Kleiber, Brecher, Rohner, Aliu im Training

Am Montagnachmittag der Nati-Pause trainiert der FCZ unter dem Trainerduo Forte/Chieffo viel taktisches, aber immer mit einem spielerischen Element. Von der 2.Mannschaft, die am Samstag im Heerenschürli die Reserven von Sion mit 5:2 geschlagen hat, sind Kempter, Aliu und neu auch Flügelflitzer Fabian Rohner mit dabei. Rohner ist nach Antoniazzi, Rüegg und Aliu ein weiterer Spieler aus der U18-Schweizermeisterequipe, der in die 1.Mannschaft reinschnuppert (Janjicic hatte letzte Saison in der U18-Mannschaft auch noch vereinzelte Einsätze gehabt). Rohner (18) zeigt im Training, dass er nicht nur schnell ist, sondern auch spielerisch mithalten kann. Am Samstag hatte Rohner in seinem fünften Promotion League-Einsatz auf Zuspiel von Rüegg bereits sein drittes Tor erzielt, und dazu einen Penalty herausgeholt.

Nach seinem im Winter erlittenen Kreuzbandriss wieder voll im Mannschaftstraining mit dabei ist Mike Kleiber! Ausserdem trainierte selbst Yanick Brecher nach seinem im Mai erlittenen Kreuzbandriss bereits wieder auf dem Nebenplatz mit Reha-Trainer Patrick Amstutz. Brechers Ehrgeiz wurde dabei mit einer Art „Vier gewinnt“ gegen Amstutz mit Sprints und Hütchen ablegen bereits wieder voll geweckt. Das reguläre Goalie-Training leitete Davide Taini mit Anthony Favre, Novem Baumann und Yann-Alexandre Fillion. Abwesend bei ihren Nationalmanschaften sind immer noch Sadiku, Kukeli, Bangura, Vanins und Simonyan.

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Den Roten Faden und das Spiel verloren: Highlights FCZ – Luzern

Nach einer guten ersten Viertelstunde, in welcher der FCZ mit flüssigem Kombinationsspiel die Partie in die Hand genommen hatte, brachte der erste Luzerner Konter mit dem Abschluss von Hyka an den Aussenpfosten nach einer vergebenen Abschlusschance von Vinicius im Luzerner Strafraum die Wende im Spiel. Von diesem Moment an gab der FCZ das Szepter aus der Hand, die Aktionen wurden fahriger, als Mannschaft war das Selbstvertrauen nicht mehr richtig da. Luzern konnte dies mit einer fokussierten Leistung und Konterfussball ausnutzen, und gewann schlussendlich im Letzigrund verdient mit 1:0. Das Gegentor fiel, als Michael Frey nach einem Vinicius-Fehlpass zwei Mal nicht energisch genug angegriffen wurde, und bei der flachen Flanke von rechts Yanick Brecher nicht das einzige Mal an diesem Abend eine schlechte Figur abgibt. Nach der Hereinnahme von Simonyan für Vinicius stellte der FCZ auf eine Viererabwehr mit Doppelsturm Buff/Kerzhakov um. Ein Lichtblick war in der Schlussphase der Kurzeinsatz von Stürmer Aldin Turkes, der sich seit der Wintervorbereitung im Fanionteam von Einsatz zu Einsatz zu steigern weiss.

FC Zürich – FC Luzern 0:1 (0:0)

Letzigrund – 8146 Zuschauer – SR Pache

Tor: 47. M. Schneuwly (Frey) 0:1
Zürich:
 Brecher; Brunner, Nef, Kecojevic; Koch, Grgic, Kukeli, Vinicius (71.Simonyan); Buff (84. Turkes), Chiumiento (56. Bua); Kerzhakov. 
Luzern:
 Zibung; Thiesson, Affolter, Puljic, Lustenberger; C. Schneuwly (91. Schachten), Haas, Neumayr (77. H.Kryeziu), Hyka; M. Schneuwly, Frey (89. Arnold).

