Autor: Lukas Stocker
FCZ startet voraussichtlich mit Systemumstellung im Municipal / Yverdon-Sport – FCZ VORSCHAU
Direktbegegnungen im Überblick (dbfcz)
Die letzte Liga-Niederlage hatte der FCZ gegen Yverdon-Sport im Jahre 1995. Von den letzten beiden Cup-Begegnungen im Municipal gingen hingegen zwei verloren. Aufsteiger Yverdon-Sport zeigt sich diese Saison zu Hause sehr heimstark, mit fünf Siegen und nur zwei Niederlagen bisher. Auch gegen den FC Luzern resultierte im letzten Heimspiel ein 2:1-Sieg. Die Waadtländer haben sich im Verlauf der Saison laufend verstärkt und verfügen speziell in Mittelfeld und Sturm mittlerweile über ein sehr breites und ausgeglichenes Kader, welches Trainer Mangiaratti viele Rotationsmöglichkeiten ermöglicht.
Defensive Ausrichtung funktionierte für Yverdon zuletzt besser
Normalerweise agieren sie aktuell in einem eher defensiven und auf schnelle Konter ausgerichteten 4-1-4-1, welches sowohl im Zentrum als auch über aussen möglichst viele Spieler hinter den Ball bringen soll. Bei der Auswärtspartie in Bern (1:5) wich Yverdon von diesem Konzept ab und agierte in einem sehr direkt durch die Mitte ausgerichteten 3-4-2-1, was zwar eine früher Führung, am Ende aber eine klare Niederlage brachte. Coach Mangiaratti lässt sein Team in der Regel im gleichen System die ganze Partie durchspielen. Bei Rückstand rutschen dabei Stürmer in die MIttelfeldlinie und Mittelfeldspieler in die Abwehrreihe zurück, um auf diese Weise für mehr offensive Elemente im Spiel zu sorgen. Von der Startaufstellung zum Saisonauftakt im Letzigrund (2:0 für den FCZ) sind heute noch vier Spieler ebenfalls in der Startelf dabei (Sauthier, Tijani, Le Pogam, Cespedes).

Zum ersten Mal 4-3-3 von Beginn weg
Der FCZ tritt im Municipal voraussichtlich im in der Winterpause mehrfach eingeübten 4-3-3 an, auf welches zuletzt mehrmals in der 2. Halbzeit umgestellt wurde – gegen Lausanne-Sport erfolgreich. Mathew spielt dabei von Anfang an und übernimmt die Rolle von Daniel Afriyie. Wahrscheinlich wird Marchesano im Zentrum spielen, aber ein Rollentausch mit Okita, der in seiner Karriere schon häufig Sturmspitze gespielt hat, ist ebenfalls möglich. Mit diesen zwei sowie Krasniqi und Katic stehen die besten vier Torschützen erneut in der Startformation. Bereits in der Meistersaison hatte Coach André Breitenreiter für das Cupspiel in Yverdon auf ein 4-3-3 umgestellt – was damals gar nicht gut funktionierte.

FCZ – Lausanne-Sport 2:2
Zwei Teams auf der Suche nach der Abschlusseffizienz / FCZ – Lausanne-Sport VORSCHAU
Direktbegegnungen im Überblick (dbfcz)
In einem hochstehenden und attraktiven Derby am Sonntag konnte der FCZ die über weite Strecken ausgezeichnete Leistung nicht in einen Sieg ummünzen. Einerseits sündigte man im Abschluss, andererseits spekulierte GC auf einen im Verlauf der 2. Halbzeit nachlassenden FCZ und stellte mit der Einwechslung von Schürpf und Babunski seine Spielweise und Taktik um. Lausanne-Sport musste ebenfalls nach einer 1:0-Führung eine 1:2-Niederlage hinnehmen – und dies mit beinahe 90 Minuten in Überzahl! Die Waadtländer leiden aktuell wie der FCZ unter einer schlechten Chancenverwertung. Zudem haben die Waadtländer saisonübergreifend in der Super League in den letzten 21 Auswärtspartien nur einmal gewinnen können (in Basel).
Olivier Custodio als Magnins “Schweizer Sackmesser“
Lausanne-Sport mit Trainer Ludovic Magnin hat von den Einzelspielern her ein Kader, das gut ist für einen Europacupplatz. Olivier Custodio fungiert dabei als “Schweizer Sackmesser“ und wird von Magnin beinahe auf allen Positionen eingesetzt. Alternativ zum 4-4-2 könnten die Waadtländer auch in einem 4-2-3-1 antreten, mit Custodio an Stelle von Stürmer Labeau auf der 10er-Position und Raoul Giger als Rechtsverteidiger. Nicht auszuschliessen ist ein Kurzeinsatz in den Schlussminuten von Lausanne-Sports neuer “Perle “Simone Pafundi.

