Haile-Selassie nutzt Chance, Koné meldet sich zurück / Chippis – FCZ Stats & Spielinfos

Moussa Koné benötigt ziemlich genau 45 Minuten, um nach seiner kurzen Verletzungspause von zwei Spielen wieder Tritt zu fassen. Diese 11 Minuten plus Nachspielzeit gegen Sion und die ersten 33 Minuten in Chippis verliefen für den neuen Letzigrund-Prinz harzig. Dann setzte er auf der rechten Seitenlinie zu einem unwiderstehlichen Antritt an und bediente mit einer präzisen Flanke Dwamena, welcher wiederum den Ball direkt Cavusevic zu einem der schönsten Tore des Nachmittags zum 5:0 servierte. Nach der Auswechslung Dwamenas in der 55. Minute rückte Koné vom Rechten Flügel in den Zweimannsturm und erzielte nach sechs verpassten Torchancen am Ende doch noch seine zwei Tore – und über Koné-Tore freuen sich die mitgereisten Fans jeweils ganz besonders.

Eine bessere Abschlussquote hatte Dzengis Cavusevic, der an diesem Nachmittag etwas mehr als die Hälfte seiner Abschlüsse im gegnerischen Tor unterbrachte, bei Raphael Dwamena waren es gar drei von vier – und beim einzigen Schuss des Ghanaischen Stürmers, welcher nicht rein ging, parierte der gegnerische Torhüter Oliveira mirakulös. Zu seinem ersten Saisoneinsatz kam Kay Voser, bei den Neuzugängen Viktor Palsson und Yassin Maouche waren es die ersten Startelfeinsätze. Alle drei agierten noch ziemlich fehlerhaft, am meisten Maouche, obwohl dieser mehrere Standards schlagen durfte, von welchen einer zum 3:0 durch Cavusevic führte. Insgesamt genügen 11 Top-Defensivaktionen, um die „Null zu halten“, auch wenn Torhüter Yanick Brecher nicht immer hundertprozentig sicher wirkte – Alain Nef und Cavusevic machten die grössten Möglichkeiten des zum Ende hin nochmal auf den Ehrentreffer drückenden Heimteams zunichte.

Zu ihren ersten Wettbewerbseinsätzen der Saison in der 1. Mannschaft kamen zudem Armin Alesevic (1. Halbzeit) sowie Izer Aliu und Fabian Rohner (beide 2. Halbzeit). Das junge Trio hatte im Gegensatz zu den erfahreneren Palsson und Voser gar keine Anlaufschwierigkeiten – vor allem Rohner konnte über die rechte Seite richtig Dampf machen. Züri Live-Most Valuable Player der Partie ist aber (zum ersten Mal in einem Wettbewerbsspiel) mit Maren Haile-Selassie ein weiterer 18-jähriger, der während der gesamten 90 Minuten über den linken Flügel eine gute Offensivaktion an die andere reihte (unter anderem drei Assists), sei es mit Doppelpässen, gewonnenen Zweikämpfen und Laufduellen oder dem Vordringen vor den Strafraum und Pässen in die Schnittstelle hinter die Abwehr im richtigen Moment. Haile-Selassie ist zusammen mit Maouche auch für die meisten Standards in Strafraumnähe zuständig gewesen.

 

Dzengis Cavusevic auf Schönbis Spuren / Chippis – FCZ 0:10 Highlights

10:0 – mit einem Resultat in dieser Höhe hatte der FCZ letztmals vor acht Jahren beim deutlich schwächer als Chippis einzustufenden FC Witikon gewonnen (Torschützen: Vonlanthen, Mehmedi, Schönbächler, Djuric, Nikci). Bei sonnigem Wetter zeigte der FCZ zum Ende seiner „Walliser Woche“ eine professionelle Einstellung. Beide Teams traten im 4-4-2 System an. Das Heimteam hatte dabei in der Anfangsphase eher etwas mehr Spielanteile, kam aber lange Zeit zu keiner richtigen Torchance. Die offensive Ausrichtung des 2. Liga Interregional-Aufsteigers kam dem Forte-Team entgegen – man konnte mit seinen schnellen Offensivspielern kontern.

