Defensiv schwach, ungenügende Chancenverwertung und VAR-Pech / Kantonsderby in der Analyse

SCHWIERIGE WITTERUNGSBEDINGUNGEN HABEN TRADITION / WINTERTHUR – FCZ VORSCHAU (Züri Live)

18:15 Abschlüsse, 8:3 Schüsse aufs Tor, 1,83:1,36 Erwartete Tore. Nach Torchancen hätte eher der FCZ die Partie auf der Schützenwiese gewinnen müssen. Speziell in der Schlussphase gingen die Gäste Risiko und machten viel Druck. Winterthur kam aber nach einem FCZ-Eckball mit einem Konter noch einmal in die FCZ-Hälfte und erzielte auf zweifelhafte Art und Weise (siehe Rubrik: Randnotiz) den erlösenden späten Siegtreffer durch den früheren FCZ-Junior Nishan Burkart. Dieses Gegentor war gleichzeitig eine Saison-Première. Zum ersten Mal erhielt der FCZ ein Gegentor aus dem Spiel heraus aus einer tiefen Position. Dafür wurde allerdings aus Sicht von Winterthur auch etwas die Hilfe von Schiedsrichter Von Mandach benötigt, der Condé beim hinten herausspielen im Weg stand. Mit Sayfallah Ltaief war ein weiterer ehemaliger FCZ-Junior an der Entstehung des ersten Tores entscheidend beteiligt. Auch der ehemalige FCZ-Profi Aldin Turkes war nicht nur erneut an einem Tor gegen seinen Ex-Klub involviert und bestürmte danach Schiedsrichter Von Mandach, dass er den Ball dabei nicht berührt habe – er fiel auch durch eine Schauspieleinlage auf, als er von LIndrit Kamberi leicht angestupst sich mit Händen vor dem Kopf am Boden wälzte und auf unsportliche Art und Weise einen Platzverweis gegen den gegnerischen Verteidiger erschleichen wollte. Im Eishockey gibt so etwas Zwei Minuten wegen “Embellishment“.

Winterthurer Fokus auf Vermeidung von FCZ-Eckbällen

Dass zudem Basil Stillhart und Silvan Sidler an den Winterthurer Toren beteiligt waren, passte ebenfalls ins Bild: auch diese zwei Spieler konnten in der Vergangenheit in den Dresses von Thun oder Luzern gegen den FCZ immer wieder ihre Bestleistung abrufen. Coach Patrick Rahmen hatte sicherlich keine Probleme, sein Team zu motivieren. Dadurch dass der FC Zürich aktuell an der Liga-Spitze mit dabei ist, erhöht sich der meist sowieso schon hohe Fokus auf die Partien gegen den Stadtclub bei vielen Gegnern noch mehr. Eine gegenteilige Entwicklung war nur bei YB festzustellen, wo im letzten Direktduell einzelne Spieler mit dem Kopf etwas mehr bei der Champions League gewesen zu sein schienen. Die Züri Live-Durchschnittsnote der Mannschaft ist mit 6,1 zwar deutlich schlechter als zuletzt gegen YB und Luzern, aber besser, als gegen Servette und in Lugano in den Partien davor. Offensiv war der Auftritt in Winterthur sogar einer der besseren der bisherigen Saison, auch wenn die Raumaufteilung zu Beginn ungewohnt ungeordnet schien. Defensiv war es hingegen das schlechteste der bisher 20 Wettbewerbsspiele. Mehr als die Hälfte der eingesetzten FCZ-Spieler hat defensiv eine ungenügende Note, am schlechtesten Okita und Rohner mit je einer “2“.

Der FCZ hatte Mühe mit den Winterthurer Konterangriffen. Vor allem die rechte Seite mit den etwas ausser Form geratenen Kamberi und Boranijasevic war eine Problemzone, die auf Winterthurer Seite Ltaief und Schättin (ebenfalls Ex-FCZ) immer wieder gut auszunutzen vermochten. Der FCZ vermochte gegen den tiefstehenden Gegner und auf dem tiefen Untergrund sein übliches Direktspiel durch die Mitte nicht in gewünschtem Masse umzusetzen. Man musste auf die Seiten ausweichen und schlug eine saisonrekordhohe Anzahl Flanken in den gegnerischen Strafraum. In der Innenverteidigung ist der FCW mit dem Duo Lüthi / Arnold mittlerweile aber besser aufgestellt, als noch zu Beginn der Saison – und ist daher auf Hereingaben von der Seite nicht mehr so verwundbar. Winterthur war daher darauf bedacht, lieber eine Flanke mehr zuzulassen, als einen der gefährlichen FCZ-Eckbälle zu verursachen. Die Eulachstädter machten insgesamt nicht wirklich ein gutes Spiel, aber dank herzhafter Verteidigungsarbeit im eigenen Strafraum gegen einen defensiv schwachen FCZ mit geringer Abschlusseffizienz und mit der zusätzlichen kleinen Unterstützung durch Schiedsrichter und VAR reichte es trotzdem zum Sieg.

