Der Respekt vor den Umschaltmomenten des Gegners war auf beiden Seiten gross. Lugano agierte im Letzigrund vorsichtig und zog sich meist weit zurück. Der FCZ übernahm über weite Strecken das Spieldiktat, war aber gleichzeitig darob besorgt, in der eigenen Platzhälfte dem Gegner keine Umschaltsituationen zuzugestehen. So spielte Yanick Brecher fast ausschliesslich hohe Bälle ins Mittelfeld, wo sich dann häufige Ballbesitzwechsel ergaben. Erst in der gegnerischen Hälfte kamen beim FCZ dann die spielerischen Elemente zum Zug. Und es gab phasenweise bei Ballbesitz viel Bewegung in der ganzen Mannschaft, Die Partie zog sich trotzdem zäh wie ein Kaugummi bei einem klaren Chancenplus des Breitenreiter-Teams. Auf das Gehäuse von FCZ-Goalie Brecher kam kein einziger Ball.

Entwicklung der FCZ-Spielweise im Vergleich zum Saisonstart

Seit dem Saisonauftakt hat der FCZ sein Spiel von Runde zu Runde entwickelt. Dies wird unter anderem illustriert durch die Ballbesitzstatistik. Im Cornaredo zum Saisonstart lag dieser noch bei fast schon rekordtiefen 28% (und dies gegen einen Gegner wie Lugano!) – beim zweiten Aufeinandertreffen der beiden Teams im Letzigrund waren es hingegen 54%. Der Gleitende Durchschnitt bewegt sich kontinuierlich Richtung 50%-Marke. Wurde zu Saisonbeginn beim FCZ noch ultraschnell und direkt umgeschaltet, nimmt man nun viel häufiger das Tempo aus den Aktionen, um das Spiel kontrolliert in Richtung gegnerisches Gehäuse aufzubauen. Nicht nur die Anspielzeit, sondern auch die Spielweise unterschied sich wie Tag und Nacht vom Saisonstart.

FCZ-Ballbesitz 21/22, Liga, Gleitender Durchschnitt

Ousmane Doumbias gelungener Abend

Im Vergleich zum Heimspiel gegen Sion kam der FCZ gegen einen noch massierteren Gegner häufiger über die Seiten und profitierte dabei von der Rückkehr der Aussenläufer Guerrero und Boranijasevic in die Startformation. MVP ist zum ersten Mal in dieser Saison Ousmane Doumbia, dem von der 1. Minute an eine offensiv wie defensiv starke Partie gelang. Blerim Dzemaili (erstmals in der Startformation diese Saison) hatte hingegen nach seiner sehr guten Halbzeit gegen Sion wieder einen Rückschritt zu verzeichnen. Lag es unter anderem daran, dass er diesmal vorwiegend wieder auf der 8-er Position spielte, statt wie gegen Sion auf der „Sechs“? Insgesamt ist der Notenschnitt der Mannschaft (6,0) identisch mit demjenigen des Sion-Spiels.

Telegramm

FC Zürich – FC Lugano 1:0 (1:0)
Tore: 77. Ceesay (Marchesano) 1:0.
FCZ – Brecher; Omeragic (90. Kamberi), Kryeziu Aliti; Boranijasevic, Doumbia, Guerrero; Dzemaili (64. Gnonto), Krasniqi (64. Coric); Marchesano (83. Hornschuh), Ceesay.
Lugano – Osigwe; Hajrizi (81. Luis Phelipe), Daprelà, Ziegler, Facchinetti (81. Yuri); Custodio (81. Mahmoud); Sabbatini, Lovric; Lavanchy, Celar (64. Amoura), Abubakar (76. Lungoyi).

8 Tore zum 125 Jahr-Jubiläum – die Feierlichkeiten gingen nahtlos in das Spiel über und das Spiel nahtlos in Feierlichkeiten. Glückstage laufen so. Sowohl in der 1. wie auch in der 2. Halbzeit traf Assan Ceesay jeweils nach exakt 150 Sekunden zur Führung. Und Antonio Marchesano gelang in der 75. Minute das 1’000-ste FCZ-Tor der Super League-Geschichte. Der FC Zürich ist der dritte Verein, der diese Marke erreicht.

