Am Schluss steht schwarz auf weiss die zweite Niederlage im dritten Derby der Saison zum Auftakt der «Ära Magnin» im FC Zürich. Vor der Partie hatte der neue FCZ-Trainer angekündigt, in der kurzen Zeit seiner Spielvorbereitung (sechs Trainings) nur kleine Retouchen vornehmen zu wollen. Wenn dies nun die kleinen Retouchen waren, dann kann man sich für die nähere und mittlere Zukunft noch auf einiges gefasst machen. Immerhin bestimmte der Waadtländer mit Victor Palsson sofort einen neuen Captain. Solch weitreichende Entscheidungen mit gutem Gewissen so schnell zu treffen war vor allem auch deshalb möglich, weil Magnin als bisheriger U21-Trainer bereits eine gewisse Nähe zur 1. Mannschaft hatte, und beispielsweise regelmässig mit dem bisherigen Coach Uli Forte über sportliche Fragen und die Spieler beider Teams im Austausch war.

Als neuer Captain wird Palsson damit natürlich voraussichtlich im Mittelfeldzentrum gesetzt sein. Wohlgemerkt im Mittelfeldzentrum – in der Abwehrreihe hatte der Isländer aus Züri Live-Sicht zuletzt keine gute Falle abgegeben. Magnin will einen Captain, der auf dem Platz dirigiert und Emotionen reinbringt – «nur» Assistenztrainer René Van Eck und er selbst genügen dem  «angeblichen Hoffnungsträger» (Zitat: Thomas Schifferle im «Tages-Anzeiger») auf dem Zürcher Trainerstuhl dafür noch nicht. Am meisten zufrieden zeigt sich Magnin am Tag nach der Partie an der Pressekonferenz in der Saalsporthalle mit der Mentalität der Spieler und der Aggressivität im Zweikampf. Als er an letzteres denkt, huscht ein leicht schelmisches Lachen über sein Gesicht. Man erinnert sich in diesem Moment automatisch an Roberto Rodriguez, der sich nach der Partie im Interview mit Züri Live zufrieden zeigte, dass der FCZ in den Zweikämpfen die Oberhand behalten habe, was auch daran ersichtlich gewesen sei, dass die GC-Spieler viel am Boden gelegen seien.

Quasi als Antithese (und damit potentiell ideale Ergänzung) zum emotionalen Haudegen Palsson brachte Magnin den spielerisch starken knapp 18-jährigen Izer Aliu in der Startformation. Es war nach insgesamt vier Einwechslungen in Challenge League (Xamax), Super League (Lausanne) und im Cup (La Chaux-de-Fonds, Chippis) sein erster Startelfeinsatz in einem Wettbewerbsspiel der Profis. In Testspielen kam Aliu schon häufig zum Zuge. In der Saison 2016/2017 war Aliu sogar der Zentrale Mittelfeldspieler mit den meisten Testspiel-Einsatzminuten (495) – Yapi, Sarr, Rüegg, Janjicic, Grgic und Kukeli hatten weniger. In der aktuellen Saison hat Aliu in Freundschaftspartien bereits 523 Minuten im «Eins» gespielt. Wenn zuletzt von Seiten der Klubführung davon die Rede war, dass die eigenen Jungen noch mehr gepusht werden sollen und dass auch Fehler und mal eine Niederlage dafür in Kauf genommen würden, erschien vor dem inneren Auge des aufmerksamen Zuhörers unweigerlich das Bild von Izer Aliu – und die Gewissheit, dass dieser nun ziemlich sicher eine echte Chance erhalten wird. Alternativen im Zentrum bieten sich Trainer Magnin mit Sangoné Sarr und Toni Domgjoni.

Der im FCZ-Fanshop beim Stauffacher seine Lehre absolvierende Aliu gilt schon seit Jahren als eines der grössten Talente des Zürcher Nachwuchses. Ein Spielertyp, der von einem Lucien Favre wohl früh in die 1. Mannschaft integriert worden wäre, bei welchem aber gleichzeitig die meisten anderen Profitrainer vor einer Forcierung zurückschrecken, weil er noch nicht ausgereift ist. Die Wahrscheinlichkeit ist aber hoch, dass Alius Lernkurve relativ steil sein wird, wenn er mehrere Einsätze in Folge das Vertrauen bekommt. Schon gegen GC zeigte der Adliswiler nach Anfangsschwierigkeiten einige gute Ansätze und kam auf fünf Top-Aktionen (vier Offensiv, eine Defensiv). Wenn nicht jetzt, wann dann? «Vasi» Janjicic und Djibril Sow waren im gleichen Alter zwar schon kompletter und ausgereifter gewesen, Aliu hat aber in einzelnen Bereichen noch etwas mehr Talent. Vor 15 Monaten führte Züri Live am Rande der Direktübertragung des UEFA Youth League-Heimspieles gegen den Gheorghe Hagi-Klub Viitorul Constanta im Utogrund ein Interview mit U18-Nationalcoach Reto Gertschen, in welchem dieser sich ebenfalls sehr lobend über Aliu äusserte («Selten einen Spieler in diesem Alter mit so guter Technik unter Druck gesehen»):