Highlights – Zuerst hatten wir kein Glück, und dann kam auch noch Pech dazu

Personalien – Guerrero weiterhin Mann der Stunde, Reichmuth nahe am 2:1

  • Nikola Boranijasevic: Erstmals diese Saison mit einer ungenügenden Note. Sein Start in die Partie ist schlecht. Der Serbe steigert sich dann im zweiten Viertel. Drei Minuten vor der Pause sorgt er gar für das technisch / artistische Highlight des Spiels, als er einen weiten Flankenball Guerreros am Fünfmeterraum gekonnt in der Luft mit dem Aussenrist sich selbst vorlegte und den Ball dann aus der Drehung von der Grundlinie in die gefährliche Zone vor dem Tor spielte. Der Rechte Aussenläufer führte viele Duelle mit dem weit zurückstaffelnden ungestümen Flügel Ballet. In der 59. Minute deckt Boranijasevic in einem weiteren Zweikampf den von Ballet zuletzt gespielten Ball ab. Ballet versucht erfolglos den drohenden Eckball zu verhindern. Als der Ball dann über der Linie ist, hebt Ballet trotzdem den Arm, um den Assistenten zusammen mit seinem hinzugeeilten Konditionstrainer Alex Kern zu beeinflussen – und hat Erfolg. Boranijasevic enerviert sich über die Fehlentscheidung und lässt in der Folge bis zu seiner Auswechslung in der 83. Minute wieder etwas nach.
  • Silvan Wallner: Erst zum zweiten Mal in dieser Saison mit einer Note “7“. Allerdings besteht eine grosse Diskrepanz zwischen seiner sehr guten Offensiv- und ungenügenden Defensivnote.
  • Ifeanyi Mathew: An zehn Abschlüssen beteiligt. Allgemein ziemlich typisch für den Auftritt des FCZ in Winterthur: defensiv ungenügend, offensiv sehr gut.
  • Adrian Guerrero: Weiterhin der wohl wichtigste Spieler in der aktuellen Phase. Bereits das vierte Assist in den letzten vier Partien, zum dritten Mal MVP in den letzten fünf Partien und mit einem Notenschnitt von 8,3 in den letzten sechs Begegnungen. Ausserdem ist der Spanier zum dritten Mal bester Spieler der 1. Halbzeit und hat zum vierten Mal in der Offensiven Phase eine Note “10“. An ihm lag der mässige Start in die Partie nicht.
  • Cheikh Condé: Ungewöhnlich viele Defensivfehler, startet am schlechtesten in die Partie, steigert sich dann.
  • Jonathan Okita: Erst gerade gegen Luzern zum zweiten Mal MVP und zum ersten Mal mit Note “10′ – in Winterthur nun aber vor allem durch seine ungenügende Defensivarbeit bei beiden Gegentreffern aufgefallen.
  • Antonio Marchesano: Im von Seiten des Teams insgesamt ungenügenden ersten Viertel der Partie war Marchesano mit Note “8“ noch der Beste. Als er nach dem 0:1 zwischendurch von rechts auf die linke Seite wechselte, funktionierte das Zürcher Spiel da besser. Marchesano versteht sich nicht nur privat sondern auch auf dem Platz praktisch “blind“ mit Adrian Guerrero. Im Zusammenspiel mit Mathew und Afriyie konnten sich die zwei über links flüssig durchkombinieren. Die Position ist aber aktuell grundsätzlich durch Okita besetzt.
  • Nikola Katic: Erstmals seit dem Stadtderby mit einer ungenügenden Note in der Zweiten Halbzeit. Sein Notenschnitt in den Zweiten Halbzeiten ist mit 5,4 deutlich besser als in den Ersten Halbzeiten (4,4). Häufig braucht Katic also 45 Minuten Anlaufzeit, um in ein Spiel zu kommen. Diesmal aber wurde er nach einem genügenden ersten Durchgang nach dem Pausentee schlechter.
  • Nils Reichmuth: Trägt in der Schlussphase mit seinem schnellen Kurzpassspiel und Abschlüssen viel dazu bei, dass der FCZ eigentlich 2:1 in Führung gehen müsste. Remo Arnolds langes Bein verhindert in der 89. Minute den praktisch sicheren Treffer Reichmuths bei einem Rebound aus 9m, der als Drehschuss wohl unhaltbar für Torhüter Keller in die linke Torecke unterwegs war. Ein weiterer Abschluss von der Strafraumgrenze wird durch Corbaz und Keller in Corner gelenkt. Korrigiert somit seinen Notenschnitt nach dem schlechten Teileinsatz gegen Red Star nach oben.
  • Yanick Brecher: Bereits zum achten Mal in dieser Saison Defensiv bester Mann beim FCZ, ohne dass es dazu eine überragende Leistung gebraucht hätte.
  • Lindrit Kamberi: Sowohl mit wie auch ohne Ball in mehreren Szenen unkonzentriert.