Lücken im FCZ-Gegenpressing lassen Sion im zweiten Viertel ins Spiel kommen

Gegen Sion zum Jubiläum startet der FC Zürich gut und hat die Partie im ersten Viertel unter Kontrolle. In der 24. Minute lässt man Sion ein erstes und danach gleich noch ein zweites Mal kontern. Moritz Leitner wich nach einem Krasniqi-Kopfballablenker zum Gegner in seiner typischen Art zurück, anstatt den Ballführenden anzugreifen.

Seitenwechsel als Erfolgsrezept

Obwohl durch schnelle Konter zurück ins Spiel gefunden, erzielt der FC Sion seine beiden Tore mit Hilfe von Seitenwechseln und nutzte dabei Lücken, die durch die Verschiebebewegung im gegnerischen Defensivverbund entstehen. Dies erinnerte stark an den Februar, wo die Walliser unter Weltmeister Fabio Grosso als Coach durch Luca Clemenza ebenfalls so im Letzigrund ihr Tor erzielten: “Grgic, Brecher und Domgjoni retten matten Zürchern einen Punkt“. Der FCZ kam zu seinem 1:0-Führungstreffer durch Assan Ceesay in der 3. Minute nach Vorarbeit von Bledian Krasniqi und Fidan Aliti allerdings ebenfalls auf die genau gleiche Art und Weise.

Moritz Leitner ungenügend

Sion ging nach dem 1:1-Ausgleich durch Filip Stojilkovic (trifft bei seinem zweiten Auftritt im Letzigrund gegen seinen Stammklub schon wieder) mit einem Chancenplus im zweiten Spielviertel und einem besseren Gefühl in die Kabine. André Breitenreiter reagierte und nahm den zu “pomadig“ auftretenden Moritz Leitner raus – und ebenso Fabian Rohner. Da half auch nicht mehr. dass die beiden kurz vor der Pause noch in einer hervorragenden Aktion nach einem Einwurf die beste Zürcher Chance von Bledian Krasniqi vorbereitet hatten.

Fabian Rohner aus dem Tritt geraten

Der 23-jährige Rohner hatte im Sommer auf den verschiedensten Positionen eingesetzt sehr gute Testpartien absolviert, ist aber mittlerweile aus dem Tritt geraten. Für die Stammformation reicht es zur Zeit nicht und bei seinen (Teil-)Einsätzen kann er sich nicht nachhaltig empfehlen. Die Entschlossenheit scheint ihm sowohl offensiv wie auch defensiv etwas abzugehen und er wird von den Mitspielern auch wenig gesucht und ins Spiel gebracht. Gar völlig neben den Schuhen stand Wilfried Gnonto. Der junge Italiener schien mit dem Kopf nicht ganz bei der Sache zu sein und hatte an diesem Tag gar kein Auge für seine Mitspieler.

Taktische Umstellung bringt Wende zugunsten des FCZ

Vor allem aber nahm der FCZ auf die 2. Halbzeit hin eine taktische Umstellung von einem 3-3-2-2 (zuletzt liess Breitenreiter sein 3-4-1-2 vermehrt mit nur einem 6-er auflaufen) auf ein 4-1-2-1-2, also ein 4-4-2 mit Rhombus, vor. Auch dies ist wie Breitenreiters bisherige Lieblingsformationen beim FCZ grundsätzlich ein System mit Fokus aufs Zentrum. Entscheidend aber: in der defensiven Phase standen die beiden 8-er Doumbia und Gnonto breit. Sion, das sich vom zweiten Viertel der Partie gewohnt war, mit Doppelpässen und Seitenwechseln erfolgreich auf den Seiten durchzukommen, wurde angesichts der neuen Situation etwas auf dem falschen Fuss erwischt. Der FCZ nutzte dies zum schnellen 2:1-Führungstreffer.

