Derby-Countdown, Teil 1: Cédi Brunners Siegtor zum Finaleinzug in der 92. Minute

Ludovic Magnin startet seine Zeit als FCZ-Trainer im Februar 2018 mit zwei Derbys! Das erste geht nach einer Gelb-Roten Karte gegen Cédric Brunner mit 0:1 verloren. Beim zweiten erzielt derselbe Cédric Brunner in der 92. Minute das Siegtor zum Cupfinaleinzug auf spektakuläre und emotionale Art und Weise. Adi Winter hatte den Freistoss herausgeholt, Fabian Rohner kam für ihn rein und durfte ohne einen Ball berührt zu haben als erste Amtshandlung in die Südkurve rennen zum Mitjubeln, wie er danach im Züri Live-Interview schmunzelnd bemerkte. Den Freistoss trat Antonio Marchesano. Den Assist lieferte Kevin Rüegg, welcher bereits mit seinem Début-Tor den 1:1-Ausgleich erzielt hatte.

Züri Live-Reporter Sven Stadelmann: mein denkwürdigstes Zürcher Derby

„Pures Handwerk! Purer Wille!“ – Siegtor von Cédric Brunner auf Züri Live

Während Winter ausgewechselt wurde, legte sich Marchesano den Ball zum Freistoss doch einige Meter von der Seitenlinie entfernt in einer zentraleren Position hin. Andersen reklamierte als einziger GC-ler halbherzig. Anstatt den Ball auf grosse Distanz in den Strafraum zu dreschen, und den GC-Verteidigern damit Zeit für ihre Abwehrmassnahmen zu geben, wählte der Tessiner die einstudierte Variante mit der Kopfballweiterleitung des vor dem Strafraum postierten Rüegg. So war es für den durch Frey bedrängten Bergström unmöglich, den Ball weit aus dem Strafraum rauszuköpfen. An der Strafraumgrenze war erneut Taipi zu wenig wach, und Nef überliess klugerweise Brunner, der profitierte. Es war übrigens in seinen fünf Jahren in der 1. Mannschaft Brunners erstes Tor gegen ein Super League-Team. (Züri Live zur Entstehung des Siegtores)

Gezimmert? Genagelt? Geschweisst? Cédric Brunner und die Handwerkerfrage

Interview mit Fabian Rohner nach dem Derby-Sieg im Cup-Halbfinal

FCZ – GC 2:1 Cup-Halbfinal Highlights auf Züri Live

„Mir händs i de Hand“ – Choreo der Südkurve

Züri Live: Spielanalyse & Highlights

Cupfinal dank Magnin-Handschrift und Forte-Erbe / FCZ – GC Analyse & Highlights (Züri Live)

Cédric Brunner im Cup „on fire“ / FCZ – GC 2:1 Stats & Spielinfos (Züri Live)

Auffällig vor allem das deutlich schnellere und direktere Spiel, welches immer wieder ermöglichte, auch in der Nähe des gegnerischen Strafraumes Räume zu finden und zu nutzen. Ausserdem gefiel die Spielintelligenz – die richtige Mischung zwischen Aggressivität und innerer Ruhe, zwischen Schnelligkeit und überlegtem Handeln.

Ancillo Canepa als Erfolgscoach: im Trubel nach dem Derbysieg ging wohl auch beim Tages-Anzeiger einiges drunter und drüber

NZZ über Yanick Brechers Anteil am Gegentor

Zehn Minuten waren gespielt, als den Grasshoppers die Führung gelungen war. Einen wesentlichen Anteil hatte allerdings der FCZ-Goalie Yanick Brecher. Dieser lenkte einen scharfen Volleyschuss von Numa Lavanchy ins eigene Tor. Der 24-jährige Keeper gab mit der missglückten Aktion keine Empfehlung ab, künftig Andris Vanins zu ersetzen.

Blue über die letzte halbe Stunde

In der letzten halben Stunde der Partie, die vom Kampfgeist beider Mannschaften lebte, hatte der FCZ die deutlich besseren Torchancen. GC-Keeper Heinz Lindner musste in der 84. Minute einen Kopfball stark parieren, um sein Team im Spiel zu halten. Acht Minuten später war er gegen Brunners Schuss dann machtlos.

Blick über Cédric Brunner und GC

Ausgerechnet Brunner. 2005 kickt er noch beim Zürcher Oberländer 5.-Liga-Klub FC Maur. Der damals 11-Jährige, ein Jahr jünger als die meisten Team-Kollegen, ist beidfüssig, dribbelstark und hat für sein junges Alter eine unglaubliche Übersicht.