Randnotiz – FCW im VAR- und Schiedsrichter-Glück

Winterthur hatte in diesem Kantonsderby wie ganz allgemein im Jahr 2023 relativ häufig Glück mit den Schiedsrichter- und VAR-Entscheiden. Man erinnert sich in diesem Zusammenhang beispielsweise an die entscheidenden Duelle im Abstiegskampf gegen Sion, in welchen sich die Walliser für einmal zu Recht benachteiligt fühlten. Gegen den FCZ stand Schiedsrichter Von Mandach schon in der 1. Minute bei einem Querpass Condés im Weg. Der Kreis schloss sich in der 93. Minute, als Von Mandach erneut im Passweg Condés stand, als dieser einen Ball vom Strafraum nach vorne zu Okita spielen wollte. Condé versuchte den Ball um Von Mandach herumzuspielen und verfehlte so auch Okita. Daraus entstand der 2:1-Siegtreffer für den FC Winterthur. Auch mit der Erkennung von Handspielen hatte der Schiedsrichter der Partie seine Probleme. In der Entstehung des Eckballs, der zum 1:0-Führungstreffer des FCW führte, übersah Von Mandach ein Handspiel von Remo Arnold im Zürcher Strafraum, welches Winterthur ermöglichte, in Ballbesitz zu bleiben. In der 31. Minute übersah er genauso, wie sich Randy Schneider im Mittelfeld den Ball mit dem Arm vorlegte, woraus eine Torchance Ltaiefs entstand. Stattdessen gab es in der Szene Gelb gegen FCZ-Innenverteidiger Nikola Katic, der das Handspiel beim Referee moniert hatte. Beim 2:1-Siegtreffer Winterthurs in der 93. Minute war es dann VAR Urs Schnyder, welcher die nach Ansicht der TV-Bilder wahrscheinlich korrekte Offside-Entscheidung des Schiedsrichtertrios revidierte. Schnyder schien sich dabei so sicher zu sein, dass er Von Mandach die Bilder nicht einmal mehr anschauen liess.

Kommentare – Erster Derby-Sieg seit den 80er-Jahren

Weitere Berichte

Telegramm (transfermarkt)

Bilder (Südkurve)

Burkart schiesst Winterthur zum ersten Sieg über Zürich seit 34 Jahren (Bluewin)

Winterthur gelingt die Überraschung gegen den FCZ (Landbote)

Burkart schockt den FCZ in der 93. Minute (SRF)

FCZ schon wieder im VAR-Pech – YB freuts (nau.ch)

Super League: Winterthur schockt FCZ im Kantonsderby spät (nau.ch)

Ausgerechnet in der 93. Minute – Winterthur schlägt den FCZ (Tages-Anzeiger)

Offensivqualitäten von Mathew, Marchesano und Conceição entscheiden das Kantonsderby / FCZ – Winterthur Analyse

WARUM SPIELWEISE UND AUSRICHTUNG DES NEUEN FCW DEM FC ZÜRICH ENTGEGENKOMMT / FCZ – WINTERTHUR VORSCHAU (Züri Live)

Nach dem Stadtderby auch noch das Kantonsderby gewonnen, dazwischen der klare Sieg in Luzern: besser kann’s (fast) nicht mehr kommen. Wie schon im Stadtderby hatte der Gegner insgesamt die besseren Torchancen. Und Winterthur hat es in der 10. Runde als sage und schreibe erstes Team geschafft, gegen den FCZ in den ersten 65 Spielminuten ein Tor zu erzielen. Früher hat der FC St. Gallen unter Coach Peter Zeidler jeweils die Taktik angewandt, den Gegner in der Anfangsphase zu überrollen und dann zu versuchen, den daraus entstandenen Vorsprung über die Zeit zu bringen. Diese Herangehensweise war aber unter dem Strich nicht so erfolgreich – wohl weil St. Gallen dies viel extremer praktizierte als heute der FCZ. Die Ostschweizer gaben zu Beginn manchmal so viel Vollgas, dass sie schon nach 30 Minuten platt waren. Der FCZ lässt als Team erst viel später nach, erzielt bis zur 75. Minute in jeder Viertelstunde deutlich mehr Tore, als die Gegner – und in der letzten Viertelstunde immer noch fast so viele.

Jonathan Okita baut diesmal „erst“ im letzten Spielviertel ab

Dankbar sein kann man dafür, dass das Kantonsderby auf einem deutlich besser bespielbaren Rasen als das Stadtderby stattfand. Die Züri Live-Durchschnittsnote des Teams ist im Vergleich mit den anderen Partien dieser Saison durchschnittlich, wobei die Offensivleistung über dem Durchschnitt liegt. Defensiv waren hingegen nur die Partien gegen Tuggen und St. Gallen noch schlechter. Nikola Katic erzielte in der 47. Minute erneut ein Kopfballtor auf einen Corner Okitas von rechts – aber diesmal zählte es wegen der Offsideposition von Afriyie nicht. Die Entscheidung war aus ZL-Sicht korrekt. Beide Teams standen häufig hoch und variierten flachen und hohen Spielaufbau. Der FCW versuchte es wie immer vorwiegend mit Doppelpässen und eins gegen eins-Situationen über die Seiten mit häufig flachen oder halbhohen Hereingaben in den mit guter Präsenz bestückten Strafraum. So wurde es in der Züri Live-Vorschau zum Spiel beschrieben, und so hat Winti dann auch seine zwei Tore erzielt.