Balleroberer Doumbia nach der Pause auf der richtigen Position eingesetzt

Wichtig dabei auch die Personalwahl, Ousmane Doumbia auf die 8-er Position auf der rechten Seite zu stellen, denn Sion konnte sich zuvor mit dem spielfreudigen Cipriano und Itaitinga speziell auf ihrer linken Seite immer wieder durchsetzen. Balleroberer Doumbia sollte generell immer auf derjenigen Position spielen, wo der Gegner vorzugsweise sein Spiel aufbaut. Das könnte auch mal auf der “10“ sein, oder (warum nicht?) gegen einen seitlichen Spielmacher wie aktuell wieder Stevanovic oder letzte Saison Clichy von Servette ganz auf der Seite als Aussenverteidiger oder Flügel. Was Doumbia ganz und gar nicht ist: ein „Stratege“ auf der “6“, der defensiv positionssicher agiert und mit präzisen langen Bällen das Spiel lanciert.

Zuletzt gute Entwicklung bei Blerim Dzemaili

So eine Beschreibung trifft viel eher auf Blerim Dzemaili zu – auf einen fitten Blerim Dzemaili wohlgemerkt. Bei seinen Einsätzen letzte Saison war Dzemaili weit vom Super League-Niveau entfernt gewesen. In Züri Live-Analysen wurden auch schon starke Zweifel geäussert, ob er dieses Niveau überhaupt nochmal erreichen kann. Nach seinen (Teil-)Einsätzen zuletzt lässt sich sagen: es ist nicht mehr auszuschliessen, dass Dzemaili doch noch einmal für ein paar Wochen oder Monate dem FCZ wirklich helfen könnte. Die Entwicklung zuletzt ist gut. Neben der taktischen Umstellung war die Hereinnahme des Zürchers ein weiterer Faktor für den Umschwung gegen Sion nach der Pause. Bei der Balleroberung vor dem 2:1 beispielsweise machte er einen wichtigen Laufweg, welcher Serey Dié eine Anspielstation wegnahm und somit Boranijasevic und Doumbia die Balleroberung wesentlich erleichterte.

Ceesay, Dzemaili & Co. physisch verbessert

Die 6-er Position scheint in dieser Phase von Dzemailis Karriere auch wieder besser auf ihn zugeschnitten zu sein – was auch in dieser Hinsicht eine Rückkehr zu den Wurzeln wäre, nachdem er auf dem Höhepunkt seiner Karriere tendenziell eher auf der 8er- und teilweise sogar 10er-Positon gespielt hatte. Was ersichtlich ist: auch schon nur ein 45 Minuten-Einsatz in Super League-Intensität bringt Dzemaili aktuell physisch an seine Grenzen. Ein Blick in sein Gesicht spricht Bände. Aber zumindest ist er im Gegensatz zu letzter Saison mittlerweile in der Lage, 45 oder 60 Minuten das Tempo mitzugehen und die entscheidenden Sprints zu machen. Vielleicht bald auch noch mehr? Eine verbesserte physische Verfassung scheint ganz allgemein ein wichtiger Faktor für den guten Saisonstart des FCZ zu sein. Speziell in Bezug auf den lange Zeit äusserst fragilen Assan Ceesay. Dessen sichtlich verbesserte Körperbalance und -stabilität setzt sich nahtlos um in mehr Zweikampfgewinne, aber auch deutlich mehr Präzision am Ball.

Zweiter taktischer Wechsel nach dem 2:2

Im Gegensatz zum 1:1 fiel der 2:2-Ausgleichstreffer Sions nach der Pause entgegen dem Spielverlauf. Der FCZ war ab der 46. Minute einfach besser und liess sich auch durch diesen temporären Rückschlag in der Spielweise auf der Resultattafel nicht beirren. Allerdings wechselte Trainer Breitenreiter nach dem 2:2 erneut die taktische Formation – zurück auf das lange Zeit übliche 3-4-1-2 mit zwei 6-ern. In dieser Aufstellung gelangen dann gegen zunehmend nachlassende Walliser durch gute Spieleröffnungen Mirlind Kryezius durch die Mitte die entscheidenden Treffer zum 3:2 und 4:2.

