FCZ empfängt einen FC Le Mont im Aufwind

Der F1610-fcz-le-mont-moegliche-aufstellung-fczCZ strebt im sechsten Challenge League-Heimspiel der Saison den sechsten Heimsieg an. Bisher musste Torhüter Andris Vanins im Ligaheimspielen noch kein Gegentor hinnehmen. Trainer Uli Forte nimmt bei der Aufstellung keine Rücksicht auf das Europa League-Spiel nächste Woche im Nationalstadion von Bukarest. Es wird von Spiel zu Spiel gedacht, und gegen Le Mont wird die bestmögliche Formation auflaufen – unter Berücksichtigung der körperlichen Verfassung, Form und Taktik natürlich.

Die Erkenntnis für Forte aus dem Sieg in Wohlen ist, dass auf alle Spieler im Kader Verlass ist. Akteure wie Antonio Marchesano oder Umaru Bangura konnten sich auf der Niedermatten gut einbringen. Zwischenzeitlich wurde in St.Margrethen gegen Wacker Innsbruck getestet (2:0, Torschützen: Buff, Koné), wobei alle mitgereisten Kaderspieler ausser Kay Voser zum Einsatz kamen. Armando Sadiku hat sich einer kleinen Operation am Knie unterzogen, sollte aber im Verlauf des Novembers wieder zurückkehren können. Burim Kukeli hat sich im WM-Qualifikationsspiel in Vaduz gegen Liechtenstein verletzt und ist für Le Mont fraglich.

Der FC Le Mont hat zuletzt gegen das Spitzenteam Xamax (1:0) und Chiasso (0:0) vier Punkte erzielt 1610-fcz-le-mont-moegliche-aufstellung-le-montund kein Gegentor erhalten. Verantwortlich für diesen kleinen Lauf scheint unter anderem die Systemumstellung auf eine Dreierabwehr zu sein. Wie schon beim ersten Aufeinandertreffen mit dem FCZ in Baulmes, könnte Trainer John Dragani personell etwas defensiver aufstellen, als zuletzt, wo die drei nominellen Stoss-Stürmer Bengondo, Savic und Pimenta zusammen in der Startaufstellung standen. Der zuletzt verletzte schnelle Ridge Mobulu könnte wieder ins Team zurückkehren.

Der vom FCZ ausgeliehene Artjom Simonyan würde als einer von zwei zurückhängenden Spitzen sehr gut ins neue System passen, wird aber wohl nach seiner Nationalteam-Abwesenheit noch nicht von Beginn weg zum Zuge kommen. Am Dienstagabend hat der Armenische Russe in Eriwan als Captain der U21-Nati gegen Wales ein Tor erzielt (1:3-Niederlage), nachdem er mit seinem Team vier Tage davor in Esch (Luxemburg) bereits mit 0:1 verloren hatte.

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10.August 2016: der FCZ gewinnt in Baulmes gegen Le Mont mit 2:0

Alles läuft über Marchesano: Wohlen – FCZ 0:5 Stats, Performance, Spielinfos und Analysen

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Der bisher vor allem im Cup forcierte Antonio Marchesano steht in der Meisterschaft zum ersten Mal in der Startformation und wird gleich Züri Live-MVP. An drei der fünf Tore ist der Tessiner beteiligt, bei zweien mit einem direkten Assist. Noch eindrücklicher ist die Bilanz bei den Torchancen. Marchesano hat bei sage und schreibe 21 von 24 Torchancen seine Füsse im Spiel. 12 von 20 direkten Assist gehen auf das Konto von Marchesano, ein Drittel der FCZ-Torchancen in Wohlen hat er selbst. Dazu schlägt er 11 von 14 Eckbällen. Die Aussage „alles läuft über Marchesano“ ist damit wahrlich nicht übertrieben.