Cheick Condé erneut auf der Bank?
Der FCZ stellte mit der Einwechslung von Ivan Santini in der Schlusssphase des Derbys wie bereits vor der Winterpause im Verlauf der 2. Halbzeit in St. Gallen auf ein 4-3-3 um. Gegen Lausanne-Sport ist aber von Beginn weg wohl das übliche Spielystem zu erwarten. Jonathan Okita iwrd wohl wieder in die Startformaton zurückkehren, bei Cheick Condé ist dies hingegen weniger sicher.

284. Derby live ab 16:20 – GC-FCZ 2:1
Das Zürcher Derby wird immer populärer / 284. Derby-VORSCHAU
Direktbegegnungen im Überblick (dbfcz)
Zwei Rivalen wollen den Anschluss nicht verlieren (Tages-Anzeiger)
«Wollen den Eigentümern zeigen, was wir können»: GC ist bereit für das Zürcher Derby (Züri Today)
Los Angeles gegen Wollishofen: Zürcher Fussballderby unter veränderten Vorzeichen (NZZ)
Wer drückt dem «Derby der Abwesenden» den Stempel auf? (SRF)
FCZ: Coach Henriksen nach vierter (!) Verwarnung im Derby gesperrt (Blick)
In der Saison 22/23 konnte sich der FCZ mit einer positiven Derby-Bilanz erneut als Nr. 1 von Zürich betiteln. Im Oktober resultierte nach einem Kontertor von Marchesano und einem Weitschuss Bendeguz Bollas ein 1:1-Unentschieden. Dann folgte im selben Monat unter dem neuen Trainer Bo Henriksen (nicht an der Seitenlinie) die 1:4-Niederlage, bei der Blerim Dzemaili per Penalty in der 90- Minute das (zwischenzeitliche) 1:3 erzielte. Danach folgten bis heute drei 2:1-Siege in Folge. Im Februar 2023 traf Aiyegun Tosin doppelt nach jeweiliger Vorlage von Jonathan Okita und konnte so die Penalty-Führung GC’s durch Renat Dadashov auf den Kopf stellen. Im Mai vor 21’000 Fans konterte der FCZ erneut die GC-Führung durch Petar Pusic mit Toren Lindrit Kamberis und Blerim Dzemailis. Dzemaili konnte dank diesem Tor und Sieg mit einer positiven Derby-Bilanz abtreten.

FCZ und Derbys mit steigenden Zuschauerzahlen
In der neuen Saison trafen im September auf schwierigem Geläuf Bledian Krasniqi und Antonio Marchesano, bevor in der 90. Minute Selmin Hodza ein Eigentor unterlief. Insgesamt hat der FCZ die letzten fünf Saisons im Zürcher Duell immer für sich entschieden. Dies nachdem GC in den neun Saisons davor sechs Mal eine positive Derby-Bilanz gehabt hatte. Die Derby-Zuschauerzahlen sind in den letzten Jahren wieder im Steigen begriffen (siehe Züri Live-Grafik unten). Dies nachdem sie in den 10er-Jahren leicht gesunken waren. Davor waren sie von Mitte 90er-Jahre bis etwa 2010 15 Jahre lang stark gestiegen. Die höchsten Derby-Zuschauerzahlen der Nachkriegszeit gab es in den 70er-Jahren. Speziell an der heutigen Zeit ist, dass der FCZ rekordhohe Zuschauerzahlen vermeldet, während GC sich bezüglich seines Liga-Zuschauerschnitts immer konstant im Bereich 5’000 bis 9’000 Fans bewegt hat – unabhängig von Jahrzehnt, Erfolg und Stadion, in welchem gespielt wurde.