Telegramm

FC Zürich – FC Sion 6:2 (1:1)
Tore: 3. Ceesay (Krasniqi) 1:0, 33. Stojilkovic (Cipriano) 1:1; 48. Ceesay (Marchesano) 2:1, 63. Serey Dié (Stojilkovic / Eigentor Aliti) 2:2, 72. Ceesay (Marchesano) 3:2, 75. Marchesano (Ceesay) 4:2, 87. Gogia (Doumbia) 5:2, 90. Ceesay (Coric) 6:2.
FCZ – Brecher; Omeragic, Kryeziu Aliti; Rohner (46. Boranijasevic), Doumbia, Gnonto (69. Gogia); Leitner (46. Dzemaili), Krasniqi (69. Coric); Ceesay, Marchesano (86. Hornschuh).
Sion – Fayulu; Wesley, Saintini, Schmied, Cipriano; Serey Dié (77. Vagner); Cavaré (72. Tosetti), Keita, Zuffi, Itaitinga (63. Bua); Stojilkovic (72. Karlen).

Post Scriptum

Die erste Mannschaft, welche die Marke von 1’000 Treffern erreicht hatte, war vor mehr als fünf Jahren der FC Basel gewesen. Der Isländer Birkir Bjarnason traf dabei im April 2016 nach 0:2-Rückstand (Tore: Kerzhakov, Bua) für die Rotblauen zum 2:2-Ausgleich gegen den FCZ. Nachdem man nach einer schlechten Vorrunde mit Neuverpflichtung Leonardo Sanchez gut in die Rückrunde gestartet war, gab es nach diesem verpassten Auswärtssieg im St. Jakob Park beim FCZ einen Bruch (gerade mal ein Punkt aus den folgenden sieben Spielen), auch weil Sanchez nach einem harten Einsteigen von Cédric Itten in der Folge für den Rest der Saison angeschlagen war. Zwei Jahre später hätte YB ebenfalls zu Haue im April gegen den FCZ mit zwei Toren die 1’000-er Marke knacken können, aber es resultierte “nur“ ein 1:0-Sieg (Tor: Sanogo). Das tausendste Tor wurde ein paar Tage später in Thun durch Jean-Pierre Nsamé nachgeholt und zwei Wochen danach feierte Bern gegen den FC Luzern den ersten Meistertitel seit mehr als drei Jahrzehnten. Bis zum nächsten Klub, der die 1’000-er Marke erreicht, wird es wieder ein paar Jahre dauern. GC, St. Gallen oder Luzern in dieser Reihenfolge sind dafür die heissesten Kandidaten.

Antonio Marchesano ist in Basel erneut auswärts der beste Spieler des FCZ in einer Partie, in welcher sein Team hoch stand und erstmals in dieser Saison an der Abschlusseffizienz scheiterte. 18 Torchancen wurden nicht genutzt – so viele wie noch nie in dieser Saison, inklusive Cup-Spiel in Solothurn. Trotz positiver Bilanz an „Erwarteten Toren“ im St. Jakob Park resultierte eine 1:3-Niederlage. Ein weiterer Indikator: 121 Züri Live-Offensivpunkte sind ein bisheriger Saisonrekord – gleichzeitig aber auch die 117 Negativpunkte.

Speziell von der 53. bis in die 70. Minute war der Stadtclub beim Stand von 0:1 am Drücker und hatte rund um die 60. Minute herum mehrere gute Torchancen im Minutentakt. Die Phase wurde abgeschlossen durch einen Pfostenschuss aus kurzer Distanz von Adrian Guerrero. Danach kam ein Bruch ins Zürcher Spiel. Ousmane Doumbia, Moritz Leitner und der eingewechselte Blerim Dzemaili hatten das Zentrum nicht mehr im Griff, woraus das 0:2 resultierte. Basels Linksverteidiger Tavares lenkte einen wohl nebens Gehäuse gezielten Abschluss von Jungnationalspieler Dan Ndoye unfreiwillig entscheidend ins Zürcher Netz ab. Wie schon in der Auswärtspartie bei YB waren die grössten und entscheidenden Mankos des FCZ im Mittelfeldzentrum zu suchen.