Der FCZ stand in der Schlussphase etwas weniger hoch als zuvor, suchte aber weiterhin das entscheidende vierte Tor, und fing dabei in Führung liegend zum dritten Mal in der Schlussphase ein Kontergegentor. Winterthur hatte da schon auf ein 3-4-1-2 mit Gantenbein und Ltaief als Aussenläufer und Schneider auf der 10er-Position umgestellt. Beim FCZ agierte Jonathan Okita am Ende wieder einmal in der Rolle des Mittelstürmers. Der 27-jährige hatte zuletzt nach der Pause jeweils stark nachgelassen. Diesmal spielte er drei Viertel der Partie stark, und war auf bestem Weg, sich zum ersten Mal in dieser Saison die beste Punktzahl in der Züri Live-Bewertung abzuholen, liess dann aber im letzten Spielviertel wieder deutlich nach, so dass letztendlich der sich im letzten Spielviertel nochmal steigernde Rodrigo Conceição“in die Kränze kam“.

Highlights – Henriksen holt Einwechselspieler persönlich ab

Personalien – Marchesano und Mathew an allen drei FCZ-Toren beteiligt

  • Adrian Guerrero: Nach vier Spielen verletzungsbedingter Pause kommt er erstmals wieder zu einem Kurzeinsatz.
  • Lindrit Kamberi: Hat Glück, dass ein mögliches Handspiel im eigenen Strafraum nicht gepfiffen und wohl auch nicht angeschaut wird. Defensiv hat er diese Saison einen Notenschnitt von bloss 4,8 und in jedem zweiten Spiel eine ungenügende Note – so auch diesmal.
  • Fabio Daprelà: Nach seinem kurzen Verletzungs-Break zwischendurch (gegen Tuggen und Lausanne-Sport) ist Daprelà noch nicht wieder auf den Formstand von davor zurückgekommen. Leistete allerdings zum Game Winning Goal (3:1) im Gegenpressing einen entscheidenden Beitrag, ohne dass er in der Statistik der Torbeteiligung erscheint.
  • Rodrigo Conceição: Nach eher harzigem Start hat er sich zuletzt kontinuierlich gesteigert und ist erstmals MVP. Konnte diesmal in den Schlussminuten sogar noch zulegen.
  • Ifeanyi Mathew: Erstmals diese Saison offensiv bester FCZ-Spieler, ist an allen drei Treffern seines Teams beteiligt. Zwischen seiner Offensiv-und seiner Defensivleistung lag allerdings eine grosse Diskrepanz. Er war damit das Extrembeispiel einer allgemeinen Tendenz beim FCZ in diesem Spiel.
  • Antonio Marchesano: Wie Mathew an allen drei FCZ-Treffern beteiligt. War im ersten Viertel überhaupt nicht im Spiel und hatte ab der 60. Minute zwischenzeitlich eine schlechte Phase. Wechselte nach der Einwechslung von Rohner für Afriyie vom Rechten Flügel ins Sturmzentrum. Erzielt sein viertes Tor in drei Spielen.
  • Daniel Afriyie: Wie häufig zuletzt in der 1. Halbzeit wenig zu sehen. Startete explosiv in die 2. Halbzeit, wohl auch weil er wusste, dass er nach rund 20 Minuten ausgewechselt werden wird.
  • Jonathan Okita: Er war in dieser Saison in der 1. Halbzeit meist besser als in der 2., diesmal ist er erstmals aber auch wirklich der beste Spieler des Teams in den ersten 45 Minuten. Baut im letzten Spielviertel ab. Agiert ab der 83. Minute als Mittelstürmer.
  • Armstrong Oko-Flex: Bisher in jedem zweiten Einsatz ungenügend bis schlecht. Dies betrifft den Cup-Auftritt in Tuggen genauso wie die beiden Heim-Derbys. Wie gegen GC gab es erneut ein spätes Kontergegentor nach einem Ballverlust von Oko-Flex.

Kommentare – Erstes Gegentor in der 1. Halbzeit

Weitere Berichte

Telegramm (transfermarkt)

«Das war eine seltsame VAR-Entscheidung» (Blick)

3. Sieg in Serie: FCZ gewinnt unterhaltsames Kantonsderby 3:2 (SRF)

Leader FCZ siegt im Kantonsderby gegen Winti – GC kanns doch noch (20 Minuten)

FCZ gewinnt auch Derby gegen Winterthur – GC feiert erlösenden Sieg bei Yverdon (Watson)

Gnadenlos effizienter FCZ baut Tabellenführung weiter aus (Bluewin)

FCZ – Winterthur (Südkurve)

Warum Spielweise und Ausrichtung des neuen FCW dem FC Zürich entgegenkommt / FCZ – Winterthur VORSCHAU

Direktbegegnungen im Überblick (dbfcz)

Im ersten Kantonsderby der Saison 23/24 trifft der FCZ im Letzigrund auf den FC Winterthur. Neben dem Match und der Stimmung auf den Rängen bietet die neue Spielunterlage ein weiteres Spannungselement. Vor der Partie wird dem vor zwei Wochen verstorbenen ehemaligen FCZ-Vizepräsidenten Guido Honegger gedacht. Der FCZ und Winterthur, obwohl von der Gründungszeit her Schwesterklubs unter anderem aufgrund des in Winterthur geborenen FCZ-Mitgründers und ersten Captains Hans Gamper, haben in der Folge auf Wettbewerbsebene verhältnismässig selten gegeneinander gespielt. Dafür gab es viele Freundschaftsbegegnungen. In Wettbewerbsspielen hat der FCZ letztmals im Jahre 1989 verloren – mit 3:5 in der damaligen Nationalliga B.

