Schlagwort: FCZ Frauen
Grosse Bundesliga-Fraktion vs. Mentalitätsspielerinnen / FCB Frauen – FCZ VORSCHAU
In der Women’s Super League haben sich die besten vier Teams für die Playoff-Halbfinals qualifiziert. Die FC Basel Frauen (3. nach der Qualifikation) empfangen dabei im Hinspiel im Leichtathletikstadion St. Jakob den FC Zürich (2.). Obwohl der FC Basel bei den Frauen seit mehr als einem Jahrzehnt traditionell jeweils ein für Schweizer Verhältnisse prominent besetztes Kader mit grosser “Bundesliga-Fraktion“ an den Start bringt, konnten die Baslerinnen den Schweizer Meistertitel noch nie erringen. Nur drei Mal seit 2008 hiess der Meister nicht FC Zürich: je einmal waren YB, Neunkirch und Servette erfolgreich. Auch diese Saison hat der FCB wieder das am prominentesten besetzte Kader mit einzelnen ehemaligen Bundesliga-Spitzenspielerinnen wie Vojtekova oder Rudelic. Dazu passt, dass auf der Trainerbank mit Kim Kulig ebenfalls ein sehr prominenter Name des Frauenfussballs Platz genommen hat.
Achtung! Das Spiel wird ab 17:55 Live auf Züri Live übertragen!
Welche Vorteile bringt der FC Basel in das Duell:
- International bekannte Spielerinnen, viel Top-Liga Erfahrung, aufgerüstetes Kader
- Wachsender Zuschauerzuspruch aufgrund Transferoffensive, ungewohnt schlecht abschneidendem Männer-Team und Verfügbarkeit eines Kleinstadions mit passender Grösse
- Breiteres Kader, Qualität von der Bank – speziell in Mittelfeld und Sturm
Theoretisch müssten die FCB Frauen aufgrund der Titelflaute auch hungriger sein. Das hätte aber schon häufig der Fall sein müssen und bewahrheitete sich bisher jeweils nicht. Welche Vorteile bringt der FC Zürich ins Duell:
- Eingespielte Mannschaft, die organisch gewachsen ist
- Fähigkeit, sich in entscheidenden Spielen zu steigern – unter anderem zuletzt zwei Mal als leichter Aussenseiter Meister in den Playoffs – hilfreich sind dabei Women’s Super League-erfahrene Mentalitätsspielerinnen wie Humm, Stierli, Wos oder Mégroz
- Das Team hat sich zuletzt taktisch weiterentwickelt und ist in der Lage ein aggressives Pressing aufzuziehen
FCB überzeugt im Viertelfinal mehr
Die FCB Frauen haben im Viertelfinal nach einem Auswärts-Unentschieden im Viertelfinal-Rückspiel die aufsässigen und gefährlichen St. Gallerinnen zu Hause 3:0 geschlagen und nehmen daraus sicherlich einiges an Selbstvertrauen mit. In allen Linien bringt das Team in zentralen Positionen sowohl viel Physis wie auch Erfahrung mit – unter anderem mit den beiden Zürcherinnen Sow und Csillag.

In den Viertelfinal-Duellen mit Luzern hinterliessen die FCZ Frauen einen durchzogenen Eindruck. Captain Fabienne Humm konnte in dieser Saison nicht mehr so viel Einfluss aufs Spiel nehmen wie früher. Kann sich die aus der U21 aufgerückte Monika Ibishaj als designierte Nachfolgerin aufdrängen? Die ebenfalls erfahrene Vanessa Bernauer kämpfte sich nochmal ans Super League-Niveau heran. Julia Stierli will nach einem Jahrzehnt FCZ vor ihrem Wechsel zum SC Freiburg einen starken Abschluss. Die letzte Saison noch enttäuschende Viktoria Pinther hat sich in dieser Saison zu einer Schlüsselspielerin gesteigert. Und die Rückkehr von Kim Dubs ist nicht nur ein Moral-Boost, sondern sorgt auch für mehr Unberechenbarkeit und Torgefahr.

Change ohne Management? Züri i weniger als 93 Minute Folg 2/24
Die Lehren aus dem 284. Derby gezogen / 285. Zürcher Derby Analyse mit Randnotiz: Mirlind Kryeziu ist zurück – und Frauenderby-Highlights
DOPPELDERBY VORSCHAU (Züri Live)
Die Geschichte des 285. Zürcher Derbys ist relativ schnell erzählt. Der FCZ beginnt die Partie engagiert mit viel Hohem Pressing, geht in der 38. Minute durch einen Penalty in Führung und verteidigt diese nach zwei Platzverweisen dann bei zehn gegen zehn im wahrsten Sinne des Wortes. Die Lehren aus dem letzten Derby bloss zwei Wochen davor wurden gezogen. Damals hatte der FCZ nach einer starken 1. Halbzeit und 1:0-Führung zu viel Risiko auf sich genommen und wurde zwei Mal ausgekontert. Diesmal zog man sich in der 2. Halbzeit so stark zurück wie noch nie in dieser Saison. Es ging alleine darum, nach sieben sieglosen Spielen wieder einmal ein Erfolgserlebnis und drei Punkte mitnehmen zu können.
Sehr disziplinierter Auftritt des FCZ

