Wie Tottenham – Ajax: FCZ – Sion 1:0 Analyse

Die defensivere Grundpositionierung zahlte sich für den FCZ auch gegen Sion aus – man kam so vor dem gegnerischen Tor dank mehr Umschaltsituationen wie schon im Cup gegen Basel zu einem Expected Goals-Wert von beinahe 2. Dass es erneut nur ein Tor gab, deutet darauf hin, dass an der Effizienz im Abschluss weiterhin gearbeitet werden muss. Glücklicherweise war das ansonsten in den letzten Wochen sehr abschlusseffiziente Sion im Letzigrund für einmal ebenfalls zu wenig konsequent im Abschluss.  Dass es weniger Raum hinter der Zürcher Abwehr geben könnte, als noch beim Aufeinandertreffen im Tourbillon einen Monat zuvor, schien Sion-Coach Yakin nach Analyse der letzten FCZ-Spiele antizipiert zu haben und liess möglicherweise auch deshalb den vor allem mit seinen langen Bällen hinter die gegnerische Abwehr gefährlichen André Luis Neitzke zuhause.

Ex FCZ-Junior Anto Grgic kam zwar erneut zum Zug, war unter diesen Umständen aber ebenfalls nicht mehr so gefährlich wie noch im Wallis. Die Intention, den Gegner hoch zu pressen und diesem gleichzeitig hinter der eigenen Abwehr möglichst wenig Raum zu lassen, führte immer wieder zu zwei praktisch auseinandergerissenen Mannschaftsteilen und einem Fünf gegen Fünf oder Vier gegen Sechs in beiden Spielhälften – ähnlich wie im Champions League-Halbfinal Tottenham – Ajax, einfach auf Super League-Niveau. Der Raum und die Lücken im Mittelfeld waren gross, das Spiel somit zügig und aus Sicht vieler Zuschauer abwechslungsreich. Es gab lange hohe Bälle, es wurde schnell gespielt und die Tiefe gesucht. Ausser dem verletzungsbedingt früh ausgewechselten Joel Untersee kamen alle eingesetzten Zürcher zu Top-Offensivaktionen.

Der FCZ vermochte unter anderem eine hohe Anzahl an Steilpässen (13) und Flanken (19) zu spielen. Es war die höchste Anzahl von Flanken der Saison, ex aequo mit dem ersten Heimspiel gegen… Sion, im November (1:2). Das Chancenverhältnis war damals ebenfalls einigermassen ausgeglichen gewesen, mit dem besseren Spielausgang für die Walliser. Auch die Züri Live-Durchschnittsnote der Spieler ist mit 6,0 praktisch identisch mit derjenigen bei der damaligen Heimniederlage. Und sie ist auf dem gleichen Niveau wie in den beiden Heimniederlagen kürzlich gegen Basel – aber nicht so gut, wie beim 1:1 gegen GC und dem 0:1 vs. YB. Dass der FCZ nach sechs Wochen wieder zu einem Heimsieg kam, hing demzufolge auch mit dem eher unterdurchschnittlichen Auftritt des Gegners zusammen.

Neben den Aussenspielern Kharabadze und Schönbächler am meisten Flanken spielte Assan Ceesay, der vermehrt wie Raphael Dwamena zu dessen Anfangszeit in Zürich erfolgreich über die linke Seite vorzustossen vermochte. Der Gambier schafft so mit seiner Schnelligkeit am Ball sowohl in die Tiefe als auch in die Breite wichtige Räume für nachrückende Teamkollegen. Alain Nef vermochte als dritter Einwechselspieler auf der Rechten Seite wesentlich mitzuhelfen, in der Schlussphase für die notwendige Entlastung und Stabilität zu sorgen.

FCZ – Sion 1:0 (0:0)

Tore:  69. Odey (Marchesano) 1:0.

FCZ: Brecher; Untersee (6. Kharabadze), Maxsø, Bangura, M. Kryeziu, Schönbächler (81. Nef); Rüegg; Domgjoni, Marchesano; Ceesay (69. Kololli), Odey.

Sion: Fickentscher; Maceiras, Kouassi, Ndoye, Abdellaoui; Grgic (81. Adryan), Kukeli (74. Djitté); Toma, Kasami, Lenjani; Uldrikis.

Maxsøs und Rüeggs Patzer verhindern besseres Ergebnis / FCZ – Basel 1:3 Analyse

Wie schon beim 1:1 gegen den gleichen Gegner in der Vorrunde trat der FCZ im Cup-Halbfinal im Letzigrund mit einer Fünferabwehr an, überliess Basel mehr Ballbesitz und kam so trotz defensiverer Grundausrichtung wieder zu deutlich mehr Torchancen als zuletzt gegen denselben oder andere Gegner. Das Torschussverhältnis war genauso ausgeglichen wie die «Expected Goals». Zum dritten Mal in dieser Saison kam mit Assan Ceesay ein Spieler zu sieben nicht verwerteten Abschlüssen. Die ersten beiden Male waren Ceesay selbst im Cup bei Red Star und Odey zuletzt beim 2:2 in Thun gewesen. Insgesamt hat sich der FCZ im Vergleich zum Lugano-Spiel klar gesteigert – was allerdings nicht für alle Spieler individuell gilt.

