In der vierten Testpartie der Saisonvorbereitung 2017/2018 fährt der FCZ mit 1:2 gegen den Deutschen Zweitligisten Sandhausen die erste Niederlage ein – genau mit dem gleichen Resultat hatte Luzern zuvor gegen diesen Gegner verloren. Mit der Ersten Halbzeit war anschliessend an die Partie Trainer Uli Forte nicht zufrieden:

Zwar begann diese ausgezeichnet mit einer Zürcher Druckphase und der Führung bereits in der 2. Minute gegen diejenige Mannschaft, die in der abgelaufenen Saison von allen Teams der 2.Bundesliga aus dem Spiel heraus am wenigsten Gegentore kassiert hat. Fabian Rohner hatte den Turbo gezündet und den Ball an die Strafraumgrenze getrieben und dann wie bei einem 4x100m Rennen den ebenfalls nicht zu bremsenden Moussa Koné als „Schlussläufer“ in den Strafraum lanciert.

Der FCZ schaffte es aber nicht, den Schwung aus dieser Anfangsphase mitzunehmen und überliess stattdessen Sandhausen die Initiative. Die Badener dominierten in der Folge die Erste Halbzeit und glichen wenn auch in der Entstehung etwas glücklich, aber sicherlich verdient, mit einem abgefälschten (und für Vanins unhaltbaren) Weitschuss aus 20 Metern genau in die rechte obere Ecke zum 1:1 aus. Zur Halbzeit wechselten beide Trainer (praktisch) komplett. Der FCZ war nun die etwas bessere Mannschaft (obwohl bei Sandhausen in der Zweiten Halbzeit mehr Stammspieler auf dem Platz standen), das Chancenverhältnis glich sich aus, es gab aber weiterhin nur wenige Tormöglichkeiten. Die besten vergaben Frey nach guter Vorarbeit von Winter aus kurzer Distanz und spitzem Winkel gegen Sandhausen-Keeper Schuhen und Bangura mit einem Kopfball an die Latte. Das Siegestor erzielte am Ende aber Sandhausen. Nach einem fairen Tackling von Cédric Brunner, der im eigenen Strafraum den Ball spielte, zeigte der Schiedsrichter zum Erstaunen aller auf den Punkt. Höler liess sich aus 11 Metern nicht zwei Mal bitten.

Gleich drei Jungs kamen beim FCZ in Auswärtstrikots zu ihrem Début. In der 1. Halbzeit agierte Victor Palsson halbrechts neben dem zentral spielenden Gilles Yapi und Izer Aliu (halblinks) in einem Mittelfeld, welches mit der Raum- und Aufgabenverteilung Mühe bekundete. Palsson agierte in den meisten Aktionen solide – nicht mehr und nicht weniger – und brachte eine gewisse Physis ein. Yapi und Aliu spielten nach einem intensiven Morgentraining von zwei Stunden bei weitem nicht auf dem Niveau wie noch beispielsweise gegen Thun. Auch bei Alain Nef schien das Morgentraining seine Spuren hinterlassen zu haben, und am Ende der Halbzeit humpelte er dann sogar noch nach einem Zweikampf im Mittelfeld mit Problemen am linken Knie vom Platz.

Nach der Halbzeitpause feierten ihrerseits Pa Modou Jagne und Yassin Maouche ihre ersten Einsätze im FCZ-Trikot. Pa Modous Auftritt war ganz ordentlich, während Maouche zwar seine Kreativität nach vorne andeutete, im allgemeinen aber vor allem noch Probleme mit der Physis und dem Tempo des Gegners hatte. Der junge Franzose aus der Region Genf zeigte sich in seinem ersten Interview beim FCZ angesichts des Trainingsrückstandes zufrieden mit seiner Leistung, sieht seine Stärken im Dribbling sowie im Passspiel, und sprach zudem kurz über seinen Transfer von Servette: „Es war kompliziert…“.

