungstreffers einer der besten Spieler auf dem Platz. Als er sich bei einer Abwehraktion im eigenen Strafraum verletzte und liegenblieb, fiel beim Portugiesischen Konter der 1:2-Anschlusstreffer, welcher die Wende einleitete. Nach dem 2:2 ging es für Sow nicht mehr weiter und er wurde in der 58. Minute durch Kevin Rüegg ersetzt. Dieser hatte einige gute Aktionen und konnte dabei mit einem starken Dribbling im Mittelfeld beim Stand von 2:3 eine Schweizer Topchance einleiten. Ziemlich enttäuschend war einmal mehr im U21-Nationalteam der Auftritt von Ex FCZ-ler Dimitri Oberlin. Der gleichzeitig auch für die U20 Nationalmannschaft aufgebotene Fabian Rohner kam eine Viertelstunde vor Schluss rein, konnte aber keine Akzente mehr setzen.

Einen schönen Erfolg konnten hingegen die fünf FCZ-ler des 01-er Jahrgangs Ilan Sauter, Simon Sohm, Bledian Krasniqi, Henri Koide und Filip Frei feiern. Sie haben mit Trainer Stefan Marini dem SFV auf U17-Stufe mit dem Ersten Gruppenplatz in der Eliterunde noch knapp vor Portugal nach fünf Jahren wieder einmal die Qualifikation für eine EM-Endrunde beschert. Diese findet im Mai in den Englischen Midlands statt – Final im «New York Stadium» von Rotherham, Vorstadt von Sheffield. 2013 war die Schweizer U17 mit Fellmann, Von Niederhäusern, Elvedi, Stettler, Grgic und Pagliuca mit nur einem Punkt aus den drei Gruppenspielen von der Endrunde wieder nach Hause gereist. Sauter, Sohm und Krasniqi wurden bei den Siegen gegen Finnland und der Slowakei, sowie dem Unentschieden gegen Portugal in allen drei Spielen eingesetzt – Sauter und Sohm immer in der Startformation. Verteidiger Sauter erzielte beim 2:1 gegen Finnland gar das Game Winning Goal. Frei und Koide wurden je einmal eingewechselt. Sauter und Krasniqi spielten zuletzt auch beim Test der 1. Mannschaft gegen Aarau (Krasniqi erzielte das einzige Zürcher Tor per Penalty), Sohm trainierte ebenfalls mit der 1. Mannschaft mit, allerdings ohne anschliessend gegen Aarau zum Einsatz zu kommen.

Züri Live-Experte Georgio Mettler „YB wird effizienter sein, als Lugano“ analysiert den FCZ vor dem Heimspiel gegen den souveränen Meisterschaftsleader YB und spricht über die Spieler, die im Verlauf des letzten Jahres den Sprung von der U21 in die 1.Mannschaft geschafft haben wie Aliu, Rexhepi, Rohner, Rüegg und (wieder) Brecher. Dazu gibt es Statements von Cheftrainer Ludo Magnin. Mettler wird am 15. April beim „Rückspiel“ in Bern als Experte dabei sein. Das Spiel aus dem Letzigrund kommentiert Lukas Stocker mit dem angehenden Mediziner Martin „Polo“ Büchel. Michi Frey ist gesperrt, Neuverpflichtung Tobias Schättin rekonvaleszent, und Innenverteidiger Bangura ist fraglich. Antonio Marchesano und Raphaël Dwamena konnten hingegen unter der Woche wieder mittrainieren. Davor trifft die U21 um 16h im Heerenschürli im Derby auf United mit dem Teilzeit-Comeback von Marco Schönbächler als Highlight:

Von Anfang Woche – die Soccer Lounge zum Spiel YB – FCZ: mit Carlos Varela, Ivan Benito und Lukas Stocker (Züri Live):