Ausgerechnet der bisher so konstant agierende Andreas Maxsø war diesmal ungewöhnlich fehlerhaft, nicht ganz bei der Sache und erhält erst zum dritten Mal eine ungenügende Züri Live-Note. Beim 0:1 beispielsweise verliert Maxsø den entscheidenden Zweikampf an der Seitenlinie gegen Ajeti, im Zentrum ist Rüegg unaufmerksam und lässt Van Wolfswinkel völlig frei vor dem Strafraum an den Ball kommen – die Vollendung von Noah Okafor ist dann aber schlicht Extraklasse. Auch beim 0:2, welches in der 87. Minute für die Vorentscheidung sorgt, misslingt Maxsø ein halbhoher Ball hintenraus – Kevin Rüegg müsste aber trotzdem das Leder ohne Probleme wegspielen oder wegschlagen können, agiert aber zu langsam und lässt sich von Kuzmanovic den Ball vom Fuss spitzeln. Die starke Formbaisse des Zürcher Captains (vor allem wenn er im Zentrum spielt) ging auch gegen Basel nicht weg.

Allgemein fällt im Schweizer Fussball auf, dass jüngere Spieler, die im Sommer vor einem Transfer «nach oben» stehen oder stehen könnten, wie beispielsweise Kevin Mbabu oder Marvin Spielmann, zuletzt völlig ausser Form geraten sind – Kevin Rüegg könnte auch so ein Fall sein. Neben dem Platz hat man durchaus das Gefühl, dass der 20-jährige einen Reifeprozess durchmacht, aber auf dem Platz ist davon nichts zu sehen – im Gegenteil. Auch Antonio Marchesano ist weiterhin im Tief, hat neben einzelnen guten Aktionen bei der Mehrheit seiner Pässe weiterhin das falsche Timing, verursacht unnötige Freistösse und schnelle Gegenstösse des Gegners wegen ungenügender Zweikampfführung. Umaru Bangura hingegen scheint die Pause von zwei Spielen gegen YB und in Lugano gut getan zu haben und zeigte sich wieder verbessert. Eine echt starke Rolle spielte Alain Nef (Züri Live-Note «10»), der gerade auch in der Spielauslösung viel Ruhe und Spielintelligenz reinbrachte.

Strittige Szenen gab es gegen den FCB auch diesmal wieder einige. Bereits in der 2. Minute hatte Umaru Bangura Glück. Bei einem harmlosen ersten flachen Schüsschen von Noah Okafor Richtung Zürcher Tor ging der Innenverteidiger etwas gedankenlos dazwischen, der Ball versprang, Albian Ajeti sprintete heran und kam im Strafraum zu Fall – Bangura schien dabei den Basler durchaus am Fuss getroffen zu haben.

In der 73. Minute dann Groundhog Day im Letzigrund. Zum dritten Mal innert weniger Wochen wird Toni Domgjoni im «Südkurven-Strafraum» gegen YB bzw. Basel ein klarer Penalty verwehrt! Nach Zuffi und Moumi in der Meisterschaft war diesmal Marek Suchy der foulende Spieler. Sieht man sich die Szene nochmal im Detail an, ist schön ersichtlich wie der Tschechische Routinier bemerkt, dass er bei einem hohen Ball an die Fünfmetergrenze zu spät kommt und Domgjoni alleine vor dem Tor eine hundertprozentige Torchance erhalten wird.  Mit einem Seitenblick prüft Suchy noch vor der Ankunft des Balles, an welcher Stelle des Körpers er den Zürcher am unauffälligsten treffen könnte, streckt im Stile eines gewieften Illusionisten oben den Arm Richtung Domgjoni aus ohne zu ziehen (Ablenkungsmanöver) und bringt ihn gleichzeitig unten mit dem linken Fuss zu Fall. Wichtig dabei für Suchy: in diesem Moment mit den Augen nicht mehr nach unten zum Ort des Geschehens schauen!

Noch mehr zu reden gaben mehrere Szenen rund um die 80. Minute. Erst wird Valentin Stocker von Marco Schönbächler im Zürcher Strafraum Hüfte an Hüfte auf faire Art und Weise gerempelt. Schiedsrichter Klossner pfeift zu Recht nicht, denn er hatte zuvor im ganzen Spiel ähnliche Szenen auch im Mittelfeld nie geahndet. Stocker streckte dabei in seiner typischen Art im Strafraum unvermittelt seinen Hintern raus, um den Gegner auflaufen zu lassen, hielt sich danach bei seiner spektakulären Seitwärtsrolle warum auch immer seine beiden Schienbeine und musste beim Abrollen selbst über seine Schauspielkunst lachen.

Dies hielt ihn nicht davon ab, danach am Boden sitzend weiterhin Theater zu machen, was Mitspieler Kuzmanovic anstachelte, wutentbrannt den von Schönbächler zum Weiterspielen animierten Bangura mit vollem Tempo von hinten zu attackieren.

Alain Nef erkannte die akute Verletzungsgefahr für seinen Innenverteidigerkollegen und stellte sich Kuzmanovic in den Weg, worauf er von diesem eine Ohrfeige kassierte.

Gelb für so eine bewusst und gezielt ausgeführte Tätlichkeit ist natürlich schon etwas wenig, wenn man sich in Erinnerung ruft, dass beispielsweise Marco Djuricin nach dem Derby für einen ungezielten Befreiungsschlag nach hinten gegen den reissenden und zerrenden Hekuran Kryeziu mit drei Spielsperren belegt wurde.

In der anschliessenden Aufregung versuchte Carlos Zambrano Stephen Odey zu einer Unbeherrschtheit zu verleiten und ging diesem an die Gurgel, was zumindest im Nachhinein von der Disziplinarkommission hätte geahndet werden müssen, die gleichzeitig bezüglich der in dieser Szene am Rande und eher schlichtend involvierten Van Eck, Canepa und Streller sehr schnell mit Sanktionen zur Stelle war.