Der ebenfalls zur Halbzeit eingewechselte Adi Winter zeigte sich wie immer auch in einem Testspiel ehrgeizig. Am konstantesten im positiven Sinne setzt sich in dieser Vorbereitung aber bisher der nach Izer Aliu Zweitjüngste in Szene: Maren Haile-Selassie kann auf seiner linken Seite nichts erschüttern. Erneut etwas zu wenig Durchschlagskraft ging aber in der Zweiten Halbzeit von der Zentralen Offensive mit Dwamena, Frey und später Pagliuca aus.

Der FCZ hat am kommenden Sonntag 16.Juli um 17 Uhr in Ruggell (Liechtenstein) gegen den Türkischen Süper Lig-Aufsteiger Göztepe Izmir ein weiteres Testspiel geplant. Göztepes Mittelfeldspieler Murat Akin ist bereits zum achten (!) Mal mit einem Verein von der Zweiten in die oberste Türkische Liga aufgestiegen. In der Schweiz gelang ihm dies mit dem FC Wil letzte Saison aber nicht. Ausserdem ist bei den sich in Österreich im Trainingslager befindlichen Türken auch Ex FCZ-Stürmer Adis Jahovic engagiert.

SV Sandhausen – FC Zürich 2:1 (1:1)

Tore: 2. Koné (Rohner) 0:1, 13. Vollmann 1:1; 81. Höler (Penalty) 2:1.

Sandhausen: Knaller (46. Schuhen); Gipson (46. Klingmann), Kister (46. Seegert), Karl (46. Knipping), Rossbach (46. Paqarada); Stiefler (46. Kulovits), Zenga (46. Linsmayer); Daghfous (46. Ibrahimaj), Vollmann (46. Aygünes), Born (46. Derstroff); Wooten (46. Höler).

FC Zürich: Vanins; Nef (46. Brunner), Kukeli (46. Bangura), Sadrijaj (46. Pa Modou); Rohner (46. Winter), Yapi (46. Sarr), Rodriguez (46. Haile-Selassie); Palsson (46. Rüegg), Aliu (46. Maouche); Koné (46. Dwamena), Frey (69. Pagliuca).

Bemerkungen: FCZ in den neuen Auswärtstrikots – Débuts von Palsson, Maouche und Pa Modou – Comeback von Sarr – Voser (angeschlagen) und Cavusevic (Vaterfreuden) aktuell nicht im Training – Alesevic als verletzt gemeldet, aber mit der Mannschaft dabei – Baumann nicht eingesetzt – Brecher nicht im Matchaufgebot mit einem Spezialtraining vor Ort – verletzt: Schönbächler, Marchesano, Kempter, Kryeziu.

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Michael Frey, Pa Modou Jagne, Victor Palsson, Yassin Maouche und Stand heute auch Izer Aliu, Maren Haile-Selassie, Kilian Pagliuca und Albin Sadrijaj – das FCZ-Kader wurde im Hinblick auf die kommende Saison nach den Abgängen von Buff, Kecojevic, Stettler, Chiumiento (und Kleiber) in der Breite verstärkt. Das ist wohl aber noch nicht das Ende. Gerüchteweise soll noch ein Transfer getätigt werden, und dies wohl auf der Innenverteidigerposition. Ayoub Abdelloui (24) von USM Algier wurde von einer Algerischen Quelle ins Spiel gebracht. Wahrscheinlicher erscheint aber die Verpflichtung von dessen 29-jährigem Landsmann Liassine Cadamuro (Servette) – wie Maouche ein Franzose mit Algerischen Wurzeln. Dieser gehört zum erweiterten Kreis der Algerischen Nationalmannschaft, hat unter anderem im Januar am Afrika Cup ein Spiel bestritten. Abdelloui hat bisher „nur“ in der U23/Olympia-Mannschaft gespielt und wartet noch auf sein erstes A-Team Aufgebot.