Der FCZ kam zu nur sechs Abschlüssen und hatte abgesehen vom Penalty einen einzigen Standard im Angriffsdrittel (Eckball Krasniqi). Es war der wohl disziplinierteste Auftritt des FC Zürich in dieser Saison. Sowohl offensiv wie auch defensiv beging man kaum Fehler. Selbst Nikola Katic hatte bis zu seinem Platzverweis wegen Groben Foulspiels eine gute Partie gespielt. Glänzen konnte keiner, aber abgesehen von den eingewechselten Okita und Rohner war auch keiner ungenügend. Zwar hatte die rechte Seite mit Boranijasevic, Kamberi und Conceição im ersten Spielviertel noch Probleme mit dem GC-Duo Hoxha / Schürpf, aber das legte sich danach. GC hatte im 284. Derby mit der Einwechslung von Schürpf und Babunski die Spielweise und Taktik entscheidend umgestellt. Diesmal spielten die beiden von Beginn weg.
Highlights – Dank Frauenderby Sieg geniessen
Personalien – Katic verbessert, Kryeziu wie eine Wand

- Nikola Boranijasevic: Klar bester Spieler der 2. Halbzeit – zum dritten Mal in dieser Saison.
- Fabio Daprelà: Beginnt gegen seinen Junioren-Klub fokussiert. Muss zur Pause aber (wohl angeschlagen) wieder ausgewechselt werden.
- Bledian Krasniqi: Bester FCZ-Spieler in der Offensiven Phase, zum vierten Mal in den letzten sechs Partien der Beste in der 1. Halbzeit.
- Rodrigo Conceiçâo: Ungenügende Laufwege im Pressing, offensiv aber noch weniger gut.
- Mirlind Kryeziu: Zur Pause eingewechselt, in einem seiner ersten Einsätze der Saison Defensiv Bester seines Teams, steht hinten wie eine Wand, an welcher der Gegner abprallt.
- Nikola Katic: Wie schon Cheikh Condé in Yverdon hat er bis zu seinem Platzverweis für seine Verhältnisse überdurchschnittlich gut gespielt. Ohne den technischen Fehler vor dem Foul und dem schlechten Timing im Tackling, welche zur Roten Karte führten, hätte er eine Note “8“.
- Fabian Rohner: Ab der 75. Minute einziger Stürmer. Daniel Afriyie agiert rechts im Mittelfeld, Conceição links.
- Jonathan Okita: Zum dritten Mal hintereinander sowohl in der 2. Halbzeit wie auch insgesamt ungenügend.
- Yanick Brecher: Hat wie schon in Yverdon fast keine Arbeit.
Kommentare – Platzverweise FCZ mehr geholfen
Randnotiz – Kommentare zu Mirlind Kryeziu
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Frauen-Derby Kommentare – Starker Auftritt
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Doppelderby VORSCHAU
Direktbegegnungen im Überblick (dbfcz)
Im 285. Zürcher Derby will sich der FCZ für die kürzliche 1:2-Niederlage mit dem späten Siegtor durch Pascal Schürpf revanchieren. Die Grasshoppers haben seither in Lugano Unentschieden gespielt und zu Hause gegen den FC Winterthur verloren – und dabei kein Tor erzielt. Mit Mabil, Momoh und Ndenge fehlen die drei besten Torschützen. Dafür könnten die offensiv starken MIttelfeldspieler Batista Meier (von Dynamo Dresden) und / oder Kameri (von Red Bull Salzburg) zum Début kommen. Die Formation könnte auch dank dieser Verstärkung im Zentrum wie im letzten Derby wieder ein 4-1-4-1 sein.

Falls der FCZ wie bei der 0:3-Niederlage im 4-3-3 antritt wird wohl Mathew auf die Position des gesperrten Condé rücken und Daniel Afriyie Mathew ersetzen, was eine noch etwas offensivere Ausrichtung ergäbe.

Bei den GC Frauen hat es abgesehen von der Trainerposition in der Winterpause keine Wechsel gegeben. Im Kader stehen viele ehemalige FCZ-Spielerinnen mit der 17-jährigen hochtalentierten Sydney Schertenleib in der zentralen, offensiven Rolle.

Der FCZ hat durch die Winter-Abgänge von Alayah Pilgrim und Leela Egli weiter an Tempo verloren und muss in der Offensive nun voll auf spielerische Mittel setzen. Neuverpflichtung Szabo wird wohl zu ihrem Startelf-Début kommen.