In der 90. Minute schlug dann auch noch Valentin Stocker Marco Schönbächler in «Kuzmanovic-Manier» von hinten ungeahndet auf den Kopf. Während sich YB also auf Schläge direkt ins Gesicht «spezialisiert» hat, scheinen beim FCB Schläge auf den Hinterkopf des Gegners im Trend zu liegen. Würgen, Schlagen, Schauspielern und versteckte Fouls: von einem sportlich fairen Auftritt waren die Rot-Blauen an diesem Abend im Letzigrund weit entfernt. Hat Basel das wirklich nötig? Offenbar schon…

(Standbilder: Teleclub)

FCZ – Basel 1:3 (0:1)

Tore:  5. Okafor (Van Wolfswinkel) 0:1; 87. Kuzmanovic (Zuffi) 0:2, 90.+2 Ajeti (Stocker) 0:3, 90.+4 Odey (Marchesano) 1:3.

FCZ: Vanins; Untersee (69. Schönbächler), Nef, Bangura, Maxsø, Kharabadze (69. Kololli); Rüegg; Domgjoni (89. Kasai), Marchesano; Ceesay, Odey.

Basel: Omlin; Widmer, Zambrano, Suchy, Petretta; Frei, Zuffi; Kalulu (74. Stocker), Van Wolfswinkel (46. Kuzmanovic), Okafor (89. Zhegrova); Ajeti.

Nach der Cupniederlage stellte sich Levan Kharabadze bei Züri Live zum Interview:

Levan, 1:3 gegen Basel im Cup-Halbfinal. Es war wohl immerhin eine der bisher besten Partien des aktuellen Kalenderjahres von Seiten des FCZ, aber mit dem Finaleinzug hat es trotzdem nicht geklappt…

Kharabadze: Ich würde sagen, es hat wohl nicht sollen sein. Wir hatten gute Momente, die wir hätten ausnützen sollen. Aber Basel hatte auch gute Chancen und im Gegensatz zu uns haben sie diese ausgenutzt – darum haben sie gewonnen. Ja, es war ein gutes Spiel. Mit dem Schiedsrichter bin ich aber nicht einverstanden. Die Szene mit Toni Domgjoni im Basler Strafraum beim Stande von 0:1 ist 100% Elfmeter.

Es gab viele Emotionen im Spiel…

Kharabadze: Ja, wir sind definitiv mit Emotionen ins Spiel gegangen, das war vorhanden, und das hat man dann auch im Spiel gesehen. Wir haben gut gespielt. Aber wir müssen weiter hart arbeiten, damit wir in der Super League verbleiben können. Und danach die nächste Saison vorbereiten, wo wir neben der Meisterschaft eine neue Chance im Schweizer Cup erhalten.

Wie ist es für Dich bisher hier in der Schweiz, das Level und das Tempo ist wohl relativ hoch im Vergleich zu dem, was Du bisher gekannt hast?

Kharabadze: Ja, für mich ist das bereits ein hohes Niveau, weil ich davor in der Georgischen Meisterschaft gespielt habe. Ich lerne hier und werde weiter an mir arbeiten. Teams wie Basel oder YB sind top, auf Champions League-Niveau, gegen sie zu spielen bringt mich weiter.

Harmlos und verunsichert: Lugano – FCZ Analyse

Nach dem Tiefpunkt in Sion hatte der FCZ gegen Basel, im Derby und gegen YB kontinuierlich eine Steigerung an den Tag gelegt, für welche ein einziger Punkt ein schlechter Lohn war. Nach dem Auswärtsspiel in Lugano muss man aber von einem erneuten Rückschritt sprechen – es ist ein Spiel, das man nicht hätte verlieren dürfen. Schon nach dem Aufwärmen und in der Partie selbst von der Ersten Minute an war zu spüren, dass die Präsenz auf dem Platz von hinten bis vorne viel zu gering für den benötigten Effort war. Zu keiner Sekunde hatte man zumindest von der Aussenwirkung her das Gefühl, dass die Spieler die Partie im Tessin als eine wichtige «Finalpartie» gegen einen direkten Gegner in der Schlussphase der Saison auffassten. Nicht zum ersten Mal in dieser Saison baut der FCZ auswärts einen direkten Konkurrenten, der wie im Fall von Lugano seit Oktober nicht mehr zu Hause hatte gewinnen können, entscheidend auf.

Über vier Direktbegegnungen und mehr als 360 Minuten hat das Letzigrundteam gegen die Tessiner tatsächlich kein einziges Tor zustande gebracht! Ins Gewicht fiel sicherlich auch, dass der sich zuletzt im Aufwind befindliche Assan Ceesay ausgerechnet gegen seinen Ex-Klub gesperrt war, und dem durchaus immer wieder rackernden Stephen Odey im Abschluss das Selbstvertrauen weiterhin abgeht. Nachdem das Team in den letzten fünf Partien insgesamt nur einen einzigen Ball im Netz versenkt hat, scheint es bei seinen Angriffen langsam aber sicher immer weniger dran zu glauben, dass sie am Ende von Erfolg gekrönt sein könnten. Überzeugung und Zuversicht sieht anders aus. Der schon lange physisch nicht wirklich robust wirkende Hekuran Kryeziu verletzte sich leider in der 13. Minute beim Versuch, den Rückstand auf Numa Lavanchy beim Kampf um den Ball mit einem gewagten Tackling zu kompensieren.