Auf der Website des Servette-Fanklubs Maroons wurde schon vor ein paar Tagen vom Interesse des FCZ (und Luzerns) an Linksfuss Cadamuro berichtet. Nach Einschätzung des Autors jener Seite würde Servette seinem in der Challenge League soliden und kopfballstarken Abwehrmann bei einem guten Angebot keine Steine in den Weg legen. Dies obwohl die Genfer das klare Ziel „Aufstieg“ ausgegeben haben und nach dem Abgang von Rodrigues zu Thun auf der Innenverteidigerposition einen Engpass erleiden würden. Bereits zum Trainingsstart hatte Servette-Trainer Meho Kodro gegenüber der Tribune de Genève geäussert, dass die Personalie Cadamuro noch offen sei – „er könnte ein Angebot erhalten“.

Der FCZ spielt zum zweiten Mal hintereinander 1:1. Die Partie gegen den Ligue 1-Aufsteiger in Haguenau im Elsass war weniger intensiv, als noch das Duell gegen Thun. Für Strasbourg (unter anderem mit Ex-Xamax/YB-Verteidiger Kader Mangane) war es das erste Testspiel, der FCZ ist unterwegs ins Trainingslager in Oberstaufen. Wie schon gegen die Berner Oberländer liess Trainer Uli Forte die Mannschaft erneut im 3-5-2 antreten. Die Zielstrebigkeit fehlte aber weitgehend im Zürcher Spiel.

Für Unruhe beim Gegner und den Strasbourg-Fans auf der Tribüne sorgte in erster Linie der in der 2. Halbzeit eingesetzte Fabian Rohner, der mit seinen Turboantritten für den ein oder anderen erstaunten Aufschrei sorgte. Das Sturmduo Frey/Cavusevic konnte aber wenig mit den Bällen anfangen – einmal vergab Cavusevic, der zusammen mit Frey alleine vor dem Torhüter stand, die Möglichkeit auf klägliche Art und Weise, wie das gerade in Testspielen bei ihm zur Gewohnheit geworden ist. Bangura und Sadrijaj spielten als Einzige über die vollen 90 Minuten – zu mehr als einem 45 Minuten-Einsatz kamen ansonsten noch Rüegg und Pagliuca.

Aus dem FCZ-Tross ist Reha-Trainer Patrick Amstutz in Zürich geblieben, um auf der Allmend Brunau Armando Sadiku und Artjom Simonyan zu betreuen. Der Leiter Sport Thomas Bickel wird dieser Tage auch nicht immer bei der Mannschaft sein können. In der Gerüchteküche wird heute der Isländische Mittelfeldspieler Victor Palsson (26, sechs Testländerspiele) vom Dänischen Absteiger Esbjerg als möglicher FCZ-Neuzugang am heissesten gehandelt. Zurück aus Berlin ist Adrian Nikci – der Ustermer, welcher 10 Jahre für den FCZ gespielt hat, ist aktuell bei Stadtrivale GC im Test.

Strasbourg – FC Zürich 1:1 (0:0) 

Tore: 72. Liénard 1:0; 73. Rodriguez 1:1.

Strasbourg:  Oukidja (46. Hilaire) – Lala (46. Seka), Mangane (46. Caci), Salmier (46. Aaneba), Martinez (70. Salmier) – Gonçalvez (46. Zohi), Nogueira (46. Grimm), Aholou (46. Ndoye), Bahoken (46. Liénard) – Sacko (46. Pouyé), Blayac (46. Da Costa).

FCZ: Brecher (46. Baumann); Brunner (46. Nef), Bangura, Sadrijaj; Winter (46. Rohner), Kukeli (46. Yapi), Haile Selassie (46. Rodriguez); Rüegg (68. Pagliuca), Pagliuca (46. Aliu); Koné (46. Cavusevic), Dwamena (46. Frey).

Gelbe Karten: 61. Rohner, 81. Aaneba.

Nicht eingesetzt: Vanins, Pa Modou.

Angeschlagen/Geschont: Voser, Alesevic, Sarr.

Verletzt: Kryeziu, Kempter, Schönbächler, Marchesano.