Dzengis Cavusevic erzielte die Hälfte der Zürcher Treffer und hätte bei seinen Aluminiumtreffern eigentlich auch noch zwei weitere erzielen müssen. Die fünf Tore sind aber schon mal gleichviel wie der beste FCZ-Torschütze (Schönbächler) in der gesamten Cupsiegersaison 13/14 erzielt hat, und mehr als der beste FCZ-Torschütze der Cupsiegersaison 15/16 (Sadiku, 3 Treffer). Der Slowenische Stürmer durfte durchspielen und war an insgesamt an acht der zehn Tore beteiligt. Der in der 55. Minute ausgewechselte Raphael Dwamena war gar bei allen sechs Toren involviert, bei denen er auf dem Platz stand.

Im Zentralen Mittelfeld spielten die neuverpflichteten Viktor Palsson und Yassin Maouche erstmals in einem Wettbewerbsspiel in der Startformation – beide noch ziemlich fehleranfällig. In der Halbzeitpause wechselte Palsson auf die Innenverteiderposition neben Alain Nef – das Zentrale Mittelfeld wurde im 2. Durchgang von Maouche und Izer Aliu gebildet. Nach der Einwechslung von Fabian Rohner (55.) wechselte Moussa Koné ins Sturmzentrum neben Cavusevic und erzielte auch noch zwei Tore. Der in der 66. Minute eingewechselte Kevin Rüegg spielte wie schon in der Schlussphase in Lugano auf der Rechtsverteidigerposition, Kay Voser wechselte auf die linke Seite. Flügelspieler Maren Haile-Selassie wusste erneut zu überzeugen und war bester Assistgeber (3).

Chippis – FCZ 0:10 (2:0)

Tore: 4. Cavusevic (Nef) 0:1, 15. Dwamena (Cavusevic) 0:2, 18. Cavusevic (Dwamena) 0:3, 31. Dwamena (Haile-Selassie) 0:4, 33. Cavusevic (Dwamena) 0:5, 35. Dwamena (Haile-Selassie) 0:6; 69. Cavusevic 0:7, 80. Cavusevic (Koné) 0:8, 82. Koné (Rohner) 0:9, 84. Koné (Haile-Selassie) 0:10.

Chippis: Oliveira; M. Maselli (70. Smith), Vuk, Genoud, De Palma; Perruchoud (46. Mariéthoz), Pegado, Pereira, Jan; Yassin (54. F. Maselli), Mvuatu.

FC Zürich: Brecher; Voser, Nef, Alesevic (46. Aliu), Pa Modou (66. Rüegg); Koné, Maouche, Palsson, Haile-Selassie; Dwamena (55. Rohner), Cavusevic.

 

Aufstiegssaison-Rückblick: Ex-FCB-ler Voser und Yapi patzen im Viertelfinal

Der FCZ kann seinen Cuptitel 2016 nicht verteidigen und scheidet nach einer starken Leistung im Achtelfinal gegen den FC St.Gallen im Viertelfinal in Basel nach einer 1:3-Niederlage aus. Es war eine für Schweizer Verhältnisse intensiv geführte Partie gewesen, in welcher der FCZ nach einem Anfangspressing und guter Vorbereitung durch Rodriguez durch Oli Buffs Doppelknaller früh 1:0 in Führung ging. Buff war nicht nur wegens seines Treffers einer der besten im Zürcher Team. Dank über weite Strecken konzentrierter Spielweise auf beiden Seiten gab es insgesamt nur wenige Torchancen. Im Endeffekt machte der FCZ im Vergleich zum Gegner schlussendlich die ein, zwei Fehler zu viel. Dies betrifft in entscheidenden Szenen vor allem die beiden Ex-Basler Voser und Yapi.