Joël Untersee kam rein und Kevin Rüegg wechselte ins Zentrale Mittelfeld. Der Zürcher Captain ist aber zur Zeit in vielen Spielen ein Schatten seiner selbst – in Lugano wirkt er unaufmerksam mit nonchalantem Passspiel, dreht sich in Zweikämpfen weg und lässt sich zu einfach ausspielen. An solchen Tagen bräuchte es die Unterstützung von einem Captain der Gambischen Nationalmannschaft wie Pa Modou, aber dieser agierte selbst zu halbherzig und hatte keinen positiven Einfluss auf die Mannschaft. Antonio Marchesano liess vorne in den meisten Aktionen Präzision und Biss vermissen, was Lugano immer wieder ermöglichte, sich rechtzeitig zu gruppieren. Unter dem Strich war am Ende Andris Vanins trotz drei kassierten Gegentoren noch der beste FCZ-Akteur. Die ersten beiden Gegentore waren ein Sinnbild des ganzen Zürcher Auftrittes – beim ersten weiss Rüegg bei einem eigenen Konter vorne nichts mit dem Ball anzufangen und der auf sich alleine gestellte Kharabadze verliert den Ball. Denkbar wäre, dass der FCZ halt eher vorsichtig agiert, um sich nicht auskontern zu lassen. Aber das ist nicht der Fall. Gerade eben noch hatte der Georgier vorne zu wenig Unterstützung erhalten, sind dessen Teamkollegen auch in der Rückwärtsbewegung wieder zu spät – Domgjoni winkt sie vergebens energisch zurück.

Der FCZ präsentiert sich in dieser Szene alles andere als vorteilhaft. Man ist weder richtig vorne am Angreifen, noch richtig hinten am Verteidigen – sondern irgendwo verloren in der Mitte, und jedes Mal wenn man endlich am Ort des Geschehens auftaucht, ist die Party schon vorbei. Beim zweiten Gegentor spielt Rüegg im Mittelfeld einen nonchalanten Pass auf Untersee, wodurch dieser unter Druck gerät und einen Freistoss verursacht. Anschliessend stellt sich Untersee im Zweikampf mit Mihajlovic auf seiner Rechten Seite wenig souverän an, Mirlind Kryeziu antizipiert in der Mitte etwas zu spät, dadurch steht er nicht nah genug bei Carlinhos, Kharabadze versucht auf wenig erfolgsversprechende Art und Weise zu Hilfe zu eilen und lässt dabei den anschliessenden Torschützen Brlek völlig frei stehen – eine Fehlerkette wie aus dem Lehrbuch. Im Pausengespräch mit Züri Live zeigte sich Lugano-Experte Ugo Morselli enttäuscht über die Zürcher Hintermannschaft. Sie sei zu langsam, vernachlässige die Deckungsarbeit und speziell über Pa Modous linke Seite komme Lugano immer wieder viel zu einfach zum Flanken. Er vermutete, dass der verletzungsbedingte Ausfall von Hekuran Kryeziu dem FCZ einen Strich durch die Rechnung gemacht habe und lobte das laufstarke Lugano-Zentrum mit Sabbatini und Vecsei sowie die defensiv gut mitarbeitenden Gerndt und Carlinhos, welche die fehlende Laufbereitschaft Sadikus kompensieren würden:

Vor sieben Wochen wurden hier an dieser Stelle vier Baustellen des FCZ ausgemacht und diskutiert. Die erste war der eklatante Unterschied zwischen dem (sehr guten) Start in eine Partie und dem weiteren Spielverlauf. Mittlerweile hat sich das geändert, aber nicht unbedingt so, wie gewünscht. Der Start in die Partie ist mehrheitlich nicht mehr gut. Im Verlaufe des Spiels versucht der FCZ dann jeweils aufzudrehen, manchmal mit Überzeugung, manchmal aber auch auf eher  hilflose Art und Weise. Die zweite Schwachstelle Standards hat man in der Zwischenzeit klar verbessern können. Die defensive Anfälligkeit darauf ist bei weitem nicht mehr so hoch, wie noch zu Beginn der Rückrunde. Die dritte Baustelle «Sturm» hat sich hingegen weiter verschärft. Die seit Mitte November feststellbare Abwärtstendenz in diesem Mannschaftsteil hält an. In den letzten vier Partien hatte der FCZ kumulierte „Expected Goals“ von 3,45 zu verzeichnen, was nicht allzu viel ist. Aber von diesen 3,45 Expected Goals wurde dann auch noch nur eines tatsächlich erzielt. Abgesehen davon, dass man sich in der Mehrheit der Partien zu wenig Torchancen erarbeitet, ist nun also auch noch fehlende Effizienz im Abschluss dazugekommen, welche zuvor in dieser Saison noch ordentlich war. Die psychologische Komponente (die berüchtigte „Abwärtsspirale“) spielt bei diesem Punkt sicherlich entscheidend mit hinein. Die vierte Baustelle, Benjamin Kololli, war zuletzt verletzt, nachdem er zwischenzeitlich als Sturmspitze die Mannschaft besser unterstützen konnte, als zuvor im Linken Mittelfeld.

