Saisonstart 2017/2018 beim FCZ! Erstes Training unter dem nun auch kirchlich sich in festen Händen befindlichen Uli Forte und seinem Trainerteam, ergänzt durch Zoltan Kadar (von GC). Auch Familie Canepa darf bei diesem Ereignis natürlich nicht fehlen – und frey-interview-teleclub-nach-erstem-training-1718überdurchschnittlich viele Kameraleute. Mit von der Partie ausserdem der neuverpflichtete Stürmer Michael Frey, der anschliessend an die Trainingeinheit den Medien Red und Antwort steht. Da gibt es dann so weltbewegende Fragen zu beantworten wie was der Unterschied zwischen YB/Bern und FCZ/Zürich sei – „in Bern gibt es die Aare, in Zürich den See“. Ausserdem habe der FCZ im Gegensatz zu YB in den letzten Jahren Titel gewonnen, sei nun aber der Aufsteiger. Über Ziele wollte er sich auch nach mehrmaligem Nachhaken nicht äussern – das werde im Team besprochen. Mehr auf die Äste hinaus lässt sich der als offenherzig bekannte Sturmtank nach dem ersten Training noch nicht. Er lobt die Mannschaftsleistung der letzten Saison „gleich wieder aufsteigen ist nicht einfach“ und seinen neuen alten Trainer Uli Forte „er kann sehr gut motivieren“. Auf jeden Fall wirkt Frey topmotiviert für den neuen Lebensabschnitt in Zürich und bringt dies auch glaubhaft rüber – gleichzeitig ist er aber auch demütig genug, zu wissen, dass er beim FCZ erst mal wieder bei Null anfängt und in die Mannschaft hineinwachsen muss.

Beim ersten „Mätschli“ erzielt der Münsinger auf jeden Fall nach Cornerflanke Fabian Rohners, welcher dafür von Trainer Forte kilian-pagliuca-erster-training-1718gelobt wird, am nahen Pfosten das erste Tor des neuen Trainingsjahres. Die Mannschaft hatte sich bereits vor dem Training zum gemeinsamen Zmorge getroffen und war frühzeitig und fokussiert auf dem Trainingsplatz. Schon letzte Saison hat man die „Zmorge“-Praxis zwei Mal pro Woche etabliert – vorbereitet wurde dieser jeweils von „Hermi“ Burgermeister. Heute mit dabei im Training sind Stürmer Kilian Pagliuca (siehe Bild links, zuletzt an Wohlen ausgeliehen) und Flügelspieler Maren Haile-Selassie (U18). Sie sollen die Vorbereitung mit der 1.Mannschaft bestreiten.  Ausserdem sind aus der U21 auch Izer Aliu und Torhüter Bojan Milosavljevic dabei. Haile-Selassie zeigt beim Trainingsspiel gleich seine Qualitäten wie Speed und gute Laufwege in der Offensive, Trainer Forte hatte aber natürlich bezüglich Defensivverhalten gleich ein paar Korrekturen anzubringen.

Der 18-jährige (links im Bild) hat in der U18 in der abgelaufenen Saison einen grossen Schritt nach vorne gemacht und wurde zwei Mal in Testspielen der maren-haile-selassie-erstes-training-17181.Mannschaft eingesetzt, im Herbst in Vaduz und dann vor allem im Frühling gegen YF Juventus, wo der U18-Nationalspieler überzeugte. Die Nationalspieler Andris Vanins, Umaru Bangura, Burim Kukeli, Kevin Rüegg, Nicolas Stettler und Raphael Dwamena plus Alain Nef waren noch nicht zugegen. Die beiden zuletzt an der Schulter verletzten Sangoné Sarr und Armin Alesevic waren hingegen wieder mit dabei, wobei Alesevic einen Teil des Trainings separat mit Zivorad Filic absolvierte. Der einzige Spieler auf der Verletztenliste ist Mirlind Kryeziu, mit dessen Rückkehr nicht vor Oktober/November gerechnet werden kann. Ebenfalls nicht im Training mit dabei waren Neo-Profi Albin Sadrijaj und der zuletzt an Le Mont ausgeliehene Artjom Simonyan. Am frühen Nachmittag wird der FCZ über aktuell bei einem Challenge League-Klub trainierende beziehungsweise dorthin verliehene Spieler informieren.

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Nach der U18 vor Jahresfrist gewinnt diesmal die U16 den Schweizer Meistertitel und macht ihrem Trainer Federico Valente pokal-schweizer-meister-u16-fc-zuerichein schönes Abschiedsgeschenk. In Kürze übernimmt der ehemalige Luzern-Trainer René Van Eck diese Altersstufe. Dieser blieb bei seinen letzten sechs Trainerstationen nirgends mehr als ein Jahr und konnte zuletzt als Feuerwehrmann die prominent besetzte Amateur-Truppe des FC Muri (unter anderem mit Stürmer Cristian Ianu) nicht vor dem Abstieg in die 2.Liga Interregional bewahren.