Vaduz – FCZ 0:3 Highlights

Der FCZ ist parat und gewinnt die entscheidenden Zweikämpfe in Vaduz – vor allem Burim Kukeli und Alain Nef antizipieren immer wieder gut. Aber auch die vordere Reihe mit Oliver Buff, Franck Etoundi und sogar Davide Chiumiento hilft im Spiel ohne Ball viel mit. Zur Pause muss Gilles Yapi angeschlagen auf der Bank bleiben, Buff rückt auf seine Position, und der eingewechselte Kevin Bua bringt zusätzliches Tempo in die Konterangriffe. Der vor dem Spiel fraglich gewesene Etoundi muss in der zweiten Halbzeit leider ebenfalls angeschlagen vom Platz – sein Ersatz Aldin Turkes legt sich ins Zeug und kommt gleich zu vier Torchancen in der Schlussphase. Vaduz erwischt für einmal keinen guten Tag – Yanick Brecher muss keinen einzigen Ball halten. Das wichtige 1:0 wurde durch einen öffnenden Schnittstellenpass von Kukeli auf Chiumiento eingeleitet, mit etwas Glück landete dann die von Gülen abgelenkte Bua-Flanke wieder auf dem Fuss von Chiumiento, der seine gute Leistung mit seinem ersten Tor seit November 2014 krönte. Es war damals der 3:1-Sieg in Sion unmittelbar nach der Verletzung von Yapi.

FC Vaduz – FC Zürich 0:3 (0:0)

Rheinpark – 4527 Zuschauer – SR Jaccottet

Tore: 54. Chiumiento (Bua) 0:1, 61. Bua (Handspenalty nach Freistoss Buff) 0:2, 74. Buff (Foulpenalty, Foul an Bua) 0:3

Vaduz: Jehle; Von Niederhäusern, Gülen, Grippo, Borgmann; Janjatovic (64. Kamber), Ciccone, Kukuruzovic; Messaoud (64. Avdijaj), Sadiku, Sutter (64. Costanzo).

Zürich: Brecher; Nef, Sanchez, Kecojevic; Brunner, Kukeli, Yapi (46. Bua), Koch; Buff, Chiumiento (81. Simonyan); Etoundi (75. Turkes).

Abschlusstraining vor Vaduz

Das Abschlusstraining vor dem kapitalen Auswärtsmatch in Vaduz ist am Samstag 13:45 genau 24 Stunden vor dem Anstoss im Rheinparkstadion angesetzt. Offensichtlich gibt es zu Beginn der Einheit eine Besprechung in der Kabine. Danach erscheint um etwa 14:05 als erster Anto Grgic und hat alles wichtige dabei. Er wird erwartet von Konditionstrainer Alex Kern, der sich mehr als 20 Minuten alleine auf dem Trainingsplatz aufgewärmt hatte.

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Aldin Turkes betätigt sich als Wasserträger. Gilles Yapi trottet etwas gedankenversunken hintendrein.

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Franck Etoundi hat diese Woche ein Teilprogramm absolviert und wird von Trainer Sami Hyypiä  als „fraglich“ kategorisiert. Die Teilnahme am Abschlusstraining scheint den Kameruner im Gespräch mit dem wieder spielberechtigten Ivan Kecojevic schon mal positiv zu stimmen.

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Wer steht im Tor? Die Diskussion ist diese Woche nach dem Fehler von Anthony Favre im Derby wieder aufgekommen. Dies obwohl die Statistik klar für den Waadtländer spricht. Favre hat von allen Spielern, welche diese Saison schon mal in der Startformation gestanden sind mit 1,8 den besten Punkteschnitt. Dahinter folgen Vinicius (1,77), Sarr (1,63) und Kecojevic (1,53).

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Konkurrent Yanick Brecher hat mit 0,94 Punkten pro Spiel nach Amine Chermiti und Davide Chiumiento die drittschlechteste Punktebilanz. Zum Training erscheint der junge Keeper an der Seite von Philippe Koch und Torhütertrainer Christian Bösch.

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Favre in Bedrängnis

Tor (1 Position): 

In den Vorbereitungspartien hat Anthony Favre vier Gegentore in 135 Minuten kassiert (1/34min), bei Yanick Brecher waren es zwei Gegentore in 180 Minuten (1/90min) und bei Novem Baumann drei in gerade mal 45 Minuten (1/15min). Nicht nur diese Rohdaten zeigen, dass Anthony Favre um seinen Platz als Nummer 1 im Zürcher Tor zittern muss. Der Waadtländer hatte nach seiner Beförderung im Anschluss an die gute Leistung im Wankdorf beim Cup-Achtelfinal in den letzten Partien der Vorrunde insgesamt nicht wirklich überzeugen können, unter anderem beim 0:5 im Derby.