Kevin Rüegg hat Ludovic Magnin wieder auf dessen Lieblingsposition auf der rechten Seite aufgestellt, auf welcher dieser bereits in der Academy vorwiegend eingesetzt worden war. Magnins Ansichten dazu decken sich dabei Eins zu Eins mit der von Züri Live schon häufig geäusserten Meinung: «Rüegg kann sich im Zentralen Mittelfeld auf Super League-Niveau durchsetzen, aber wir wollen ihn zu einem Spieler entwickeln, der höhere Ziele avisieren kann. Das Potential dazu hat er aber nur auf der rechten Seite». Magnin will bezüglich der Gründe öffentlich nicht ins Detail gehen, aber diese sind ja im Grossen und Ganzen offensichtlich. Seinen herausragenden Speed auf mittlere Distanzen kann Rüegg nur auf der Seite richtig ausspielen. Der 19-jährige Kumpel von Nico Elvedi schlägt dazu meist gute Flanken und kann auch torgefährlich werden. Für das Mittelfeldzentrum fehlen ihm hingegen etwas die Qualitäten seines Teamkollegen Aliu – technische Vielseitigkeit (nur rechter Innenrist sehr gut), Wendigkeit auf engem Raum, Körpergrösse. Der zweite Mann auf der rechten Seite ist Adrian Winter, auf links sollte Michael Kempter hoffentlich bald zurückkehren und Pa Modou Konkurrenz machen.

Gegen GC am Sonntag hatte Ludo Magnin keinen Verteidiger auf der Ersatzbank. Das heisst, Mirlind Kryeziu war trotz Verletzung von Alain Nef nicht im Matchkader. Cédric Brunner durfte zum ersten Mal nach seiner Verletzungsunterbrechung wieder mittun, konnte dabei aber noch nicht an seine über weite Strecken starke Vorrundenform anknüpfen. Im Tor gibt Magnin Yanick Brecher eine Chance, noch während der Rückrunde die Nummer 1 zu werden. Darüber entscheiden sollen die beiden Derbies. Da bei der aktuellen Spielweise von GC nicht davon auszugehen ist, dass Brecher im Cup-Halbfinal sehr viel mehr geprüft werden wird, als am Sonntag, wird es wohl darauf hinauslaufen, dass Brecher bei einem Weiterkommen im Cup (egal wie) auch in der Meisterschaft die neue Nummer 1 wird. Bei seinen zwei bisher einzigen Einsätzen gegen Super League-Teams 2017/2018 liess der Männedorfer gegen Thun drei Tore zu, und musste gegen GC von zwei Schüssen aufs Tor einen passieren lassen. Bei Stade Lausanne-Ouchy unterlief ihm im Cup zudem wohl so etwas wie der bisherige «Torwart-Patzer der Saison».

In der Promotion League hat sich Brecher unter Ludo Magnin mit Yassin Smach und Bojan Milosavljevic die bisherigen Promotion League-Spiele aufgeteilt. Magnin stärkt in der Rolle als Trainer richtigerweise seine Schlussmänner, so auch Brecher. So hat er bei diesem in der Promotion League hervorragende Leistungen gesehen. Züri Live war bei zwei der sechs Brecher-Einsätze mit vor Ort und teilt die Lobeshymnen nicht. Brecher ist fussballerisch sicherlich gut genug – Timing, Konzentration über 90 Minuten und Strafraumbeherrschung bleiben aber Schwachpunkte. Der 17-jährige Calvin Heim, der neuerdings auch online als Kaderspieler der 1. Mannschaft geführt wird, bringt mehr Talent mit. Er wird sich wohl nach dem Abgang von Milosavljevic nach Winterthur zusammen mit Smach und Yann-Alexandre Fillion in der Rückrunde die Spielzeit in der U21 teilen, für welche offiziell noch kein neuer Cheftrainer bestimmt wurde.

In der Berichterstattung über das Derby vom Sonntag wurde viel über die junge GC-Mannschaft gesprochen, die dem FCZ gegenüber gestanden sei. Das ist sicherlich nicht falsch, aber gleichzeitig etwas einseitig. Immerhin wurden auf beiden Seiten gleich viele Teenager eingesetzt (Aliu, Rüegg & Rohner vs. Pusic, Bajrami & Arigoni). Mit Aliu und Rüegg in der Startaufstellung sowie dem relativ früh für Dwamena eingewechselten und schnellen Rohner, der dann aber schlussendlich wegen dem Platzverweis gegen Cédric Brunner auf der linken Seite statt im Sturm spielte, setzte Magnin ein klares Zeichen, in welche Richtung es in Sachen Mut zur Jugend in Zukunft gehen soll. Vorne liess der neue FCZ-Trainer mit einem «Zehner» hinter zwei Spitzen spielen: eine Variante, die Ex-Trainer Forte diesen Winter in Freundschaftsspielen auch schon getestet hatte.