Viele Tore, wenig Ballbesitz, unterschiedliche Gründe

Im Letzigrund treffen die beiden mit je 19 Toren offensiv stärksten Mannschaften der Super League aufeinander. Beide haben also mehr als zwei Tore pro Spiel erzielt: eine ganz andere Voraussetzung als noch letzte Saison, als die Duelle gegen Bruno Berners FC Winterthur jeweils von einem FCW-Abwehrbollwerk geprägt waren. Dieses lauerte auf die zwei oder drei guten Konterchancen pro Spiel, in welchen dann jeweils wie auf ein Signal fünf oder sechs Mann blitzschnell nach vorne preschten, und den Gegner mit hohem Tempo und Überzahl überrumpeln konnten. Interessant ist, dass sowohl FCW wie FCZ wenig Ballbesitz haben: nur Yverdon und GC haben den Ball noch weniger in den eigenen Füssen. Die Gründe für den tiefen Ballbesitz sind dabei aber unterschiedlich. Bei Winterthur liegt es eher am Verhalten im Spiel ohne Ball, in welchem man sich wie letzte Saison weiterhin mehrheitlich in die eigene Platzhälfte zurückzieht und dort den Gegner erwartet. Beim hoch pressenden FCZ liegt es hingegen eher am Spiel mit Ball – durch das schnelle, direkte Spiel nach vorne sucht man rasch den Abschluss und hat deshalb nicht lange den Ball.

Die offensive Team-Statistik wirkt sich auf die individuellen Statistiken aus. Antonio Marchesano, Jonathan Okita und Matteo Di Giusto gehören zusammen mit dem Servettien Chris Bedia mit je sechs Punkten zu den aktuellen Liga-Topskorern. Okita ist mit Bedia der Toptorschütze (5), Di Giusto mit Renato Steffen der Top-Assistgeber (3). In der Statistik “Assists pro 90 Minuten“ liegt Di Giusto mit 0,5 ligaweit knapp vor Marchesano (0,48) und Fabian Rohner (0,45). Di Giusto besetzt einen weiteren Liga-Bestwert indem er 63,16% seiner Abschlüsse aufs gegnerische Tor bringt. Marchesano ist in dieser Wertung auf dem 5. Platz. Neben Di Giusto stammen mit Sayfallah Ltaief und Nishan Burkart weitere FCW-Offensivasse aus dem FCZ-Nachwuchs. Kaum ein Spieler der Liga läuft so viel mit Ball und sucht so häufig die eins gegen eins-Situation wie Ltaief. Für den schnellen Burkart sind Auftritte in Zürich nicht zuletzt auch deshalb immer etwas besonderes, weil sein Vater Stefan als langjähriger Schweizer Top-Sprinter im alten Letzigrund viele wichtige Rennen gelaufen ist. Auf Zürcher Seite haben Leistungsträger Antonio Marchesano und Geburtstagskind Lindrit Kamberi beide früher mal beim FC Winterthur gespielt. Während die Winterthurer Vorderreihe vor allem mit Ball am Fuss viel in die Duelle geht, haben beim FCZ Antonio Marchesano und Fabian Rohner ligaweite Bestwerte, wenn es um kluge und entscheidende Zuspiele in der Angriffszone geht.

Gegen den FCW muss man im Spiel ohne Ball immer aktiv bleiben

Die Defensivstatistik ist aktuell der grosse Unterschied zwischen FCZ und FCW. Während der FC Zürich sich bezüglich Gegentore pro Spiel im Vergleich zu letzter Saison stark gesteigert hat, wurde Winterthur in diesem Bereich sogar noch etwas schlechter. Die Eulachstädter treten nicht mehr so aggressiv wie letzte Saison auf, wo in Bezug auf den Energiehaushalt ein grosser Fokus auf dem Spiel ohne Ball lag. Vor allem aber ist der FCW im eigenen Strafraum sehr anfällig auf hohe Bälle geworden. Personell kann dies festgemacht werden am Wechsel vom grossgewachsenen Roy Gelmi (noch ohne Einsatz in dieser Saison) zum spielerisch besseren Basil Stillhart, der neben Captain Granit Lekaj gesetzt ist. Aufgrund des verletzungsbedingten Ausfalls von Lekaj werden wohl Schmid und Stillhart im Zentrum verteidigen. Schmid bringt zwar eine gewisse Grösse mit, ist aber aufgrund eher kleiner “Wasserverdrängung“ im Offensivkopfball besser als defensiv. Mit dem Ballträger Jankewitz und Spielmacher Zuffi hat der FCW das Zentrum verstärkt, aber auch diese Aussage bezieht sich nur auf die offensive Phase. Dies alles kommt dem FCZ gelegen, der diese Saison offensiv sehr kopfballstark ist. Nikola Katic und Jonathan Okita beispielsweise haben beide als einzige Spieler der Liga schon zwei Kopfballtore erzielt.