Yanick Brecher seinerseits hatte davor gegen Luzern und in Thun zwei Spiele mit fünf Gegentoren mit dem negativen Höhepunkt beim erfolgreichen Torschuss von Buess, als Brecher den Körper aus Angst vor dem Ball abdrehte, anstatt sich breit zu machen. Für Brecher spricht seine Jugend, dass er aus der eigenen Academy stammt – und seine klar bessere Technik beim Spielaufbau . Für Favre spricht, dass er mehr Stabilität ausstrahlt, und dass das Team mit ihm im Kasten in der Vorrunde klar erfolgreicher war (Halbfinal-Qualifikation als Cup-Torhüter, positive Bilanz in der Meisterschaft). Baumann als dritter Goalie ist keine Alternative, da er selbst in der Promotion League eher zu den schwächeren Torhütern gehört – und viele unnötige Fehler produziert.

Katzenwetter und der innere Schweinehund

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Der FCZ-Strassenkreuzer im Sportpark „Rote Teufel“

Nimmt man die Testspiele als Massstab für den Rückrundenstart des FCZ, könnte einem Angst und Bange werden. Mit Ausnahme der Partie gegen Dnipro ist das Team von Trainer Sami Hyypiä in den Vorbereitungsbegegnungen durchwegs müde, apathisch und uninspiriert aufgetreten. So auch zum Abschluss im Nachwuchszentrum des 1.FC Kaiserslautern bei der klaren 0:4-Niederlage.

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Der nicht für einen Einsatz vorgesehene Vasilije Janjicic motiviert seine Teamkollegen vor dem Anpfiff

Die erste Chance der Partie hatte Aleksandr Kerzhakov, der in der 6.Minute aus 15 Metern deutlich links am Tor vorbei verzog. In der Folge übernahm das Heimteam dann aber immer mehr das Szepter. Beim FCZ schienen sich einige Akteure in der ersten Halbzeit der eher schlampigen Körpersprache von Mittelfeldspieler Cabral anzupassen. Nicht jeder vermochte nach einem intensiven Trainingslager den inneren Schweinehund zu überwinden. Erst im Anschluss an das durch einen Fehler von Torhüter Brecher entstandene 0:4 ging in der zweiten Halbzeit doch noch ein Ruck durch die Mannschaft. Innert kürzester Zeit kam der Stadtklub zu mehreren guten Torchancen, zeigte dabei aber wie während der ganzen Vorbereitung zu wenig Zielstrebigkeit vor dem gegnerischen Tor.

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Da war die Welt noch in Ordnung: kein Regen und keine Gegentore

Die Schlussoffensive von Kaiserslautern war aber immerhin ein positiver Unterschied zu den Partien in der Türkei, wo die Mannschaft jeweils in der Schlussphase entkräftet nur noch den Schlusspfiff herbeizusehnen schien. Schon vor der Partie war Trainer Sami Hyypiä bewusst, dass nun in der Woche bis zum Meisterschaftsstart am Sonntag gegen Sion die Belastung deutlich reduziert werden muss, damit die Frische und Spritzigkeit wieder zurückkommt.

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Mike Kleiber wird gejagt

Das Wetter in der Pfalz konnte man nicht anders, als „garstig“ bezeichnen. Mitten in einem Fichtenwäldchen im Osten Kaiserslauterns gelegen, wehte den lokalen Journalisten und Klubverantwortlichen ein unberechenbarer kalt-feuchter Wind ins Gesicht. Kurz nach dem Anpfiff kam dann auch noch Dauerregen dazu. Dies vermischt mit den gelegentlich apokalyptischen Geräuschen durch den wolkenverhangenen Himmel von der wenige Kilometer entfernten Ramstein Air Base wohl verursacht durch die Landung von Grossmaschinen wie dem C5 Galaxy Transporter ergab ein schaurig-prickelndes Gemisch an Sinneseindrücken.