fcb-fcz-cup-match-performance-1703Kay Voser verursachte erst mit einem nicht erklärbaren Blackout („Kopfballvorlage“ auf Gegenspieler Janko) die erste Basler Chance, welche Vanins mirakulös parieren konnte, dann stand er vor dem 1:1-Ausgleich falsch, wodurch Lang und Elyounoussi auf der Seite nach einem Einwurf Überzahl erhielten. Beim 1:2 noch vor der Pause kam Rodriguez ebenfalls auf der linken Seite im Zweikampf mit Xhaka einen Viertelschritt zu spät, und beim fälligen Freistoss Zuffis in den Strafraum behinderte Stürmer Dwamena im eigenen Strafraum den zum Klären bereiten Alain Nef – Vanins lenkte den scharfen Direktschuss Langs aus kurzer Distanz ins eigene Netz. Dem 1:3 Steffens durch einen Konter in der Zweiten Halbzeit gingen zwei Stockfehler hintereinander von Brunner und des ansonsten magistral agierenden Yapi voraus. Und der für den in den Partien davor überzeugenden Mirlind Kryeziu in der Startformation stehende Umaru Bangura konnte ein weiteres Mal seine Super League-tauglichkeit nicht nachweisen.

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Sowohl Renato Steffen (Tätlichkeit gegen Cédric Brunner in der 8. Minute), als auch Marc Janko mit seinen vielen ungeahndeten versteckten Fouls hätten eigentlich schon früh nicht mehr auf den Platz gehört. Die Gelbrote Karte sah dann in der 56. Minute Taulant Xhaka mit einer Aktion, wo man auch noch mal hätte Gnade vor Recht ergehen lassen können. Basel igelte sich nun hinten ein – dem FCZ gelang zwar der ein oder andere Durchbruch, aber es war insgesamt zuwenig. In der Schlussphase sorgte dann allerdings der eingewechselte Antonio Marchesano nochmal für mächtig Betrieb und drei Torchancen.

Heute vor 3 Jahren: Gavranovic schiesst FCZ im Wankdorf zum achten Cupsieg

Heute vor drei Jahren feiert der FCZ in Bern seinen achten Cupsieg im neunten Final. Nach dem lockeren Auftakt in Bassersdorf folgt in der 2.Runde bereits der im Nachhinein gesehen glücklichste Sieg der ganzen Cupsaison. Bei Stade Lausanne-Ouchy an den Gestaden des Lac Léman spielt der FCZ schlecht und ist nahe daran, auszuscheiden, bevor in der Schlussphase die Partie doch noch gedreht werden kann. In Runde 3 kann das Team von Trainer Urs Meier im Dättwiler Esp gegen den FC Baden zum zweiten Mal in der eigenen Region vor vielen Zuschauern antreten und in der 2. Halbzeit die Partie auf seine Seite ziehen. Drei Siege gegen Super League-Teams – 1:0 auswärts in St.Gallen, Penaltyschiessen zu Hause gegen Thun und 2:0 nach Verlängerung vor bei weitem nicht ausverkauftem Haus im Wandorf gegen Basel – pflastern den Weg zum Titel.

Zur Feier des Tages präsentiert Züri Live das Jubiläumsvideo aus dem Studio Nägeli:

David „Piu“ Da Costa ist der Züri Live-MVP der Cupsaison mit seinen gehaltenen Penalties gegen St.Gallen und Thun, und der vereitelten Grosschance Callàs nach der Pause im Final, wo der FCZ von der 1. Minute an hungriger auftritt und das Spiel bestimmt. Für Yassine Chikhaoui ist es in seinen acht Jahren an der Limmat der einzige Titel, bei welchem er bei der Mehrzahl der Partien eingesetzt worden war. Die Freude ist beim Tunesier daher besonders gross.

Voser und Yapi ziehen schlechten Tag ein: Basel – FCZ 3:1 Highlights

Der FCZ kann sich im Vergleich zu den ersten vier Rückrundenpartien in Basel beim Cup-Viertelfinal steigern und überzeugt vor allem mit einem druckvollen Start in den ersten 10 Minuten mit dem frühen Führungstreffer durch Oliver Buff nach bereits 125 Sekunden. Die aktuelle Formbaisse (im Vergleich zur Vorrunde) konnte das Letzigrundteam dann aber nicht über die vollen 90 Minuten verbergen. Ausgerechnet ehemalige FCB-Spieler wie Kay Voser oder Gilles Yapi zeigten am meisten Respekt vor dem Gegner und zogen keinen guten Abend ein. Voser liess Rodriguez vor Langs Flanke zum 1:1-Ausgleich im Stich, legte die zweite gute Kopfballchance Marc Jankos gleich selbst auf und verursachte einen weiteren Rundschlag, der in den eigenen Strafraum flog.