Als nächstes warten Sion und zwei Mal Basel – das zweit- und drittbeste Team der letzten sechs Runden. Und gerade Basel kassiert in der Rückrunde kaum noch Gegentore – ein steiler Berg zu erklimmen für den FCZ. In der Vorrunde hatte man noch trotz oder vielleicht auch wegen gleichzeitigen Europacupspielen noch fast gleich viele Punkte geholt, wie in der Saison zuvor. Die Rückrunde hingegen ist bisher punktemässig die schlechteste seit Einführung der Super League. Der FCZ hat deshalb nun nach 30 Runden (erst) gleich viele Punkte wie in der Abstiegssaison in der Endabrechnung. Ein Muster, welches sich durch vier der letzten fünf Spielzeiten durchzieht, ist der gute Start und Leistungseinbruch beginnend etwa Mitte November. Dies war 14/15 unter Trainer Urs Meier gleich wie 16/17 und 17/18 unter Uli Forte und nun auch 18/19 bei Ludo Magnin – nur in der Abstiegssaison (Sami Hyypiä) war man in allen Saisonphasen etwa gleich schlecht. Dies im Gegensatz zu den vorangegangenen vier Spielzeiten 10/11, 11/12, 12/13 und 13/14, als der FCZ jeweils in der Rückrunde (zum Teil deutlich) mehr Punkte holte. Die prägenden Spieler der aktuellen „Frühstarter-Generation“ sind Alain Nef, Adrian Winter und Umaru Bangura – die „Spätstarter“ wurden angeführt von Philippe Koch, Marco Schönbächler und Jorge Teixeira.

Lugano – FCZ 3:0 (1:0)

Tore:  40. Carlinhos (Gerndt) 1:0; 83. Brlek (Carlinhos) 2:0, 90.+1 Carlinhos (Bottani) 3:0.

Lugano: Baumann; Sulmoni, Maric, Daprelà; Lavanchy, Vecsei, Sabbatini, Crnigoj (69. Mihajlovic); Carlinhos, Gerndt (76. Brlek); Sadiku (65. Bottani).

FCZ: Vanins; Rüegg, Maxsø, M. Kryeziu, Pa Modou; Khelifi, Domgjoni, H. Kryeziu (15. Untersee), Kharabadze; Odey, Marchesano (80. Binous).

 

Statistik der Woche – der FCZ hat ein Flügelproblem

Nach der Analyse des Gesamtnotenschnittes nach Wettbewerben schauen wir uns diese Woche die Leistungsentwicklung der Spieler im Saisonverlauf inklusive des Thun-Spiels vom vergangenen Wochenende an. Jeweils drei Partien (wettbewerbsübergreifend) wurden dafür zu einer Durchschnittsnote zusammengefasst und daraus ergeben sich die Kurven im Saisonverlauf. Die Durchschnittsnote des Gesamtteams begann dabei etwa bei 6 (auf einer Skala von 1-10, wobei „5“ = „genügend“) und blieb auf diesem Niveau, bis sie im Dezember auf ca. „5“ absank. Nach der Winterpause ist eine Aufwärtstendenz erkennbar – aktuell ist das Team wieder bei „5,8“.

Interessant für die Analyse ist die Differenzierung nach Positionen. Zu Beginn der Saison war der Sturm der beste Mannschaftsteil, ab Mitte November begann aber ein kontinuierlicher Sinkflug, der bis heute anhält – auch wenn die Forwards kollektiv sich bisher noch im Bereich einer Genügenden Note halten konnten. Aktuell wird das Team vor allem von der Defensivzentrale – Innenverteidiger und Torhüter – getragen. Das war zu Saisonbeginn noch nicht ganz so gewesen. Die Torhüterposition war damals die erste „Baustelle“ und wurde es gegen Ende der Vorrunde noch einmal. Erst seit Rückrundenbeginn ist eine merkliche Verbesserung feststellbar. Chronologisch die zweite Baustelle in Bezug auf Positionen wurde die Aussenverteidigung. Diese Position war zwar während der Vorrunde grundsätzlich eine Stütze, allerdings quantitativ schmal besetzt und relativ grossen Leistungsschwankungen unterworfen. Als dann gegen Ende der Vorrunde nach Rüegg auch noch Pa Modou ausfiel, fiel die Durchschnittsnote mit Dixon und Guenouche gegen anspruchsvolle Gegner in den Keller. Durch die Verpflichtungen von Kharabadze und Untersee, sowie etwas später die Genesung Rüeggs (und Leistungssteigerung Dixons) konnte diese Baustelle weitgehend geschlossen werden. Gleichzeitig tut sich nun aber eine neue Baustelle auf: die Flügelposition. Ausserdem war auch die Performance im Zentralen Mittelfeld in den letzten Partien unter dem Strich… – unter dem (5er-)Strich.

Die positive Tendenz bei den Torhütern in letzter Zeit relativiert sich etwas, wenn die Keeper einzeln betrachtet werden. Die Leistungsentwicklung Yannick Brechers gleicht dabei etwas einer Achterbahn, wobei er wegen einer Note „3“ beim 0:1 gegen Lugano zuletzt zum wiederholten Mal in den Ungenügenden Bereich fiel, wohingegen Andris Vanins im Cup-Viertelfinal gegen den SC Kriens hervorragend hielt (beste FCZ-Torhüterleistung der Saison bisher) und noch keine Ungenügende Note zu verzeichnen hatte.

