Defensiv Zentrum: Vorteil FCZ

Die Innenverteidiger-Position ist schon seit Jahren die Achillesferse der meisten Challenge League-Teams. In anderen Mannschaftsteilen haben mehrere FCZ-Konkurrenten vergleichbar starke Spieler, aber ein Duo wie Nef/Kecojevic besitzt in der Defensivzentrale keiner. Angesichts der eher unglamourösen Spielweise des Zürchers und des Montenegriners mag dies auf den ersten Blick überraschen, aber die beiden sind für den FCZ in der Challenge League tatsächlich der grösste kompetitive Vorteil. Noch besser wäre es natürlich gewesen, wenn zusätzlich auch noch Leonardo Sanchez in Zürich geblieben wäre.

Am ehesten vergleichbar mit dem FCZ ist die zentrale Defensive des FC Wil mit dem zur Zeit verletzten Korkmaz, Talent Adonis Ajeti, und allenfalls dem gelernten Aussenverteidiger Papp. Bühler oder Ramos fallen hingegen qualitativ im Vergleich bereits ab. Nach seiner Rückkehr aus Montenegro war Ivan Kecojevic mit freiem Kopf in den letzten vier Partien der abgelaufenen Saison einer der besten beim FCZ und zeigte auch in der Vorbereitung auf die neue Saison solide Leistungen.

Ähnliches lässt sich von Alain Nef sagen. Dieser ist zudem als mit Abstand bester «Kopfballableger» der wichtigste Mann bei indirekt ausgeführten Standards in der Offensive. Die beiden jungen Alesevic und Sadrijaj konnten sich hingegen in der Vorbereitung nicht wirklich aufdrängen. Speziell der talentierte Sadrijaj agierte zu wenig reif. Mehrere Gegentore gingen auf die Kappe des Ostschweizers, und dies hatte nichts mit fehlender Qualität zu tun, aber sehr viel mit zu wenig Ernsthaftigkeit und Fokus. Gegen Galatasaray beispielsweise war der 19-jährige an allen drei Gegentreffern mit Fehlern wesentlich beteiligt.

Ganz zu Beginn der Vorbereitung war auch noch Mirlind Kryeziu im Training der 1.Mannschaft dabei gewesen. Dieser bringt eine typische Innenverteidiger-Statur mit und hat letzte Saison in Biel viel Einsatzzeit genossen. Dies allerdings vor allem mangels Alternativen, und es wurden dabei auch seine immer noch beträchtlichen Defizite in den Bereichen Pass- und Stellungsspiel offenbar. Es ist daher in Anbetracht der Gesamtsituation keine Überraschung, dass Trainer Uli Forte nicht unglücklich über einen zusätzlichen Innenverteidiger wäre.

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Saisonvorschau: Keine Experimente im Tor

Nach einem schwierigen Jahr soll auf der Goalie-Position Ruhe einkehren. Andris Vanins wurde als klare Nummer 1 geholt. Dahinter kämpfen Cupsieger-Torhüter Anthony Favre und Novem Baumann um die Nr.2. Die letztjährige Punktebilanz und die kleinere Fehlerquote sprechen für Favre. Mit dem Waadtländer holte der FCZ immerhin 1,14 Punkte pro Spiel – das ergibt hochgerechnet 41 Punkte auf die Saison (punktgleich mit Thun). Baumann hingegen hat immer noch starke Probleme mit Timing und der Orientierung im Raum und verursacht so viele unnötige Gefahrenmomente im eigenen Strafraum.

Der neu verpflichtete Yann-Alexandre Fillion soll ausgeliehen werden. Da Vanins in der Vorbereitung teilweise angeschlagen war, kam Baumann am meisten zum Einsatz, auch weil er gegen Stuttgart II nachrückte, wo eigentlich Fillion vorgesehen war. Im allgemeinen wurden die Torhüter in der Vorbereitung nicht allzu viel geprüft, aber Vanins konnte die Erwartungen bisher durchaus erfüllen.

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Saisonvorbereitung: drei Teenager spielten am meisten

Drei Siege und vier Niederlagen gab es in der Saisonvorbereitung des FCZ. Trainer Forte ist sehr zufrieden mit dem Verlauf und Gesamtergebnis. Insgesamt kamen 29 Spieler zum Einsatz, darunter mit Izer Aliu (16), Gianni Antoniazzi (17) und Kevin Rüegg (17) drei aus der U18 Schweizer Meister-Equipe. Dazu stand der mittlerweile nach Stuttgart transferierte Anto Grgic 308 Minuten auf dem Platz. Die meiste Einsatzzeit haben in der Vorbereitung mit Vasilije Janjicic (17), Moussa Koné (19) und Albin Sadrijaj (19) drei Teenager erhalten.

testspiele sommer 16

Marco Schönbächler hat gute Ansätze gezeigt, und wird von Trainer Uli Forte behutsam an die Leistungsgrenze zurück geführt. Deshalb ist es gut möglich, dass er genauso wie die in der Vorbereitung nur je einmal eingesetzten Gilles Yapi und Burim Kukeli gegen Winterthur noch nicht in der Startformation stehen wird.

fcz saisonstart 1617 moegliche aufstellung

In einer Artikelserie analysiert Züri Live in den nächsten Tagen Mannschaftsteil für Mannschaftsteil im Hinblick auf den Saisonstart am Montag.

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