FCZ wächst schnell wie eine Bambuspflanze

Die 3-4-1-2 Formation bleibt die Konstante der FCZ-Taktik, aber die Spielweise ändert sich von Spieltag zu Spieltag stark. Zu Beginn der Saison noch die am tiefsten stehende und am stärksten auf Konter ausgerichtete Mannschaft der Liga, steht man nun schrittweise immer höher und übernimmt das Spieldiktat. Wie einer Bambuspflanze kann man dem FC Zürich von Woche zu Woche beim Wachsen live zusehen. Dabei gelingt natürlich nicht alles. So erzielte Basel in der 34. Minute das wichtige erste Tor der Partie gerade weil der FCZ so hoch stand und dazu der sich immer wieder auf die Seiten sowie zwischen die Linien davonstehlende Zielspieler Cabral Heinz Lindners hohen Ball per Kopf hervorragend in die Tiefe weiterleitete. Aliti kam etwas zu spät ins Luftduell und Guerrero lenkte den Ball wenig vorteilhaft für seine Farben ab. Zehn Minuten davor hatte Cabral bereits einmal zwischen den Zürcher Linien einen Hohen Ball von Lindner gut in die Tiefe gelenkt. In dieser Szene war Omeragic zu spät ins Luftduell gekommen, aber Mirlind Kryeziu konnte die Situation ausbügeln.

Grosse Leistungsdiskrepanz

Insgesamt herrschte im Zürcher Team wiederum eine grosse Leistungsdiskrepanz. Auf der einen Seite liessen Mirlind Kryeziu genauso wie Antonio Marchesano kaum Wünsche offen, während sich auf der anderen Moritz Leitner defensiv erneut sehr durchlässig entpuppte, sich in vielen Szenen regelrecht versteckte, notwendigen Zweikämpfen aus dem Weg ging und selbst bei gegnerischen Standardsituationen häufig nicht aufmerksam war. Nach vorne hatte der Bayer auch einzelne gute Aktionen dabei, aber auch zu “schlampige“ Zuspiele und unnötiges Verschleppen von Angriffen.

FCZ bei Standards in der Luft noch zu wenig gefährlich

Bei eigenen Standards kommt der FCZ in der Luft in den letzten Spielen zu selten zum Abschluss direkt aufs Tor. Auch dem grossgewachsenen Mirlind Kryeziu fehlt in der Regel das ideale Timing dafür. Vor dem Gegenstoss zum 1:3 durch Cabral (hatte den Ball selbst aus dem eigenen Strafraum befreit und netzte nach einem 80 Meter-Sprint ein) wurde Kryeziu zudem neutralisiert, da immer er von Guerrero gesucht wurde und deshalb der eingewechselte Burger Kryezius Manndecker Cömert zu Hilfe kam. Die offensive Stärke Mirlind Kryezius liegt immer noch in erster Linie im Spielaufbau.

Telegramm

FC Basel – FC Zürich 3:1 (1:0)
Tore: 34. Millar (Ndoye) 1:0; 73. Tavares (Ndoye) 2:0, 79. Marchesano (Penalty, Guerrero) 2:1, 82 Cabral (Fernandes) 3:1.
FCB – Lindner; Lopez (85. Lang), Cömert, Pelmard, Tavares; Frei (64. Burger), Xhaka; Ndoye (74. Fernandes), Males (64. Kasami), Millar (74. Stocker); Cabral.
FCZ – Brecher; Omeragic, Kryeziu Aliti; Boranijasevic (74. Gogia), Doumbia, Leitner, Guerrero; Coric (57. Dzemaili); Marchesano, Ceesay (57. Gnonto).