Heute Dienstag will Promotion League-Aufsteiger Yverdon-Sport Djibril Cissé (35) an einer Pressekonferenz präsentieren. Dieser war zu seinen besten Zeiten ein Weltstar, gewann mit Frankreich (insgesamt 41 Länderspiele) 2003 den Confederations Cup und 2005 mit cisse-djibrilLiverpool die Champions League. Dieser Cissé könnte also in der kommenden Saison in der Promotion League im Heerenschürli zu sehen sein. Nach einer Hüftoperation hatte der Franzose seine Karriere eigentlich beendet gehabt – nun will er es nochmal wissen. Bezeichnenderweise ist das Thermalbad von Yverdon einer der Trikotsponsoren des Klubs – die heissen Quellen sollen auch bei Cissé Wunder bewirken – sicherlich ein Trikot mit einem gewissen Liebhaberwert.

In Yverdon trifft Cissé auf den gleichaltrigen Matt Moussilou, einen weiteren ehemaligen Starstürmer aus der Französischen Ligue 1, der mit vier Toren in den 1.Liga Playoffs grossen Anteil am Aufstieg Yverdons hatte. Dazu stösst ein François Marque (bereits wieder zurück aus Brunei) oder David Marazzi – und ausserdem weitere Akteure mit mindestens Challenge League-Background wie Dany Da Silva, Brenet, De Pierro, Reis, De Coulon, Gudit, Chappuis, Gauthier und Rushenguziminega. Es ist klar, yverdon-stade-nouveaudass Yverdons Ambitionen sich nicht auf den Klassenerhalt beschränken werden. Zusammen mit den bereits in der abgelaufenen Saison die Challenge League anstrebenden Kriens und Stade Nyonnais gehört Yverdon zu den klaren Aufstiegsanwärtern (sowohl sportlich, wie auch als Gesamtverein). Unterstrichen wird dies durch die schon seit längerem bestehenden und sich aktuell konkretisierenden Pläne der Renovation der Haupttribüne und des Neubaus von VIP-Logen, um auch infrastrukturell fit für die Challenge League zu werden.

Ein Neubau der Haupttribüne ist auch in Kriens geplant, welches in diesem „Sommer-Mercato“ mit dem Innerschweizer Marijan Urtic von Chiasso bereits einen starken Aussenverteidiger aus der Challenge League verpflichten konnte, welcher auf jeden Fall ein adäquater Ersatz für den zu Thun transferierten Chris Kablan sein sollte. Nyon hat mit Dessarzin (Winterthur), Pont, Yagan (beide Servette), Tall und Zambrella (beide Le Mont) ebenfalls kräftig aufgerüstet – dies zusätzlich zu den bereits vorhandenen ehemaligen Challenge League- und Super League-Spielern wie Hochstrasser, Barroca, Etchegoyen, Maric und Popara. Nicht auszuschliessen sind Aufstiegsambitionen zudem bei Klubs wie La Chaux-de-Fonds (neu mit Ndzomo, Challandes, Hayoz und Kasai), Cham oder Brühl.

U21-Trainer Ludovic Magnin nicht zur Verfügung stehen wird Innenverteidiger Arbenit Xhemajli. Dieser gehörte vor Jahresfrist zu den Leistungsträgern der U18-Meisterequipe, zeichnet sich durch Ruhe am Ball, gute Technik und speziell Kopfballstärke aus. Xhemajli img_3105wechselt in die Challenge League zu Aufstiegskandidat Xamax und wird dort aller Voraussicht nach ein guter Ersatz für den zurückgetretenen technisch stark limitierten Kiliann Witschi sein. Xhemajli, der zuletzt am FIFA Blue Stars Youth Cup im Spiel um Platz 3 gegen GC das entscheidende Tor erzielte, wäre sicherlich grundsätzlich ein Kandidat für die 1.Mannschaft beim FCZ gewesen – es wird aber weiterhin auf die zur Zeit angeschlagenen/verletzten Alesevic und Kryeziu gebaut. Zudem lief der Vertrag von Xhemajli aus. Er wechselt somit wie zuvor André Ribeiro (zu Braga) oder Nils Von Niederhäusern (Vaduz) wohl für eine Ausbildungsentschädigung im tiefen sechsstelligen Bereich.