Der FC Winterthur ist auch ausserhalb des eigenen Strafraumes in der Luft nicht besonders stark. Dies gilt auch für die grossgewachsene Sturmspitze Aldin Turkes, der zwar bei hohen Bällen von seinen Mitspielern immer wieder gesucht wird, aber die meisten Luftduelle verliert. Ausserdem scheint Winterthur nicht besonders Pressing-resistent zu sein. Der neue FCW-Torhüter Marvin Keller ist zudem bei all seinen sonstigen Qualitäten etwas anfällig auf platzierte Weitschüsse, was ebenfalls eine FCZ-Stärke ist. Samuel Ballet und Alexandre Jankewitz sind aktuell die meistgefoulten Spieler der Liga. Einerseits liegt dies an ihrer Schnelligkeit und Beweglichkeit, aber genauso wie Di Giusto oder Ltaief lassen sie sich in Zweikämpfen häufig auch im richtigen Moment fallen, so dass es wie ein Foul aussieht – zum Beispiel wenn der Gegenspieler grätscht und dabei den Ball trifft. Dies bringt ihrem Team immer wieder willkommene Entlastung. Wie erzielt der FC Winterthur seine Tore? Vorwiegend durch Doppelpässe und eins gegen eins-Duelle auf der Seite mit anschliessend flachen oder halbhohen Hereingaben in den Strafraum, wo jeweils eine hohe Präsenz hergestellt wird. Genutzt werden dabei jeweils Situationen, in welchen sich der Gegner statisch auf seine Positionen zurückgezogen hat. Der Vorteil des Bewegung aufnehmenden Angreifers, der in der Situation das Heft des Handelns in der Hand hat, wird dabei über die Seiten gegen einen aus dem Stand reagieren müssenden Gegner genutzt. Der FCZ muss also gegen Winterthur schauen, dass er auch im Spiel ohne Ball ständig in Bewegung bleibt und Druck macht, was er zuletzt speziell in Luzern gut getan hat.

Winterthur als FC Thun 2.0?

In mancher Hinsicht erinnert der heutige FC Winterthur an den früheren FC Thun. Man hat ein ausgeglichenes Kader mit fast ausschliesslich Schweizer Spielern, die alle schon etwas Erfahrung mitbringen. Winterthur hat im ganzen Kader nur drei ausländische Spieler. Linksverteidiger Souleymane Diaby ist vor zwei Jahren aus der Elfenbeinküste zum FCW gekommen. Routinier und Ergänzungsspieler Samir Ramizi lebt und spielt schon elf Jahre in der Schweiz. Und der Österreicher Markus Kuster ist seit der Ankunft von Marvin Keller Ersatz. Durch das mittlerweile breite und ausgeglichene Kader an gestandenen Spielern haben vor dem Durchbruch stehende Talente wie Noë Holenstein, Carmine Chiappetta oder Loïc Lüthi einen sehr schweren Stand – wie früher die Talente beim FC Thun. Im Unterschied zu Winterthur war Thun allerdings jeweils eine Mannschaft mit viel Ballbesitz gewesen.

Kehrt beim FCZ Adrian Guerrero in die Startformation zurück? Oder kommt nochmal Rodrigo Conceição von Beginn weg zum Handkuss, der sich zuletzt von tiefem Niveau aus gesteigert hat, speziell in den offensiven eins gegen eins-Duellen? Und kann diesmal Fabio Daprelà 90 Minuten durchhalten?

Nicolas Stettler empfiehlt sich: Winterthur – FCZ 0:3 Spielinfos und Stats

1705-winterthur-fcz-match-performance

Derbysieg am 13. Mai! Mit Antonio Marchesano (3), Oli Buff (2) und Raphael Dwamena (1) sind gleich drei Spieler an allen Toren beteiligt, bei welchen sie auf dem Platz standen. Auch Roberto Rodriguez und Nicolas Stettler haben je zwei Torbeteiligungen vorzuweisen. Der Thurgauer Aussenverteidiger spielt auf seiner „schwächeren“ Seite offensiv wie defensiv eine starke Partie und empfiehlt sich für weitere Einsätze. Cédric Brunner auf der anderen Seite hingegen kämpft auch in Winterthur mit seiner schlechten Rückrundenform.

1705-winterthur-fcz-match-stats

Der FCZ geht dank aggressivem Pressing in den ersten 10 Minuten verdient früh mit 1:0 in Front. In der Folge gleicht sich die Partie aus und ist insgesamt nicht sehr hochstehend. Die Zürcher zeigen sich aber auch in der 2. Halbzeit als die vor dem gegnerischen Tor effizientere Mannschaft. Torschütze und Assistgeber Oli Buff spricht nach der Partie im Gespräch mit Züri Live auch über einen möglichen Abgang zum Ende der Saison: Live-Interviews nach dem Kantonsderby.