Der mittlerweile 37-jährige Alain Nef war während der ganzen Vorrunde eine „Bank“ und zusammen mit Kevin Rüegg von den regelmässig eingesetzten Zürcher Spielern derjenige mit der höchsten Liga-Durchschnittsnote. Andreas Maxsø startete ausgezeichnet und stabilisierte die Hintermannschaft nachhaltig. Der Däne ist wohl aktuell einer der Top 5-Innenverteidiger der Liga. Mirlind Kryeziu begann die Saison gut. Als er dann aber durch die Einsatzfähigkeit Maxsøs in der Hierarchie einen Platz runterrutschte, vermochte er in seinen sporadischen Einsätzen in keinster Art und Weise mehr Werbung für sich zu machen.  Seit Rückrundenbeginn ist beim Zürcher aber wieder eine klare Steigerung erkennbar. Umaru Banguras gute und schlechte Szenen halten sich meist etwa die Waage – der Nationalspieler Sierra Leones macht aktuell vor allem mit seinen wenig erfreulichen Auftritten gegen Kriens und Lugano die persönlich schlechteste Phase der Saison durch. Becir Omeragic kam verletzungsbedingt noch nicht zum Einsatz.

Die Aussenverteidiger Rüegg und Pa Modou gehörten in der Vorrunde zu den wichtigsten Stützpfeilern der Mannschaft. Als zuerst Rüegg und danach auch noch Pa Modou angeschlagen ausfielen, war das sofort spürbar. Die Winterneuverpflichtungen Kharabadze und Untersee (der sich mittlerweile aber selbst verletzt hat) halfen aber mit, auf dieser Position zu Beginn der Rückrunde wieder mehr Stabilität reinzubringen, bis Rüegg und irgendwann dann auch Pa Modou wieder zurück sind.

Im Mittelfeldzentrum wurden naturgemäss am meisten Spieler eingesetzt. Die grössten Konstanten waren dabei Toni Domgjoni, Hekuran Kryeziu und Antonio Marchesano. Domgjoni und Marchesano hatten einen guten Start in die Saison, liessen gegen Ende der Vorrunde aber nach und konnten sich nun nach der Winterpause wieder etwas fangen, wobei der die Wintermonate offenbar nicht sonderlich liebende Marchesano seine muskulären Probleme noch nicht in den Griff bekommen hat. Hekuran Kryeziu hingegen begann schlecht, und vermochte sich in der Folge kontinuierlich etwas zu steigern. Der Start in die Rückrunde war bei ihm gut bis sehr gut, bis er im Cup gegen Kriens und beim 2:2 in Thun wieder zwei schwache Partien einzog. Der mittlerweile nach Darmstadt transferierte Ex-Captain Palsson war eher durchschnittlich unterwegs. Im Mittelfeld hat der FCZ das grösste Talentpotential. Die punktuellen Einsätze von jungen Spielern wie Krasniqi, Sohm, Maouche, Aliu, Rexhepi oder Zumberi verliefen zum grössten Teil von ordentlich bis teilweise sehr gut (letzteres vor allem bei Krasniqi).

Die offensive Flügelposition droht zur neuesten Baustelle im Kader des FCZ zu werden. Der gut startende Kololli hat im Verlauf der Saison auf dieser Position eine extreme Abwärtstendenz an den Tag gelegt – zuletzt seit dem Auswärtsspiel in Napoli mit fünf Ungenügenden Noten in Folge. Khelifis Auftritte sind unter dem Strich dank seines Einsatzes meist ordentlich, manchmal aber auch schlecht, wie zuletzt gegen Lugano. Der mittlerweile zu Uerdingen gewechselte Roberto Rodriguez war trotz seinem fehlenden Speed solide unterwegs, kam aber insgesamt nur 463 Minuten zum Einsatz. Ein harter Schlag für den FCZ ist, dass der formstärkste und konstanteste offensive Flügelmann, Adrian Winter, nun für den Rest der Saison ausfällt. Dies wird in Verbindung mit den zuletzt einen Ungenügenden Notenschnitt aufweisenden Kololli und Khelifi zu einem echten Problem. Die Alternative Schönbächler scheint sich noch nicht auf ein Niveau hinaufgearbeitet zu haben, um das Vertrauen des Trainerteams geniessen zu können.

Aus der U21 gibt es auf dieser Position kurzfristig wohl ebenfalls keine echten Alternativen. Guillaume Furrer hat sich noch nicht wie gewünscht entwickelt und ist noch weit von der 1. Mannschaft entfernt. Fabian Rohner stabilisiert sich langsam wieder, ist aber auch noch einiges von seiner früheren Form entfernt. Die Lösung dieses Offensiven Flügelproblems könnte daher in einer taktischen Umstellung mit wieder vermehrtem Einsatz der Dreierabwehr liegen, so dass es auf beiden Seiten nur je einen Aussenspieler braucht. Diese Ausrichtung passt zudem sehr gut zum Personal des FCZ, haben die Aussenverteidiger wie Rüegg, Kharabadze, Pa Modou, Dixon oder Untersee doch vor allem in der Offensive ihre Stärke – dazu stossen Innenverteidiger wie Bangura, Nef oder Mirlind Kryeziu ebenfalls gerne und effektiv mit nach vorne.

Frey und Dwamena weg, zudem landete der getestete blutjunge Malier Lassana N’Diayé (Tor in Vaduz) letztendlich bei ZSKA Moskau. Stephen Odey bekam so von Anfang an viel Verantwortung im Sturmzentrum übertragen. Bereits als der Nigerianer im Herbst 2017 auf der Allmend Brunau und im Heerenschürli aufsetzte, war ersichtlich, dass er sich deutlich schneller an den europäischen Fussball und die Super League wird adaptieren können, als vor ihm beispielsweise Moussa Koné. Die vielen Spiele scheinen aber im Saisonverlauf 18/19 dann trotzdem nicht spurlos an ihm vorbeigegangen zu sein. Mit der Zeit nahm die Spritzigkeit und auch die Torgefährlichkeit ab. Da half natürlich auch nicht, dass der neuverpflichtete Gambier Assan Ceesay, der einige gute (Teil-)Einsätze ablieferte, zwischendurch verletzungsbedingt wieder ausfiel.

