Die FCZ U18 der Trainer Ludovic Magnin, IMG_3202Jakob Jakob und Davide Taini zeigt im Halbfinal im Nachwuchs-Campus St.Jakob in Basel Grinta, und gewinnt den Halbfinal gegen die Alterskollegen des FCB im Penaltyschiessen mit 4:2. Nach 90 Minuten hatte es 3:3 gestanden, die Verlängerung blieb torlos.

Der Jubel war gross auf dem Platz und auch auf der kleinen Tribüne. Die Family & Friends der FCZ-Jungs waren zahlreich am Start – bei FCZ-Treffern wurde jeweils lauter gejubelt, als bei FCB-Toren. Auch auf dem Platz machte der FCZ das Spiel, und war die bessere Mannschaft, hatte ein ChanceIMG_3211nplus und am Ende 7:1 Eckbälle zu verzeichnen. Der FCB verliess sich mehrheitlich aufs Kontern. Nach einer FCZ-Druckphase in den ersten 20 Minuten kam aber der FCB durch einen direkt verwandelten Freistoss in der 21.Minute zur 1:0-Führung.

Arbenit Xhemaili konnte per Kopf in der 26.Minute ausgleichen, aber nur zwei Minuten später stellte der FCB mit einem umstrittenen Treffer und der ersten Torchance des Heimteams aus dem Spiel heraus zum 2:1. Bei diesem Resultat blieb es bis in die hitzige Schlussphase. Schon ab der 75.Minute zeigten sich bei den bis dahin powernden Zürchern MüdigkeitseIMG_3227rscheinungen. Diese fehlende Spritzigkeit nutzte der FCB bei einem weiteren Konter und öffnenden Pass rechts hinter die Abwehr zum vermeintlich vorentscheidenden 3:1 in der 83.Minute. Mit einer grandiosen Willensleistung konnte der FCZ dank zwei weiteren Kopfbällen von Dimitri Volkart nach Freistössen Izer Alius in den darauffolgenden fünf Minuten zum 3:3 ausgleichen. Mit einem Tempovorstoss über die rechte Seite von Fabian Rohner war davor die Aufholjagd eingeläutet worden. Am Ende liessen die Zürcher den Ball im Mittelfeld zirkulieren, der FCB zog sich gleichzeitig in die eigene Hälfte zurück und griff nicht mehr ein.

Machte der FCB schon während der 90 Minuten wenig fürs Spiel, so beteiligte er sich IMG_3237zu Beginn der Verlängerung überhaupt nicht mehr daran. Der FCZ wiederum liess den Ball geduldig zirkulieren, auf der Suche nach der entscheidenden Lücke. Erst als es für den eingewechselten Lavdim Zumberi nicht mehr weiter ging und später Jordan Puglia nach einem Disput mit einem Gegenspieler mit Gelb-Rot vom Platz musste, übernahm der FCB erstmals in dieser Partie das Szepter und versuchte in doppelter Überzahl mit Distanzschüssen zum Erfolg zu kommen. Im notgedrungenen «4-3-1»-System des FCZ konnte dank Laufstärke derjenigen, die noch Laufen konnten, und letztem Einsatz aller anderen der Gegner genug beschäftigt werden, so dass dieser nicht mehr häufig vor den Strafraum kam.

Der FCZ sah iIMG_3243n der ganzen Partie acht Gelbe Karten, einige davon wegen Reklamierens – und kurz vor dem Ende der Verlängerung wurde auch noch Trainer Ludovic Magnin vom Schiedsrichter des Feldes verwiesen. Dieser hatte sich schon von Beginn weg am aktiven und lautstarken Coaching-Stil des Waadtländers gestört gehabt. Im Penaltyschiessen konnte dann Torhüter Bojan Milosavljevic zwei von vier gegnerischen Elfmeter halten, während beim FCZ alle vier Schützen trafen.

Im Final um die U18-Meisterschaft kommt es am Samstag 18.Juni zum Derby gegen GC (2:1-Halbfinalsieg gegen YB). Auch die U18 bestätigt einmal mehr den Eindruck: geht es in die entscheidenden K.O.-Rundenspiele, ist der FCZ schwer zu bezwingen.