Der an den FC Winterthur ausgeliehene Nicolas Stettler hat derweil am Sonntag im Final des Freiämter Cup gegen Aarau den 1:1-Ausgleichstreffer erzielt – wie der Landbote schreibt, war es ein „clever erzieltes Tor“ – Winterthur verlor anschliessend aber das Penaltyschiessen. Eine Algerische Quelle vermeldet zudem das Interesse des FCZ am 24-jährigen Innenverteidiger Ayoub Abdellaoui von USM Algier, der nach ES Sétif in den letzten Jahren zweiterfolgreichsten Klubmannschaft des WM-Achtelfinalisten 2014. Der FCZ wolle den Spieler „um jeden Preis“ verpflichten, USM-Präsident Rebouh Haddad diesen aber nicht gehen lassen.

Kurz vor dem Aufbruch ins Trainingslager bestritt die nach den Verletzungsausfällen des Wochenendes (Kempter, Schönbächler, Marchesano – allen gute Besserung!) Übriggebliebenen eine längere Trainingseinheit am Nachmittag. Zumindest Cédric Brunner ist von seinen Bauchbeschwerden wieder genesen. Und erstmals mit dabei: Neuling Pa Modou Jagne, der ablösefrei von Sion zum FCZ gewechselt ist und anschliessend Züri Live das erste Interview im FCZ-Dress gab:

Beim „7 vs. 3“ bildete sich auf der einen Seite die Gruppe der Jungen und auf der anderen die Afrikaner zusammen mit den Routiniers. Zu spüren war: die Gruppe der Afrikaner ist mittlerweile so gross geworden, dass sie zunehmend die Teamkultur prägt – wie es zur Zeit aussieht, im positiven Sinne mit einer gewissen (Spiel-)Freude. Winter, Nef und Kukeli schienen sich auf jeden Fall in dieser Gruppe wohl zu fühlen. Raphael Dwamena ist von seinem ersten Länderspieltrip zurück. Zuerst der erfolgreiche Auftakt mit dem 5:0-Sieg im Afrika Cup-Qualifikationsspiel gegen Äthiopien mit zwei Dwamena-Toren, dann die Freundschaftsspiele in den USA gegen die B-Teams von Mexico (welches gleichzeitig noch am Confederations Cup engagiert war) und USA mit einer 0:1- und 1:2-Niederlage.

In allen drei Spielen war Dwamena in der Startformation neben Asamoah Gyan (Äthiopien, USA) oder Abdul Majeed Waris (Mexiko). „ESPN“ bewertete den Auftritt von „Rapha“ gegen die USA folgendermassen: „The FC Zurich striker didn’t get a lot of opportunities for goal but his hold-up and link-up play with the forwards was brilliant. As the midfield struggled to provide the required support for the front two, he dropped deep and run at defenders, often to good effect. 6/10“

Ebenfalls vor Ort auf der Allmend Brunau in FCZ-Trainingsausrüstung war Armando Sadiku. Er nimmt aktuell nicht am regulären Trainingsbetrieb teil, machte einen Waldlauf und gesellte sich anschliessend kurz zu den ehemaligen Kollegen und unterhielt sich ein wenig mit dem einen oder anderen, speziell Kukeli. Gegenüber Züri Live äusserte er sich nur unverbindlich.

Morgen Dienstag Abend spielt der FCZ auf dem Weg ins Trainingslager im allgäuischen Oberstaufen um 19 Uhr im Elsass (Hagenau) gegen Ligue 1-Aufsteiger Strasbourg – ein ähnlicher Härtetest wie kürzlich der FC Thun. Voraussichtlich gibt es diesmal keinen Live Ticker auf Züri Live-Twitter.

sadrijaj-rodriguez-zweikampf-training-fcz-1707Rodriguez und Sadrijaj im Zweikampf

aliu-haile-selassie-training-fcz-1707Aliu beobachtet, was Haile Selassie mit dem Ball macht

pagliuca-fcz-training-25-1707Kilian Pagliuca muss seinen Platz noch finden

sadiku-drink-sein-erstes-training-fcz-1707Dabei, aber nicht mittendrin: Armando Sadiku