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Neben Marchesano bestätigen Moussa Koné und Ivan Kecojevic ihre starke Form der letzten Wochen, vorwiegend in Bezug auf die Defensivarbeit. Koné hat mit 8.0 zur Zeit den besten Züri Live-Notenschnitt aller FCZ-Akteure. Umaru Bangura erzielt sein erstes Tor im FCZ-Trikot, lässt aber in der 2.Halbzeit mit der ein oder anderen Unaufmerksamkeit unnötig Gefahr aufkommen.

„Klubgenetisch parat“: Bellinzona – FCZ 0:2 Stats, Performance, Spielinfos und Analysen

Der FCZ ist diesmal nach dem Europacup-Spiel in Villarreal in Bellinzona „Klubgenetisch parat“ und erzielt nach einer schönen Kombination erneut nach rund 70 Sekunden das 1:0. Moussa Koné trifft in seinem zweiten Saisoneinsatz wie in Schaffhausen erneut ins Schwarze.

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Antonio Marchesano erhält in seiner Heimatstadt eine Chance in der Startformation und hat durchaus gute Momente, auch wenn er vor dem gegnerischen Tor noch etwas zu zaghaft agiert. Der FCZ agiert vor allem mit Schönbächler viel über die Flügel.

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Stage Dive in der Niedermatten: Wohlen – FCZ 0:5 Highlights

Es wirkte wie nach einer bestandenen Zwischenprüfung. Die Mannschaft hat nur 66 Stunden nach dem Schlusspfiff im Europa League-Spiel gegen Osmanlispor nochmal den Rhythmus über weite Strecken der 93 Minuten hochhalten können, und Wohlen auswärts mit 5:0 besiegt. Die Bilanz nach 10 Runden: auswärts drei Siege und zwei 1:1-Unentschieden gegen die direkten Konkurrenten Wil und Aarau. Das dritte Gegentor wurde beim 3:1-Sieg in Schaffhausen eingefangen. Im Letzigrund hat der FCZ gar eine Weisse Weste mit fünf Siegen und null Gegentoren!

Moussa Koné feierte sein 5:0 mit einem filmreifen Stage Dive in den Fanblock. Wann und wo ist sowas im modernen Fussball überhaupt noch möglich, wenn nicht mit dem FCZ in Wohlen? Nach der Partie wurde der begeisterungsfähige Jungstürmer denn auch von den mitgereisten Fans gefeiert. Als neuer „Prinz“ des Letzigrundes? Bangura war happy über sein erstes Tor für den FCZ und verschenkte sein Leibchen genauso wie auch Cédric Brunner. Und dann wurde auch noch Andris Vanins von den Fans gefordert. Der seriöse und zurückhaltende Lette freute sich sichtlich über den Zuspruch. Nach einem ersten Etappenziel nach 10 Runden und vor der Nationalmannschaftspause von zwei Wochen war es der richtige Moment auch mal innezuhalten und die Zufriedenheit über den guten Saisonstart offen zu zeigen.

Wie schon beim 4:0 im Letzigrund spielte Wohlen zu Beginn mutig nach vorne und hatte in den ersten drei Minuten zwei Torchancen, wo es einen guten Vanins zwischen den Pfosten brauchte. Ein weiterer starker Eckball von Roberto Rodriguez mit dem daraus resultierenden Eigentor des einheimischen Sead Hajrovic lenkte die Partie dann aber trotzdem schon relativ früh in für den Favoriten positive Bahnen. Nef, Buff, Kukeli und Schönbächler wurden geschont, Sadiku war verletzt. Marchesano stand erstmals in der Meisterschaft in der Startformation, spielte durch und steuerte zwei Assists bei. Adrian Winter biss sich über die 93 Minuten durch, hatte mit seiner Massflanke auf Cavusevic beim 3:0 eine der schönsten Szenen der Partie und kämpfte auch noch kurz vor Ende der Partie verbissen an der gegnerischen Eckfahne um den Ball und holte einen Eckball heraus – einen von insgesamt 14. Die Fans reagierten dankbar darauf.