Die vier Offensivwaffen des FC Winterthur – Kantonsderby in der Züri Live-Vorschau

19 Grad und leicht bewölkt soll es am Matchtag um 17:45 beim Anpfiff zum Kantonsderby durch Schiedsrichter Sandro Schärer auf der Schützenwiese sein. Von Nebel ist in der Wettervorhersage nicht die Rede. Der Match wirft trotzdem seine Schatten voraus. Nach vier Siegen und sechs ungeschlagenen Challenge League-Begegnungen in Folge zeigte Winterthur am letzten Sonntag beim 1:2 in Wohlen erstmals wieder eine eher mässige Leistung.

Viele sagen: angesichts des gesicherten Ligaerhaltes war der Kopf bereits beim letzten echten Highlight der Saison – dem Heimspiel gegen den FCZ. Mehr als 8‘000 Tickets sind bereits abgesetzt – es wird erneut ein ausverkauftes Haus erwartet. Und wie im Dezember wird wohl etwa die Hälfte der Zuschauer aus FCZ-Anhängern bestehen. Die Vorfreude und die Anspannung sei auch in der Mannschaft zu spüren, sagt am Vortag FCZ-Trainer Uli Forte an der gut besuchten Pressekonferenz.

Auch die nahende Meisterschaftsentscheidung spielt dabei natürlich eine Rolle. Aufgrund der klar besseren Tordifferenz als Xamax sollten zwei Siege im Normalfall für den Aufstieg reichen: „den ersten dieser beiden Siege wollen wir in Winterthur holen“, lässt Forte keine Zweifel über das einzige Ziel für Samstag. Gewinnt der FCZ in den kommenden drei Partien der Englischen Woche (in Winterthur, plus die Heimspiele gegen Servette und Wil) mindestens sieben Punkte, dann wäre der sofortige Wiederaufstieg schon in einer Woche sicher perfekt.

Wenig überraschend erwartet Forte in Winterthur aber „ein enges Spiel, wie schon im Dezember, als wir erst kurz vor Schluss die Entscheidung herbeiführen konnten“. Die Zielsetzung ist dieselbe, wie gegen Le Mont, nicht aber die Erwartungshaltung und die Tonalität. Denn damals forderte der Zürcher die drei Punkte ultimativ „ohne wenn und aber“.

Winterthur hat in den letzten sieben Partien immer getroffen und dabei im Schnitt pro Partie fast 2,5 Tore erzielt. Dies vor allem auch dank eingeübter Spielzüge, die immer wieder praktisch identisch umgesetzt werden. Züri Live beschreibt die aktuell vier gefährlichsten Offensivwaffen Winterthurs.

Offensivwaffe Nr. 1: Bei hoch stehenden Gegnern spielt der halbrechte Verteidiger Julian Roth gerne aus der Hüfte heraus einen hohen Ball gerade oder leicht zur Mitte gezogen auf Radice oder Silvio hinter die Abwehr – erstmals erfolgreich angewandt beim 1:2-Anschlusstreffer im Cup-Viertelfinal bei YB. Gegenstrategie: Roth darf in der Nähe der Mittellinie kein Raum und Zeit gegeben werden, um seinen langen Ball zu spielen.

offensivwaffe-1-winterthur-1617-rueckrunde

Offensivwaffe Nr. 2: Ebenfalls bei relativ hoch stehender Abwehr – Gianluca Frontino (oder Karim Gazzetta) löst sich vom Bewacher und bietet sich zwischen den Linien an, leitet den Ball dann schnell direkt weiter in die Tiefe für den lauernden Silvio. Gegenstrategie: Bewegt sich Frontino zwischen die Linien müssen die Alarmglocken läuten, und einer der Innenverteidiger ihm sehr eng auf den Fersen bleiben.

offensivwaffe-2-winterthur-rueckrunde-1617Offensivwaffe Nr. 3: Die linke Seite mit dem schnellen, zielstrebigen und spielerisch starken Luca Radice ist die offensiv gefährliche Seite der Winterthurer, gerade auch beim Umschaltspiel – auch weil der halblinke Verteidiger Tobias Schättin sich in der Regel drei bis vier Mal pro Spiel effektiv in den Angriff einschaltet. Der schnelle Ball Schättins an den nahen Pfosten auf Manuel Sutter hat beim 2:2-Ausgleich bei YB gut funktioniert – darum haben die beiden den Spielzug beim 2:1-Führungstreffer im Letzigrund gegen den FCZ vor zwei Monaten gleich nochmal identisch wiederholt. Gegenstrategie: Vorbereitet darauf sein, dass Winterthur über ihre linke Seite gerne Überzahlsituationen schafft. Vor allem darf sich der Rechte Aussenverteidiger nicht so herauslocken lassen, wie dies Voser in der abgebildeten Szene passiert ist.