Für das erste Derby 2024 ist GC sicherlich der Aussenseiter. Nicht nur weil es in den letzten 15 Partien für GC nur einen Derby-Sieg gab. Im eher dünn besetzten Kader muss durch den Abgang Corbeanus und mehrerer Verletzungen der Gürtel aktuell noch etwas enger geschnallt werden. Zum Auftakt im Wankdorf gegen ein enttäuschendes YB hatten die Grasshoppers aus einer tiefen Position heraus insgesamt die besseren Torchancen, gingen mit diesen aber fahrlässig um. Sie könnten auch gegen den FCZ wie in Bern wieder im 4-1-4-1 antreten – mit Seko auf der Sechserposition und Abrashi als Pressing-Terrier auf gleicher Höhe mit dem in Bern uninspiriert auftretenden Morandi. Fink gelang vorne in der Spitze ebenfalls nichts und könnte allenfalls in der Startaufstellung durch Babunski ersetzt werden. Am gefährlichsten zeigten sich die beiden Aussenspieler Momoh und De Carvalho mit Diagonalläufen ins Zentrum.

Wird Krasniqi für gute Leistung gegen den FCB belohnt?
Beim FCZ kehrt Cheick Condé zurück. Nachdem das Duo Mathew / Krasniqi gegen den FCB aber sehr gut funktioniert hat, könnte dies auch gegen GC die beste Lösung sein – zumal speziell Krasniqi in Derbys immer extra motiviert ist. Coach Bo Henriksen hält grosse Stücke auf Rodrigo Conceição und daher wird dieser in Abwesenheit des gesperrten Jonathan Okita wohl in der Startformation stehen. Die Alternative wäre Junior Ligue – oder wieder ein Einsatz von Bledian Krasniqi im Sturm, auf einer Position, wo er auch schon gute Leistungen gezeigt hat. Der im Normalfall unverzichtbare Fabio Daprelà ist noch nicht wieder in Form – Silvan Wallner wäre die Alternative.

Warum treffen FCZ und FCB das Tor nicht? / Clásico-Analyse mit Randnotiz: Vouilloz foult Afriyie penaltyreif
FCB MIT NEUEM PERSONAL, FCZ MIT NEUER TAKTIK? / FCZ – FCB VORSCHAU (Züri Live)
ZURÜCK IM LETZI: WAS KOLOLLIS ZEIT BEIM FCZ ÜBER SEINE ZUKUNFT BEIM FCB AUSSAGT (Züri Live)
Der Clásico FCZ – FCB gleich zu Beginn des Jahres reihte sich in eine Reihe von Spielen im In- und Ausland, die wohl auch aufgrund der kurzen Vorbereitungszeit auf den ersten Blick ein eher tiefes Niveau aufzuweisen schienen. Weder konnte der Rhythmus der Vorweihnachtszeit beibehalten werden, noch gab es einen komplett neuen Aufbau. Viele Partien wirken daher etwas wie Testspiele. Der Wille der Spieler ist zwar da, aber die Beine (noch) nicht.
Erste echte FCB-Torchance in der 57. Minute
Trotzdem: unter den gegebenen Umständen ist der FC Zürich gut ins 2024 gestartet. In den ersten 55 Minuten hat er die Partie mit konstant Hohem Pressing und viel Engagement dominiert. Der FCB kam nur selten aus der eigenen Platzhälfte heraus. Dies klappte höchstens mal, wenn sich Benjamin Kololli weit in der eigenen Platzhälfte als Relaisstation anbot und dabei geschickt die Zwischenräume fand. Oder wenn einem Zürcher im Mittelfeld ein Foul unterlief, so dass man sich aufgrund der gegnerischen Ballkontrolle beim stehenden Ball zwischenzeitlich zurückziehen musste. Nur ein Viertel der Partien der Saison 23/24 waren aus FCZ-Sicht besser. Die 1. Halbzeit war mit einer Durchschnittsnote von 6,5 sogar die viertbeste der Saison. Interessanterweise endeten die vier Partien mit den besten 1. Halbzeiten alle Unentschieden (FCB (A) 2:2, YB (A) 0:0, Luzern (H) 1:1 und FCB (H) 0:0).
Die proaktive Spielweise des FCZ von der 1. Minute an erinnerte wieder etwas an den Saisonstart. Erst in der 57. Minute kam der Gast aus Basel zu seiner ersten gut ausgespielten Offensivaktion – es war gleichzeitig die einzige Grosschance der Rotblauen in der ganzen Partie. Yanick Brecher musste gegen FCB-Stürmer Barry retten, weil nach dem verlorenen Zweikampf von Guerrero gegen Kololli jeder einzelne im Zürcher Abwehrverbund jeweils ein, zwei Schritte zu spät kam. In der 59. Minute kam Rodrigo Conceição für Marchesano in die Partie. Das Pressing funktionierte danach aufgrund mehrerer Gründe nicht mehr gut. Der FCB baute nun schnell und direkt über die Aussenverteidiger auf, die tiefer standen, als in der 1. Halbzeit. Dadurch wurde es für Guerrero und Boranijasevic aufgrund des weiteren Weges schwieriger in den Zweikampf zu kommen. Zweitens kamen nach dessen Einwechslung die chaotischen Laufwege Conceiçãos hinzu. Der dritte Faktor waren die etwas nachlassenden Kräfte. Der FCZ hat letztendlich ein durchschnittliches Kader. MIt diesem kann er, wenn er eine Halbzeit Vollgas geht und über seinen Kräfteverhältnissen spielt, gegen jeden Super League-Gegner in Führung gehen. Dass er danach in der Zweiten Halbzeit eher leiden muss, ist die natürliche Folge davon. So funktioniert es besser, als erst in der 2. Halbzeit aufs Gaspedal zu treten.