Der Vater eines Mannschaftskollegen, der geschäftlich mit GC zu tun hat, empfiehlt den Junior GC-Nachwuchschef Piet Hamberg. Zweimal. Nichts passiert. GC verschläft das Ausnahme-Talent sträflich. Am Mittwoch, 13 Jahre danach, gibts die teure Quittung.

Weitere Berichte

Brunners Kracher in der Nachspielzeit schockt GC – der FCZ steht im Cup-Final (Watson Live-Ticker)

Telegramm (dbfcz)

Telegramm (Transfermarkt)

FC Zürich – Grasshopper Club Zürich: Stimmen zum Cup-Halbfinale (FC Zürich)

Dank Brunner-Knaller: FCZ folgt YB in den Cupfinal (SRF)

Der FCZ belohnt sich spät (NZZ)

Brunner schiesst den FCZ in letzter Sekunde in den Cup-Final! (Blue)

Brunner hämmert den FCZ in den Cupfinal! (Blick)

Vorschau vor dem damaligen Cup-Halbfinal Derby mit Thomas Renggli auf Züri Live

Vorschau auf fcz.ch

New Kid on the Block / FC Le Communal Sport Le Locle – FCZ Vorschau mit möglichen Aufstellungen

Der FC Zürich trifft in der 2. Runde des Schweizer Cups 24/25 auswärts im Kanton Neuenburg auf den FC Le Communal Sport Le Locle. Die Partie wird von Züri Live am Samstagabend ab 18:20 live übertragen.

Die letzten Jahre seit dem Finalsieg 2018 gegen den damaligen neuen Schweizer Meister YB in Bern sind für den FCZ im Schweizer Cup nicht mehr erfolgreich verlaufen. Sogar in der Abstiegssaison 15/16 hatte man mit vier Siegen gegen Super League-Gegner den Titel verdient gewonnen. In der Meistersaison 21/22 schied man hingegen gegen das damals unterklassige Yverdon Sport aus.

Neue Gesichter beim FCZ?

Le Locles Nachbarstadt La Chaux-de-Fonds ist die grösste Schweizer Stadt mit einem Zentrum im amerikanischen Stil nach Schachbrettmuster strukturiert, wobei ein „Schachfeld“ auch Block genannt wird. Der FC Le Communal Sport Le Locle ist das New Kid On The Block im Schweizer Fussball und hat in den letzten Jahren den wohl steilsten Aufstieg von der Gründung bis an die 2. Liga-Spitze und 2. Runde Schweizer Cup nach Sieg gegen den Erstligisten Prishtina Bern hingelegt. Auf Mittelstürmer Couasnon sollte der FCZ sicherlich ein Auge haben.

Beim FCZ scheint diesmal Yanick Brecher nicht in der Startformation zu stehen. Aus der U21 könnten Spieler wie Vukelic, Eraslan, Denoon, Huber oder Turping um Einsatz kommen. Samuel Ballet könnte zudem zu seinem Début kommen.

Brasil-Zug fordert den FC Zürich / Zug 94 – FCZ Vorschau mit möglichen Aufstellungen und Frage zum Spiel

Im Eishockey ist EVZ – ZSC ein Spitzenduell zweier Nachbarstädte. Mit dem Zug ist man in 20 Minuten in Zug. Eine weitere Parallele: wie der FC Zürich hiess Zug 94 ganz zu Beginn seiner Geschichte Excelsior. Dies war der ältere der beiden Vorgängervereine, die Mitte der 80er-Jahre sogar kurze Zeit gemeinsam in der Nationalliga B spielten, bevor sie ein Jahrzehnt später fusionierten. Dieser ältere Verein, der SC Zug, war die Feuertaufe zur international äusserst erfolgreichen Trainerkarriere von Ottmar Hitzfeld. Der damalige Ex-Fussball-Profi und angehende Mathematik- / Sportlehrer gab sich fünf Jahre, um sich im Trainergeschäft zu etablieren. Bei Misserfolg hätte er den Lehrerberuf wieder aufgenommen. Schon in seinem ersten Trainerjahr stieg er aber mit dem SC Zug überraschend erstmalig und gleichzeitig einmalig in die Nationalliga A auf. Daraufhin begründete er erst die erfolgreichste Ära der Klubgeschichte des FC Aarau, gewann dann in drei Saisons fünf Titel mit GC (die erfolgreichste Zeit seit den 40er-Jahren), führte dann den damaligen Mittelfeld-Klub Borussia Dortmund an die Spitze der Bundesliga mit zwei Titeln (den ersten seit mehr als 30 Jahren) und sogar dem klubhistorisch erstmaligen Gewinn der Champions League. Mit Bayern gewann er neben nationalen Titeln ebenfalls den ersten Champions League-Titel der Klubhistorie und die erste europäische Top-Trophäe seit dem Meistercup-Triumph 25 Jahre davor. Als Krönung trainierte er dann auch noch erfolgreich die Nationalmannschaft seines zweiten Heimatlandes Schweiz.