Für die Zehnerposition sieht Magnin zur Zeit drei Spieler vor: Roberto Rodriguez, Antonio Marchesano und Lavdrim Rexhepi. Vor seiner Auftaktpartie als Trainer habe er zwischen Rodriguez und Marchesano geschwankt. Die Trainingseindrücke hätten dann knapp zugunsten von Rodriguez den Ausschlag gegeben. Eine von dessen Stärken sieht Magnin in der Laufarbeit bei gegnerischem Ballbesitz. Auch gegen GC hatte der FCZ wieder eine Topchance durch Frey nach einem Rodriguez-Eckball, während Marchesano wie schon im Luzern-Spiel eher enttäuschte. Regelrecht begeistert ist Magnin von Rexhepis linkem Fuss. Auch der der zweite Zürcher auf dieser Position scheint also Startelfchancen zu haben. Für die beiden Sturmpositionen in dieser Taktik sind zur Zeit wohl Michael Frey, Raphael Dwamena, Fabian Rohner und Stephen Odey vorgesehen. Dwamena kam neu wieder vorwiegend über links, wo sein starker Fuss ist. Der Ghanaer ist zusammen mit Rohner wohl aktuell der Torgefährlichste der vier, während der sich im Vergleich zum Luzern-Spiel wieder etwas steigernde Frey seit seinem Doppelpack im Cup-Viertelfinal nicht mehr getroffen hat, und Odey seit dem 1:5 in Lausanne nicht mehr in der Startformation stand.

Zu berücksichtigen bei allen personellen Überlegungen bleiben folgende Punkte: 1. Magnin will unberechenbar sein, 2. Die Trainingsleistungen sollen bei der Nominierung eine wesentliche Rolle spielen, 3. In der aktuellen «Englischen» Woche spielt auch die Frische eine Rolle. Zudem gibt es angeschlagene, rekonvaleszente und am Sonntag in Basel mit Brunner auch einen gesperrten Spieler. Im Hinblick auf den Cup-Halbfinal geht der FCZ-Coach zur Zeit öffentlich von zwei personellen Wechseln aus. Auch taktische Anpassungen sind nie auszuschliessen. Magnin macht zudem kein Geheimnis daraus, woran in dieser und den kommenden Trainingswochen, und dann vor allem auch in der Sommervorbereitung gearbeitet werden soll. Die Ballzirkulation muss schneller werden, seine Spieler sollen noch höher stehen, und den Ball mutiger und offensiv-orientierter verarbeiten. Im Training lässt Magnin die Spieler auch schon mal «blind» Flanken schlagen – Tempo ist alles. Die Sonntagspartie wurde gemeinsam in einer 40 Minuten langen Videoanalyse seziert. Die Spieler seien dabei äusserst aufmerksam gewesen und sehr wissbegierig, fast schon übereifrig, vermeldet der gelernte Primarlehrer Magnin.

GC – FCZ 1:0 (1:0)

Tor: 16. Jeffrén (Kapic) 1:0.

Grasshopper-Club Zürich: Lindner; Arigoni (46. Lavanchy), Bergström, Rhyner, Doumbia; Lika, Bajrami (10. Sukacev, 81. Taipi); Kapic, Jeffrén, Pusic; Djuricin.

FC Zürich: Brecher; Thelander, Bangura, Brunner; Rüegg (86. Winter), Palsson, Aliu, Pa Modou; Rodriguez (61. Marchesano); Frey, Dwamena (68. Rohner).

Lugano ist in einer Formkrise: der Auftritt im Letzigrund war die vierte Meisterschaftsniederlage in Folge (davon drei Mal 0:3). Nach der «Heimniederlage» in Luzern (1:2) gegen den letzjährigen FCZ- Europa League-Gegner Steaua Bukarest sassen drei Tage später im Letzigrund die Stammkräfte Bnou Marzouk, Sabbatini, Ledesma und Crnigoj vorerst nur auf der Ersatzbank, Rouiller und Piccinocchi fehlten verletzt. Der FCZ konnte dies zu seinem vierten Saisonsieg in 10 Partien nutzen. In der guten ersten halben Stunde der Partie ging der Stadtclub mit einem Rodriguez-Corner durch ein Eigentor Milosavljevics verdient in Führung. Etwas Glück benötigte das Forte-Team, dasmit das Nachlassen vor der Pause im Gegensatz zum Lausanne-Spiel diesmal nicht bestraft wurde.