Die Tabelle nach der Frühjahrsrunde findet sich hier: U18 Tabelle

 

FC Sion – FC Zürich 0:3 (0:2)

Tourbillon – 9800 Zuschauer – SR Jaccottet

Tore: 10. Kerzhakov 0:1, 43. Kerzhakov 0:2, 50. Buff 0:3

Sion: Vanins; Rüfli, Vanczak,Zverotic, Pa Modou;  Fernandes, Ndoye (61. Itaperuna), Zeman (70. Karlen); Assifuah, Gekas, Follonier (55. Sierro).

Zürich: Favre; Brunner, Sanchez, Kecojevic; Koch, Kukeli, Yapi (92. Dominguez), Vinicius; Grgic, Buff (81. Chiumiento); Kerzhakov (87. Koné).

Der FCZ trifft im Cup-Halbfinal am 2./3.März auswärts auf den amtierenden Cupsieger FC Sion. Nach den Auswärtserfolgen bei Tavannes/Tramelan, Wohlen, YB und Thun spielt das Team von Sami Hyypiä im Semifinale zum dritten Mal auswärts gegen einen Super League-Vertreter um den Einzug in den Final im Letzigrund!

Der FCZ hat sich 1981 im Cup-Halbfinal im Wiederholungsspiel auf dem Weg zur einzigen Cupfinalniederlage gegen Lausanne zu Hause gegen Sion durchgesetzt. Die anderen drei Cup-Duelle mit den Wallisern gingen gemäss dbfcz.ch alle im Tourbillon verloren. Sion und der FCZ haben beide mit null beziehungsweise nur einer Niederlage in den Cupfinals eine hervorragende Bilanz. In den Halbfinals haben aber beide Teams schon häufig verloren.

Die Rückrunde begann für den FCZ mit drei grandiosen Partien – einem 4:1-Auswärtssieg in St.Gallen und gleich zwei Derbysiegen hintereinander in Meisterschaft und Cup – dazwischen zwei harzige Heimspiele gegen Thun (0:1) und Aarau (0:0). Unter dem Strich eine gute Bilanz. Seither folgten aber 12 Partien mit nur einem Sieg, drei Unentschieden und acht Niederlagen.

Zuzuschreiben ist diese Serie einerseits an Fehlern im Spiel ohne Ball verschiedenster Spieler und Mannschaftsteile, andererseits an der Torimpotenz von gleich mehreren Offensivspielern, zudem an Verletzungen von mehreren Schlüsselspielern und last but not least an einer unglaublichen Serie an folgenschweren Fehlentscheiden der Unparteiischen zuungunsten des FCZ.

Von den 12 Partien seit dem 8.März wurde der FCZ in 7 (!) Begegnungen spielentscheidend benachteiligt. In 6 Partien gab es irreguläre Gegentore, welche Punkte kosteten, und im Heimspiel gegen Sion wurden gleich mindestens zwei klare Handelfmeter nicht gepfiffen. Diese Auflistung enthält nur die wirklich eindeutigen Fälle. Der Penalty für YB nach dem Gerangel zwischen Steffen und Elvedi bleibt beispielsweise ausgeklammert. Es gibt zwar viele Schiedsrichter, welche diesen nicht gepfiffen hätten, aber als falsch kann man diese Entscheidung von Sandro Schärer im Gegensatz zu allen hier aufgeführten Fällen nicht bezeichnen. Die Entscheidung ist vergleichbar mit dem zweiten Penalty für den FCZ in Sion, wo Vanins den Lauf von Etoundi im Strafraum bremst: hart, aber vertretbar. Klare Fehlentscheidungen zugunsten des FCZ hat es in dieser Zeitperiode hingegen keine gegeben.

Alleine die irregulären Gegentreffer haben den FCZ in den letzten zwei Monaten sieben Punkte und eine mögliche Titelverteidigung im Cup gekostet. Dazu kommen fünf weitere Punkte für die nicht gepfiffenen klaren Penalties, falls diese verwertet worden wären. Der FCZ hätte auch ohne diese Punkte nicht um den Meistertitel spielen können, wäre aber besser klassiert und sogar immer noch in den Kampf um Platz zwei involviert, und könnte zudem möglicherweise im Cupfinal stehen. Und dies trotz gewichtigen verletzungsbedingten Absenzen. Dies wäre auch verdient, denn bezüglich Anzahl Torchancen, Abschlüssen, Eckbällen, Ballbesitz und weiteren statistischen Indikatoren ist der FCZ in dieser Saison auf gleicher Höhe oder zum Teil sogar vor Teams wie YB anzutreffen.

