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Nach der Auswärtspartie in Villarreal kommt es zu einer Premiere: erstmals in der Saison 2016/2017 vergibt Züri Live die Bestnote „10“. Aus einer starken Mannschaftsleistung im Madrigal sticht Burim Kukeli noch heraus. Der Oltner beherrscht das Mittelfeld über weite Strecken der Partie, sieht die Spielzüge des Gegners voraus, und ist fast immer als „Igel“ schon da, wenn der „Fuchs“ irgendwo auftaucht. Kukeli bringt bezüglich Mentalität seine internationale Erfahrung ein, und spielt starke Pässe in die Tiefe.

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Bei UEFA-Spielen wird den Journalisten (und dem jeweiligen Gegner) vor der Partie jeweils nicht nur ein simples Matchblatt mit der Startelf und den Ersatzspielern ausgehändigt – die Startaufstellung wird jeweils zusätzlich in der taktischen Formation dargestellt. Höchst selten gibt es kurz vor Anpfiff noch eine Änderung in der Startelf – nämlich nur dann, wenn sich ein Spieler beim Einlaufen verletzt. Die taktische Darstellung ist hingegen immer wieder mal falsch – sei es wegen Kommunikationsproblemen oder aus Absicht, um den Gegner über die eigenen Pläne im Dunkeln zu lassen.  Welche der beiden Varianten es diesmal bei der Partie Villarreal – FCZ war, lassen wir mal offen. Die Aufstellung der Zürcher wurde im 4-4-1-1 angegeben, mit Bangura als rechtem und Brunner als linkem Aussenverteidiger, Voser am rechten Flügel und Roberto Rodriguez als hängende Spitze. Das Photo des entsprechenden Aufstellungsblattes wurde vor der Partie unter anderem von Züri Live auf Twitter verbreitet, und einige Medien reportierten die Aufstellung selbst nach der Partie noch so.

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Tatsächlich spielte der FCZ aber hinten mit einer Fünferkette, Brunner wie üblich auf rechts und Voser auf links in der Rolle als Aussenläufer, womit Winter rechts und Rodriguez links ein wenig einrückten, um diesen beiden Platz zu machen. Im Offensivzentrum agierte alleine Sadiku. Die Aufstellung entsprach damit beinahe exakt einer der beiden von „Züri Live“ in der Matchvorschau prognostizierten Varianten – mit der etwas defensiveren Variante Sarr statt Buff neben Kukeli im Mittelfeldzentrum.

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Erst gegen Ende der Partie agierte das Team von Trainer Uli Forte dann in einem risikoreich ausgerichteten 4-3-3 mit immer noch offensiven Aussenverteidigern, dem Dreiermittelfeld Yapi-Kukeli-Schönbächler und dem physisch starken Dreimannsturm Sadiku-Nef-Cavusevic. MVP beim FCZ war in dieser Partie Burim Kukeli mit seinem selbstbewussten Auftreten, den vielen starken Pässen in die Spitze und dem untrügerischen Antizipationsgefühl war der Solothurner der Spieler, welcher das Mittelfeld beherrschte. Der FCZ profitiert zudem immer mehr vom  unter anderem in der Albanischen Nationalmannschaft entwickelten Spielverständnis Kukelis mit Sadiku.

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Nach dem starken Auftritt im Madrigal äussern sich Ancillo Canepa („Eine der besten Niederlagen der letzten 10 Jahre“), Gilles Yapi („In der Schweiz wollen wir jedes Spiel gewinnen“), Marco Schönbächler („Wir müssen uns rasch umstellen, Bellinzona wird ein ganz anderes Spiel“), Adrian Winter („Am Schluss hatten wir sogar mehr Power, als Villarreal“) und Uli Forte („Wenn wir weiterhin solche Leistungen bringen, werden wir am Ende auch belohnt“) gegenüber Züri Live.