Sechs Minuten nach Wiederbeginn gelang dem im Vergleich zu den letzten Partien wieder verbessert auftretenden Michi Frey mit einem Hammerweitschuss das wichtige 2:0. Dies setzte zusätzlich Energien frei. Der FCZ drängte auf den entscheidenden dritten Treffer und gewann dank einer konzentrierten Leistung weiter an Sicherheit. Trotzdem brauchte es auch Andris Vanins, der in der 1. Halbzeit gegen Bottani und im Zweiten Durchgang gegen Gerndt (beim schnell ausgeführten Freistoss Luganos ruhte der Ball nicht) zwei Mal stark parieren konnte. Neben Frey bestätigten in der vorderen Reihe auch Rodriguez und vor allem Dwamena ihre Aufwärtstendenz. Der FCZ kommt zu seinem bisher höchsten Saisonsieg und feiert am Ende auch noch den ersten Pflichtspieltreffer Pa Modou Jagnes mit dessen schwächerem Rechten Fuss, mit welchem der Gambier während der Woche im Training häufig den Abschluss geübt hatte.

FCZ – Lugano 3:0 (1:0)

Tore: 20. Milosavljevic (Eigentor, Rodriguez) 1:0; 51. Frey (Rodriguez) 2:0, 89. Pa Modou (Dwamena) 3:0.

FC Zürich: Vanins; Nef, Bangura, Thelander; Brunner (62. Winter), Rüegg, Palsson, Voser; Dwamena, Frey (82. Pa Modou), Rodriguez (73. Sarr).

Lugano: Da Costa; Golemic (58. Carlinhos), Sulmoni, Daprelà; Mihajlovic (73. Yao), Vécsei (46. Sabbatini), Mirosavljevic, Amuzie; Bottani, Mariani; Gerndt.

 

Fünf Siege in sechs Partien der Wintervorbereitung – und dies nachdem der letzte Winter-Testspielsieg drei Jahre zurücklag (4:0 gegen Locarno am 26.1.2014). Vor Jahresfrist gelang in vier Vorbereitungspartien ein einziges Törchen – durch Aleksandr Kerzhakov per Absatz aus kurzer Distanz gegen den SV Ried (1:1). Das letzte Vorbereitungsspiel in Kaiserslautern war der negative Höhepunkt gewesen – das Team von Trainer Hyypiä war beim 0:4 über weite Strecken kraft- und chancenlos aufgetreten. Nicht immer führen gute Vorbereitungsspiele dann aber auch zu einer guten Runde in der Meisterschaft. Deutlich wichtiger dafür ist jeweils die Auftaktpartie, und die wird am Montag um 19:45 im Stade de Genève angepfiffen.

Trotzdem: der FCZ konnte in den meisten Testspielen zumindest über weite Strecken das Spiel in die Hand nehmen und eine ganze Reihe von Chancen kreieren. In der Sommervorbereitung hatte Uli Forte noch vorwiegend den jungen Spielern den Vortritt gelassen und viel Spielzeit ermöglicht. Nun ging es stärker um das Einspielen der etablierten Akteure – natürlich ohne die Jungen zu vernachlässigen. Die Mannschaft hat sich während der Vorrunde gefunden, und deutlich mehr Spieler konnten die Vorbereitung der zweiten Saisonphase vom ersten Tag an in Angriff nehmen. Wie sieht also die Situation vor Rückrundenstart konkret in den einzelnen Mannschaftsteilen aus?

Photo: Roland ZH, CC BY-SA 3.0

TOR

Seit dem überstürzten Abgang von David Da Costa vor etwas weniger als zwei Jahren kann man die Situation auf dieser Position mit zwei Worten ausdrücken: Panta Rhei – alles ist im Fluss. Alles? Nein, ein Anker wurde im Sommer eingeschlagen, und das ist die Nummer 1, Andris Vanins. Der Lettische Routinier ist zu Recht unangefochten, und war auch dann auf dem Posten, wenn er in einem Spiel nicht viel zu tun hatte. Ein Kandidat für die Nachfolge des 36-jährigen Vanins in ein, zwei oder drei Jahren könnte der 20-jährige Kanadier Yann-Alexandre Fillion sein. Im Sommer eine und jetzt drei Halbzeiten im Einsatz, machte dieser einen für sein Alter souveränen Eindruck und wird wohl zunächst mal verliehen werden. Sein Vertrag beim FCZ läuft bis 2021! In der Zweiten Mannschaft darf Fillion offenbar aus regulatorischen Gründen zur Zeit nicht eingesetzt werden. Novem Baumann konnte wie schon im Sommer auch jetzt im Winter nicht überzeugen. Er hat mit 540 Minuten von allen Torhütern in Testspielen am meisten gespielt. Yanick Brecher gab nach seiner achteinhalb-monatigen Verletzungspause sein Comeback gegen Rapperswil. Ein Leihverein wurde für ihn bisher nicht gefunden. Gut möglich, dass er zunächst vermehrt in der von Massimo Rizzo trainierten «U21» zum Einsatz kommen wird. Was allerdings wiederum verhindern könnte, dass der talentierte 18-jährige Bojan Milosavljevic neben Fabian Fellmann zu seinen Einsätzen kommt.