FC Wohlen – FC Zürich 0:5 (0:3)

Stadion Niedermatten – 3120 Zuschauer – SR Dudic

Tore: 9. Rodriguez 0:1, 23. Cavusevic (Marchesano) 0:2, 40. Cavusevic (Winter) 0:3, 61. Bangura (Marchesano) 0:4, 90. Koné (Chiumiento) 0:5

Wohlen: Kiassumbua; Schmid, Loosli, Hajrovic; Castroman; Giampà, Muslin, Minkwitz (46. Foschini), Kamber (77. Pacar); Schultz, Lotti (62. Abegglen).

Zürich: Vanins; Brunner (58. Alesevic), Bangura, Kecojevic, Voser; Winter, Sarr (70. Chiumiento), Yapi, Rodriguez (74. Koné); Marchesano, Cavusevic.

 

Chiumiento spielt und trifft bei torreichem Test

Der FCZ nutzt die Nati-Pause für ein Trainingsspiel auf dem Kunstrasenplatz der Allmend Brunau gegen den Promotion League-Vertreter Rapperswil-Jona. Beim Gegner spielte grundsätzlich die 1.Mannschaft, aber es kamen nicht alle designierten Stammkräfte zum Einsatz. Mit Direktspiel konnte die Rapperswiler Abwehr speziell in der 1.Halbzeit immer wieder aus den Angeln gehoben werden, so dass der abschliessende Spieler meist nur noch einzuschieben brauchte. Zwei Gegentore fielen auf Standards, und das dritte war ein grober Schnitzer von Keeper Baumann, der eine flache Flanke aus sehr spitzem Winkel unter dem Körper ins Tor rutschen liess.

Die eingesetzten Spieler hatten die Spielzeit sehr nötig. Aus den unterschiedlichsten Gründen sind sie alle zur Zeit noch nicht auf dem Niveau der aktuellen Stammelf. In der zweiten Halbzeit fiel unter anderem das Weitschusstor von Kempter aus rund 30 Metern via Lattenunterkante auf. Zudem zeigten die eingewechselten Pagliuca und Salija spielerisch gute Ansätze. Neben Salija kam auch Von Niederhäusern zu seinem ersten Einsatz in der 1.Mannschaft und machte eine ordentliche Partie. Chiumiento konnte bei seinem ersten Einsatz seit langer Zeit wie üblich technisch überzeugen, wirkte aber noch nicht fit genug für die Challenge League.

FCZ – Rapperswil-Jona 7:3 (4:0)

FCZ: Baumann; Von Niederhäusern, Alesevic, Sadrijaj, Kempter; Yapi (69. Salija); Koné, Chiumiento (65. Pagliuca), Marchesano, Schönbächler; Cavusevic.

23. Marchesano 1:0, 27. Chiumiento (Koné) 2:0, 31. Cavusevic (Schönbächler) 3:0, 44. Chiumiento (Marchesano) 4:0; 4:1, 4:2, 53. Cavusevic (Schönbächler) 5:2, 60. Kempter 6:2, 6:3, 72. Koné (Schönbächler) 7:3.

Bemerkungen: Ca. 100 Zuschauer auf der Allmend Brunau, beim Stand von 5:2 verschiesst Koné einen selbst herausgeholten Penalty (der bei Rapperswil-Jona im Tor stehende Fillion pariert), Minutenangaben approximativ.

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Winter-Tor gegen Winterthur: FCZ – Winterthur Stats, Performance, Analysen, Spielinfos

Der ehemalige Red Star-Offensivspieler Adrian Winter gibt bei seinem Pflichtspieldébut für den FCZ wie bereits in den Vorbereitungspartien Vollgas, und hat grossen Anteil am deutlichen Chancenplus gegen Winterthur im Letzigrund. Weitere Pflichtspieldébuts in der 1.Mannschaft des Stadtclubs feiern Vasilije Janjicic, Roberto Rodriguez, Dzengis Cavusevic, Antonio Marchesano, Andris Vanins und Kay Voser.

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Offensiv Zentrum – Cavusevic empfiehlt sich für Startformation

Gleich acht Spieler wurden in der Vorbereitung vorwiegend in der Spitze eingesetzt. Trainer Uli Forte agierte normalerweise mit einem Zweimann-Sturm auf einer Linie, wobei einer der beiden Angreifer als primäre Anspielstation zu dienen hatte (Buff, Marchesano, Pagliuca, Dominguez) und der zweite dann in die Tiefe geschickt werden sollte (Koné, Turkes, Cavusevic, Sadiku). Nicht zum Einsatz kamen die angeschlagenen Etoundi und Chiumiento, welche nach einer gewissen Weile auch nicht mehr mit der Mannschaft auf der Allmend Brunau trainierten (Chiumiento auf dem Platz und Etoundi als Zaungast waren zu Beginn der Vorbereitung noch dabei gewesen).

Buffs Qualitäten sind bekannt und mit Marchesano gibt es als Alternative einen zweiten exzellenten Passgeber, der insgesamt eine gute Vorbereitung absolviert hat. Kilian Pagliuca zeigte in seinem Teileinsatz in Schaffhausen auf dem rechten Flügel und den 90 Minuten gegen Stuttgart II im Sturm jeweils gute Ansätze. Gleichzeitig gehörte Pagliuca zusammen mit Aldin Turkes (der wegen der Ähnlichkeit seines Vornamens mit demjenigen von Albin Sadrijaj als einziger im Team von Trainer Forte mit Nachnamen gerufen wird)  zu denjenigen Spielern, welche ihre taktische Rolle nicht gleich von Beginn weg begriffen, und laufend von aussen korrigiert werden mussten.

Auch Maxime Dominguez zeigte in seinem einzigen Teileinsatz Engagement, aber an Buff und Marchesano kam der Genfer auch in dieser Vorbereitung nicht vorbei, nicht zuletzt auch weil er nicht den Eindruck machte, in der Lage zu sein, in schwierigen Situationen den Karren aus dem Dreck ziehen zu können. In der Pole-Position steht neben Buff wohl der später dazugestossene Dzengis Cavusevic. Der Slowene zeigte vorne viel Initiative und Kampfgeist, und ist vom Spielertyp her grundsätzlich mit Franck Etoundi vergleichbar, auch wenn der Slowene in der Luft deutlich schwächer ist. Cavusevic kann eigentlich nur in eine Richtung köpfen – seitliche präzise Kopfballablagen à la Etoundi sind nicht sein Ding, und darum kommt er auch weniger als Anspielstation im Mittelfeld für hohe Bälle aus der Abwehr in Frage. Moussa Koné war der Matchwinner gegen Stuttgart II, und holte auch gegen Borussia Mönchengladbach den Penalty zum 2:1-Siegtreffer heraus. Diese Erfolgserlebnisse haben dem schnellen Senegalesen gut getan. Da Koné und Cavusevic völlig verschiedenartige Stürmertypen sind, muss die Mannschaft in ihrer Spielweise jeweils flexibel auf die Stärken der beiden eingehen.

Bei Armando Sadiku stellt sich die Frage nach seinem Nutzen für die Mannschaft nach dem Abstieg in die Challenge League noch verstärkt. Einerseits hat er auf Challenge League-Niveau bewiesen, dass er unter Umständen 20 Tore erzielen kann (Torschützenkönig mit Locarno und Lugano). Allerdings wird der FCZ noch viel stärker als die damaligen Equipen Sadikus das Spiel machen müssen – und Sadikus Stärke ist eindeutig als Finisher im Konterfussball zu suchen. Da auf engem Raum nur wenige seiner Zuspiele auch beim Mitspieler ankommen, wird er gegen tief stehende Gegner viele Ballverluste verursachen, die zu gefährlichen Kontern führen können.

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1607 marchesano in Schaffhausen

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