Verteidiger Albin Sadrijaj (47 Promotion League- und 4 UEFA Youth League-Spiele für den FCZ) kehrt per sofort ins Kader der 1.Mannschaft zurück, wie der Winterthurer „Landbote“ berichtet. Zuletzt war der Thurgauer beim FC Winterthur getestet worden. Nach der Verletzung von Michael Kempter wurde er aber wieder zurückberufen und kam am Samstag gegen den FC Thun zu einem 20-minütigen Teileinsatz. In der Sommer-Vorbereitung 2016 war Sadrijaj mit 340 Spielminuten der meisteingesetzte Innenverteidiger gewesen, schaffte es in der Meisterschaft dann aber nur ein Mal auf die Ersatzbank (Mai, Heimspiel gegen Wil). Vor einem Monat unterschrieb der damals noch 19-jährige seinen ersten Profivertrag beim FCZ für 4 Jahre. In der U20-Nationalmannschaft kam Sadrijaj unter Trainer Claude Ryf im November zu zwei Einsätzen und agierte dabei als hängende Sturmspitze hinter dem ehemaligen FCZ-Teamkollegen Aldin Turkes und machte auf dieser Position seine Sache sehr gut, verblüffte mit starken Dribblings und Zuspielen in die Tiefe.

Schon im ersten Interview mit Züri Live vor Jahresfrist in den Katakomben der Fontenette in Carouge (siehe unten) sagte Sadrijaj: „Ich bin bereit (für die 1.Mannschaft)!“. Mit einem 7:1-Sieg hatte die Promotion League-Equipe in der Letzten Runde den Klassenerhalt erballert. Wegen einer Forfaitniederlage musste bis dahin gezittert werden. Es waren turbulente Tage kurz nach dem Abstieg der 1.Mannschaft und einen Tag vor dem erfolgreichen Cupfinal gegen Lugano im Letzigrund.

Drei verletzte Spieler innerhalb von zwei Tagen beim FCZ! Nachdem sich Michael Kempter im Training eine Kreuzbandverletzung zugezogen hatte, erwischt es strafraumszene-zuercher-strafraum-erlenbach-test-thun-fcz-1707im Testspiel gegen Thun Antonio Marchesano und Marco Schönbächler. Bereits in der 9. Minute wurde der Tessiner Mittelfeldspieler mit einer Muskelverletzung vom Platz getragen. Nach der Partie meinte er gegenüber Züri Live, „es sieht nicht gut aus“. Noch schlimmer steht es aber wohl um Marco Schönbächler. Dieser hatte sich bei Marchesanos Ausfall eingelaufen, kam zwei Minuten später ins Spiel und übernahm die Position im zentralen offensiven Mittelfeld. In der 30.Minute knickte der Urdorfer in der Nähe der Spielerbank weg, man hörte den Knall. Mit viel Eis auf dem Rechten Knie wurde er ebenfalls von den Zürcher Betreuern weggetragen und durch Kevin Rüegg ersetzt.

Man muss dabei betonen, dass die Partie im Allgemeinen zwar intensiv, aber keineswegs unfair oder überhart geführt wurde. In den ersten zehn Minuten kam der FCZ kaum aus der eigenen Hälfte raus – auch in der Folge blieb Thun spielbestimmend, aber die Zürcher konnten sich immer besser aus der Umklammerung lösen und erspielten sich eine Reihe von Konterchancen – meist über die rechte Seite mit Michael Frey und dem schnellen Fabian Rohner. Der Ball landete dann in der Regel über mehrere facchninetti-einwurf-erlenbach-thun-fcz-test-1707Stationen links im Strafraum, wo Roberto Rodriguez jeweils am Tor vorbei schoss. Die beste Einschussmöglichkeit vergab Dzengis Cavusevic in der 29. Minute mit einem Kopfball aus kurzer Distanz nach einer wunderbaren Schönbi-Flanke von der linken Eckfahne – nur eine Minute später ging es beim FCZ-Flügel nicht mehr weiter. Der doppelte Verletzungsausfall ging nicht spurlos an der Forte-Truppe vorbei. Die Schlussphase der Ersten Halbzeit gehörte Thun. Nachdem Vanins einen Spielmann-Abschluss aus kurzer Distanz nach Nef-Fehler noch pariert hatte, war er praktisch chancenlos gegen den wuchtigen Kopfball Norman Peyrettis in der 40.Minute nach idealer Freistossflanke Facchinettis mit links von der rechten Seite. Der Thuner Linksverteidiger ist zur Zeit der wohl beste Standardschütze und Flankengeber der Liga.