Der im November von YB verpflichtete Yann Kasai hatte zwei gute Teileinsätze in Basel sowie gegen Lugano, wurde aber seither noch nicht wieder eingesetzt und ist zur Zeit in der U21 in der Promotion League der torgefährlichste FCZ-Stürmer. Ebenfalls zur Zeit in der U21 engagiert sind die neuverpflichteten jungen Talente Aziz Binous und Nicolas Andereggen, welcher erst gerade wieder von einer Verletzung genesen ist. Der beste Torschütze des FCZ ist unter anderem auch dank sicher verwandelten Penalties Benjamin Kololli. Der Waadtländer hat zur Zeit den besten Schuss und ist treffsicher. Und da der 26-jährige zuletzt auf der Flügelposition eher enttäuschende Leistungen gezeigt hat, setzte ihn Trainer Magnin zuletzt ab und zu im Sturm ein. Dies in Verbindung mit taktischen Umstellungen könnte ein Schlüssel für eine grössere Punkteausbeute in den kommenden Wochen werden. Zwar ist Kololli nicht sonderlich schnell, aber er kann hohe Bälle mittels Kopfballablagen besser verarbeiten, als Odey – und wenn er mal Platz zum Abschluss erhält, zielt er oft gut.

 

Statistik der Woche – physisch starke Spieler wichtig in Super League

Der FCZ hat mittlerweile mehr als zwei Drittel seiner Wettbewerbsspiele hinter sich. In der aktuellen Ausgabe «Statistik der Woche» geht es um die Einzelnoten der Spieler. Von den in mehr als 500 Minuten eingesetzten FCZ-Akteuren liegen dabei Assan Ceesay und Kevin Rüegg mit einer Durchschnittsnote von 6,4 an der Spitze – vor Alain Nef und Adrian Winter. Der winterpausenübergreifend während 11 Partien verletzungsbedingt ausfallende Rüegg hatte in dieser Saison bisher nur zwei ungenügende Noten zu verzeichnen, und zwar in den Cup-Partien gegen die jeweils Weiss-Grün tragenden Red Star und Kriens. In Heimspielen gegen Basel, Xamax und Luzern, sowie auswärts bei Breitenrain war der Neo-Captain jeweils Most Valuable Player.

Assan Ceesays nahezu perfekte Leistung nach seiner Einwechslung beim 2:1-Sieg in Sion führte zu einer von bisher in dieser Saison insgesamt erst zwei Vergaben der Höchstnote 10 – die andere ging an Antonio Marchesano beim 3:2-Heimsieg gegen Leverkusen. Ceesay erhielt nach den beiden Rückrundenniederlagen in St. Gallen und gegen Lugano seine ersten beiden ungenügenden Noten. Eine noch höhere Durchschnittsnote als Rüegg bzw. Ceesay haben Michael Frey und Bledian Krasniqi aufzuweisen – beide allerdings mit (bisher) nur drei Wettbewerbseinsätzen für die 1. Mannschaft des FCZ in dieser Saison. Auf eine ungenügende Durchschnittsnote kommen mit Benjamin Kololli und Marco Schönbächler zwei der bekanntesten Spieler im Kader, sowie die wenig eingesetzten Raphael Dwamena und Hakim Guenouche.

Interessant gestaltet sich die Differenzierung der Spielerleistung nach Wettbewerb. In der Europa League vermochten sich die jungen Spieler am besten durchzusetzen, speziell spielerisch und technisch starke wie Lavdim Zumberi oder Bledian Krasniqi. Zusammen mit Toni Domgjoni würden die beiden in einem FCZ Europa League-Top Team der Saison das zentrale Mittelfeld bilden. Neben Jugendlichkeit, spielerischen und technischen Qualitäten scheint auch das läuferische Element in der Europa League wirkungsvoll zu sein, was unter anderem in den guten Leistungen von Domgjoni und Adrian Winter Ausdruck findet.

 

Im Schweizer Cup gegen unterklassige Gegner kamen hingegen diejenigen Spieler aus dem FCZ-Kader zur Geltung, die bezüglich entweder Physis oder Antritt/Speed auf höherem Niveau tendenziell (zur Zeit) weniger gut mithalten können – wie Roberto Rodriguez, Mirlind Kryeziu, Hakim Guenouche oder Marco Schönbächler. Am interessantesten stellt sich die Lage in Bezug auf das Tagesgeschäft, die Super League, dar. Dort machten tendenziell die physisch stärksten Spieler des Kaders die beste Falle. Die aktuelle Dominanz von YB (und früher Basel) scheint von allen Elementen am stärksten auf ihrer physischen Überlegenheit zu basieren. Die Notenverteilung des FCZ-Kaders der aktuellen Saison scheint die These zu stützen, dass dieser Faktor in der Super League der wichtigste für den Erfolg sein könnte. Das FCZ Super League-Top Team der Saison würde aus fast ausschliesslich physisch starken Spielern bestehen – mit Grégory Sertic als Ballverteiler im Zentrum. Kevin Rüegg würde zusammen mit Fabio Dixon in der offensiveren Rolle, auf welcher er in Juniorenzeiten immer wieder mal eingesetzt worden ist, die Rechte Seite bilden.