Warum keine Tore im Clásico?
Weshalb schoss der FC Zürich kein Tor? Lindrit Kamberi löste sich bei zwei ausgezeichnet getretenen Standards Adrian Guerreros hervorragend vom Gegenspieler und schraubte sich beeindruckend in die Luft. Im ersten Fall hätte er den Ball ein, zwei Schritte näher zum 2. Pfosten in Empfang nehmen sollen, um eine bessere Position zum Ball zu haben. Beim zweiten in der Nachspielzeit machte Kamberi eigentlich alles richtig. Da hatte er einfach Pech, dass Veiga den Ball genau in die Arme von FCB-Keeper Marwin Hitz ablenkte. Jonathan Okita und Bledian Krasniqi hatten zuletzt in der Meisterschaft und in Testspielen getroffen, kamen gegen den FCB aber nur zu je einem Abschluss. Krasniqi verrichtete speziell in Umschaltsituationen wichtige Defensivarbeit. Okita kam zu Beginn nicht gut ins Spiel. Für Antonio Marchesano war es wieder mal so ein Tag, an welchem ihm die innere Balance und Sicherheit im Abschluss etwas abzugehen schien. Eine Sicherheit, wie er sie Mitte der Vorrunde mit fünf Toren in fünf Partien gehabt hatte.
Warum schoss der FC Basel kein Tor? Das Aufbauspiel hintenheraus klappte nicht. Renato Veiga wechselte ständig seine Position, aber Daniel Afriyie folgte ihm überall hin. Man hatte das Gefühl, er würde Veiga in der Pause wohl auch noch in die Gästekabine folgen. Und auch das Pressing des FCB funktionierte nicht. Während der FCZ bei seinem Pressing die Manndeckung auf dem ganzen Platz mehrheitlich durchzog, versuchte es Basel mit einer Mischung aus Mann- und Raumdeckung. Dadurch ergaben sich immer wieder grosse Zwischenräume, die speziell Yanick Brecher mit seinen präzisen Bällen gerne anpeilte. Vorne wiederum herrscht beim FCB die noch grössere Torflaute als beim FC Zürich. Djordje Jovanovic hat bisher erst zwei Meisterschaftstore erzielt, Thierno Barry noch gar keines. Da nutzte es unter dem Strich dann auch nichts, dass Barry bei den hohen Bällen von Marwin Hitz ins Mittelfeld die Luftduelle mehrheitlich gewann.
Highlights – Veiga geniesst Denkmalschutz
Personalien – Starkes Zentrum