Wie schon im Halbfinal-Derby mit GC war der FCZ im Final gegen Servette spielerisch die bessere Mannschaft. In der Ersten Halbzeit spielten die beiden erfolgreichsten Teams der Saison kontrolliert und wollten nicht zu früh die Kräfte verpuffen. Trotzdem war die FCZ-Führung durch eine schöne Direktabnahme Argendhewalls kurz vor der Pause verdient. Der Ausgleich in der 58. Minute entsprang einem Zürcher Fehler im Spielaufbau. Der von Servette zum FCZ gewechselte Flügel Guillaume Furrer liess sich vom Ausgleich nicht beeindrucken und erzielte mit einem direkten Freistoss aus 25 Metern vor den Augen der aus der Westschweiz angereisten Familie den 2:1-Führungstreffer. Die Zürcher stürmten trotz Führung weiter mit allen Stürmern und Mittelfeldspielern nach vorne, um die Entscheidung  zu suchen, konnten aber die guten Konterchancen nicht nutzen, und kassierten stattdessen nach einem klug gespielten hohen Ball der Servettiens hinter die Zürcher Abwehr in der Nachspielzeit via Lattenunterkante den erneuten Ausgleich.

fans-u16-schweizer-meister-2017Die Verlängerung war dann ein Abnützungskampf, den die Zürcher kurz vor Schluss doch noch für sich entscheiden konnten, und dies in legendärer Manier. Wie weiland Iulian Filipescu war der im Normalbetrieb ganz und gar nicht für die Torproduktion zuständige Innenverteidier Alain Fuchs nach einer (Corner-)Flanke von der rechten Seite praktisch mit dem Schlusspfiff für das entscheidende Tor der Meisterschaft besorgt – dies vor einer prächtigen Kulisse und vollen Rängen im Heerenschürli.

Währenddessen findet in der FCZ Academy ein regelrechter personeller Umbau statt. Neben Van Eck kommt auch Klublegende Daniel Gygax neu als FE14-Trainer ins Heerenschürli. Der stellvertretende Academy-Leiter und äusserst erfolgreiche Frauen-Trainer Dorjee Tsawa wechselt zur U21 des FC St.Gallen. U18-Trainer Ludovic Magnin seinerseits übernimmt ab kommender Saison beim FCZ eine voraussichtlich nochmal verjüngte U21. Alle etwas erfahreneren Spieler (20 Jahre und leicht älter) werden wohl nicht mehr dabei sein. Lulzim Salija und Diego Zoller werden mit dem FC Wil in Verbindung gebracht, auch Stefano Cirelli wurde verabschiedet, und selbst Toptorschütze Shpetim Sulejmani könnte nächste Saison nicht mehr bei den Züri Reserven dabei sein. André Ribeiro wechselte zudem im Anschluss an die U20-WM in die Heimat seiner Eltern zum Portugiesischen Spitzenklub Braga, und der nach Wohlen ausgeliehene Nils Von Niederhäusern folgt den Spuren seines älteren Bruders Nick (mittlerweile in den USA engagiert) nach Vaduz.

Albin Sadrijaj erhielt beim FCZ einen Profivertrag und gesellt sich damit zu den ebenfalls bereits zur 1.Mannschaft gehörenden Michael zuschauer-heerenschuerli-u16-final-fcz-servetteKempter, Novem Baumann und Mirlind Kryeziu. Im ganzen Academy-Bereich und auch in der 1.Mannschaft sollen in Zukunft die jungen Toptalente noch früher in die nächsthöhere Stufe promoviert werden, wie dies in der jüngeren Vergangenheit beispielsweise bereits mit Vasilije Janjicic praktiziert wurde, der schon mit 15 Jahren seinen ersten Einsatz in der U21 hatte. Vor diesem Hintergrund ist der Coup mit der Rückkehr Florian Stahels noch besser zu verstehen. Neben Stahel und Magnin will in der kommenden Saison zudem die Nachwuchs-Fangruppierung „Blue Pulse“ die U21 an den Heimspielen unterstützen. Ausserdem bringen Gästeteams wie Brühl, Kriens, Breitenrain und YF Juve jeweils ihre eigenen Fans mit. Wird Promotion League im Heerenschürli jetzt Kult?

Züri Live sprach mit dem langjährigen U21-Speaker Georgio Mettler über die Leistungssteigerung nach dem Generationenwechsel während der laufenden Saison, der erstaunlichen Karriere von Kevin Rüegg (innert weniger Monate von der Ersatzbank der U21 in die Stammelf der 1.Mannschaft) und die Saisonbilanz von Spielern wie Neoprofi Albin Sadrijaj, Miro Muheim, Izer Aliu, Arbenit Xhemajli, Toni Domgjoni und Fabian Rohner: