Seit mehr als drei Jahren hat der FCZ im Tourbillon nicht mehr gewinnen können. Dies ist aber für FCZ-Trainer André Breitenreiter im Vorfeld des Duells gegen den Tabellensiebten ebenso wenig ein Thema, wie die Tabellenführung nach einem möglichen Auswärtssieg. Diese Saison wurden schon mehrere Negativserien gebrochen – gleichzeitig treten die Walliser unter dem neuen Trainer Paolo Tramezzani anders auf, als bei deren 2:6-Auswärtsniederlage im Letzigrund vor gerade mal anderthalb Monaten. Breitenreiter betont zudem, dass in jener Partie Sion in der 1. Halbzeit die bessere Mannschaft gewesen sei.

Assan Ceesay mit Effizienz für Gambia und den FCZ

Der letzte Auswärtssieg erinnert vom Spielverlauf übrigens stark an die heutige Phase, da damals Assan Ceesay in der Nachspielzeit den Siegtreffer erzielte: Highlights und Analyse des damaligen Auswärtssieges hier. Assan Ceesay hat mit dem Nationalteam in der Vorbereitung auf die allererste Afrika Cup-Teilnahme seines Landes keine Minute gespielt und sich eine leichte Verletzung zugezogen. Breitenreiter ist aber zuversichtlich, dass der Gambier im Wallis eingesetzt werden kann. Ceesay ist ein wichtiger Faktor für die zuletzt guten Resultate auch wegen der hohen Abschlusseffizienz. Seit der 1:3-Auswärtsniederlage in Basel profitierte der FCZ in jeder Partie von seiner Effizienz und erzielte mehr Tore, als man von den herausgespielten Torchancen her eigentlich hätte erwarten können. Zur Zeit hat der Letzigrundclub daher die meisten Tore der Liga erzielt.

Becir Omeragic muss erneuten Rückschlag verkraften

Fehlen werden Moritz Leitner und Salim Khelifi, der nach seiner Verletzung in der Saisonvorbereitung mittlerweile aber ebenfalls wieder im Training mit dabei ist. Becir Omeragic musste mit einem Migräneanfall von der U21-Nati wieder abreisen und war natürlich auch nicht bei der WM-Qualifikation der A-Nati mit dabei, mit welcher er im Sommer die EM-Endrunde bestreiten durfte, sollte aber für die Liga ebenfalls wieder zur Verfügung stehen. Dafür meldete sich Ante Coric am Tag des Abschlusstrainings krankheitshalber ab.

Breitenreiter setzt auf Begeisterung der Rückkehrer

Bei Aiyegun Tosin und vor allem Blaz Kramer hat man bei ihren Comebacks gesehen, dass ihnen noch einiges fehlt, um auf ihr altes Niveau zu kommen. Breitenreiter hat sie aber bewusst früh wieder eingesetzt, weil er auf deren Begeisterung wieder auf dem Platz zu stehen setzt. Kramer war denn auch an der Vorbereitung des 1:0-Führungstreffers in Genf entscheidend beteiligt. Die Luft reichte ihm aber nicht für mehr als 45 Minuten. Der Wechsel zur Pause zu Wilfried Gnonto war daher schon im vornherein abgesprochen gewesen. Nicht so, die prompte Wiederauswechslung von „Willie“ wegen Gelb-Rot-Gefährdung („der Schiedsrichter pfiff jede Szene gegen ihn, in solchen Situationen steht das Team an erster Stelle“).

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