offensivwaffe-3-wintrthur-rueckrunde-1617Offensivwaffe Nr. 4: Gianluca Frontino war in den letzten Wochen der effektivste Standardspezialist der Liga. Bei Eckbällen suchte er zuletzt immer den Kopf von Mittelfeldspieler Robin Kamber (1,87m). In Aarau spielte Frontino Anfang April den Ball von der rechten Seite zwei Mal identisch auf Kamber – beim ersten Mal konnte Torhüter Pelloni noch parieren – der zweite Kopfball sass. Nur drei Wochen später probierten es die beiden gegen den gleichen Gegner auf der Schützenwiese in der Anfangsphase zum dritten Mal – zum zweiten Mal mit Erfolg. Gegenstrategie: Frontinos Bälle sind mit Raumdeckung nicht einfach zu kalkulieren. Deshalb sollte sich ein hartnäckiger Manndecker auf Kamber fokussieren.

offensivwaffe-4-winterthur-1617-rueckrundeIm Tor steht bei Winterthur der im Sommer zu YB zurückkehrende David Von Ballmoos, welcher sich auf seinem Status als designierter Mvogo-Nachfolger etwas auszuruhen scheint, und in der aktuellen Saison eher Rückschritte gemacht hat. Unter anderem hat der Emmentaler vor zwei Monaten im Letzigrund dem FCZ den 2:2-Ausgleich geschenkt. Die Dreierabwehr mit Roth, Katz und Schättin ist offensiv überdurchschnittlich potent, nach hinten aber auch fehleranfällig und nicht besonders zweikampfstark. Der Sechser Kreso Ljubicic spielt eine durchschnittliche Saison. Der aus dem Servette-Nachwuchs stammende Karim Gazzetta hat zuletzt grosse Fortschritte gemacht und ist ein agiles und beachtenswertes Element im Winterthurer Mittelfeld.

Der aus dem FCB-Nachwuchs stammende Robin Kamber stand sich in seiner noch jungen, aber bereits wechselvollen Karriere bisher meist selbst im Weg. Talent wäre zweifellos vorhanden. Seine grösste Stärke ist der Abschluss mit beiden Füssen und seit neuestem auch per Kopf. So effizient wie aktuell unter Romano/Zuffi war der 21-jährige bisher noch nie in seiner Karriere. Auf der linken Aussenbahn findet der Winterthurer Luca Radice bei seinem Stammklub zur Zeit wieder zu alter Stärke und war vor zwei Monaten auch für die Winterthurer Führung im Letzigrund verantwortlich. Der aus dem FCZ-Nachwuchs stammende Leandro Di Gregorio zeigt auf der rechten Seite hingegen wechselhafte Leistungen. Er kämpft um seine Zukunft als Profi.

Der von Schaffhausen gekommene Gianluca Frontino wird in Winterthur wieder auf seiner Paradeposition als hängende Spitze eingesetzt und dankt es mit vielen Torbeteiligungen. Er ist das Winterthurer Pendant zu Oliver Buff oder Antonio Marchesano beim FCZ, gehört sicherlich nicht zu den schnellsten Offensivkräften der Liga, kann aber jederzeit für die Differenz sorgen.  Der ehemalige FCZ-Stürmer Silvio ist aktuell in Form und hat in den letzten fünf Partien sechs Tore und ein Assist beigesteuert. Im Dezember auf der Schützenwiese bekam ihn Umaru Bangura nicht in den Griff. Der FCZ konnte das Spiel nur gewinnen, weil Alain Nef die Manndeckung Silvios übernahm.

1705-moegliche-aufstellung-winterthur

Der FCZ bereitete sich im Freitagstraining mit Videostudium und anschliessend auf dem Platz spezifisch auf den FCW und dessen Spielsystem vor. Wer einen roten Überzieher anhatte, spielte einen Winterthurer. Die Rollen wurden mehrmals gewechselt, so dass dies jeder mal tun musste. Der Fokus lag dabei für die blauen „Zürcher“ auf der Offensive, aber es wurden auch einzelne defensive Aspekte von Trainer Uli Forte angesprochen.

1705-moegliche-aufstellung-fcz-vs-winti

Michael Kempter und Andris Vanins sind wieder im Training dabei, beide sind aber noch fraglich für den Samstag. Ist Vanins bereit, dann steht er auf der Schützenwiese auch wieder im Tor. Kevin Rüegg wird nach seinen zuletzt starken Leistungen wohl ziemlich sicher erneut in der Startformation stehen – möglicherweise neben Antonio Marchesano, der sich zuletzt bei seinen Teileinsätzen ebenfalls empfehlen konnte. Eventuell kehrt Oliver Buff in die Startformation zurück. Der viel beanspruchte Raphael Dwamena könnte vor den zwei kapitalen Heimspielen nächste Woche gegen Servette und Wil auf der Schützenwiese von der Bank kommen. Roberto Rodriguez ist nach seiner Sperre zurück. Nicolas Stettler spielte zuletzt solide und wird wohl selbst dann auf der linken Seite auflaufen, wenn Kempter wieder fit  sein sollte.

zweitletztes-training-vor-kantonsderbyfc-winterthur-als-gegner-training-allmend-brunaubesprechung-vor-kantonsderby-fcz-allmend-brunauroessliriite-allmend-brunau

1 2 3 4