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BACKS ZENTRUM

Ivan Kecojevic und Armin Alesevic sind angeschlagen. Das Zentrum der Hintermannschaft stellt sich mit Alain Nef und Umaru Bangura in Genf möglicherweise von selbst auf. Bangura, der erst Anfang August zum Team stiess, hatte in der Vorrunde seine Ups & Downs und durfte nun in der Wintervorbereitung von allen Innenverteidigern am meisten spielen. Tritt der Abwehrmann aus Sierra Leone top fokussiert auf, wie beispielsweise in Villarreal, dann kann er dank seiner Schnelligkeit und Beweglichkeit auch gegen ein Spitzenteam der «La Liga» mithalten. Ist die Körperspannung hingegen nicht zu hundert Prozent da, dann hat er mit seiner für einen Innenverteidiger nicht unbedingt imposanten Postur auch in der Challenge League Schwierigkeiten, sich durchzusetzen. Alain Nef war in der Schlussphase der Vorrunde der wichtigste Spieler und scheint mit zunehmendem Alter eher noch besser zu werden. Ivan Kecojevic trat über weite Strecken souverän und Armin Alesevic, der auch auf der linken Seite eingesetzt werden kann, solide auf. Aus der U21 ist zur Zeit in erster Linie Mirlind Kryeziu eine Alternative, die für den Spieltagskader in Frage kommen könnte.

BACKS AUSSEN

Nicolas Stettler ist auf der Basis seiner Leistungen nahe dran an der Stammelf. Passspiel, Vorstösse, Flanken,…- der Thurgauer hat  offensiv abgesehen von den Einwürfen mittlerweile gegenüber Cédric Brunner eher die Nase vorne. Im Zweikampfverhalten defensiv hat Brunner noch gewisse Vorteile, aber Stettler gehört zu den Spielern im Kader, die am schnellsten Fortschritte machen. Kay Voser hat in der Vorrunde ebenfalls mit viel Konstanz und Zuverlässigkeit überzeugt, plagt sich aber immer wieder mit kleineren Verletzungen herum. Für die vierte Position kommen Michael Kempter, bei welchem immer noch nicht ganz klar ist, ob er nun nach Wohlen ausgeliehen wird, oder der zurückgeholte Miro Muheim in Frage. Für Muheim wird es aufgrund seiner geringen Handlungsschnelligkeit eher schwierig, sich in der Offensive im Profibereich durchzusetzen. Die Linksverteidigerposition könnte eine Chance für ihn sein. Allerdings ist noch fraglich, ob er bereits die Wettkampfhärte und Stabilität auf Challenge League-Niveau mitbringt.

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MITTELFELD

Vasilije Janjicic, in der Challenge League-Meisterschaft ganze vier Minuten eingesetzt, hat in den Testspielen dieser Saison im Zentralen Mittelfeld mit 342 Minuten immer noch am meisten Spielzeit aufzuweisen, und da es im Frühling meist keine Freundschaftspartien mehr gibt, könnte dies auch definitiv so bleiben. Dies obwohl Janjicic, der zuletzt beim Rückrundenstart der Bundesliga zwei Mal auf der Bank Platz nahm, bereits Ende August zum HSV gewechselt ist. Der ehemalige FCZ-Lehrling hätte zumal nach dem Abgang von Anto Grgic gute Chancen auf einen Stammplatz beim FCZ gehabt. Die Liste der in den Testspielen eingesetzten Spieler besteht nun aus drei Gruppen: junge Spieler, die sich noch nicht durchgesetzt haben (Aliu, Rüegg, Salija), junge Spieler, die mittlerweile zu Deutschen Traditionsvereinen gewechselt sind (Janjicic, Grgic) und routiniertere Spieler, welche gerade in Vorbereitungsphasen häufig als «rekonvaleszent» auf dem Matchblatt erscheinen (Sarr, Kukeli, Yapi).

Sangoné Sarr hat grosse Teile der Vorrunde nicht im Vollbesitz seiner Kräfte gespielt, und unter anderem auch deshalb bei Züri Live mit 4,7 den schlechtesten Notenschnitt nach Armando Sadiku und Davide Chiumiento aufzuweisen. Gerade in der Europa League hat Sarrs verminderte Leistungsfähigkeit wohl ein, zwei Punkte gekostet. Nach Ende der Rückrunde unterzog sich der Senegalese dann einer Schulteroperation und befindet sich zur Zeit immer noch im Aufbautraining. Burim Kukeli wurde erst gegen Ende der Vorbereitung aus diesem entlassen und ist noch nicht bei 100% Leistungsfähigkeit. Wie gut Gilles Yapi dem Zürcher Spiel tut, war in den Vorbereitungspartien, in denen der Captain dabei war, gut zu sehen. Die Hauptprobe gegen St.Gallen verpasste er aber einen Tag vor seinem 35.Geburtstag krankheitshalber.