- Nikola Boranijasevic: Startet sehr gut in beide Halbzeiten. Klare Steigerung im Vergleich zu seinen beiden weniger guten Auftritten in Winterthur und St. Gallen vor der Winterpause.
- Fabio Daprelà: Defensiv spielintelligent aber weiter von seiner Bestverfassung entfernt. Normalerweise gegenüber seinen Gegenspielern physisch überlegen – gegen Kololli war dies aber nicht der Fall.
- Junior Ligue: Bester Offensiv und in der 2. Halbzeit. Sorgte für Schwung und Hoffnung auf einen späten Siegtreffer, der sich dann aber nicht materialisierte.
- Adrian Guerrero: Wie schon in den Testspielen defensiv mit mehr Problemen als davor üblich. Sorgte andererseits für die Hälfte der Vorlagen auf FCZ-Torchancen. Guerrero und Okita zusammen waren für mehr als 80% der Vorlagen verantwortlich.
- Yanick Brecher: Zum fünften Mal in dieser Saison MVP, vor allem weil er zum zweiten Mal nach dem Auswärtsspiel in Bern Offensiv eine Note “10“ erhält. In solchen Partien nimmt Brecher im Aufbauspiel eine speziell wichtige Rolle ein.
- Jonathan Okita: Schien zu Beginn der Partie noch im Winterschlaf, investierte zu wenig in seine Aktionen. Hatte durch seinen Eckball in der 29. Minute die erste Chancenbeteiligung.
- Antonio Marchesano: Zum vierten Mal in Folge mit Note „7“. Wie immer der wichtigste Spieler im Zürcher Pressing. Dies merkt man, als er nicht mehr auf dem Platz steht. Seine erste Chancenbeteiligung hat er erst in der 23. Minute, In der Viertelstunde nach der Pause spielt er nicht mehr so gut wie in der 1. Halbzeit, aber sein Ersatz Conceição danach noch schlechter.
- Nikola Katic: Wie üblich in der Zweiten Halbzeit besser als in der Ersten. Legt diesmal nicht nur vor dem Strafraum sondern zwei Mal sogar im eigenen Strafraum den Ball für einen Gegner auf. Erneut fliegt einer seiner Freistösse ins Seitenaus, was in der Super League in dieser Regelmässigkeit wirklich nur ihm “gelingt“.
- Bledian Krasniqi: Bester Defensiv und in der 1. Halbzeit. In der Vergangenheit vermochte er häufig in einer Partie entweder nur offensiv oder nur defensiv gut zu spielen. Diesmal war er speziell in den Umschaltsituationen mehrheitlich defensiv gefragt, spielte aber trotzdem gleichzeitig auch offensiv gut.
- Nils Reichmuth: Dritter Meisterschaftseinsatz in Folge, seine Züri Live-Noten zeigen eine absteigende Tendenz – und der FCZ hat in diesen drei Partien nur einen Punkt geholt.
Randnotiz – Vouilloz foult Afriyie penaltyreif
Nach der Partie war die erste der zwei Gelben Karten gegen den eingewechselten Roméo Beney das grosse Thema, obwohl die Entscheidung den Spielausgang nicht beeinflusste. Schiedsrichter Fähndrich musste „zu Kreuze kriechen“ und sich entschuldigen. Überhaupt nicht angeschaut und diskutiert wurde hingegen eine Szene, die durchaus Einfluss auf den Ausgang des Spiels hatte. Manchmal werden Fouls übersehen, weil die ganze Aufmerksamkeit auf einer anderen Szene liegt. In diesem Fall lag die Aufmerksamkeit des VAR und der meisten Beobachter in der 13. Minute auf der Frage, ob beim Wegfausten des Balles durch Hitz und dessen Zusammenprall mit Afriyie ein Foul vorlag – was nicht der Fall war. Dass unmittelbar davor aber Vouilloz Afriyie regelwidrig daran gehindert hatte, den Ball ins halbleere Tor zu köpfen und damit Hitz die Befreiungsaktion erst ermöglicht hatte, ging dabei unter. Im Frühling hatte es einen ähnlichen Fall beim Spiel Sion – FCZ gegeben, als Joel Schmied im eigenen Strafraum ein Luftloch schlug und dabei Okitas Fuss knapp verfehlte. Diese Szene wurde in der TV-Wiederholung (und wohl auch im VAR-Raum) angeschaut. Dass Sekunden davor Schmied Marchesano penaltyreif auf den Fuss stand, ging unter.