Es beginnt am 8.März in Vaduz: Manuel Sutter schiesst in der 87.Minute den 2:2-Ausgleich, nachdem er sich den Ball mit der rechten Hand selbst vorgelegt hatte.

sutter vaduz hands tor

Gegen den FC Sion reklamieren gleich vier Mal Zürcher Spieler im gegnerischen Strafraum heftig ein Handspiel eines Sitteners. Zwei dieser Fälle waren für Züri Live sowohl live wie auch auf den TV-Bildern klar als Handspiele ersichtlich (Salatic, Pa Modou Jagne). Der FCZ dominierte diese Partie und ein 2:1-Sieg statt einer 0:1-Niederlage wäre auch vom Spielverlauf her verdient gewesen.

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Auch gegen Luzern werden gleich zwei entscheidende Szenen zuungunsten des FCZ gepfiffen. Schiedsrichter Hameter aus Österreich hat ideale Sicht auf das Hands von Puljic im Luzerner Strafraum, pfeift es aber trotzdem nicht.

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Zudem greift der beim Kopfballtor von Puljic im Offside stehende Schneuwly ins Spielgeschehen ein. Das Tor ist irregulär. Auch dieses Heimspiel endet mit einer 0:1-Niederlage statt einem möglichen 1:0-Sieg.

puljic luzern offside tor

Im Cup-Halbfinal hat der FC Sion im Letzigrund in der Startviertelstunde eine Sturm- und Drangphase, danach spielt aber praktisch nur noch der FCZ. Das Gegentor kurz nach der Pause durch Konaté kommt praktisch aus dem Nichts. Philippe Koch steht gut zum Ball und steigt hoch, um diesen aus dem Strafraum zu befreien – eine Routineangelegenheit. Er wird dabei aber in der Luft vom am Boden stehenden Salatic gezielt zur Seite gestossen – Salatic geht dabei nur auf den Mann: ein klares Stürmerfoul. So prallt der Ball plötzlich Konaté vor die Füsse, welcher aus der Drehung trifft.

salatic sion stuermerfoul 1

salatic sion stuermerfoul 2

Der FC Zürich liegt gegen St.Gallen verdient mit 1:0 in Führung, als sich Cavusevic Salatic zum Vorbild nimmt. Nef will einen hohen Ball an der Strafraumgrenze per Kopf klären, Cavusevic stösst ihn aber um, und geht dabei nur auf den Mann – auch dies ein klares Stürmerfoul. Der Ball prallt so Karanovic vor die Füsse, welcher seinen unplatzierten Schuss vom nun am Boden liegenden Nef für Torhüter Brecher unhaltbar abgefälscht sieht.

cavusevic sg stuermerfoul 1

cavusevic sg stuermerfoul 2

Marek Suchy erzielt für den FC Basel in der 94.Minute das 2:1-Siegestor im Letzigrund, bei welchem er sowohl Offside steht, wie auch die Hand zu Hilfe nimmt, um den Ball unter Kontrolle zu bringen.

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Fulvio Sulmoni erzielt für Thun gegen den FCZ beim 2:2 in der Stockhorn Arena einen weiteren Offsidetreffer. Ein Sieg hätte dem FCZ sehr gut getan.

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Welche Schiedsrichter waren für diese Partien verantwortlich?

2x Alain Bieri (Sion Meisterschaft + Basel), 2x Stéphane Studer (Vaduz + Sion Cup), 1x Markus Hameter (Luzern), 1x Sébastien Pache (St.Gallen), 1x Pascal Erlachner (Thun)

(Bilder aus SRF, Teleclub, SFL) 

Der FCZ startet in den ersten 10 Minuten schlecht in die Partie, kann sich danach steigern. Um sich die Cupfinal-Qualifikation wirklich zu verdienen, gelingt der Mannschaft aber zu wenig. Die Torflaute kann erneut nicht bezwungen werden. Dazu kommt obendrein auch noch eine Verlängerung der Serie mit unglücklichen Schiedsrichterentscheiden aus Sicht des FCZ: das Tor Konatés war irregulär – Salatic hinderte Philippe Koch im entscheidenden Moment regelwidrig am Wegköpfen des Balles.