Mit Beginn der Zweiten Halbzeit konnte sich das Letzigrund-Team dann aber wieder deutlich steigern und war bis zum Ende der Partie spielbestimmend. Dies mit einem jungen Team: Brecher war nun im Tor (und machte sein Sache gut), Rüegg und Aliu agierten im Mittelfeld, Koné im Sturm, und zwischen der 61. und 70.Minute wurden auch noch Haile Selassie, Sadrijaj und Pagliuca eingewechselt. Da Uli Forte deutlich mehr Wechsel vornahm, als sein Gegenüber Marc Schneider (neun vs. vier), waren seine Jungs im Zweiten Durchgang im Durchschnitt frischer. Thun hatte erst gerade am Vortag gegen Köniz (2:2) getestet – von den möglichen Stammspielern kamen dort Faivre, Glarner, Lauper, Tosetti und Sorgic von Beginn weg zum Einsatz. Gegen den FCZ begann dann eine komplett andere Elf.

Der verdiente Ausgleich fiel in der 83. Minute. Der flinke Haile Selassie hatte auf der linken Seite am Strafraum einen Freistoss erzwungen – Winter brachte nach-tor-bangura-test-fcz-thun-erlenbach-simmental-1707diesen mit rechts in den Strafraum – der Abpraller in der Thuner Abwehr setzte auf dem Boden auf und konnte von Umaru Bangura platziert per Kopf in die linke Ecke verwandelt werden. Während der ganzen Partie spielte der FCZ in einem offensiv ausgerichteten 3-5-2. Speziell Izer Aliu (spielte durch), der letzte Saison eher stagniert hatte, setzte klare Zeichen, dass er wieder da und ein ernsthafter Kandidat ist – auch Rohner und Haile Selassie zeigten auf den Flügeln eine gute Partie, Rüegg agierte gewohnt souverän, auch wenn er weiterhin ab und zu auf diesem Niveau noch leichte Aufmerksamkeitsdefizite zeigt, „Testspielkönig“ Koné (9 Tore, 11 Assists letzte Saison) kämpfte hingegen etwas unglücklich. Frey konnte sich vorne in der Abschlusszone selten durchsetzen, setzte aber zwei-/dreimal seine Mitspieler gut in Szene. Von den Routiniers muss man speziell Gilles Yapi hervorheben, der über die vollen 90 Minuten auf dem Platz stand und als Schaltzentrale durch und durch eine starke Partie ablieferte. Obwohl der FCZ insgesamt eine gute Leistung zeigte, wurde ihm gleichzeitig vom FC Thun aufgezeigt, wie hoch die Latte in der Super League liegt.

Thun – FC Zürich 1:1 (0:1) 

Tore: 40. Peyretti (Facchinetti) 1:0; 83. Bangura (Winter) 1:1.

Thun: Ruberto; Kablan (46. Glarner), Bürgy, Alessandrini (81. Sutter), Facchinetti; Da Silva (62. Dzonlagic), Hediger, Geissmann, Spielmann; Rapp, Peyretti (46. Hunziker)

FCZ: Vanins (46. Brecher); Nef (46. Brunner), Bangura, Kukeli (70. Sadrijaj); Rohner (46. Winter), Yapi, Rodriguez (61. Haile Selassie); Aliu, Marchesano (11. Schönbächler, 34. Rüegg); Cavusevic (46. Koné), Frey (70. Pagliuca).

Nicht eingesetzt: Antoniazzi, Baumann.