Kevin Rüegg hat sich in der Wintervorbereitung aufgedrängt und auch wenn es noch viele verbesserungsfähige Details gibt, könnte man ihn bei Bedarf ins kalte Wasser werfen. Favorisiert wird von Uli Forte aber offensichtlich die Variante mit dem zurückgezogen agierenden Antonio Marchesano. Auf dieser Position hat der Tessiner in Winterthur häufig keine guten Leistungen gezeigt und ist erst «explodiert», als ihn Patrick Rahmen in Biel als zurückhängende Spitze aufstellte. Beim FCZ gibt er sich alle Mühe, kann aber seine Defizite in den Zweikämpfen und im Stellungsspiel trotzdem nicht verbergen. Für Izer Aliu waren die Testspiele ein guter Lernprozess. Ihn schon zu Beginn gegen Servette, Xamax und Wil zu forcieren, kommt kaum in Frage. Eventuell gibt es für ihn am Ende der Rückrunde vermehrt Einsatzmöglichkeiten für das auch vom SFV geschätzte grosse Talent.

FORWARDS AUSSEN

Letzte Saison war dies eine Problemposition, worauf der Fokus der Sommerverpflichtungen mit Adrian Winter und Roberto Rodriguez klar war. Beide haben sich vor allem auch mit ihrer Einstellung und dem Kampfgeist auf dem Platz zu wichtigen Teamstützen gemausert und sorgten über die Aussenpositionen für „Panta Rhei“. Zudem bekam Marco Schönbächler nach seiner langen Verletzungspause die Zeit, sich wieder an sein altes Niveau heranzutasten. Die Konstanz war daher beim schnellen Flügelspieler verständlicherweise noch nicht vorhanden. Trotzdem beglückte er die FCZ-Fans bereits wieder mit dem einen oder anderen Highlight wie seinem Traumtor im Heimspiel gegen Osmanlispor. Zuletzt an der Hauptprobe gegen St.Gallen erinnerte Schönbächler erstmals wieder an den „Schönbi“ der besten Zeiten, als er endlich das überfällige Aufgebot für die Schweizer Nati erhielt. In einer Woche feiert der Zürcher übrigens sein 10-jähriges Jubiläum seit seinem ersten Wettbewerbseinsatz in der 1.Mannschaft! 253 Spiele mit 39 Toren und 44 Assists. Es gibt heutzutage nicht mehr viele Profis, die ein solches Jubiläum feiern können.

In den Sommertestspielen war Artjom Simonyan der vierte Flügelmann. Dieser wurde dann aber zu Le Mont verliehen und kam dort noch nicht viel zum Einsatz, und wenn, dann auf einer 8-er/10-er Position im Mittelfeld. Im Herbst hatte der FCZ den jungen Ägypter Khalil Elnouby getestet. Dieser überzeugte in seinem 45 Minuten-Einsatz gegen Vaduz, und erzielte zudem auch noch ein Traumtor nach einer Traumkombination über rechts. Eine allfällig mögliche Verpflichtung scheiterte aber wohl an regulatorischen Hürden. Im Winter war nun Neo-Profi Fabian Rohner der vierte Mann. Von allen Teenagern im Team ist Rohner wohl am weitesten. Die Wintervorbereitung hat bestätigt, dass er sich als Leichtgewicht auch im Männerfussball sehr gut behaupten und durchsetzen kann, dank einer Kombination aus Schnelligkeit, Unerschrockenheit, Technik, Spielintelligenz und guter Körperspannung. Seine Zielstrebigkeit, Spielverständnis und Schusstechnik machen ihn zudem zu einem torgefährlichen Spieler, mit Sicherheit auch auf Challenge League-Niveau – mindestens… Im einzigen verlorenen Testspiel gegen Dynamo Dresden (mit 2:1-Auswärtssieg in Nürnberg in die Rückrunde gestartet und auf Tuchfühlung mit den Bundesliga-Aufstiegsplätzen) war Rohner einer der besten. Auch Moussa Koné ist weiterhin eine Alternative auf dem Flügel und beim 3:1-Treffer gegen Rapperswil war ersichtlich, dass die neue Sturmspitze Dwamena dazu in der Lage ist, schnelle Flügelspieler wie Koné, Rohner oder Schönbächler im Strafraum in gute Abschlusspositionen zu bringen – häufiger, als es bisher der Fall war.

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FORWARDS ZENTRUM

Oliver Buff erinnerte in der Hauptprobe gegen St.Gallen in der 1.Halbzeit ähnlich wie Marco Schönbächler an seine besten Zeiten – grosse Spielfreude und Technik in relativ hohem Tempo. Dies nachdem der Standardspezialist seit dem Auswärtsspiel gegen Servette angeschlagen war. Im Stade de Genève hatte er im Herbst bereits angeschlagen vor seiner frühzeitigen Auswechslung noch einen Penalty verwandelt. Die grösste Neuigkeit vorne im Zentrum ist aber sicherlich der «Tausch» Dwamena für Sadiku, und die ersten Eindrücke versprechen, dass dies für den FCZ ein guter Tausch war. Raphael Dwamena erscheint im Paket aus Technik, Robustheit, Schnelligkeit, Spielverständnis und Mannschaftsdienlichkeit als der komplettere Stürmer mit dem einzigen festgestellten Manko, dass er sich im Abschluss bisher «weigert», den rechten Fuss zu benutzen.