Gilles Yapi ist nach seiner Verletzungspause (Unterarmbruch) noch nicht im Rhythmus – es unterliefen ihm auch in  der Liga zuletzt noch zu viele Fehler. Für Sangoné Sarr kam das Basel-Spiel zu früh und Kevin Rüegg traute Trainer Forte die knifflige Aufgabe im St.Jakob Park offensichtlich noch nicht zu. Auch Roberto Rodriguez konnte sein Formtief nicht verstecken, selbst wenn er es war, der zu Beginn mit einer schönen Aktion den frühen FCZ-Führungstreffer einleitete. Bei der wohl angeschlagen ins Spiel gegangenen Neuverpflichtung Raphael Dwamena wechseln sich zur Zeit noch sehr gute Leistungen (Xamax, Wohlen) mit durchschnittlichen (Wil, Basel) ab. Der Ghanaische Stürmer kam beim 1:2 von Lang im eigenen Strafraum dem eigenen Mitspieler Nef ins Gehege, welcher die eigentlich ungefährliche Hereingabe mit Sicherheit weggeköpft hätte.

Basel – FC Zürich 3:1 (2:1)

Tore: 3. Buff (Dwamena) 0:1, 21. Janko (Lang) 1:1, 42. Lang 2:1; 75. Steffen (Zuffi) 3:1.

Basel: Vaclik; Lang, Suchy, Akanji, Traoré; Xhaka, Delgado (60. Fransson), Zuffi; Elyounoussi, Janko (80. Doumbia), Steffen (88. Callà).

FC Zürich: Vanins; Brunner (80. Marchesano), Nef, Bangura, Voser; Winter, Yapi, Kukeli, Rodriguez (71. Schönbächler); Buff (71. Koné), Dwamena.

 

Stettler überzeugt bei Début: FCZ – FCSG 2:1 Spielinfos & Stats

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Der zur Halbzeit für den mit Oberschenkelproblemen ausgewechselten Brunner zu seinem Wettbewerbsspiel-Début gekommene Nicolas Stettler kann sich für weitere Aufgaben empfehlen. Der 20-jährige Juniorennationalspieler schaffte es sofort, über seine rechte Seite Druck zu machen, was zuvor nicht so gut gelungen war, und schlug 6 teils sehr gute Flanken. Stettler schlug also alleine in nur 45 Minuten die Hälfte aller FCZ-Flanken. Gleichzeitig war der Aussenverteidiger jeweils auch sofort wieder zurück auf seiner Position und machte die Seite zu.

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Stettlers Einwurf auf der rechten Seite war auch der Ausgangspunkt zum 2:0 von Marchesano.  Antonio Marchesano traf mit einem schönen Schlenzer nur wenige Tage nach seinem ersten FCZ-Tor gegen Schaffhausen erneut im Letzigrund, diesmal auf der Südkurven-Seite. Nach dem Einwurf von Stettler hatte Kukeli Toko sofort unter Druck gesetzt, so dass dieser einen Fehlpass in die Füsse von Sarr spielte, Schönbächler leitete den Ball direkt auf Marchesano weiter. Das 1:0 in der 1.Halbzeit war nach einem Einwurf Brunners entstanden, den Alesevic ideal auf Cavusevic weiterleitete. Nach dessen Pfostenschuss erbte der bei Standards häufig im Fünfmeterraum lauernde Buff. Trainer Uli Forte brachte alle drei Ex-St.Galler in der Startformation. Speziell Dzengis Cavusevic zeigte dabei eine seiner bisher besten Leistungen im FCZ-Dress und überzeugte nicht nur mit seinem Kampfgeist, sondern auch deutlich verbesserter Spielintelligenz und Gespür für die Situation.

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