FC Zürich – FC Sion 0:1 (0:0)

Letzigrund – 6883 Zuschauer – SR Studer

Tor: 48. Konaté 0:1

Zürich: Brecher; Nef, Kecojevic, Djimsiti; Philippe Koch (77. Rodriguez), Chiumiento, Cédric Brunner (85. Kleiber), Schneuwly, Kajevic; Etoundi, Gavranovic (70. Chermiti)

Sion: Vanins; Zverotic, Lacroix, Ndoye, Ziegler; Fernandes (74. Herea), Kouassi, Salatic; Follonier (82. Rüfli), Konaté (94. Assifuah), Carlitos.

 

 

Zum dritten Mal hintereinander steht der FCZ mit Trainer Urs Meier im Cup-Halbfinal. Nach der Niederlage nach Verlängerung gegen GC und dem Sieg nach Penaltyschiessen gegen Thun, verspricht auch das Duell mit dem 12-fachen Cupsieger Sion ein heisses und enges Duell zu werden. Mehr als 1’000 Fans werden die Walliser in den Letzigrund begleiten. Das Meisterschaftsduell vor drei Wochen hatte Sion, welches in der Rückrundentabelle der Super League auch nach der 0:5-Heimklatsche gegen GC am Karfreitag nach YB und dem FCB an dritter Stelle liegt.

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Franck Etoundi könnte wieder in die Startformation zurückkehren und mit Mario Gavranovic das Sturmduo bilden. Schneuwly ins Zentrum und Kajevic auf die linke Seite zu stellen, hat sich gegen Luzern bewährt. Allenfalls bekommt Cédric Brunner für den angeschlagenen Burim Kukeli eine Chance, aber auch Nico Elvedi wäre wieder verfügbar.

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Xavier Kouassi ist nach der Gelb-Roten Karte gegen GC im Gegensatz zu Yassine Chikhaoui (direkt Rot in Bern) nicht gesperrt. Die Innenverteidigung der Walliser mit den jungen Lacroix und Ndoye ist nicht immer sattelfest, seit Routinier Vilmos Vanczak nach seinem Zusammenprall mit Chikhaoui im Meisterschaftsspiel vor drei Wochen angeschlagen fehlt. Der gegen GC in der ersten Halbzeit entnervt wirkende Toptorjäger Moussa Konaté wurde zur Pause schonungshalber ausgwechselt – auch um einen Platzverweis zu verhindern.

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Armando Sadiku hat auf dem Weg zum Letzigrund die Bälle dabei. Im Vorschau-Interview zum grossen Match äussert sich Züri Live-Experte Toni Gassmann über sein Gefühl vor dem Spiel, die Taktik von Sion, das Début von Yanick Brecher und welches seiner Meinung nach die grösste Offensivhoffnung für die FCZ-Fans nach den letzten torarmen Spiele ist.

 

 

 

Cédric Brunner kam am Samstag gegen Luzern für den angeschlagenen Burim Kukeli in die Partie, welcher auch für den Cup-Halbfinal gegen den FC Sion fraglich ist. Züri Live befragte Brunner im Vorfeld des Duells zweier Cup-Teams über seine Erwartungen fürs Spiel (wie schon letztes Jahr gegen Thun wieder eine sehr enge Kiste?), seinen Einsatz gegen Luzern, und warum er zur Zeit in der Promotion League als zentraler Verteidiger aufläuft.

Yanick Brecher äussert sich nach dem Match gegen Luzern über sein erstes Spiel als nominelle Nummer 1 des FCZ, die Umstände seiner Rückkehr, und den anstehenden Cup-Halbfinal gegen den FC Sion:

Züri Live war etwas mehr als 10 Tage davor noch beim Challenge League-Spiel Wil – Servette (0:0)  mit der neuen FCZ-Nummer 18 Yannick Brecher über seine Fortschritte gesprochen. Dass er nur  wenig später mit dem FCZ-Trikot gegen Luzern im Letzigrund auflaufen wird, war zu diesem Zeitpunkt noch nicht vorstellbar.