Wirklich Eindruck machte in der Wintervorbereitung aber Dzengis Cavusevic. Der Abgang von Sadiku schien den Slowenen zu beflügeln, und er scheint sich speziell mit Marchesano, aber auch mit den anderen Mitspielern immer besser zu verstehen. Im Sommer stiess er erst relativ spät zur Mannschaft. Nun hat der Forward die gesamte Vorbereitung mitgemacht, sich nochmal verbessert, und ist zur Zeit wohl in der Form seines Lebens. Cavusevic sollte in dieser Verfassung zumindest zu Beginn trotz der Verpflichtung Dwamenas erstmal als Nummer 1-Spitze gesetzt sein. Kultstürmer Moussa Koné hat nach einer gewissen Flaute im Abschluss durch sein Tor in Rapperswil hoffentlich wieder an Selbstvertrauen zugelegt.

Antonio Marchesano war in der Vorrunde ähnlich wie schon in Biel an vielen torreichen Spielen wesentlich beteiligt, und hatte vor der Winterpause eine Phase, wo er in fünf Partien 10 Skorerpunkte erzielte. Allerdings erscheint der FCZ mit dem Tessiner auf dem Platz gleichzeitig auch defensiv verwundbarer. Davide Chiumiento gibt sich Mühe, den Anschluss zu schaffen, wird es aber wohl selbst auf Challenge League-Niveau nicht einfach haben, seine aussergewöhnliche Technik noch genügend oft richtig zur Geltung zu bringen. Und im Gegensatz zu Buff scheint Chiumiento nicht zu effektiver defensiver Mitarbeit über 90 Minuten in der Lage, was im Fussball auf heutigem Niveau unabdingbar ist.

 

13 (!) FCZ-Spieler waren an den heutigen SFL Awards für das Challenge League «Dream Team 2016» nominiert und gleich 8 (!) wurden gewählt. Bei aller Liebe: das ist auch für einen Tabellenführer ein extremer Wert. Sind die Juroren jetzt plötzlich alle FCZ-Fans geworden?  Nein, natürlich nicht! Die Antwort ist: die SFL Awards konnte man in Bezug auf die Challenge League-Auszeichnungen noch nie ernst nehmen – so war es auch diesmal.

Gewählt werden jeweils nicht die Spieler, welche in den letzten Monaten die beste Leistung erbracht haben, sondern die Namen, die alle kennen.  Das Rezept für die Zusammenstellung des Challenge League Dream Teams ist jedes Jahr das gleiche: man nehme die aus der Super League bekanntesten Namen und mische die zwei Stürmer mit den meisten erzielten Toren hinzu: voilà!

Auch der Begriff «Dream Team 2016» führt in die Irre. Denn es geht jeweils einzig und allein um die Vorrunde der neuen Saison – denn ansonsten müssten ohne Zweifel Spieler von Aufsteiger Lausanne mit dabei sein! Züri Live hat immerhin 50% aller 90 Spiele der Vorrunde live und in voller Länge gesehen und erlaubt sich daher, ein etwas ernsthafteres nicht auf Namedropping basierendes Dream Team der Challenge League-Vorrunde 16/17 zusammenzustellen: voilà! Die Diskussion ist eröffnet!

cl-team-der-vorrunde-1617-zlDie Entdeckung der Vorrunde war aus Sicht von Züri Live der junge Innenverteidiger Ivan Lurati von Chiasso, der nicht zufälligerweise Interesse aus der Serie A weckte. Zusammen mit dem sehr spielstarken Schweizer Juniorennationalspieler Nikola Milosavljevic hat sich aber Sion vom finanziell darbenden Chiasso die beiden Tessiner Juwelen gleich im Doppelpack unter den Nagel gerissen. Der Liechtensteinische Nationalspieler Daniel Kaufmann ist der wohl solideste und fehlerfreiste Innenverteidiger dieser Vorrunde. Lucas überzeugte vor allem mit seinen Offensivvorstössen und konnte nach Luzern verkauft werden.

William Le Pogam zeigte auf der linken Seite eine Dynamik, wie man sie bei Aussenverteidigern auch in der Super League selten sieht, und auf rechts kam es unter Trainer Decastel bei Xamax zur Rennaissance des einstigen grossen Talentes Mike Gomes, der unter Experten zum sicherlich unbestrittenen «Flankengott» der Liga avancierte. Mit Thibault Corbaz übernahm beim starken Xamax ein ehemaliger U21-Nationalspieler im Mittelfeld die zentrale Rolle. Der junge Servettien Mirsad Hasanovic überzeugte mit seiner Laufstärke und Kampfgeist.

