Rohner und Conceição mit Startelf-Chance / FCZ – Young Boys VORSCHAU

Seit April 2021 hat der FC Zürich zu Hause gegen YB nicht mehr verloren und in dieser Saison bereits zwei Mal gewonnen. Die letzte Begegnung begann mit einem Paukenschlag in Form des Führungstreffers von Ifeanyi Mathew direkt vom Anstoss nach 10 Sekunden. Unabhängig vom Ausgang dieser Partie wird der FCZ gegen den Meisterschaftsfavoriten diese Saison eine positive Bilanz haben. YB könnte mit einem Auswärtssieg in Zürich den entscheidenden Schritt Richtung Meistertitel machen. Der FCZ könnte mit einem historisch einmaligen dritten Saison-Heimsieg gegen die Gelb-Schwarzen den FC Winterthur im Kampf um die Europacup-Plätze überholen.

YB wieder mit Lauper auf der 10er-Position

YB unter dem ehemaligen FCZ-Assistenzcoach Joël Magnin war zuletzt defensiv nicht immer sattelfest. Auf der Zehnerposition (Lakomy) herrscht für den gegnerischen Sechser häufig etwas wenig Gegendruck im Spielaufbau und wenn der Gegner über die Halbpositionen in den Strafraum vordringt, kommt YB in Probleme. Gut funktioniert haben bei den Bernern in der Offensive zuletzt die langen Bälle auf Ganvoula, der diese dann jeweils auf den in die Tiefe startenden Elia abzulegen versucht. Bei den Achtern hat sich der potentielle Nationalspieler Monteiro auch dank seiner Torgefährlichkeit mittlerweile einen Stammplatz erspielt. Mvuka und Males kämpfen um den anderen Platz. Die Aussenverteidiger wechseln sich hingegen weiterhin ab, wobei rechts Blum gegenüber FCZ-Junior Saidy Janko einen leichten Vorteil hat.

Magnin entscheidet sich auf den Aussenverteidigerpositionen letztendlich für Janko und Hadjam. Im Zentralen Mittelfeld beginnt Lakomy wieder auf der Bank, womit Lauper wohl wie auch schon zuletzt in Winterthur auf die 10er-Position vorrückt, welche er aber nicht immer konsequent hält.

Moniz mit Kontinuität oder Veränderungen auf dem Matchblatt?

Die grosse Frage ist: wird der neue Trainer Ricardo Moniz wie an der Pressekonferenz angekündigt nur wenig ändern? Dann könnte das Team wie zuletzt im 3–41-2 auflaufen – und mit dem üblichen Personal.

Denkbar ist aber auch eine Rückkehr zum 4-2-3-1 inklusive der ein oder anderen personellen Überraschung. Gegen Leader Etoile Carouge hat die FCZ U21 gestern im Heerenschürli in der Nachspielzeit noch mit 1:2 verloren. Nevio Di Giusto hatte zwischenzeitlich mit einem schönen Weitschusstor zum 1:1 getroffen. Hodza ( als Zentraler Mittelfeldspieler und Captain) oder Sabobo kamen in dieser Partie ebenfalls von Beginn weg zum Einsatz. Bajrami wurde nach seiner Verletzungspause eingewechselt. Unter den Abwesenden aufgeführt wurden unter anderem Kamoko, Huber, Nils Reichmuth, Tsawa oder Ligue, die man sich alle im Matchkader für das YB-Spiel vorstellen könnte.

Rohner und Conceicão mit Startelfchance, U21-Torschütze Di Giusto auf der Bank

Beim FCZ sieht es nach einem 3-4-1-2 aus, in welchem Rohner und Conceicão für Boranijasevic und Dante eine Chance in der Startformation erhalten. Nevio Di Giusto ist trotz 63 Minuten-Einsatz gestern in der Promotion League genauso auf der Ersatzbank dabei wie Cheveyo Tsawa (neben Vater und Assistenztrainer Dorjee) oder Nils Reichmuth:

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Europacup-Duell / FCZ – St. Gallen VORSCHAU

Der FC St. Gallen ist der grösste Rivale des FCZ für den Rest der Saison. Erstens kämpft man mit den Ostschweizern und dem FC Winterthur um den einen oder die zwei (je nach Cupsieger) Europacup-Plätze hinter YB, Lugano und Servette. Andererseits trifft man sowohl jetzt zum Abschluss der „Regular Season“ als auch in einem Monat zum Abschluss der „Championship Group“ auf das Team von Peter Zeidler. Dieses hat zuletzt zu Hause mit vier Punkten und 7:3 Toren gegen YB und Yverson wieder in die Spur gefunden. Wie beim FCZ waren die Ergebnisse im Jahr 2024 ansonsten bisher bei weitem nicht mehr so gut wie noch im Herbst.

Mit dem wiedererstarkten Victor Ruiz scheint St. Gallen die seit dem Abgang des Spaniers nach Saudi-Arabien klaffende Lücke auf der 10er-Position, die in der Zwischenzeit von niemandem befriedigend geschlossen werden konnte, wieder in guten Händen zu sein. Das Mittelfeld-Quartett mit Quintilla, Görtler und Witzig scheint nun wieder gesetzt zu sein. Allerdings fehlt Witzig gegen den FCZ. In der Abwehr ersetzen Diaby und Okoroji die gesperrten Vallci und Schmidt. Vorne hat Zeidler wie in seinen erfolgreichsten Zeiten die Qual der Wahl.

Der FC Zürich hat in den letzten drei Partien vier Punkte geholt bei insgesamt 1:1 Toren. Er wird vermutlich wie in den letzten Partien wieder im 3-4-1-2 auflaufen, auch weil der Gegner ebenfalls eine Pressing-Mannschaft ist. Jonathan Okita ist aktuell völlig ausser Form und läuft Gefahr, seinen Startplatz an den in Lausanne in der 2. Halbzeit überzeugenden Daniel Afriyie zu verlieren.

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