Nationalteam: Dwamena.

Ebenfalls noch abwesend: Pa Modou Jagne.

Verletzt oder angeschlagen: Voser, Sarr, Alesevic, Kryeziu, Kempter.

Bemerkungen: Spezieller Dank an den gastfreundlichen und gut organisierten FC EDO Simme und Gratulation zum 40 Jahr-Jubiläum!

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Seit einer Woche ist auch die neu von Ludovic Magnin trainierte Promotion League-Equipe wieder im Training. Am 2.August beginnt die Meisterschaft der Zweiten FCZ-Equipe mit einem Auswärtsspiel beim SC Brühl (bereits bekannte Zuzüge: Nico Abegglen, Nikola Bozic, Loris Pellegatta). Freitagabend kam es nun im Heerenschürli vor etwa 100 Zuschauern zum ersten Testspiel gegen den SC Cham (letzte Saison 11. in der Promotion League) – Endresultat 2:2, nach einem 0:1-Rückstand zur Pause.

Florian Stahel kam dabei in der 1.Halbzeit zu seinem Début und beantwortete anschliessend zur Feier des Tages ein paar Fragen von Züri Live:

Neben Stahel verteidigten im ersten Durchgang Antoniazzi, Sascha Dervenic (Luzern-Kriens U18) und noch ein weiterer Testspieler. Im Mittelfeld spielten Sadiku, Dalvand, Domgjoni und ein dritter Testspieler, und vorne stürmten Rexhepi und ein vierter Testmann. In der Zweiten Halbzeit kamen unter anderem die U18-Spieler Kamberi und Zumberi zum Einsatz, dazu aus der letzjährigen U21 Kouamé am Rechten Flügel – ausserdem im Sturm ein Testspieler aus Spanien und als Linksverteidiger mit Liridon Berisha ein möglicher Rückkehrer. Der 19-jährige agierte zuletzt eine Saison beim FC Seefeld als Stammspieler in der Innenverteidigung. Nun hat sich der Zürcher Quartierklub freiwillig aus dem Spitzen-Amateurfussball zurückgezogen. Nach deutschen Quellen sollen zudem der Italo-Kanadier Domenic Lacroce (23) vom Landesligisten Meiendorf und Ex GC-Junior Samir Bajrami (Stuttgart II) beim FCZ sein. Von Seiten Züri Live kann dies zur Zeit weder bestätigt noch dementiert werden.

Dementiert werden können hingegen wie erwartet die Gerüchte, dass Michael Frey den FCZ eine Millionensumme gekostet haben soll. Zwei Millionen Schweizer Franken war als Betrag in gewissen Medien verbreitet worden. Dieser hohe Betrag wirkte aber von Anfang an unglaubwürdig. Denn es wäre eine der höchsten Transfersummen in der Vereinsgeschichte des FCZ gewesen. Sie entsprechen exakt Freys „Marktwert“ auf dem Portal „transfermarkt.ch“. Allerdings sind die dortigen Marktwerte erstens geschätzt auch im Hinblick auf mögliche spätere Auslandtransfers – und zweitens basieren sie auf der Annahme eines noch gültigen Dreijahresvertrages beim alten Verein. Frey hatte aber nur noch einen Einjahresvertrag, was den Preis genauso stark drückt, wie das zuletzt eher tiefe Standing des Spielers bei den Bernern und die finanziellen Möglichkeiten des FCZ. Von einer sicheren Quelle wurde gegenüber Züri Live nun versichert, dass die Transfersumme für Frey unter einer halben Million Schweizer Franken gelegen habe.

Mit Frey und möglicherweise auch schon mit der zweiten Neuverpflichtung Pa Modou Jagne tritt der FCZ heute im Berner Oberland im Tal der Simme zum seinem zweiten Testspiel gegen den FC Thun an. Ein Einsatz von Sturmtalent Ancillo Canepa ist gegen das Team des FCZ-„Gott“ Marc Schneider nicht zu erwarten – dafür die wichtigsten Updates vom Spiel via: https://twitter.com/Zuerilive