Ridge Mobulu gehörte zu den Offensivkräften mit der grössten Qualität, war aber genauso wie Lurati und Le Pogam zeitweise verletzt. Moussa Koné schaffte nach längerer Anlaufzeit den Durchbruch und war deutlich konstanter und auch vielseitiger als der Servettien Jean-Pierre Nsamé oder der Xamaxien Gaëtan Karlen. Und der Ur-Zürcher Oliver Buff brachte mit seiner aussergewöhnlichen Technik Glanz und Spektakel in die Liga.

Mit dem FC Chiasso kommt heute ein äusserst auswärtsstarkes Team inauswaertsgegentore-pro-saison-challenge-league den Letzigrund, das drittbeste der Liga. In der Fremde haben die Südtessiner nach dem 2:1-Sieg in Wohlen und den beiden 1:1-Unentschieden in Aarau und bei Servette bisher noch keine Niederlage hinnehmen müssen. Von gewissen Experten wird Chiasso seit Jahren als das taktisch stärkste Team der Challenge League angesehen. Mit guter Grundordnung, intelligentem Teamverhalten und einem ausgeprägten Gespür für sich bietende Chancen im Spielverlauf gehört Chiasso auswärts vor allem auch defensiv zum oberen Drittel der Liga.

Seit dem Aufstieg der Rossoblù 2010 hat die Mannschaft im Schnitt pro Saison auswärts nur 23,2 Gegentreffer hinnehmen müssen. Das bedeutet Rang 7 von 22 Teams. Von den besser klassierten Mannschaften spielt heute die Hälfte (St.Gallen, Lugano, Lausanne) in der Super League. Von den anderen Mannschaften waren nur Bellinzona, Servette und Aarau in den letzten sechs Jahren in der Challenge League defensiv auswärts besser, als Chiasso.

Es wird also mit grosser Wahrscheinlichkeit für den FCZ wieder ein ähnliches Geduldsspiel werden, wie gegen Xamax. Um Chiasso besiegen zu können, braucht es wieder eine ähnliche Effizienz wie in Schaffhausen (3 Tore aus 10 Abschlüssen). Die Gäste werden voraussichtlich wieder mit einer Fünferabwehr antreten.

Die letzte Direktbegegnung war ein Freundschaftsspiel im Winter 2015 in Chiasso (1:1, Torschützen: Magnetti / Oberlin). Damals wurden aus dem heutigen FCZ-Team Nef, Kecojevic, Kleiber, Brunner, Sarr, Schönbächler und Sadiku eingesetzt. In der Ägide der Swiss Foootball League hat es die Begegnung in der Meisterschaft noch nie gegeben.

Es ist auch die Rückkehr von Andrea Guatelli in den Letzigrund. Seinen letzten Auftritt hatte der Italiener hier beim mit 1:0 gewonnenen Auswärtsderby (Torschütze: Djimsiti) vor mehr als vier Jahren. Auch für die Challenge League ist Guatelli eher ein durchschnittlicher Torhüter und wenn man ihn unter Druck setzt selten fehlerfrei. In der Dreierabwehr wurde Rouiller noch zu Lugano transferiert und Fioravanti ist verletzt. Daher könnte der ziemlich talentierte Lurati möglicherweise zu einer Chance von Beginn weg kommen. Daneben spielen der defensiv solide und offensiv immer wieder gefährliche Kaufmann (Stammspieler Liechtensteinische Nationalmannschaft) und der in der aktuellen Saison bisher ziemlich fehlerhafte Ivic. Der ehemalige St.Galler ist trotz seiner Erfahrung eine Schwachstelle bei Chiasso.

Die Seite zu machen sollen Felitti rechts und Monighetti auf der linken Seite. Speziell Felitti ist bei Kontern offensiv sehr gefährlich und zudem einer der besten Flankengeber der Liga. Nikola Milosavljevic ist einer der besten Zentralen Mittelfeldspieler der Liga – das von Lugano gekommene Talent ist für seine 20 Jahre bereits sehr abgeklärt und spielintelligent, und macht kaum Fehler. Neben Milosavljevic spielt der von Sion gekommene Rauti. Für offensiven Druck sorgen sollen der dynamische, manchmal aber auch etwas launische Ex-Luzerner Marijan Urtic und das von Basel ausgeliehene ehemalige Roter Stern Belgrad-Talent Veljiko Simic, welches bei Basel wegen anfänglich fehlender Arbeitsbewilligung vorläufig ausgebremst worden war. Eventuell kommt aber auch Captain Alberto Regazzoni (ehemaliger Schweizer Nationalspieler) wieder zum Einsatz, der mit zunehmendem Alter immer besser und zielstrebiger wird, und zudem starke Standards schlägt. Vorne in der Spitze agiert mit dem Vorarlberger Deniz Mujic (Ex-Bayern München) mit 14 Toren in 22 Partien für Schaffhausen und Chiasso sicherlich einer der aktuell torgefährlichsten Akteure der Liga.

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