Brasil-Trio im Cup gegen Oberklassige schon mehrfach erfolgreich

Zug 94 will gegen den FCZ mit dem Brasil-Trio Claser, Nabarro und Campello für eine Überraschung sorgen. Dieses Trio hat im Dress des FC Rotkreuz vor zwei Jahren der Reihe nach die Oberklassigen Chiasso, Kriens und Schaffhausen ausgeschaltet – und hielt im dadurch sensationell erreichten Viertelfinal gegen Servette lange gut mit. Dies war bei weitem nicht das einzige Mal, dass ein Grüppchen Brasil-Kicker, die davor und danach keine allzu grossen Stricke zerrissen hatten, an Sensationen im Schweizer Fussball beteiligt waren. Man denke an den Cupsieg des FC Wil 2004 mit dem Duo Rogerio / Fabinho – oder die sensationelle Champions League-Teilnahme des FC Thun mit dem Brasil-Quintett Gelson, Spadotto, Pimenta, Vieira und Bernardini ein Jahr später. Im Zug 94-Kader steckt ganz allgemein viel Erfahrung. Das Durchschnittsalter (26,2 Jahre) liegt drei Jahre über demjenigen des FCZ. Linksverteidiger Marco Trachsel (mit Winterthur) und Mittelfeldspieler Muhamed Seferi (mit Wohlen) haben bereits in der Challenge League-Saison 16/17 gegen den FC Zürich gespielt.

Der ehemalige FCZ-Junior Elvedin Causi schaffte auch aufgrund langwieriger Verletzungen in jungen Jahren den Durchbruch in die Super League nicht. Der von Wohlen neu verpflichtete Innenverteidiger Leotrim Nitaj hat ebenfalls eine Geschichte mit dem FC Zürich. Nach dem nach Verlängerung in Niederhasli verlorenen U18-Meisterschaftsfinal-Derby 2016 wurde das damals hoffnungsvolle Verteidigertalent aufgrund seines Verhaltens nach Spielschluss von GC suspendiert. Seine Ambitionen in Richtung Profi-Fussball wurden damit jäh beendet. Der ehemalige Badener und Aarauer Christopher Teichmann und Evergreen Dein Barreiro (Challenge League-Début vor 17 (!) Jahren mit Winterthur) bilden für die 2. Liga Interregional ein namhaftes Flügelduo. Zug 94 ist nicht nur, aber auch aufgrund von Ligareformen in den letzten 15 Jahren von der dritthöchsten in die fünfthöchste Schweizer Liga gerutscht. Da spielt man aber jeweils mit einem Zweiten und Dritten Platz in den letzten beiden Saisons um den Aufstieg mit.

Frage zum Spiel: Welche Philosophie hat Moniz in der Goalie-Frage?

Der FC Zürich hat nach den Cuptiteln 2014, 2016 und 2018 nun in den letzten sechs Jahren nie mehr den Cup-Halbfinal erreicht. Gleichzeitig ist es viele Jahrzehnte her, seit man das letzte Mal schon in der 1. Runde ausgeschieden ist. Ohne den gesperrten Kryeziu und einem wie von Coach Ricardo Moniz angedeutet möglicherweise geschonten Katic könnten Kamberi und Hodza (oder Leidner) zu einer Chance in der Startformation kommen. Vermutlich wird man als Favorit der Partie in einem 4-3-3 antreten. Interessant wird zu sehen sein, was die Moniz-Philosophie für die Goalie-Frage sein wird. Brecher Nr.1 in allen Wettbewerben? Cup-Goalie Kostadinovic? Oder Kostadinovic nur mit Einsätzen gegen unterklassige Gegner? Je nach Coach hat es in den letzten Jahren alle Varianten schon gegeben.

Wer soll gegen Zug 94 im FCZ-Tor stehen?

View Results

Wird geladen ... Wird geladen ...
1 2 3 4 5 13