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Kerzhakov und Turkes bei ihrer hauptsächlichen Tätigkeit: Anstoss nach einem Gegentor

„In der Türkei war es aber noch kälter, und es hat immer geregnet“, meinte der sich mit einem Espresso stärkende Hyypiä vor der Partie, und freute sich über die zufällige Begegnung mit der Lauterer Legende Stefan Kuntz, der vor zwei Wochen auf den Sommer hin nach acht Jahren seinen Rücktritt als Vorstandsvorsitzender des Klubs gegeben hatte. Derweil wunderte sich ein Pfälzer Journalist gegenüber „Züri Live“: „Was macht denn der Hyypiä bei euch?“.

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Ein weiteres Mal lassen sich Vinicius und Bua von Görtler an der Nase herumführen

Das Spiel war ursprünglich auf dem Nebenplatz des Fritz Walter-Stadions im Zentrum Kaiserslauterns angesetzt und eine tiefe vierstellige Zuschauerzahl erwartet worden. Die Verantwortlichen entschieden aber, dass sich der organisatorische und finanzielle Aufwand dafür nicht lohne, und haben die Partie unter Ausschluss der Öffentlichkeit ins eingezäunte und bewachte „Nachwuchs-Leistungszentrum“ verschoben. Lauterer Fans waren dann tatsächlich keine anwesend, Zürcher Fans schon – rund ein Dutzend hatten es aufs Gelände geschafft und wollten sich das letzte Vorbereitungsspiel ihrer Mannschaft unter keinen Umständen entgehen lassen. Trotz Katzenwetter und inneren Schweinehunden.

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Alain Nef köpft einen Eckball knapp vorbei – in der Schlussphase kam der FCZ noch zu einer Reihe von Torchancen

1.FC Kaiserslautern:Müller (46. Alomerovic); Zimmer (33. Schulze), Vucur, Heubach (46. Mockenhaupt), Gaus (46. Fomitschow); Halfar (46. Görtler), Klich (46. Pich), Ring (66. Pokar), Jenssen (66. Reichert); Bödvarsson (46. Deville), Przybylko (27. Colak).

FC Zürich: Favre (46. Brecher); Nef, Kecojevic, Brunner (38. Vinicius); Grgic, Cabral (46. Sarr); Kleiber (46. Schönbächler), Buff (70. Dominguez), Koch; Kerzhakov, Turkes (46. Bua)
Tore: 1:0 Jenssen (14.), 2:0 Jenssen (31.), 3:0 Halfar (35.), 4:0 Schulze (77.)

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„Horde von Gelb-Schwarzen bei Bua“ – YB – FCZ 1:1 Spielinfos und Analysen

1511 YB - FCZ Match performance

Dank den spielstarken Buff, Grgic und Torhüter Brecher hatte der FCZ im Meisterschaftsspiel bei YB (1:1) mehr Top-Offensivaktionen, als beim mit 3:1 an gleicher Stätte gewonnenen Cup-Viertelfinal  (15 vs. 9). Die Anzahl Torchancen, welche nicht zu Toren führten, war aber in beiden Spielen gleich (je 4). Dies vor allem, weil YB weniger Risiken einging, und Bua noch konsequenter doppelte, als am Donnerstag. Dies führte auf der anderen Seite auch zu weniger YB-Offensivaktionen – die Zürcher hatten gegen den Ball deutlich weniger Arbeit – 11 Top-Defensivaktionen reichten, im Vergleich zu rekordhohen 25 im Cup.

1511 YB - FCZ Match Stats

Es kommt sehr selten vor, dass eine Spielsituation gleichzeitig als Top-Aktion Defensiv, wie auch als Top-Aktion Offensiv gezählt wird. Dieses Kunststück fertiggebracht hat Vinicius, der aus einer starken Balleroberung nahe der eigenen Eckfahne gegen zwei Berner (Top-Aktion Defensiv) gleich auch noch einen hervorragenden ersten Pass (Top-Aktion Offensiv) hoch der Seitenlinie entlang Richtung Etoundi spielte, welcher dank seiner Gradlinigkeit und Präzision für die Entstehung des 1:0 durch Oliver Buff entscheidend war.  Die Standards von Vinicius waren hingegen weiterhin ungenügend – trotzdem ist der Brasilianer in der Züri Live-Wertung erstmals MVP einer Partie.

 

 

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