Die Rückrunde beginnt mit dem Heimspiel gegen den FC Thun am Sonntag. Der FCZ steht auf dem Dritten Platz, aber zwischen diesem und dem Platz 10 (FC Sion) ist alles sehr nah beieinander. Wie sieht die sportliche Leitung des Klubs in Person von Trainer Uli Forte und Leiter Sport Thomas Bickel dem Rückrundenstart entgegen – und wie sieht die mittelfristige Planung aus?

Fest steht: YB hätte in der Vorrunde gerne immer gegen Thun gewonnen, wie dies dem FCZ gelungen ist, aber dazu benötigte das Forte-Team das ein oder andere Mal auch etwas Wettkampfglück. Diesmal muss man wirklich besser sein, um die formstarken und verstärkten Berner Oberländer zum Auftakt schlagen zu können!

Toni Domgjoni und Lavdrim Rexhepi haben im Trainingslager den höheren Rhythmus gemäss Bickel erstaunlich schnell annehmen können, Aliu soll in der Rückrunde auf der neuen Position seine Chance nutzen. Bickel sieht bezüglich Winter-Zuzügen keine Not, schliesst aber auch nicht aus, dass es noch einen Transfer geben könnte – aber natürlich nur, wenn die Qualität stimmt. Noch in der Schwebe ist die Situation von Kilian Pagliuca beim FC Wohlen.

Echte Toptalente schaffen in der Regel schon im Alter von 17 (oder gar 16) den Sprung in die Erste Mannschaft. Im 01-er Jahrgang gibt es mehrere Kandidaten, die den Sprung diesen Sommer schaffen könnten. Auf der Ebene der erfahreneren Spieler ist zudem für den gleichen Zeitpunkt eine mögliche Rückkehr Davide Marianis definitiv ein heisses Thema, aber trotz überaus hoher Verbundenheit Marianis zum Klub und auslaufendem Vertrag in Lugano keineswegs ein Selbstläufer.

Mit Sami Hyypiä ist seit September ein von aussen gekommener Trainer für die Mannschaft verantwortlich, der ohne Vorurteile (seien es negative oder positive) jedem Spieler im Verlauf der Vorrunde eine Chance gegeben hat, sich zu beweisen. Durch so einen Prozess rückt natürlich die aktuelle Leistung in den Vordergrund, vergangene Meriten oder Fehler spielen eine untergeordnete Rolle.  Ausserdem setzt Hyypiä bei den Anforderungen an Spieler auf bestimmten Positionen etwas andere Prioritäten. Dies zusammen mit den personellen Veränderungen führt zu einer neuen Dynamik und Rollenverteilung im Team. Wie sieht das neue Gesicht des FCZ aus?

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Kerzhakov soll neu die FCZ-Vorderreihe anführen, und wird dabei von Buff und allenfalls auch noch Etoundi unterstützt. Im System mit vier Verteidigern liegt der Fokus stärker auf dem Flügelspiel mit dem Vorrunden-Aufsteiger Kevin Bua und wenn möglich dem wiedergenesenen Marco Schönbächler in der Offensive. Spielt der FCZ mit Dreierabwehrkette, liegt der Fokus mehr auf der Verhinderung und Kreierung von Torchancen durchs Zentrum – von einer 3-5-2 Formation können Spieler wie Brunner oder Etoundi profitieren. Das Duo Yapi/Grgic hat sich im Zentrum bewährt, hinten kämpft Neuverpflichtung Sanchez um einen Platz in der Startelf, und auf den aussen macht der wiedergenesene Mike Kleiber dem Brasilianer Vinicius das Leben schwer. Wer im Tor stehen wird, ist noch nicht entschieden.

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Armin Alesevic, Burim Kukeli und Artjom Simonyan konnten verletzungsbedingt keines der vier Vorbereitungsspiele bestreiten. Auch Gilles Yapi musste nach einem Schlag im ersten Spiel gegen Qäbälä für die nächsten drei Partien passen. Marco Schönbächler wird mit zwei 45 Minuten-Einsätzen langsam wieder an die 1.Mannschaft herangeführt. Am meisten Testspielminuten spielte Alain Nef vor Ivan Kecojevic, Anto Grgic und Sangoné Sarr.

Spielminuten Wintertests