 

Breitenrain penetriert erfolgreich die Lücke im Zürcher Abwehrverbund, FCZ rettet sich über Ziellinie / Breitenrain – FCZ 2:4 Analyse und Highlights

Mit Glück und Können kann der FCZ in der Zweiten Halbzeit gegen Promotion League-Klub Breitenrain auf dem kleinen Spitalacker im Cup-Sechzehntelfinal nach einer 3:0-Pausenführung eine Verlängerung abwenden. Speziell der ehemalige Luzern-, Lugano- und Dinamo Bukarest-Profi Gëzim Shalaj war vom FCZ nicht in den Griff zu bekommen – und dies zunehmend in der Zweiten Halbzeit, als er vom linken auf den rechten Flügel wechselte und auf seiner Seite Pa Modou (zusammen mit Kololli beziehungsweise später Rodriguez) regelrecht demontierte.

Dies begann gleich nach dem Pausenpfiff – glücklicherweise für den FCZ gelang Breitenrain nach Lattentreffer, geblockten Schüssen und Vanins-Rettungstaten der erste Treffer durch den 41-jährigen (!) in der Rolle des Sturmtanks sieben Minuten zuvor eingewechselten ehemaligen YB-, Basel- und Luzern-Verteidigers Raphael Kehrli aber erst in der 82. Minute.  Ein kleines Highlight gab es im insgesamt sehr zu wünschen übrig lassenden Auftritt Pa Modous aber doch: sein Eckball von der rechten Seite fand den Kopf von Alain Nef am nahen Pfosten zum zwischenzeitlichen 3:0 – es war letztendlich das Game Winning Goal. Damit weist Pa Modou bei Standards eine deutlich höhere Effizienz auf als der aktuelle etatmässige Standardschütze Kololli, dem neben defensiven Defiziten in der Ersten Halbzeit aber auch ein schöner Weitschusshammer nach einem Lauf über das halbe Feld zum 2:0 gelang, nachdem Andris Vanins im eigenen Strafraum Breitenrain-Offensivmann Colic ausgetanzt und Maxsö den Ball weitergeleitet hatte.

Abschlusseffizienz war schlussendlich der Schlüssel zum Einzug in den Achtelfinal. Antonio Marchesano versuchte sich fünf Mal erfolglos, aber aus den restlichen sechs Abschlüssen des FCZ resultierten vier Tore – Benjamin Kololli, Alain Nef und Roberto Rodriguez versenkten ihren jeweils einzigen Abschlussversuch auch gleich im Netz. Der FC Breitenrain hatte übrigens in der Folge an diesem Cup-Highlight zu beissen und verlor gleich vier der folgenden fünf Promotion League-Partien, davon die erste mit 0:6 in Cham, bevor man sich wieder fing und auf den fünften Platz zurück nach vorne arbeitete.

Breitenrain – FCZ 2:4 (0:3)

Tore: 4. Odey (Marchesano) 0:1, 23. Kololli (Maxsö) 0:2, 40. Nef (Pa Modou) 0:3; 82. R. Kehrli (Schwab) 1:3, 90. Konopek (Shalaj) 2:3, 90.+3 Rodriguez (Marchesano) 2:4.

Breitenrain: Hornung; Lüthi, Schmied, Galli, Schirinzi; Schwab, Stoller (67. Briner); Kastrati (79. Ciftci), Colic (75. R. Kehrli), Shalaj; Konopek.

FCZ: Vanins; Rüegg, Nef, Maxsö, Pa Modou; Aliu, Palsson, Marchesano; Khelifi (65. Winter), Odey (75. Domgjoni), Kololli (65. Rodriguez).

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FCZ mit fokussiertem Auftakt in die Cupsaison / Concordia – FCZ 0:6 Analyse und Highlights

Der FCZ lässt sich vom Cupsieg 2018 inspirieren und ist zum Start der Cupsaison 2018/19 von der Ersten Minute an bereit und im Duell mit Concordia im St. Jakob Park früh keine Zweifel am Sieger der Partie aufkommen. Das Skore eröffnet vor lautstarken mitgereisten Fans aus Zürich Pa Modou nach einer eigenen Balleroberung in der gegnerischen Hälfte mit einem Weitschuss mit seinem schwächeren Rechten Fuss.

Maren Haile-Selassie erhält eine Chance in der Startformation und in der Schlussphase wird auch noch Lavdrim Rexhepi eingewechselt, nachdem Alain Nef als Spätfolge eines Zusammenstosses mit den Köpfen in einem Luftduell sich vorsichtshalber auswechseln lässt. Mittelfeldspieler Hekuran Kryeziu nimmt daraufhin Nefs Position in der Innenverteidigung ein.

Concordia – FCZ 0:6 (0:4)

Tore: 14. Pa Modou (Winter) 0:1, 28. Odey 0:2, 33. Marchesano (Domgjoni) 0:3, 37. Kololli (Bangura) 0:4; 63. Odey (Rodriguez) 0:5, 88. Marchesano (Rodriguez) 0:6.

Concordia: Palesko; Furler, Mulaj, Gleison Santos, Bai (80. Bornhauser); Findik; Bomaiza, Pepsi (67. Kotlar); Castro (67. Rahmen), Basha; Osmanaj.

FCZ: Vanins; Winter, Nef (71. Rexhepi), Bangura (60. Maxsö), Pa Modou; H. Kryeziu; Domgjoni, Marchesano; Haile-Selassie (60. Rodriguez), Kololli; Odey.

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